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Raummoden dämpfen

  • AndyS
  • 24. April 2006 um 19:09
  • AndyS
    Beiträge
    105
    • 24. April 2006 um 19:09
    • #1

    Hallo wertes Forum,

    wie ich an anderer Stelle schonmal geschrieben habe planen wir die Anschaffung eines 01V96.
    Ich habe mir überlegt, dass man mit der 4 Band Parametrik in den Mastern doch schön etwaige Raummoden dämpfen könnte.
    Jetzt hab ich im Handbuch allerdings gelesen, dass die Güte nur bis max. 10 hochgeht.
    Ich habe irgendwo gelesen, dass eine Güte von 20 ideal wäre.
    Jetzt stellt sich für uns die Frage ob das mit den pultinternen EQs machbar ist, oder ob da noch ein Paar Behringer EQs (nein, für mehr/bessere haben wir kein Geld) her müssen. Oder gibt es die Möglichkeit da software-mäßig noch was aufzubohren?

    By the way:
    Wie hoch ist eigentlich die Güte eines Terz-Bandes?

    Gruß,
    Andreas

  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 24. April 2006 um 19:54
    • #2

    Imho unternimmt man etwas gegen Raummoden indem man die Subs umplatziert. Das ist in der Konsole leider nicht eingebaut :wink:

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • AndyS
    Beiträge
    105
    • 24. April 2006 um 22:19
    • #3

    Hmm, hab ich da jetzt was falsch verstanden, oder mich falsch ausgedrückt??

    Gibt's nen Unterschied zwischen Raummoden und Raumresonanzen?

    Was ich auf jeden Fall machen wollte, war raumbedingte Frequenzüberhöhungen(?) dämpfen. Diese sollten ja auf konstruktive Interferenz zurückzuführen sein, also 2*Raumlänge=n*Wellenlänge erfüllen.
    Da ich studienbedingt ein bißchen was mit Lasern zu tun hab, und es da im Resonator auch stehende Wellen gibt, sog. (longitudinale) Moden, dachte ich, dass ich den Begriff auch auf den Raum übertragen kann.

    Bitte klärt mich auf! Ist das völlig unnötig?

    Gruß,
    Andreas

  • ukw
    Verifiziert
    Reaktionen
    6
    Beiträge
    1.566
    • 24. April 2006 um 22:28
    • #4
    Zitat von "AndyS"

    Hallo wertes Forum,

    By the way:
    Wie hoch ist eigentlich die Güte eines Terz-Bandes?

    Gruß,
    Andreas

    Terz =1/3 Oktave

    Die Raummoden sind Überlagerungen die zu einer Auslöschung oder einer Überhöhung führen.
    Sie ergeben sich aus Länge oder Breite oder Höhe des Raumes.
    Sie sind frequenzabhängig.
    Insbesondes beim Tiefton (von Low Cut bis 100 Hz) kann man durch geschickte Aufstellung das Schlimmste verhindern
    Verbesserungen bekommt man, wenn man versucht Zylinderwellen abzustrahlen.
    Beispiel in einem 3,5 m hohen Raum: Schon 2 Bässe übereinander (der untere ca 1 Meter über dem Boden der obere ca 1 Meter von der Decke) und man hat nur noch die Moden aus Länge und Breite im Bass.

    Einmessen mit einem EQ geht auch, damit bekommt man aber nur die Betriebsschallkurve auf einen Hörplatz hin. Der Rest ist immer noch Kraut und Rüben.
    Diffusschall und Direktschall bestimmen den Klang. Der EQ unterscheidet nicht.

    ... for a few dB's more . . .

    Merkel's Kommentar zu Finanzminister Schäuble und den 100.000,- DM

    Einmal editiert, zuletzt von ukw (24. April 2006 um 22:40)

  • Volker Holtmeyer
    Profi
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    57
    Beiträge
    3.792
    Termine
    13
    • 24. April 2006 um 22:30
    • #5
    Zitat von "AndyS"


    Wie hoch ist eigentlich die Güte eines Terz-Bandes?



    Quelle: BSS FDS-366T Manual

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • mathias k.
    Verifiziert
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    3
    Beiträge
    377
    • 24. April 2006 um 22:47
    • #6

    Mal ein paar Überlegungen von mir dazu:

    1. würde ich behaupten, dass eine Güte von 10 für alle praktischen Anwendungen ausreichen sollte. Noch "schmalere" Korrekturen im Frequenzbereich kann man meiner Meinung nach gleich sein lassen, das würde man sowieso nicht hören.

    2. noch mal einige Gedanken zu den Raummoden: die Raummoden sind prinzipiell stehende Wellen. Stehende Wellen haben räumlich verteilt Schalldruckknoten und -bäuche, also Punkte mit konstruktiver und destruktiver Interferenz. Man hätte im Raum dann also Plätze, an denen es laut ist und an anderen Plätzen ist es leise (jeweils bei einer bestimmten Frequenz). Deshalb kann man da mit einem Equalizer immer nur für einen bestimmten Punkt etwas anpassen, einen Meter weiter sind die Verhältnisse eventuell schon wieder völlig anders.

    3. für die insgesamt nötigen Frequenzganganpassungen ( die wohl eher wenig mit Raummoden zu tun haben) in einem Raum wird ein "normaler" grafischer oder parametrischer EQ in 99% der Fälle ausreichen.

    Viele Grüße, Mathias

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