Ohoh...
...na ja, ist aber nicht schlecht der Vertipper ![]()
Nun ja, was ich vergaß zu erwähnen:
Gewerbeschein wäre schon sinnvoll, um brauchbare Preise zu bekommen!
Ohoh...
...na ja, ist aber nicht schlecht der Vertipper ![]()
Nun ja, was ich vergaß zu erwähnen:
Gewerbeschein wäre schon sinnvoll, um brauchbare Preise zu bekommen!
Mir sind schon Chinaklinken unter die Augen gekommen (diese Neutrik-Imitate), die vorne krummgetreten waren. Also mein Fazit: Finger weg, nur Neutrik nehmen! Hält ein Leben lang.
Ich habe letztens erst wieder alte Neutrik-Klinkenstecker aus meiner Kramkiste ausgegraben, wo das innere Plastikteil mit der Zugentlastung noch in weiß ausgeführt war (wurde irgendwann Mitte der 90ger mal auf schwarz geändert). Neu verlötet und gut war!
Wer billig kauft, kauft zweimal! Leider immer wieder wahr!
Schöne Ostertage,
der Georg
PA-Peter
Vielen Dank fürs "Hier!" rufen.Endlich auch mal relevante Infos statt wenig aussagende bunte Bildchen auf Internet-Katalogseiten.
Mir scheint, wer nicht nach Sonderpreisen fragt, der kriegt auch keine.
Also: Fragen! Nicht gerade hanseatisch, aber die Zeiten ändern sich eben.
Zu mir sind bereits ein paar Chinesenstecker unterwegs. Ich werde berichten. Bei Adam Hall habe ich erstmal nicht nachgefragt, weil mir dessen übrige Listenpreise nicht gerade preisbrecherisch anmuten.
schöne Grüße
Opi
Neues vom Chinesen:
Da ist zunächst mal die Lieferzeit:
was im Internet zunächst nach 24 Stunden klingt, entpuppt sich im richtigen Leben gern auch mal als eine Woche. Ich jedenfalls musste eine Woche auf meine Pollin Lieferung warten.
Der Klinkenstecker für etwas mehr als einen Euro sieht so aus:
Es gibt ein rustikales Gehäuse, dessen Herstellungsverfahren (Spritzguß) dem Stecker fast ein billigeres Aussehen verpasst, als der Reichelt Klinke:
Aber: stabil ist es allemal und es gibt eine richtige Zugentlastung, wie man sie auch aus Neutrik-Steckern kennt. Bei der Verarbeitung bleibt der Neutrik-Stecker um Längen vorn, denn die Konsistenz des Kunststoffs ist beim "Chinesen" so ganz anders als bei Neutrik. (Der Kunststoff ist härter, aber dünner)
Trotz der überzeugenden und vertrauten Bauart ist das Arbeiten mit dem Chinesen-Stecker etwas "wurstelig". Trotzdem: die Zugentlastung funktioniert und kommt auch mit "professionellen" Kabel-Außendurchmessern zurecht.
Der Chinese setzt leider noch auf die angepresste Lötfahne:
und, ob Ihrs glaubt oder nicht, bei den bestellten 10 Stück war tatsächlich wieder ein Stück Ausschuss dabei (wiedermal kein Ring-Kontakt). Ich halte das für inakzeptabel. Soll ich vor dem Löten jeden Stecker messen?
Überraschend konnte ich feststellen, dass die Übergangswiderstände im Stecker bei dem "bunten Chinesen" signifikant besser ausfallen, als bei der Reichelt Klinke (
wenn sie nicht gerade unendlich sind
) . Ich hätte nicht gedacht, dass sich in dem Bereich unter einem Ohm noch so deutlich Unterschiede feststellen lassen. Obwohl diese kleinen Nuancen technisch eigentlich nicht relevant sind, vermutet man dadurch doch, dass der Chinese nicht so für innere Korrosion oder mechanischen Verfall (und Wackelkontakte) anfällig ist.
Ist der Stecker robuster?
Dazu habe ich mir einen nicht hundertprozentig ernst gemeinten "Kerbschlagbiegeversuch" ausgedacht. Als Kerbe dient das (aus dem Beschallungsleben gegriffene) Amptown-Schließprofil eines Standard-Cases. Hier habe ich den Stecker-Schaft eingelegt und die Kraft meiner gewichtigen Persönlichkeit wirken lassen.
Hier das Ergebnis:
Die Reichelt Klinke (unten) ist bis zur völligen Unbrauchbarkeit deformiert.
Beim Chinesen (mitte) fällt die Delle deutlich kleiner aus: manche Stage-Hand würde diesen Stecker wahrscheinlich mit etwas zuviel guten Willen noch in eine Klinkenbuchse hinein bekommen - aber nicht mehr heile heraus.
Zum Vergleich (oben) ein Neutrikstecker (unfairer Weise in mono, hatte keine in Stereo, sonst müsste ich ja auch keine Chinesen kaufen).
Der zeigt von der hinter ihm liegenden Tortur schlicht überhaupt keine Spur.
Außerdem:
Die Chinesen weisen in Gehäuse aber auch im Steckerteil extreme Fertigungstoleranzen auf:
Da hakt mal der Steckerteil im Gehäuse fest, ein anderes Mal fällt schon mit bloßem Auge auf, dass der Ring oder die zugehörige Isolation nicht konzentrisch zum Rest des Steckers ausgerichtet sind. Solche Fehler findet man bei der Reichelt-Klinke nicht. Der Stecker lieferte jedoch immer einwandfreien Kontakt in der Buchse.
ABer:
Der Chinese steckt sich extrem hakelig. Wer genau hinsieht, erkennt, dass der Tip mit viel kleineren Radien ausgeführt ist, als die Kollegen von Reichelt oder Neutrik. Das merkt man bei jedem Stecken! schüttel ! (eklig)
Fazit:
Der Chinesenstecker ist deutlich robuster und in Sachen Zugentlastung der Reicheltklinke weit voraus. Leider gibt es auch hier Ausfälle, bevor die Teile überhaupt verarbeitet sind. Das Steckgefühl ist auffällig unelegant, das äußere Erscheinungsbild ist durchaus gefällig.
Man erhält also für den höheren Preis durchaus eine gesteigerte Qualität, muss aber in Punkto Handling auch abstriche machen. Man wird täglich daran erinnert: Hier habe ich gespart. Ob das so klug ist?
Und ich?
Ich glaub ich tendiere inzwischen doch zum Luxusstecker... was soll der Geiz?
Dass auch beim Chinesen auf Anhieb 10 % Ausschuss für mehr als einen Euro übern Tisch geht, ertrage ich einfach nicht..... und wenn mir das auch bei Neutrik passiert, fange ich wieder bei Reichelt an.
Grüße
Opi
Hervorragend! Vorschlag: Kopien dieses Artikels an Keys, G&B, Soundcheck, T4M usw. senden. Wenn das abgedruckt wird sehen vielleicht manche Mucker endlich mal ein woher der ständige Ärger kommt, den sie mit ihrer Kabelage haben... ![]()
neulich auf einer produktion in die finger bekommen:
switchcraft a3m/a3f
nach ultrakurzrecherche nicht wirklich billig -
aber die teile sind anscheinend UNKAPUTTBAR,
z.b. im gegensatz zu neutrik keine ausbrechende
verriegelung bei den males.
die sind wirklich eine anschaffung für´s leben,
so etwas robustes hab ich noch nicht gesehen !