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Vorschläge wanted: Wie beschalle ich diesen Saal?

  • frankie01
  • 19. April 2006 um 16:46
  • frankie01
    Beiträge
    82
    • 19. April 2006 um 16:46
    • #1

    Hallo,

    der unten abgebildete Gewölbesaal (Ziegelbau verputzt, Fußboden ist eben, Decke hat 8 Gewölbe, 3 massive Stützpfeiler tragen die Decke) verursacht mir wegen der ungünstigen Zuhörerplatzierung (rote Flächen im Bild) einiges an Kopfzerbrechen. Von der Bühne kommt (außer dem Gesang) kein Direktschall. Die Musik ist balladesk mit elekr. Flügel.


    Das Ziel ist nun (wie immer) ein möglichst linearer Frequenzgang an den Zuhörerplätzen sowie ein möglichst geringes Gesamtgewicht der Boxen.

    Ich plane derzeit mit Meyersound Boxen, habe mich aber noch nicht festgelegt.

    1.) Wie würdet ihr hier die Zuhörer beschallen, d.h. wieviele Boxen, welche und wo?
    2.) Die Mischung ist bisher in Stereo angelegt, aber zusätzliche Ausspielwege wären kein Problem.

    Danke Frankie

    (alt+p)

  • SMPTE
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    • 19. April 2006 um 17:03
    • #2

    hallo
    was ist es für einen rückwnad ?
    kommt eventuell ein system aus 4 M1D + 1 M1Dsub pro seite als main-pa in frage ?
    sonst würde ich über die bühne eine CQ-1 pro seite für die hauptzuschauerpläche fliegen, und weiter hinten noch einen delayline aus UPA (die 100°version UPA1). wenn die decke wenig trägt dann die CQ's durch UPA1-en ersetzen. (dann braucht man aber auf jedenfall mindestens einen USW-sub)
    die seitenfläche würde ich, weil es nur 4 meter sind, jeglich mit 2 UPAs beschallen (auch UPA1).
    als bässe entweder die doppel-15er USW (oder wenn manns den wirklich heftig braucht, irgendwas doppel1-8er mässiges (650er 700er) drunter , wobei ich bei der beschriebenen art von veranstaltung nicht davon ausgehe, dass besonders viel bass benötigt wird.)

    gruss
    fabian "SMPTE"

    Haste ma Gaffa?
    Haste ma n Leatherman?

  • frankie01
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    82
    • 19. April 2006 um 17:19
    • #3

    @SMTPE

    Die Rückwand (wie alle Wände) ist ebenfalls massiv Ziegel. "Fliegen" geht wegen der Gewölbe nicht gut. Wir müssen mit Stativen arbeiten.

    Gruß
    Frank

  • Volker Holtmeyer
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    • 19. April 2006 um 17:51
    • #4
    Zitat von "Frankie01"

    Das Ziel ist nun (wie immer) ein möglichst linearer Frequenzgang an den Zuhörerplätzen sowie ein möglichst geringes Gesamtgewicht der Boxen.

    Ich plane derzeit mit Meyersound Boxen, habe mich aber noch nicht festgelegt.


    ... also das widerspricht sich schon mal. :lol:

    Ein Line-Array ist hier sicherlich auch nicht das richtige Werkzeug - Syteme mit 100° so wie so nicht.

    Wie hoch ist denn die Decke?

    Ich hab das mal flugs simuliert mit JBL AM6212/64:

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • frankie01
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    82
    • 19. April 2006 um 19:14
    • #5
    Zitat von "Volker Holtmeyer"


    ... Wie hoch ist denn die Decke? ...

    Die Gewölbe beginnen sich ab einer Höhe von ca. 2,5m zu verjüngen. Die höchste lichte Deckenhöhe im Zentrum einer Kuppel liegt bei ca. 5 m.

    Volker Holtmeyer
    1.) Mit was für einem Signal beschickst Du in deinem Szenario den einen Sidefill? Mit einem Mono Mix?
    2.) Wie sieht deine Simualtion aus, wenn Du die Wände "zuschaltest", speziell im Bassbereich? Ist der Bass dann im Zuhörerbereich okay?


