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Sicherungsschutz an Schukos ?

  • sonic
  • 26. Mai 2002 um 13:04
  • sonic
    Beiträge
    582
    • 26. Mai 2002 um 13:04
    • #1

    hallo,

    keine ahnung wo das thema jetzt reingehört, ich frag jetzt einfach hier:
    seit einiger zeit (wie lange?) ist vorgeschrieben dass schukostecker eine art berührschutz haben müssen, sprich wenn ich an die beiden stäbe hinlange darf ich keinen stromschlag bekommen.
    wie funktioniert dies? gerade bei endstufen, lichtsteuerpulten mit kondensatoren muss der "gespeicherte" strom ja irgendwo hin.
    vor einem halben jahr hab ich mal bei einem kleinen lichtsteuergerät (botex, die kleinen mit 1 HE), das 2 stecker hatte (einen für das gerät selbst und einen für die stromversorgung der lampen) an den stecker für die stromversorgung von den lampen gefasst und hab einen dermaßen starken schlag bekommen (kurz bewusstlos) dass ich seither eine art phobie habe vor diesen beiden metall-stäben an den stecker.

    gruß thinkiamstupid

  • sachsensound
    Verifiziert
    Beiträge
    1.006
    • 26. Mai 2002 um 17:06
    • #2

    Stimmt, bei manchen Geräten ist auch nach dem Abziehen noch Spannung auf den Kontakten des Steckers. Das hängt meistens mit den großen Netzteilcondensatoren zusammen. Eigentlich haben die einen sogenannten Entladewiderstand aber der braucht auch ein paar Sekunden bis die großen Teile lehr sind. Sonst wäre ja auch die Pufferwirkung der Condensatoren außer kraft gesetzt, und dafür sind sie schließlich drin im Gerät.


    MfG


    Sachsen-Mike

    Mike Schmidt

    http://www.sachsen-sound.de
    0171 / 3674891

  • Jip
    Beiträge
    687
    • 26. Mai 2002 um 17:21
    • #3

    Wenn Du den Stecker rausgezogen hast und die beiden Metallstifte dann gegen ein Metallstück drückst, schließt Du damit das Gerät eingangsseitig kurz und die Spannung, die noch in den Kondensatoren war, ist entladen. Ich hatte auch mal so ein Gerät (Yamaha DX7) :smile:

    Ein hochohmiger Widerstand, der permanent parallel zum Eingang geschaltet wird, erledigt das auch. Normalwerweise sollten gute Geräte solche Probleme aber nicht haben. Auf jeden Fall nicht selber machen, sondern vom Elektriker!

    Jip.

    Gruß Jens

  • phil
    Beiträge
    912
    • 26. Mai 2002 um 20:27
    • #4

    eigentlich kann die spannung am Schukostecker nicht von den Kondensatoren hervorgerufen werden. Kondies speichern Gleichspannung außerdem ist zwischen Kondensator und Trafo noch ein Brückengleichrichter anwesend... Damit bei einem Trafo die primärspule eine spannung in die sekundärspule induzieren kann braucht's aber eine Wechselspannung. (Physik 7. Klasse)
    Somit kann das so schonmal nicht stimmen.
    Anders sieht es bei Motoren aus. wenn man dort den Stecker zieht, dann dreht sich der motor ja erstmal lustig weiter (massenträgheit oder so... ,-)). Der Motor funktioniert in diesem Fall wie ein Generator. Und hier bekommt man dann auch gerne mal einen gewischt.

    Vielleicht kann aber jemand erklären, woher die spannung am stecker kommt. ...

    Und wenn ich hier nur mißt geschrieben habe, dann korrigiert mich bitte!!!

    Phil

  • Jip
    Beiträge
    687
    • 26. Mai 2002 um 20:52
    • #5
    Zitat


    phil schrieb am 2002-05-26 20:27 :
    eigentlich kann die spannung am Schukostecker nicht von den Kondensatoren hervorgerufen werden. Kondies speichern Gleichspannung außerdem ist zwischen Kondensator und Trafo noch ein Brückengleichrichter anwesend... Damit bei einem Trafo die primärspule eine spannung in die sekundärspule induzieren kann braucht's aber eine Wechselspannung. (Physik 7. Klasse)
    Somit kann das so schonmal nicht stimmen.
    Anders sieht es bei Motoren aus. wenn man dort den Stecker zieht, dann dreht sich der motor ja erstmal lustig weiter (massenträgheit oder so... ,-)). Der Motor funktioniert in diesem Fall wie ein Generator. Und hier bekommt man dann auch gerne mal einen gewischt.

