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  5. Boxen und Amps

amp: interne stromversorgung invertiert o.ä?

  • hörnix
  • 17. Dezember 2004 um 00:50
  • hörnix
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    623
    • 17. Dezember 2004 um 00:50
    • #1

    hallo,

    es gibt eine interne beschaltung von amps, bei der die kanäle so am netzteil hängen, dass sie quasi zueinander "invertiert" sind, und darüber soll es zu einer besseren leistungsausnutzung des netzteils kommen.

    funktioniert das?
    wie ist es technisch umgesetzt?
    was sind mögliche nachteile?
    was muss man beim bridgen beachten?
    wer hat´s erfunden/benutzt es in seinen amps?
    warum machen das nicht alle so?

    ich glaube, es gab dazu schon mal einen thread vor langer zeit, aber ich habe noch nicht mal eine idee, wie die suchworte aussehen sollten...

    danke, gruss.

    there is no sweet spot.

    HINWEIS: hÖrnix und hOErnix hören zwar beide nix, sind aber zwei verschiedene User.

  • Tobias Zw.
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    27
    • 17. Dezember 2004 um 07:44
    • #2

    Was Du meinst heißt "bridged" oder "Brückenbetrieb".

    Beim Brückenbetrieb eines Stereoverstärkers wird ein Kanal mit dem normalen Eingangssignal versorgt, der andere mit dem in der Polarität gedrehten Eingangssignal. Der Lautsprecher wird dann zwischen die beiden "+"-Ausgänge der Endstufenhälften angeschlossen.
    Im Idealfall (!) funktioniert das so, daß man die doppelte maximale Leistung einer Endstufenhälfte an einen Lautsprecher geben kann, wobei allerdings auch nur halb so niedrige Impedanzen angeschlossen werden können.
    Ein Beispiel: Ein Amp, der sonst 2 x 500W an 4 Ohm liefern kann, liefert im Brückenbetrieb 1000W an 8 Ohm.
    Diese Beschaltung von Stereoendstufen wird gemacht, wenn man sehr viel Leistung an eine einzelne Box bringen will. Ansonsten gehöre ich ja zu der Fraktion, die einfach lieber dickere Amps mit mehr Power (grunz!) mitnimmt.
    Ob das mit einem speziellen Amp möglich ist, kannst Du immer den Daten entnehmen: Das steht dann nämlich bei den Leistungsangaben wie z. B. "2 x 750W an 4 Ohm, 2 x 500W an 8 Ohm, 2 x 1200W an 2 Ohm, 1 x 2400W an 4 Ohm bridge...". Die meisten Hersteller bieten auch schon entsprechende Schalterchen an den Endstufeneingängen an, daß man sich nicht mit Y-Stücken und Phasendrehern abmühen muß.

    Mit freundlichen Grüßen Tobias Zw.

    Äch bän wäder do.

    http://www.tobiaszweckerl.de

  • soundworx
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    • 17. Dezember 2004 um 10:08
    • #3

    Es gibt da einen sehr interessanten Artikel über das Thema von Dave Rat (u.a. FOH für Red Hot Cilli Peppers) auf ProsoundWeb:
    Guckst Du hier:

    http://www.prosoundweb.com/live/articles/…amptricks.shtml

    Gruß
    Marcus

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist, daß es in der Theorie keinen Unterschied gibt...

  • hörnix
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    623
    • 17. Dezember 2004 um 12:54
    • #4

    @ tobias: wie ich dem von spundworx zitierten artikel entnehme, hast du in gewisser weise recht. es geht hier allerdings um "bridge stereo", sozusagen, und um vor-und nachteile, wenn dies vom hersteller bereits so konstruiert wird. -> siehe artikel. trotzdem danke für die gute erklärung des normalen bridged-modes.

    there is no sweet spot.

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  • skyper
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    • 17. Dezember 2004 um 15:21
    • #5

    Guck mal ins Buch vom Admin (PA für Fortgeschrittene)- vielleicht meinst Du die Schaltung, die als "Gegentaktendstufe" bei Crown (in meiner Ausgabe Kapitel 4.3.3) Erwähnung findet.

    Vorteil bei der genannten Schaltung ist, daß der Amp mit einer einzigen Versorgungsspannung auskommt (zumindest im Leistungsteil), daher auch nur ein einfacher Trafo ohne Mittelabgriff, nur "ein" Glättungs-Kondensator nötig (klar eine ganze Baterie, aber nur ein Potenzial)

    Kleine Mankos der Schaltung:
    - Es müssen vier statt zwei Transistor(baugrupp)en verwendet werden je Ausgang
    - der gesamte Laststrom muß 2x durch Transistoren geleitet werden, daher 2x Verluste an der Kollektor-Emitter-Strecke. (bei "normalen" Endstufen fließt der Strom ja nur durch "einen" Transistor)
    - die Last "floatet", hängt also an sich ständig ändernden Potentialen
    -> frag mich bitte nicht, wie das mit Serial-Mono funzt, anscheinend geht es aber. Verständnis hierüber verschließt sich mir aber derzeit...
    Klärt mich einer auf???

    Trust it - tilt it! Der universlle Neigeadapter für AV-Geräte auf Traverse: http://www.trusstilt.de
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    PA-Forums-Treffen: täglich 13:00 bei mir am Stand A2/F06

  • hörnix
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    623
    • 17. Dezember 2004 um 17:19
    • #6

    @ all: nein, es geht schon um das verfahren, das dave rat in dem von soundworx verlinkten artikel beschreibt:

    ganz normale endstufe, quasi dual-mono, aber mit gemeinsamem trafo. U+,U-,ground. nun invertiert man den einen eingang. jetzt sieht der eine kanal einen positiven puls als positiven puls, während zeitgleich der andere den positiven puls als negativen puls sieht. für das netzteil eine ausgewogenere belastung. bloss sind die beiden stereo-kanäle nun out-of-phase, was nicht wirklich gewollt ist. also dreht man am ausgang des zweiten kanals einfach die anschlussbelegung für den output um, doppelt out-of-phase=in-phase. die lautsprecher werden also out-of-phase angeschlossen, um die out-of-phase geschaltete endstufe auszugleichen.

    soweit die theorie. inwieweit/ob das mit allen endstufen geht, indem man auf bridged schaltet, aber beide kanäle weiter für stereo nutzt, wie in dem rat-artikel angegeben, ist mir nicht klar. es gibt aber endstufen, bei denen das ab werk so konstruiert ist.

    - welche waren das noch gleich?
    - wie heisst der vorgang auf klug, damit ich da weiter googlen kann?
    - was sind die nachteile?

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  • stami
    Beiträge
    481
    • 17. Dezember 2004 um 20:43
    • #7

    Sowas kommt immer in Stereo-AUTO-Endstufen vor um die Schaltnetzteilkosten zu senken.

    Wird eher bei billigen Endstufen angewandt um die Elkos klein zu halten.

    Einmal editiert, zuletzt von stami (17. Dezember 2004 um 23:54)

  • vsvo82
    Profi
    Beiträge
    1.914
    • 17. Dezember 2004 um 21:25
    • #8

    Noch ein interessanter Effekt:
    In der Werkstatt hatten wir mal die Baßendstufe einer Band... bei der waren die Deckel der Netzteilelkos für einen Spannungszweig kurz vorm Abdeckeln, also schon richtig rund.
    ....Grund: Der Anschlag der Bassdrum zieht für kurze Zeit immer die maximale Leistung aus nur einem Spannungszweig => höherer Stromfluß, erhöhte thermische Belastung, Verschleiß= Alterung.
    Muß man aber erst mal drauf kommen.
    :wink: Jörg

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