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Chorus, Flanger -Unterschied

  • Bassti
  • 11. Juli 2005 um 15:17
  • Bassti
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    • 11. Juli 2005 um 15:17
    • #1

    Kann mir jemand sagen, was der Unterschied zw. Chorus und Flanger ist?

    Im Prinzip wird das Signal mal mehr, mal weniger verzögert und zugemischt... was noch?

    Möge der Bass mit Euch sein! :D

  • Hitower
    Verifiziert
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    • 11. Juli 2005 um 15:20
    • #2

    Hier:

    http://www.dma.ufg.ac.at/dma/dma/pane/206.347/module/121954

    Gruß
    Daniel

    Fachkraft in Hamburg...

  • Bassti
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    • 11. Juli 2005 um 16:18
    • #3

    Ok, soviel erstmal zum Unterschied...
    Mein Problem ist, dass mein guter alter Ibanez bc9 den Geistaufgegeben hat.

    Da hats jede Menhe TL022 drinne, einen Clock-generator und eine delayline... die wird von dem clockgen getaktet, und dessen Frequenz widerum moduliert.
    Dann ändert sich doch sowieso die Frequenz des ausgangs der delayline?
    Nö also so ganz hab ichs noch nicht kapiert.

    Möge der Bass mit Euch sein! :D

  • derautor
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    • 11. Juli 2005 um 18:09
    • #4

    Herzstück Deines Chorus/Flangers ist eine analoge Eimerkettenschaltung, wahrscheinlich ein IC mit Aufdruck "TDA" oder "MN" und einer Nummer dahinter. Hiermit wird das Signal verzögert. Zum Betrieb benötigt diese Schaltung einen Rechtecktakt, daher der Clockgenerator. Um das Chorus-typische Schweben bzw. die Flanger-typischen Kammfilter zu erzeugen, muss dieser Takt mit einer langsamen Dreieck- oder Sinusschwingung moduliert werden. Beim Zusammenmischen der modulierten Verzögerung mit dem Original entsteht dann der Effekt.

    Um den Fehler festzustellen, solltest Du ein Oszilloskop einsetzen bzw. Dich an jemanden wenden, der eins hat und damit umgehen kann. Wenn das Gerät ganz tot ist, könnte z.B. der FET-Umschalter "Effekt an/aus" defekt sein, oder mit der Stromversorgung stimmt was nicht. Geht das Signal noch durch und Du hörst bloß keinen Effekt, ist wahrscheinlich die Eimerkette defekt (leider recht teuer im Austausch), oder der Clockgenerator liefert kein Signal. Um das festzustellen musst Du messen.

    es grüßt

    derautor

    Immer schön vorm Soundcheck herverkabeln.....

  • Bassti
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    • 12. Juli 2005 um 13:51
    • #5

    Danke erstmal, das bestätigt meine vermutung, dass die eimerkette defekt ist.
    Die LED ein aus geht, nur der Effekt bleibt aus. -Signal kommt unverändert raus.
    Das Ding ist nunmehr als 20 Jahre alt und ein Wust aus diskreten Bauteilen.
    Werd woh mal platz vor meinem oszi schaffen mussen.
    :wink:
    Wo ist jetzt der genaue Unterschied zw. Chorus und Flanger?
    (Das ist übrigends ein Bi-Chorus, kA wie das geht mit nur einer Verzögerung)

    Möge der Bass mit Euch sein! :D

  • derautor
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    • 12. Juli 2005 um 19:57
    • #6

    Wenn das Signal unverändert durchgeht, sind die TL022-OP-Amps und die Umschaltung noch o.K. - ich tippe auf die Eimerkette(n). Es kann sogar sein, dass der BC9 (BiChorus) zur Stereobildung zwei dieser Bausteine besitzt, bin mir aber nicht sicher.

    Der Unterschied zwischen Chorus und Flanger liegt in den Verzögerungszeiten. Beim Chorus beträgt sie so ab 30ms aufwärts, dadurch sind Delay und Original schon als getrennte Schallereignisse hörbar, und es hört sich an, als ob zwei Instrumente dasselbe mit den üblichen Timing-Ungenauigkeiten spielen. Dafür sorgt nicht zuletzt die Modulation, die das Delaysignal zusätzlich und periodisch in der Tonhöhe verstimmt.

    Beim Flanger ist die Verzögerung kürzer, so 5-15ms. Dadurch ergeben sich beim Zusammenmischen Kammfilterauslöschungen im hörbaren Bereich, die durch die Modulation durchs Frequenzspektrum geschoben werden. Beim Chorus ist dies nicht mehr der Fall. Über eine Feedbackschleife ist es dem Flanger zudem möglich, Resonanz zu erzeugen, so dass viele Flanger auch starke Verfremdungen (Jaulen) bis hin zur Selbstoszillation erzeugen können.


    es grüßt

    derautor

    Immer schön vorm Soundcheck herverkabeln.....

  • Bassti
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    • 13. Juli 2005 um 08:36
    • #7

    OK Danke-
    Im Bichorus ist nur eine Eimerkette drinne MN3207 und der zugehörige Oszillator MN3102
    Is mir schleierhaft, wie daraus 2 Chorusse entstehen

    Werd das Dingen mal checken müssen

    Möge der Bass mit Euch sein! :D

  • manuela
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    • 13. Juli 2005 um 10:12
    • #8

    2 Kanäle aus einer Eimerkiste *coool*

    Dazu mußt du die beiden Signale mit Flipflop in Serie durchschicken und hinten taktsyncron wieder separieren, links - rechts - links - rechts ... Dabei hast du nur die halbe Länge an eimerchen und Taktfrequenz/2.
    Ansonsten kein Problem das so zu machen.

