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  5. Strom

Stromschlag von Pioneer DJM-3000?!

  • Wolfpack
  • 17. Mai 2005 um 11:34
  • Wolfpack
    Beiträge
    905
    • 17. Mai 2005 um 11:34
    • #1

    Mahlzeit zusammen!

    Hab neulich auf einer kleinen Poolparty mit meinem DJM-3000 aufgelegt und bin, da die Feier mehr privater Natur war, selbst mit in den Pool gesprungen. Als ich zurück an den Mischer kam und noch feuchte Hände hatte, habe ich einen leichten stechenden Schmerz beim Berühren der Frontplatte gespürt. Das erste woran ich dachte war natürlich Strom und als ich mir die Finger abgetrocknet habe, war der Effekt weg.

    Hat das Pult einen Defekt oder wird bei der Nutzung der Frontplatten als Kühlkörper als ungewollter Nebeneffekt eine (normalerweise ungefährliche) niedervoltige Spannung aufgelegt?

    DeejayCity.de
    Wolfgang Röhler
    Genovevaweg 23
    80689 München

  • hwb
    Beiträge
    252
    • 17. Mai 2005 um 19:36
    • #2

    Servus!

    Dieses Phänomen kann durch die Funkentstörung hervorgerufen werden.

    Die Funkentstörkondensatoren des Netzteils gehen auf die Gehäusemasse und bilden einen kapazitiven Spannungsteiler. Wenn das Pult nicht extern durch die Amps geerdet wird (Groundlift?) liegt dort die halbe Netzspannung an, zwar mit hohem Innenwiderstand, aber wie du gemerkt hast noch deutlich spürbar.

    Hast du das Pult nochmals unter kontrollierten Bedingungen getestet?

    Wenn du dir aber weiter unsicher bist, lasse das Gerät lieber kurz bei einem Elektriker durchchecken, sicher ist sicher.

    Viele Grüße,
    Holger

  • rlp
    Beiträge
    341
    • 17. Mai 2005 um 19:46
    • #3

    hwb

    Äh, bisher gute Erklärung. Aber, Groundlift heißt Trennung von Signal- und Gehäusemasse, oder? Heißt aber nicht Unterbrechung der Gehäusemasse, oder? Von daher würde ich dringend einen Test des Gerätes beim Elektriker empfehlen.

    Saludos,
    Rainer

  • Online
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    4
    • 18. Mai 2005 um 11:37
    • #4

    so mal ganz nebenbei: wir reden hier von einem fehlstrom von ein paar ma. es war feucht.
    das pult darf nicht unter diesen bedingungen betrieben werden. hier ist auch der fi dein freund

    http://www.crystal-hannover.de
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  • hwb
    Beiträge
    252
    • 18. Mai 2005 um 11:40
    • #5

    Hmm, vielleicht habe ich mich etwas undeutlich ausgedrückt:

    Ich nehme einmal an, dass das Pioneer schutzisoliert ist und damit keinen Schutzleiteranschluß hat. Das Potential auf dem Gehäuse wird also durch den kapazitiven Spannungsteiler bestimmt, es sei denn, es wird durch ein externes schutzisoliertes Gerät geerdet. Und das scheint hier nicht der Fall gewesen zu sein, aus welchen Gründen auch immer.
    Dies ist kein Fehler sondern prinzipbedingt und auch absolut ungefährlich.
    Ob es aber so schlau ist, Elektronik mit feuchten Fingern anzufassen sei einmal dahingestellt... :?

    Eine Messung des Isolationswiderstandes schafft Klarheit.

  • Fischback
    Beiträge
    1.387
    • 18. Mai 2005 um 12:53
    • #6

    mensch leute man geht doch net mit nassen händen an
    elektronische geräte.
    ich stell mich ja auch net mim Föhn in die Dusche ....

    Schreibfehler sind absicht und dienen der allgemeinen Brettunterhaltung

    mfg maTze

  • Online
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    4
    • 18. Mai 2005 um 14:04
    • #7

    einmalig geht das schon :D

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  • Sven M
    Profi
    Beiträge
    2.530
    • 18. Mai 2005 um 14:05
    • #8

    Sicher das man in ein Gerät ohne Schutzleiter Y-Kondensatoren einbaut? deren Sinn möge mir mal einer erklären, ich halte nur X Kondensatoren für sinnvoll.

    Was sagt der Raver auf der Techno-Party, wenn sein Extasy aufhört zu wirken?

    "Was ist denn das für eine sch... Mucke hier?"

  • Wolfpack
    Beiträge
    905
    • 18. Mai 2005 um 14:43
    • #9

    Okay: Erst mal an alle "Man geht nicht mit nassen Fingern ans Pult"-Prediger: Ich bin nicht triefend ans Pult gerannt, sondern hatte maximal noch eine Feuchtigkeit, wie sie bei intensiver Arbeit am Mixer auch durch Schweiß entstehen kann (meistens sind unsere Arbeitsplätze auch nicht die best-belüftetsten) oder wenn ihr eure kalte Bierflasche greift und Kondenswasser an den Fingern habt!

    hwb hat bisher den intelligentesten und plausibelsten Vorschlag gemacht! Der DJM-3000 hat einen Schutzleiterfreien Euro-Stecker und war nur über Cinch angeschlossen, hatte also keinerlei Erdung.

    Ich werde bei Gelegenheit mal nachmessen, ob der Effekt regelmäßig und/oder beim Anschluss von XLR auch auftritt!

    Ich vermute nicht, dass es die volle Netzspannung war, denn wie sich 230V anfühlen, weiß ich. Ohne Wasser, ohne FI, nur mit einem geistig verklärten HiWi, der den Stecker während der Reparatur reinschiebt... :?

    DeejayCity.de
    Wolfgang Röhler
    Genovevaweg 23
    80689 München

  • DJ Sawtooth
    Beiträge
    1.119
    • 19. Mai 2005 um 21:14
    • #10

    Ich schliesse mich "BIGSOUND"s Meinung an.

    Ein Y-Kondensator macht IMHO nur Sinn, wenn eine Erdung sichergestellt ist, also ein Gerät der Schutzklasse 1 vorhanden ist.

    Desweiteren bezweifle ich, ob ein Y-Kondensator bei Schutzisolierten Geräten überhaupt zulässig ist, da ja im Fehlerfall (Niederohmiger Y-Kondensator) das Gehäuse eine gefährliche Berührungsspannung führen könnte...

    mfg

    tob
    :wink:

    Ich hasse Leute, die einen Satz beginnen und ihn nicht....

  • hwb
    Beiträge
    252
    • 19. Mai 2005 um 23:58
    • #11

    Diese Kondensatoren gibt es definitiv auch bei Geräten ohne Schutzleiteranschluss.

    Da EMV (zum Glück :wink:) nicht mein Bier ist kann ich über Sinn und Unsinn der Y-Kondensatoren weiter nichts sagen.
    Es gelten hier jedoch sehr strenge Anforderungen im Bezug auf Durchschlagfestigkeit und Selbstheilung, so dass die Gerätesicherheit gewährt ist.

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