wenn ich eine rt 60-messung mache, messe ich nachhall-zeiten. warum heißt der spaß rt 60? und wo für steht rt?
RT 60-Messung. Was genau ist das?
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rt steht für "response Time", das heißt du misst die Raumantwort.
Def.: RT60 beschreibt die Zeit nach Abschalten der Schallquelle (sinus 1KHz), in der der Pegel um 60dB (dh auf den millionsten Teil) abgefallen ist. -
und wie heißt die messung wenn ich ein anderes signal, wie z.b. pink noise nehme?
nach deiner def. bezieht sich ja rt60 auf 1khz. -
Naturgemäß gibt es nicht nur bei 1 kHz, sonder auch bei 2 kHz und auch bei 2,5 kHz ja sogar auch bei 837 Hz eine Nachhallzeit. Wer hätte das gedacht?! :wink:
Es gibt also eigentlich nicht DIE Nachhallzeit eines Raumes. Üblicherweise werden die Nachhallzeiten grafisch als Funktion der Frequenz aufgetragen. Wenn diese Kurve einen mehr oder weniger geradlinigen Verlauf hat, macht es Sinn einen Mittelwert zu bilden, um nur einen einzigen Wert angeben zu müssen. Dieser Wert wird dann häufig als DIE Nachhallzeit bezeichnet.
Allgemein kann man sagen, dass die meisten Räume zu tiefen Frequenzen längere und zu hohen Frequenzen (u.a. durch die Luftabsorption) kürzere Nachhallzeiten haben.
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Meines Erachtens mißt man per "Spike" (=Knall) und "wartet" bis eben der Schall um 60dB abgesunken ist. -> RT60
Eine Kurve über die Frequenz ist natürlich deutlich aussagekräftiger!
mfg
JF -
Lustige Sache! Wir haben uns hier beim IFB gerade noch darüber unterhalten, dass wir in 156 U-Bahn-Stationen in New York RT60 messen müssen und wie das am besten geschehen könne. Das übliche Messequipment (MLSSA-Rechner, Pentadodekaeder...) da rüber zu kriegen ist halt nicht ganz einfach. Da kam auch die (uralte) Methode mit dem Pistolenknall in den Sinn. Aber derzeit dürfte es wohl schwieriger sein, mit ner Pistole im New Yorker Underground rumzuballern.
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Knall (alte Methode) = 'Dirac Stoss' = 'Weisses Spektrum' = dann RT60 für jede Frequenz bestimmbar...Problem S/N Ratio
Besser: Monkey Forest Sinus Sweep Methode von Onkel Swen und Onkel Anselm. Siehe http://www.monkeyforest.de
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So, neulich noch Scherze gemacht - jetzt aber mal ernsthaft:
Wer hat eine Idee, wie wir in den New Yorker U-Bahnhöfen RT60 messen können?!
- übliche Prozedur mit MLSSA (o.ä.) fällt von vornherein aus (das Equipment geht unter anderem nicht so ohne weiteres durch die Drehkreuze)
- Strom zu bekommen ist schwierig, bzw. aus logistischen Gründen zu aufwendig
- Schreckschusspistole ist nicht praktikabel (bis wir das dem Officer erklärt haben...)
- Pyrotechnik ebenfalls
- Vielleicht so eine "Klappe" wie bei den Bundesjugendspielen?
Wie gesagt kein Witz - sind über jede Anregung dankbar!
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also die Messungen laufen während des normalen Betriebs?? Dann muß der Spike ja schon derbe laut sein, um sich vom grundgeräusch abzuheben, oder? (also um die 130dB SPL?? = Schmerzgrenze?)
Aber die Idee mit den Klappen ist bestimmt nicht schlecht. Das sind ja nur 2 geschliffene Latten mit ein paar löchern drin und ein schanier. mit ein bißchen probieren sollte man da ein paar dB rausholen können :smile:
Könnt ihr denn da überhaupt noch eine "echte" RT60-Messung machen (wg grundgeäusch) oder wird dann nur RT30 oder RT15 gemessen und interpoliert?
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Klar, das ganze muss bei laufendem Betrieb stattfinden - können ja nicht einfach sagen: "So heute gehen alle New Yorker mal zu Fuß!" :smile:
Wirklich RT60 messen geht natürlich nicht. Wenn da 2 Züge auf einmal durchrattern habe ich da Pegel von bis zu 109 dB(A) gemessen! Auch sonst geht's selten unter 60 dB(A).
Auf der Suche nach einer Alternative zu MLSSA, die auf einem Labtop läuft, sind wir auf "Sample Campion" gestoßen - jemand schon mal gehört?