Die Meßergebnisse der 6"-Boxen:
Interesse an einem Treffen in Norddeutschland ?
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Hallo Micha,
danke für Deine Messungen der 6" Systeme. Hierzu möchte ich etwas erklärendes sagen.
1. die relativ lange Nachhallzeit wird verursacht durch die insgesamt 4 cm zurückliegende Schallwand, die auch an den Seitenwänden vorliegt. Hier haben KF + SK seitlich offene Wände und rumgezogene Gitter. Akustisch relevant ist dieser Faktor bei Frequenzen oberhalb 100 Hz wenig.
2. Die Klirrfaktormessung von Dir zeigt in der Tat, dass die Messung gekennzeichnet ist von der Relation der Frequenzgangsenke zu diesem Maximalwert. Hier ist es sehr interpretationsbedürftig, dass die MA 61 bei rund 2.5 Khz den geringsten Pegel aufweist, aber dafür den höchsten Klirranteil haben soll. Bitte gehe darauf noch mal ein.
3. Bei der Klirrmessung (K 3) zeigt sich deutlich, dass die MA-61 im akustisch sehr kritischen Bereich die besten Werte aufweist.Bei der Entwicklung der MA 61 stand mir die K+F CA106 zur Seite. Mein Entwicklungsziel war, einen Kleinlautsprecher zu gestalten, der sehr vielseitig einsetzbar ist. Einerseits muss er bei Konservenwiedergabe ausgewogen klingen, dieses haben mir zahlreiche Kunden im A/B Vergleich zu KF bestätigt, andererseits sollte sie für Sprachübertragungen geeignet sein. Und da scheiden sich die Geister. Ein Lautsprecher, der bei 2-3 Khz überbetont ist (wie KF), eignet sich ausgezeichnet für Sprache aber nicht für homogene Musikwiedergabe. Daher habe ich nach einer Lösung gesucht, die beides miteinander kombiniert. Somit habe ich ihr den ansteigenden Hochtonbereich verliehen, der dafür sorgt, dass die Sprachverständlichkeit auch bei leisen Pegeln sehr gut ist. Mit Unterstützung eines Subwoofers ist sie eine Box, die eine sehr natürliche Widergabe hat. Die Mitteltonsenke Pflege ich ebenso bewusst ein, die für eine homogene Wiedergabe, ohne „nasale“ Klangartifarkte sorgt.
Somit kann ich sagen, dass die MA 61 eine Entwicklung mit diesen besonderen Spezifikationen ist und alles bewusst getan wurde. Ein extrem linearer Frequenzgang ließ sich nach nur 1 Stunde Entwicklungszeit ermitteln, aber klanglich war diese Lösung nicht kundenorientiert. Wie gesagt, im A/B Vergleich ist meine Abstimmung musikalischer. Daher behaupte ich ja immer: Messergebnisse sind Schminke!!
Das Treffen war zwar sehr interessant, aber aufgrund regelmäßig wechselnder Musiktitel, die in ihrer Qualität stark schwankten nicht besonders aussagekräftig. Es wäre schön gewesen (wenn auch nicht aushaltbar) alle Lautsprecher mit gleich guten Aufnahmen verglichen worden wären. Somit stelle ich hier die Objektivität eines realen Vergleiches in Frage. Es war m. E. immer abhängig von der Qualität der CD, die ein System im Moment gut oder schlecht darstellt. Es wurden permanent die Titel gewechselt und mit Speakern im gleichen Segment verglichen. Aufgefallen ist mir, dass die „aktiven“ Systeme generell die Nase vorne hatten. Dieses hat natürlich die Ursache in der Entzerrung oder besser gesagt Eqíng der Systeme. Hier stellen sich natürlich Vorteile in der Performance heraus.
Alle haben ihren Job aufwendig gemacht und ich würdige Frank für seinen Aufwand, jedoch lagen zum Teil 2 Minuten zwischen einem und dem anderen Produkt, die einen „direkten“ Vergleich unmöglich machte. Es waren Stimmungen, die mich persönlich bewegt haben, einige Systeme gut zu finden. Und dann kam das System von mir, welches bei ca 1000 Hz hochpassgefiltert vorgespielt wurde. Es klang „gräuslich“ aber das haben wir in 5 Probephasen gehört. Ich wundere mich also nicht, dass das Fazit einer solchen Pleitepanne negativ ausfällt, gerade dann wenn fast alle schon weg waren, bevor Frank das Problem gelöst hatte. Echt peinlich! Ab 20.30 Uhr lief alles gut und viele Anwesenden versammelten sich dann auch um diese Kombi´s, die allen sehr gefallen hat, speziell wenn die BPH 115 gelaufen ist.
Jetzt muss ich aber schluss machen, vorerst.
Ciao
Dirk -
Zitat von "Dirk Hahn"
... die relativ lange Nachhallzeit wird verursacht durch die insgesamt 4 cm zurückliegende Schallwand, die auch an den Seitenwänden vorliegt. Hier haben KF + SK seitlich offene Wände und rumgezogene Gitter. Akustisch relevant ist dieser Faktor bei Frequenzen oberhalb 100 Hz wenig.
... kommt drauf an.