    Vielleicht kann aber jemand erklären, woher die spannung am stecker kommt. ...

    Und wenn ich hier nur mißt geschrieben habe, dann korrigiert mich bitte!!!

    Phil

    Hi,

    richtig ist, dass Kondensatoren nur Gleichspannung speichern können, aber auch an Gleichspannung kann man einen elektrischen Schlag bekommen.

    Es müssen ja auch nicht gleich die Ladeelkos der Endstufen sein, da hast Du auch recht, von der Sekundärwicklung auf die Primäwicklung ohne Wechselstrom geht nicht; es reicht aber schon, wenn irgendwo am 230 V Eingang des Gerätes noch ein kleiner Kondensator geschaltet ist, z.B. zur Entstörung o.ä. Wie gesagt bei mir am DX7 (Synthesizer) und sogar am Küchengerät habe ich schon welche "gewischt" bekommen.

    Das Motoren beim Auslauf oder "andrehen" eine Spannung erzeugen ist nur bedingt richtig, es hängt von der Art des Motors ab. Motoren die permanent Magneten besitzen können das wohl, aber aus einem Generator von einem PKW, z.B. bekommt man ohne eine "Fremderregerspannung" kein Volt heraus, anschieben mit total leerer Batterie geht also nicht.

    Jip.


    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: Jip am 2002-05-26 20:56 ]</font>

    Gruß Jens

  • phil
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    912
    • 26. Mai 2002 um 20:58
    • #6

    Tach! An die kondensatoren im Primaärstromkreis habe ich garnicht gedacht.... :wink: wobei die ja sehr klein sind...

    Das mit dem Motor stimmt.. wobei eine Lichtmaschine im Auto nicht das beste Beispiel für nen Motor ist :wink:

    CEE ya Phil

  • Jip
    Beiträge
    687
    • 26. Mai 2002 um 21:04
    • #7
    Zitat


    Das mit dem Motor stimmt.. wobei eine Lichtmaschine im Auto nicht das beste Beispiel für nen Motor ist :wink:

    CEE ya Phil

    Genau, ist ja eigentlich auch kein Motor, nur vom Prinzip her,.. ich dachte nur die kennt jeder :wink:

    Gruß Jip.

    Gruß Jens

  • marcoboy
    Verifiziert
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    • 26. Mai 2002 um 21:05
    • #8

    denkste bei schaltnetzteilen wird die spannung meist erstmal gesiebt dann geglättet , wenn du nu den stecker ziehst und die energie nicht verbraucht wird bekommste eine gewischt . Zieh mal von deinen Fernseher den stecker und dann fass mal rüber Autsch . da viele geräte heutzutage schaltnetzteile drin haben kann sowas öfter passieren

  • phil
    Beiträge
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    • 26. Mai 2002 um 21:06
    • #9

    btw.... der DX7 hat ein Schaltnetzteil.... da sieht wieder alles anders aus.... da sind primär noch ein paar mehr elkos als bei nem konventionellen Netzteil....

  • Jip
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    • 26. Mai 2002 um 21:11
    • #10
    Zitat


    phil schrieb am 2002-05-26 21:06 :
    btw.... der DX7 hat ein Schaltnetzteil.... da sieht wieder alles anders aus

    Da haben wir den Salat,....

    Normalerweise packt man die Schukostecker Kontakte ja auch nach dem ziehen nicht mehr an. Wenn ich weis, dass ich so ein Gerät habe, dann halte ich wie gesagt die Kontakte nach dem Rausziehen eben gegen Metall und gut.

    Jip.

