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PA und Controler

  • Anonymous
  • 17. April 2002 um 15:14
  • Anonymous
    Gast
    • 17. April 2002 um 15:14
    • #1

    Hallo
    wir haben ja in einer anderen Spalte viel über diverse Chassis und verschiedene Hersteller gelesen. Ich möchte mal kurz meine Erfahrung zu Digitalcontroler Setups an dieser Stelle beitragen.
    Ich habe schon sehr oft bei Veranstaltungen mit richtig fetten PAs (GAE Director, Dynacord Wave, JBL HLA u.ä) während der Show
    am Controlersetup "gebastelt". Ich habe Crossoverfrequenzen verschoben, Flankensteilheiten geändert, Delayzeiten verstellt, EQ settings probiert usw. Wohlgemerkt - nicht wild drauflos, sondern mit bedacht und Überlegung. Mein Ziel dabei war aber nicht den Sound zu "verbessern" sondern dabei was zu lernen. Ich muß sagen, ich bin enttäuscht. Was können wir nicht alles lesen, wie wichtig doch die Laufzeitkorrektur in der Kiste ist, die absolut klangentscheidende Übernahmefrequenz mit Bessel und wer weiß was für Charakteristik. In der Realität tut sich doch kaum was. Verschiebt mal aus Spaß den 2" zu den 12" in der Delayzeit. In der richtigen Korrektur hört man überhaupt nichts, erst wenn man massiv was verstellt wirds auffällig. Natürlich im negativen Sinn.
    Aber 2,5mS Delay können wir uns schenken. Die Trennfrequenzen machen soundmäßig irgendwas, aber nichts richtig greifbares oder speziell wichtiges. Hier geht es doch in erster Linie um Treiberschutz und Eingrenzung in den für das Chassis passenden Bereich. Welche Steilheit gewählt wird hat mit dem tatsächlich resultierenden Klang auch wenig gemeinsam. Es ist zwar richtig, daß ein Controler gut abgestimmt ist - aber bei einer Show mit 7000 Zuhörern hört ihr da nichts mehr von. Macht es nach, probieren - aber so das es nicht die Treiber schießt - und gebt mal euere Erfahrungen hier weiter.
    sk

  • tthorsten
    Beiträge
    17.024
    • 17. April 2002 um 17:15
    • #2

    Klar kann mann mit dem Controller alles verändern. leider auch zum schlechteren

    aber wenn es richtig gemacht ist kann es im vergleich zu einem analogen conroller nochmal 30% besser klingen.

    Hörbar ist so live vieles nicht aber messbar und dann der sichere A B vergleich.

    Mir selbst ging es kürzlich so.

    XTA 226 kleines PA eigentlich nur die Bässe abtrennen.

    War am vorabend gar nciht zufrieden so gehörmässig.

    hab dann am vormittag noch mal dran gebastelt und es war eine welt besser.

    Ein Grosses Araray aus EAW 850 mit analog Controller klingt schon sehr gut ein gleich grosese Array mit Digital controlle rkann besser klingen muss aber nicht.

    Lautsprecherentwicklung nach mass
    Ansprechpartner für das Forums MUFU projekt

  • moser7
    Beiträge
    914
    • 17. April 2002 um 19:31
    • #3

    Unser Sound hat sich durch die Anschaffung eines Controllers (BSS FDS355) entscheident verbessert. Warum?
    Weil:
    Wir uns den zusätzlich im Signalweg gelegenen Master EQ sparen können,

    weil der max. Schalldruck höher ist, da man keine Angst um seine Treiber haben muss und die z.B. Bässe einen für Sie optimalen Lowcut erhalten. (HäHä, da kann der DJ drehen wie er will, die bekommt er nicht kaputt HäHä!) :smile:)

    Weil z.B. für unterschiedlich positionierte Bassbins ein HÖRBARES Delay gemacht werden kann, und damit der Druck auf der zu beschallenden Fläche um ca. 3db höher ist,
    was ja ein enormes wenigergeschleppe bedeutet. Ganz zu schweigen von der verringerten unnötigen Endstufenpower, die sonst nur die Spule heiss machen würde.

    Ich find meinen Controller gut, und möchte Ihn nicht mehr hergeben!

    Nichts ist auch mal ganz erfrischend.

  • Anonymous
    Gast
    • 18. April 2002 um 00:42
    • #4

    Grüsze!

    Zitat


    wie wichtig doch die Laufzeitkorrektur in der Kiste ist, ...
    In der richtigen Korrektur hört man überhaupt nichts, erst wenn man massiv was verstellt wirds auffällig.
    Aber 2,5mS Delay können wir uns schenken. Hier geht es doch in erster Linie um Treiberschutz und Eingrenzung in den für das Chassis passenden Bereich.

    Ist auch 100%ig meine Meinung, aber ich hab' leider keinen Controller zum spielen.
    0,5ms genaues Delay u.s.w. ist Befriedigung des Meßwerkzeuges, hören kann man das nicht.
    Natürlich sollten die Filter zusammenpassen und falsche Trennfrequenzen die Treiber nicht zerstören.

    Aber wozu sind wir denn Techniker, wenn schon, denn schon :wink:

    mfg
    JF
    der sich auch oft genug über Kleinigkeiten den Kopf zerbricht und dabei übersieht, das Wichtigeres im Argen liegt ...

  • Anonymous
    Gast
    • 18. April 2002 um 08:18
    • #5

    naja, 2,5ms im bassbereich machen unter umstaenden den unterschied zwischen Bassgewitter oder plock auf der tanzflaeche.
    auf der ev seite gibts RACE (die software fuer den DX38) als demo, womit man auch genau sowas simulieren kann. Beeindruckend, wie sich die Keule verschiebt, mit delayeinstellungen unter 2ms.

    CU
    martin

  • MIKE
    Profi
    Reaktionen
    6
    Beiträge
    1.694
    • 18. April 2002 um 12:23
    • #6

    Es kommt bei den Controllern ja auch darauf an wie gut die Phase gpflegt wird etc.

    Habe gerade auch so einige Probleme mit Digital Controllern.

    Dazu an andere Stelle mehr.

    Zu den Einstellungen. Ich habe da die Erfahrung gemacht das man schon bei der Veränderung einer Güte ziemlich was hört.

    Auf der anderen Seite schiebe ich etwas und höre kaum etwas.

    Aber dazu sollte man auch immer Messen!

    Denn Das zeigt alles.

    MFG
    Mike

    Anfragen bitte an MIKERAUCHFLEISCH@gmx.de

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