    Neugierige Grüße

    Frank

  • Volker Holtmeyer
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    • 19. April 2006 um 21:47
    • #6

    zu 1)
    Auf das Out-Fill würde ich auf jeden Fall einem Mono-Mix geben. Für den anderen Bereich könnte man ("ausnahmsweise") einen Stereo-Mix machen, da die Zuhörer alle zwischen den Lautsprechern sitzen und sich so für die meisten Positionen tatsächlich ein recht gutes Stereo-Image erzeugen lässt.

    zu 2)
    Bei 125 Hz sieht es inklusive der ersten Reflexionen so aus (wobei ich das Gewölbe nicht nachgebildet habe, sich hierdurch aber Fokusierunggseffekte einstellen können):

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • KREISS
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    • 20. April 2006 um 01:26
    • #7
    Zitat von "Volker Holtmeyer"


    ... also das widerspricht sich schon mal. :lol:

    Kleiner Spaß am Rande, wie? :D

    Um mal bei Meyer zu bleiben:
    MAPPe Dir das doch mal mit 2x UPA2P oder UPJ als Main L/R und 1x UPJ als Outfill - das File hast Du ja schon angelegt.
    Sollten die Raumdaten aus deinem MAPP-File stimmen, würde ich je nach Budget ggf. eine weitere UPJ oder eine UPM als Delay hängen.

    CQ würde ich dort schon aus optischen Gründen nicht nehmen (hier könnte ich Volkers Einwand mit dem Gewicht ja noch nachvollziehen).

    Ob und was für ein zusätzlich Sublow erforderlich wäre, würde ich auch etwas vom persönlichen Geschmack bzw. vom Inhalt abhängig machen.

    Du solltest Dir auf jeden Fall mal die UPJ anhören! Kontaktiere doch mal Thomas Zuellich von Meyersound Deutschland, der hilft Dir sicher gerne weiter.

    Gruß
    Kai Reiss

  • frankie01
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    • 20. April 2006 um 06:44
    • #8

    kai Reiss: Die Raumdaten im MAPP File stimmen. Der Raum hat tatsächlich eine Länge von 16m.

    Ich habe als "Szenario 1" auch mit UPA2 bzw mit UPJ (Horn auf 50°H gedreht) als Main L/R begonnen. Ich ziehe die UPJ den UPAs vor, denn mit denen kann ich auch eher mal auf den SW verzichten, weil sie weiter "runter" gehen. Andererseits gehen sie halt nicht so laut.

    Als Outfill hatte ich 2 UPMs (Stereomix L/R) angedacht, wobei ich aber da wahrscheinlich um den SW nicht herumkomme. Auch habe ich die noch nie mit Livemusik beschickt. Klappt das zufriedenstellend??? (':?:') oder wäre hier eine UPJ als Mono-Fill besser?

    Ein "Szenario 2" in Gedanken wäre quasi eine Art Hifi-Nahfeldbeschallung, die optisch fast verschwinden würde (aber schlimmstenfalls auch akustisch?!?!?). Hier könnte jedoch der Nachhall im Gewölbesaal evtl. "entschärft" werden.
    2x MM4 plus M1DSUB als Main L/R.,
    2x MM4 als Delayline L/R, und
    2x MM4 als Outfill L/R.
    Alle MM4 mit 1xController und starker QSC Endstufe betrieben. Bei diesem niemals vorher unter live-Bedingungen getesteten Szenario macht mir allerdings die korrekte Bassverteilung im Raum Sorgen - denn bei zuwenig Bass klingen die MM4 alleine richtig dünn.

    Any comments und/oder Erfahrungen diesbezüglich are very welcome?

  • SMPTE
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    430
    • 20. April 2006 um 09:53
    • #9

    ich denke mit MM4 wird er musik nicht vernünftig übertragen bekommen. ich kenne die system bis jetz nur als nearfill im sprachbeschallungssektor und da gehen sie noch .... eines der hauptprobleme ist, dass praktisch sie nur bis ca 400 Hz sauber runtergehen.

    Haste ma Gaffa?
    Haste ma n Leatherman?