Bei (kleineren) HiFi- oder Studioabhör-Kisten (verschärft: beim Einsatz von Kalottenhochtönern) sind Kanten ein wenig problematisch. Gerade bei kleinen Tiefmitteltontreibern, bei denen sich das "Beaming" erst bei höheren Frequenzen bemerkbar macht (im Vergleich zu größerem Membrandurchmesser) haben Kanten meßtechnisch erkennbare Auswirkungen (ob es letztendlich auch hörrelevant ist, ist dann natürlich eine andere Frage ... :wink: ).
Es gibt aber noch mehr "bauartbedingte" Einflüsse: Auch Gitter (und z.T. Akustikschäume) wirken sich manchmal recht drastisch auf die Performance eines Systems aus (... ich hatte dazu mal Messungen hier gezeigt ...).
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Hallo Manfred,
erst einmal muss ich mich korrigieren, der kritische Bereich beginnt ab ca. 1000 Hz und endet bei etwa 5 Khz, wo sich solche Kantenreflexionen ergeben. Ich habe nicht Korrektur gelesen und es einfach so gesendet.
Aber Du hast schon recht, dass hier Gehörrelevanzen relativ gering ausgeprägt sind.
Mein Gitter (RV 4.1/5) hingegen ist sehr unkritisch und greift erst jenseits 10 Khz geringfügig (max. 1.5 dB) in den Frequenzverlauf ein. Ich messe aber immer mit montiertem Gitter, um auch hier keine Abweichungen von der Serie zu gewährleisten. Auch habe ich Versuche gemacht, bei denen beidseitig des Hornes ein 15mm starkes, hochdämpfendes Material (Bofoam) angebracht wird. Die Messergebnisse waren sofort besser, jedoch konnten wir keine Differenzen hören. Daher habe ich auf diese Kosmetik verzichtet.
Bei Deinen Vorführungen mit den Hybriden fiel mir "eindeutig" auf, dass sich die Nebengeräusche um resonierende Blue Wheels handelten. Ich bin hingegangen, um diese Geräusche zu lokalisieren, da es der Eighteen Sound Speaker bei diesen geringen Leistungen nicht sein kann. Also verwende nächstes Mal bei solchen Tests das bewährteste Tool eines VA Profi´s: Gaffa.
Bis bald
Dirk -
Eine Frage an Michael,
wie hast Du die Messungen vorgenommen? Hast Du alle Lautsprecher mit gleicher Verstärkerleistung gemessen? Sind Impedanzunterschiede hierbei berücksichtigt worden? Standen die Lautsprecher an gleicher Position?
Ich habe nicht bemerkt, dass Du hier in Osnabrück warst. Ich hätte Dich gerne mal kennen gelernt. Bitte sage mir mal, auf welchem Bild ich Dich sehen kann.
Danke
Dirk -
Zitat von "Dirk Hahn"
Ich habe nicht bemerkt, dass Du hier in Osnabrück warst. Ich hätte Dich gerne mal kennen gelernt. Bitte sage mir mal, auf welchem Bild ich Dich sehen kann.
http://www.sunlight-online.de/neu/index.htm
3. Reihe, 2. von links, und der Forumsname steht auf dem Sweatshirt...
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Zitat von "Dirk Hahn"
Bei Deinen Vorführungen mit den Hybriden fiel mir "eindeutig" auf, dass sich die Nebengeräusche um resonierende Blue Wheels handelten. Ich bin hingegangen, um diese Geräusche zu lokalisieren, ...
... nur: warum rappelte es nur, als eine bestimmte Box (... eine ohne "richtige" Füsse) draufstand ?

Und woher wußten die Blue-Wheels, WANN (bzw. bei welcher Box ...) sie rappeln sollten ?
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Zu den Messungen: Die Boxen standen direkt nebeneinander, K&F in der Mitte (erkennt man auch in den Impulsantworten, dass minimal früher...), der Speakon wurde nacheinander in die drei Boxen gesteckt, sonst wurde nichts geändert.
Klar, "amtliche" Messungen sehen etwas anders aus. Aber Tendenzen lassen sich durchaus erkennen.
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Zitat von "ADMIN"
Klar, "amtliche" Messungen sehen etwas anders aus. Aber Tendenzen lassen sich durchaus erkennen.
... wenn Boxen auf einer Veranstaltung "gehört" werden, liegen ja auch nicht immer "amtliche Hörbedingungen" vor.

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Ich hätt noch ne frage zu den 2x10 LB Tops, war das eigentlich die "erste" oder die "zweite" Version, da ja bei der zweiten der hochton etwas angehoben wurde, auf wunsch nach einem früheren Forentreffen, da der dort ja auch als "leiser" empfunden wurde.
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Nachtrag:
Kann jemand mal kurz die Stücke auflisten, die auf dem Treffen gehört wurden? (nur die wichtigsten)
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