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Ungleiche Belastung auf Stativ ?

  • RA-CG
  • 11. März 2005 um 13:44
  • RA-CG
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    1.205
    • 11. März 2005 um 13:44
    • #1

    Hi!

    Mal ne Frage zum Stativbetrieb...
    Im Normalfall nutzt man ja meistens BARs mit PAR Lampen dran und hat dann auch ne gleichmäßige Belastung. Was aber wenn man nun statt ner BAR ein Rohr mittels Coupler/TV Zapfen auf das Stativ setzt und daran einseitig oder ungleichmäßig was dranhängt (Discoeffekt oder evtl. sogar Spiegelkugel).

    Ab wann sollte man sich da Gedanken machen, oder ist das grundsätzlich schon zu unterlassen?
    Kann man da recht einfach was berechnen um auf der sicheren Seite zu sein? Gegengewicht reinhängen wie auch immer?

    Das ich nicht vom 3m Rohr rede sollte klar sein, dachte eher an 1,40m , also 70cm nach rechts und links auf'm Stativ.

  • skyper
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    • 11. März 2005 um 14:24
    • #2

    laß es grundsätzlich...

    Drehmoment = Last x Abstand vom Drehpunkt (also hier dem TV-Zapfen)
    (bi mehreren Lasten mußt Du diese Berechnung für alle Einzelpunkte durchführen, und am Ende summieren. Abstände zur anderen Seite hin werden dabei negativ gezählt, sollte klar sein)

    d.h. z.B. bei 20kg in einem Abstand von 0,5m zerrst Du bereits mit knapp 100 Nm am Zapfen. Sollte aus irgendeinem Grund das Gerät abkacken, dann sind das bereits im günstigsten Fall (mal Faktor 10 für den Fangstoß in den Safety angesetzt, in der Realität bei 20cm Fallweg bereits Größenordnung Faktor 50) 1kNm, mehr als jeder Ferrari beim Anfahren an die Achsen bringt... Das sollte man der armen Schraube im TV-Zapfen nun wirklich nicht antun!
    Abgesehen davon, dass Du eigentlich gar nicht safen kannst, wenn die Pipe abreißt, der Haltepunkt am Stativ ist i.d.R. zu weit weg, um weniger als 20cm Fallweg zu garantieren.

    Nimm Dir zur Veranschaulichung mal einen Drehmomentschlüssel, und schau, was bei 100Nm da schon für Kräfte im Spiel sind...

    Trust it - tilt it! Der universlle Neigeadapter für AV-Geräte auf Traverse: http://www.trusstilt.de
    Analog über Cat Lösungen und Anschlussfelder für Ampracks: http://www.cat-core.deNächster Messeauftritt: 6.-8.10.26 in Hamburg: https://leatcon
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  • RA-CG
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    • 11. März 2005 um 14:38
    • #3

    Hi!

    Zitat von "Skyper"


    Abgesehen davon, dass Du eigentlich gar nicht safen kannst, wenn die Pipe abreißt, der Haltepunkt am Stativ ist i.d.R. zu weit weg, um weniger als 20cm Fallweg zu garantieren.

    Das ist dann wohl aber eher grundsätzlich bei Stativbetrieb zu sehen, also auch bei ner Bar auf Stativ. :roll:

    Hm, wenn man das so mal rechnet leuchtet das ein. Also lieber gleichmäßig belasten damit sich die Momente "gegenseitig ausgleichen" und gegen Null tendieren ?!?

  • skyper
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    • 11. März 2005 um 21:43
    • #4

    richtig!

    Beim Auflasten einer Pipe oder Traverse eben darauf achten, von innen nach außen, und immer wechselseitig zu arbeiten, damit solltest Du immer auf der sicheren Seite sein. Den Safety dann jeweils so anbringen, dass er auf der anderen Seite um die Aufnahme läuft. Dann kann die Lampe auch im Absturzfall keineisfalls vom Stativ weg und runterfallen.
    (Bis eine M10 oder M12-Schraube am TV-Zapfen tatsächlich bricht, mußt Du schon ziemlich gewaltsam Hand anlegen. Problematisch ist eher der Fangstoß beim Absturz, daher die Warnungen. Trotzdem sollte man das Material nicht unnötig quälen, außerdem weiß man nie, wer das Zeug früher schon mal vergewaltigt hat.
    Und außerdem: Mächtig wird des Schlossers Kraft, wenn er mit dem Hebel schafft...)

    Bei 6er-Bars auf TV-Zapfen sehe ich nicht wirklich die Gefahr, dass der Zapfen bricht. (theoretisch müsste das Konstrukt ja sogar schon durch reines Aufliegen momentenfrei gelagert sein.)

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  • bergmann
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    163
    • 25. März 2005 um 16:47
    • #5

    wenn man ein Stativ nur mit einer 30er Spigelkugel auf einem Querträger "assymetrisch" belasted würde ich mir keine Sorgen machen. Auch wenn die 20cm ins Safty fällt.
    Bspw. ein Derby-Effekt wiegt ca. 8kg sprich M=80N*0.7m=56Nm.
    Davon ausgegangen das größte Biegemomment tritt in der Schraube auf und es handelt sich um eine M10 - 8.8 Schraube, diese kann ein Biegemomment von guten 5000Nm aufnehmen (ja! 500kg auf 1m Hebelarm!...Schrauben können ganzschön stabil sein) ...wenn die Schraube das schwächste Glied ist könnte man im Fall der Fälle sogar mit dem Faktor 90 Rechnen...
    Allerdings: je nach Standbreite des Stativs kann es noch kippen bzw. ein Rohrelement Einknicken...und das hängt dann wider davon ab wie hoch es st und ob da Manfrotto oder Eurolite draufsteht :wink:

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