  • frankie01
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    82
    • 20. April 2006 um 14:51
    • #10

    @SMTPE
    Ich war persönlich total überrascht, dass diese Winzlinge im Freifeld bereits ab 160Hz-16kHz +-4dB übertragen (lt. Meyer Datenblatt). Ich gebe zu, ich wollte mir die Teile erst gar nicht anhören. Ein Hoertest zusammen mit einem SW ergab dann aber einen wirklich eindrucksvollen Sound, der - von der maximalen Lautstärke von 112dB gegen 128 dB(SPL) mal abgesehen, der UPJ nur ein klein wenig nachstand. Trotzdem habe ich Bauchgrimmen bei dieser Lösung....

  • Sound-Klinik
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    7.900
    • 20. April 2006 um 15:40
    • #11

    frankie01
    Wie lang ist (sind) die Nachhallzeit (en) ? :wink:

  • frankie01
    Beiträge
    82
    • 20. April 2006 um 16:45
    • #12

    Sound-Klinik

    Die Nachhallzeiten des Saales sind mir leider nicht bekannt. Nur die Bauart ist bekannt: Gewölbesaal, verputzte Ziegelwände, Parkettboden.

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
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    7.900
    • 20. April 2006 um 17:14
    • #13
    Zitat von "Frankie01"

    Die Nachhallzeiten des Saales sind mir leider nicht bekannt. Nur die Bauart ist bekannt: Gewölbesaal, verputzte Ziegelwände, Parkettboden.

    ... wenn die Nachhallzeiten bei tiefen Frequenzen zu lang sind, wird es schwierig werden, eine passable Musikübertragung hinzubekommen ... :?

  • frankie01
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    82
    • 20. April 2006 um 19:32
    • #14

    Sound-Klinik
    Das ist natürlich u.a. meine Sorge bei dem Saal - vielleicht fällt uns ja nach die eine oder andere Idee ein ???

    Gruß

  • Sound-Klinik
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    • 20. April 2006 um 19:44
    • #15
    Zitat von "Frankie01"

    Das ist natürlich u.a. meine Sorge bei dem Saal - vielleicht fällt uns ja nach die eine oder andere Idee ein ???

    ... sofern der Nachhall bei tiefen Frequenzen deutlich zunimmt, könntest Du kleine Basshörner (richtige - d.h. OHNE Vent), die zu tieferen Frequenzen hin einen "Roll-off" hinlegen, verwenden.
    Wenn Du mehrere davon geschickt plazierst (ggf. liegende Bass-Zeile ?), kannst Du das Richtverhalten etwas kontrollieren.

  • Audiowerk
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    • 20. April 2006 um 21:01
    • #16

    Nur so am Rande... macht ihr euch eigentlich über jeden zu beschallenden Gig diese vielen theoretischen Gedanken? Wenn ich mir das so anschaue hier mit Zeichnung, Simulationskram und bunten Bildern, Boxen OHNE Vent, Hersteller kontaktieren... unsereins ist häufig unterwegs zu völlig unbekannten Locations, wo man gerade die Anzahl der Personen gesagt bekommen hat, die im VVK eine Karte gekauft haben ("... vielleicht kommen noch 150 mehr..."). Und egal wie's vor Ort ausschaut, es wird der Ton hingebaut und der Gig gefahren, was hätte man auch sonst für eine Wahl? Irgendwie kommt mir das hier so... ich weiß nicht, oversized vor. :shock:

  • Sound-Klinik
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    • 20. April 2006 um 21:21
    • #17
    Zitat von "starstage"

    ... unsereins ist häufig unterwegs zu völlig unbekannten Locations, wo man gerade die Anzahl der Personen gesagt bekommen hat, die im VVK eine Karte gekauft haben ("... vielleicht kommen noch 150 mehr..."). Und egal wie's vor Ort ausschaut, es wird der Ton hingebaut und der Gig gefahren, was hätte man auch sonst für eine Wahl? Irgendwie kommt mir das hier so... ich weiß nicht, oversized vor. :shock:

    ... wenn Du mit Material, welches in einem "normalen" Saal, in einem Festzelt oder auf einem Stadtfest einigermaßen funktionierst, dann mal in eine kahle Fabrikhalle (... oder in eine Kirche ... oder in einen einen Kuppelsaal mit knallharten Wänden und Böden ...) gehst, wirst Du ggf. "etwas" Probleme bekommen. :wink:

    Und da es derzeit noch keine "Antihallgeräte" gibt, ist die Auswahl und Plazierung der LS-Systeme in solchen Locations alles andere als trivial ...