    Ebenso gibts Chips die gleich 2 enthalten

    Manuela

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • Bassti
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    • 13. Juli 2005 um 13:33
    • #9
    Zitat von "Manuela"

    2 Kanäle aus einer Eimerkiste *coool*

    Dazu mußt du die beiden Signale mit Flipflop in Serie durchschicken und hinten taktsyncron wieder separieren, links - rechts - links - rechts ... Dabei hast du nur die halbe Länge an eimerchen und Taktfrequenz/2.
    Ansonsten kein Problem das so zu machen.

    Ebenso gibts Chips die gleich 2 enthalten

    Manuela

    Nein, da ist keine Logik sonst drinne.
    Der Eimerkettenchip hat 2 Ausgänge, einer eine Stufe weiter, dürfte bei 1024 Stufen nix ausmachen.
    Ein paar Opamps, ein paar Transistoren, die scheinen auf den ersten Mess
    noch ok.

    Möge der Bass mit Euch sein! :D

  • Bassti
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    • 13. Juli 2005 um 15:04
    • #10

    So, die Eimerkette ist ok.
    Auf einmal geht das Ding wieder, vermutlich ei ganz Toller Fehler wie ne kalte Lötstelle, oder ein Haarriss in der Platine kA.

    Das Bi steht so wies aussieht für 2 Schwingungen, die überlagert den Oszillator für die Eimerkette modulieren.
    Wie jetzt ein Stereosignal zustandekommt ist mir nach wie vor unklar.

    Möge der Bass mit Euch sein! :D

  • manuela
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    • 13. Juli 2005 um 15:14
    • #11

    achso, das macht aus Mono Stereo....

    Bassti hat da schon Recht, Eimerketten haben einen Abgriff unterwegs, wenn man den belegt kommts zu 2 verschiedenen Signalen.
    Ich meinte vorhin die Bearbeitung von Stereo ,das ist was anderes.

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • derautor
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    • 13. Juli 2005 um 19:32
    • #12
    Zitat

    Auf einmal geht das Ding wieder, vermutlich ei ganz Toller Fehler wie ne kalte Lötstelle, oder ein Haarriss in der Platine kA.

    Na Glückwunsch, das war ja dann doch eine recht einfache Aktion. Defekte Lötstellen sind bei 20 Jahre alten Gitarren-Bodentretern schon mal genehm, wenn man bedenkt, was die Geräte teilweise so mitmachen müssen.

    Ich hab' mal nachgeschaut - der BC9 hat zwei getrennte Chorusstecken mit individuell einstellbaren Speed/With-Parametern. Vermutlich ist die Eimerkette in zwei Hälften geteilt und getrennt ansteuerbar.

    OT an/ Bei der Gelegenheit habe ich meinen alten CS-9 (sozusagen die Single-Version des BC-9, auch über 20 Jahre alt) mal wieder hervorgekramt. Tolles Gerät, toller Sound und eine ganz andere Verarbeitung als man sie heute bekommt. /OT aus

    es grüßt

    derautor

    Immer schön vorm Soundcheck herverkabeln.....

  • Bassti
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    • 14. Juli 2005 um 08:51
    • #13

    Hihi, Früher war halt alles besser :lol:

    Also meines erachtens nach sind das 2 LFOs, die gemischt werden.
    So entsteht dann ein lustigeres geschwinge.
    Die Eimerkette hat einen Ausgang bei 1024 und einen eine Stufe weiter also 1025 kA
    Aber der Sound ist genial von dem Ding, deshalb hat es mich umso mehr angekotzt... für gebrauchte wollen die mittlerweile 200Eu
    An den Chorus kommt mein ME8-B nicht ran.

    Wo man für sowas Schaltpläne bekommt weiss hier auch niemand(ohne 20Dollar zu bezahlen :cry: )
    Weil das ist schon ein ganz schöner Wust auf dieser Single-Layer Platine
    RESPEKT wie die das immer hinbekommen haben.

    Möge der Bass mit Euch sein! :D

  • Bassti
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    • 22. Januar 2006 um 12:05
    • #14

    So nun hab ich auch das Stereo-Geheimnis gelüftet...
    Ist viel einfacher als ich gedacht habe:
    Das verzögerte Signal wird einmal addiert und einmal subtrahiert zum original

    Möge der Bass mit Euch sein! :D

  • Ton_Opa
    Profi
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    490
    • 22. Januar 2006 um 15:12
    • #15

    Da gibts verschiedene Varianten.
    Bei alten Boss Chorussen ist im Stereo-Mode eine Seite Original, die andere Seite rechteckig Tonhöhenmoduliert, mischen tut sich das dann nur akustisch.
    Führt zu großer Verwirrung, wenn ein Kanal ausfällt. Tja, wenn die Russen erstmal im Chor singen...

    Grüße
    Opi

    Kalinka Kalinka Kalinka maja....

    abgebrühter Alt-Aktivist im Vorruhestandsjob
    -danke Billbo-

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