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Schaltnetzteile - Potential gegen (Schutz-)Erde

  • tucks
  • 26. Juli 2004 um 17:33
  • tucks
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    • 26. Juli 2004 um 17:33
    • #1

    Hi!

    Ist es eigentlich zulässig, wenn ein Schaltnetzteil an den Kontakten ein Potential gegen Erde hat?

    Bisher aufgetreten bei den Netzteilen eines externen Firewire-Festplattengehäuse, und beim Netzteil eines ZIP-Drives. Beide Netzteile haben kein VDE-Zeichen, wohl aber CE. TÜV/GS ist auch drauf, aber das heißt ja wahrscheinlich nur, dass keine verschluckbaren Kleinteile dabei sind.. :evil:

    Ach ja: bei der Firewire-Platte waren es 80 Volt (AC, Effektivwert), bei dem Zip-Drive hab ich es noch nicht gemessen, es war aber beim berühren spürbar.

    Grüße,
    tobi

  • DJ Jerolm
    Verifiziert
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    • 27. Juli 2004 um 11:40
    • #2

    Ich gehe mal davon aus du hast zwischen Masse an den Ausgangsklemmen und Erde gemessen.
    Klar kann da eine Spannung auftreten. Das Gerät ist zwar galvanisch vom Netz getrennt (sollte es zumindest :wink: ), jedoch kann es passieren dass sich ganz langsam doch eine Spannung zwischen der Masse der Ausgangsklemmen und der Schutzerde aufbaut. Das hat verschiedene Ursachen wir z.B. parasitäre Kapazitäten, Kondensatoren zur Funkentstörung und z.B. auch die Isolation des Trafos die ja auch nur endlich groß ist. Da aber nur ein verschwindend geringer Strom fließen DARF :!: sollte das harmlos sein. Kannst ja mal die Masse mit der Schutzerde in der Steckdose verbinden (bzw. mit dem geerdeten Gehäuse des Netzteils), kann sein das es einen winzigen Funken gibt aber es darf sonst nix passieren. Danach kannste mal ein empfindliches Amperemeter dazwischen schalten und messen, eventuell wirst du ein paar Bruchteile mA messen können.

    Sollte doch der FI-Fliegen oder der Strom mehrere mA überschreiten ist das aber nicht mehr OK, da keine richtige galvanische Trennung vom Netz mehr da ist.

  • tucks
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    • 27. Juli 2004 um 11:57
    • #3

    Hmm, über welchen Widerstand soll ich den Strom der zum Schutzleiter fließt messen. 10 kOhm?

    Oder lieber den Kurzschlussstrom?

    Die Spannungsmessung, die ich durchgeführt habe war zwischen Ausgangsklemme (und zwar sowohl + als auch -, denn eigentlich sollte ja Gleichstrom raus kommen...) und Schutzleiter.

  • DJ Jerolm
    Verifiziert
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    • 27. Juli 2004 um 17:45
    • #4
    Zitat


    Hmm, über welchen Widerstand soll ich den Strom der zum Schutzleiter fließt messen. 10 kOhm?


    Nein, du kannst die 0V-Masse-Klemme auch direkt mit der Erde verbinden, in manchen Geräten wird dies ja auch gemacht.

    Wenn du 10k nimmst musst du parallel zu dem Widerstand die Spannung messen, sowohl AC als auch DC.

    Für den Strom gilt dann:
    I=U/10, U in Volt und I kriegst du dann in mA.

    Da ich eben etwas schnell gelesen habe – :oops: sorry :oops: – und du schreibst dass es bei dem einen Netzteil beim Berühren spürbar war :shock: würde ich von dem Teil die Finger lassen, das ist für meinen Geschmack nicht OK.

    Wo hast du die Teile denn her?

    Ob ein VDE-Zeichen zwingend erforderlich ist weiß ich jetzt aus dem stehgreif nicht... :roll:

  • tucks
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    • 28. Juli 2004 um 01:28
    • #5
    Zitat von "DJ Jerolm"


    Nein, du kannst die 0V-Masse-Klemme auch direkt mit der Erde verbinden, in manchen Geräten wird dies ja auch gemacht.

    Okay, werde ich mal machen, sobald ich Zeit habe...

    Zitat von "DJ Jerolm"


    Da ich eben etwas schnell gelesen habe – :oops: sorry :oops: – und du schreibst dass es bei dem einen Netzteil beim Berühren spürbar war :shock: würde ich von dem Teil die Finger lassen, das ist für meinen Geschmack nicht OK.

    Denk ich doch auch... Und es war bei *beiden* Netzteilen spürbar.

    Zitat von "DJ Jerolm"


    Wo hast du die Teile denn her?

    Die waren bei der Firewire-Festplatte bzw. dem ZIP-Laufwerk mitgeliefert. Ich bin wie gesagt auch nur durch Zufall darauf aufmerksam geworden, weil ich Barfuß eben doch recht spürbar erleben durfte, was da abläuft :)

    Beide Netzteile sehen auch nach absoluter Billig-China-Produktion aus...

    Grüße,
    tobi

  • Tobias Zw.
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    • 28. Juli 2004 um 08:43
    • #6

    Moin Männer,

    genau den von Euch beschriebenen Effekt hatte ich bei den elektronischen Sparnetzteilen von Conrad. Als ich da welche an eine BNC-Littlite anschloß bekam ich saftig eine gewischt. Rasche Messung zeigte über 100V von Sekundärseite zu PE, es floß aber praktisch kein Kurzschlußstrom. Habe das Problem auch so gelöst, daß ich das Gehäuse dann stumpf mit PE verbunden habe. Das ganze läuft seitdem problemlos.

    MfG Tobias Zw.

    Äch bän wäder do.

    http://www.tobiaszweckerl.de

  • TomyN
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    • 28. Juli 2004 um 08:47
    • #7

    Hi,

    das ergibt sich ganz normal. Schließt mal ein PC Netzteil ohne Erdung an, und langt dann mal an den PC. :shock:


    Tomy

    SIM II Operator und Dante Level I-II-III (Dante sogar dreimal :)
    Jugendschwimmabzeichen, Rettungsschwimmabzeichen in Bronze
    Meine kommerziellen Softwareprodukte SATlive und LevelCheck

  • DJ Jerolm
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    • 28. Juli 2004 um 09:26
    • #8
    Zitat


    Schließt mal ein PC Netzteil ohne Erdung an, und langt dann mal an den PC

    Da ist ja auch primärseitig ein Netzfilter drin wo unter anderem von jedem der beiden 230V Anschlüsse zu Entstörzwecken ein kleiner Kondensator nach PE gelegt ist. Also ein kapazitiver Spannungsteiler. Wenn PE ab ist haste da theoretisch auch um die 115V und kriegst eins gezwieselt.

    Trotzdem ist mir das nicht geheuer, habe auch einen ganzen Haufen kleine Schaltnetzteile für PIC-Programmer und was weiß ich alles und die sind ALLE voll in Ordnung... (ist aber auch kein Billigzeug gewesen...)

    tucks:
    Wenn du doch noch was messen möchtest:
    Keinen Widerstand benutzen, einfach Amperemeter zwischen Masse vom China-Netzteil und Erde. Empfindlicher Messbereich, AC und DC probieren. Ausgangsklemmen des Netzteil bitte nicht berühren und unbedingt vorsichtig sein :!:

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