  • KREISS
    Profi
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    • 20. April 2006 um 21:51
    • #18
    Zitat von "starstage"

    Nur so am Rande... macht ihr euch eigentlich über jeden zu beschallenden Gig diese vielen theoretischen Gedanken? Wenn ich mir das so anschaue hier mit Zeichnung, Simulationskram und bunten Bildern, Boxen OHNE Vent, Hersteller kontaktieren... unsereins ist häufig unterwegs zu völlig unbekannten Locations, wo man gerade die Anzahl der Personen gesagt bekommen hat, die im VVK eine Karte gekauft haben ("... vielleicht kommen noch 150 mehr..."). Und egal wie's vor Ort ausschaut, es wird der Ton hingebaut und der Gig gefahren, was hätte man auch sonst für eine Wahl? Irgendwie kommt mir das hier so... ich weiß nicht, oversized vor. :shock:

    Was spricht dagegen sich Gedanken über eine gute und sinnvolle Beschallung zu machen?
    Ich denke eigentlich nichts, im Gegenteil...!
    Das es bei Euch nicht üblich ist entsprechend zu vorzuplanen, ist dann ja quasi eher ein schlechtes Beispiel dafür wie man es nicht machen sollte...

    Davon abgesehen hatte ich es so verstanden, das es sich um eine Festinstallation handelt - da empfiehlt es sich doch schon mal den Hersteller / Vertrieb oder jemand zu kontaktieren der einem weiterhelfen kann.

  • Audiowerk
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    2.757
    • 20. April 2006 um 23:09
    • #19

    Festinstallation? Oh, dann will ich nix gesagt haben. Da spielt die Theorie sicherlich ihre Stärken aus. Wobei die eigene Erfahrung (zumindest hier lokal) zeigt, dass auch beim Bau neuer Veranstaltungshallen keinerlei Wert auf sinnvolle akustische Bauweise und Konstruktion gelegt wird - und dann holt auch gute theoretische Überlegung durch den PA-Installateur nichts mehr heraus!

    Das Gegenteil habe ich aber auch schon erlebt: man misst sich dumm und dämlich und optimiert sich einen zurecht, und was kommt am Ende dabei heraus? Ein Scheißsound. Ich komm' selber von der Uni und meine abschätzen zu können, was universitäre Theorie und was reale Zustände sind, wo man zwischen den Welten vermitteln kann und wo eben nicht. Natürlich hat die Theorie ihre Berechtigung... aber sie hat mich doch oft enttäuscht.

    SK: Natürlich überlegen wir vor Ort, was wir beschallungstechnisch wo hinbauen - ein bisschen Erfahrung und geistiges Vermögen ist denn doch auch bei unsereins verfügbar! Allerdings geb' ich ehrlich zu: solche ausgependelten Zeichnungen und Messungen hab' ich wirklich noch nie vorher gemacht.

    Und die Raumakustik setze ich so ohne weiteres auch nicht außer Kraft - was ich tun kann ist, das Tonsystem sinnvoll aufzustellen und am EQ entsprechend zu verzerren... aber das war's dann imho auch. Habe auf den Standardgigs noch nicht erlebt, dass für zwei, drei Stunden Konzert großartige akustische Raumoptimierungen vorgenommen wurden. Wenn ich merke, die Location klingt scheiße, dann kann ich beim Check höchstens hoffen, dass es fühlbar besser wird, wenn der Mob an seinem Platz sitzt - und dem ist ja auch meist so. Trotzdem ist's mir selten gelungen, aus Scheiße Bratkartoffeln zu machen... *sigh*

    Einmal editiert, zuletzt von Audiowerk (20. April 2006 um 23:12)

  • Everest2002
    Beiträge
    990
    • 20. April 2006 um 23:11
    • #20
    Zitat von "Volker Holtmeyer"


    ... also das widerspricht sich schon mal. :lol:

    Ein Line-Array ist hier sicherlich auch nicht das richtige Werkzeug - Syteme mit 100° so wie so nicht.

    Wie hoch ist denn die Decke?

    Ich hab das mal flugs simuliert mit JBL AM6212/64:

    tolles teil mhh mit was hast du similiert..sag mal software

    -none-

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