    Gruß Jens

  • phil
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    • 26. Mai 2002 um 21:19
    • #11

    eben nicht alles in Butter.... wenn du den Schuko einfach kurzschließt ist das nicht besonders gut für die Netzteilelektronik...
    Von einmal geht da zwar nix kaputt... aber so richtig jut is des nicht....

    kleine idee zum entladen der Netzteilprimärelkos:

    Netzteil/Gerät und eine handelsübliche 40Watt Lampe paralell in eine schaltbare dreier Steckdosenleiste stecken. Beim auschalten dann erst die Steckdosenleiste.... die glühbirne hat einen genügend hohen wiederstand um die Netzteilelkos schnell und sicher zu entladen.
    Nach 10 sekunden kannst du dann auch das gerät herausziehen ohne einen gewischt zu bekommen.

    bis denne

    Phil

  • sachsensound
    Verifiziert
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    • 26. Mai 2002 um 21:23
    • #12

    @ jip
    ..das würde ich auch nicht machen... im Extremfall geht dabei der Elko kaputt.


    Sachsen-Mike

    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: Sachsensound am 2002-05-26 21:25 ]</font>

    Mike Schmidt

    http://www.sachsen-sound.de
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  • sachsensound
    Verifiziert
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    1.006
    • 26. Mai 2002 um 21:24
    • #13

    rausziehen und liegen lassen. In ein paar Sekunden ist der Elko entladen.

    Sachsen-Mike

    Mike Schmidt

    http://www.sachsen-sound.de
    0171 / 3674891

  • Jip
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    687
    • 26. Mai 2002 um 21:44
    • #14
    Zitat


    sachsensound schrieb am 2002-05-26 21:23 :
    @ jip
    ..das würde ich auch nicht machen... im Extremfall geht dabei der Elko kaputt.

    Danke, aber ich mache das schon lange nicht mehr. Ich habe alles in Racks komplett verkabelt, wo sich die Geräte wohl auch teilweise untereinander entladen.

    Aber der Tipp mit der Lampe für den Kollegen "thinkiamstupid" ist natürlich auch nicht verkehrt und vor allem simpel zu realisieren.

    Jip.

    Gruß Jens

  • sonic
    Beiträge
    582
    • 27. Mai 2002 um 10:03
    • #15

    ok, danke erstmal für eure beiträge. so wie ich das jetzt verstanden habe, gibt es keine vorschrift für schukos um nach dem rausziehen des steckers keine spannung abzugeben.
    bei meinem fön (nicht föön *g*) hab ich das gleiche problem, nur nicht so extrem. allerdings sind beide stecker nicht (!) geerdet. kann das damit zu tun haben?

  • PA-Peter
    Profi
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    7.614
    • 27. Mai 2002 um 13:57
    • #16

    ...ich hab's ganz einfach gemacht!

    Alles auf NEUTRIK Powercon umgestellt!
    Klasse System! Vernünftige (bekannte) Verriegelung und bis 20A belastbar!

    Ist übrigens Berühungsgeschützt :wink:

    PA-Peter
    ****
    http://www.rieckmedia.com

  • Christian Engel
    Moderator
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    4
    • 27. Mai 2002 um 17:46
    • #17

    und was ist bei größeren veranstaltungen, bei denen wieder zusätzliches fremd-mat dazukommt? dann geht das doch hin und her zwischen schuko und powercon, oder?

    Wenn's nicht rockt isses für'n Arsch...

  • Tobias
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    878
    • 27. Mai 2002 um 22:38
    • #18

    also, wir haben auch alles auf Powercon verkabelt. Absolut genial, nach 2 Minuten hat die gesamte FOH Strom und wir brauchen keinen einzigen 3er Verteiler. Für Fremdmaterial haben einige Sideracks auf der Rückseite 8fach 19"-Steckdosenleisten (natürlich nach aussen gedreht), dann gibt es wirklich keine Probleme mehr!
    Und die dicken Steckdosenleisten (ihr wißt schon, die grau/schwarzen, wo auch viele Steckernetzteile nebeneinander draufpassen) lassen sich ohne Probleme auf Powercon umrüsten.

    @ thinkimstupid:
    Wenn du einfach den Stecker rausziehst, OHNE den Fön auszuschalten, gibts auch keinen gewischt, da der Elko sich beim Auslaufen des Motors entleert.

    Die Wahrscheinlichkeit des Geschehens steht im umgekehrten Verhältnis zum Wunsch. (Murphy)

  • PA-Peter
    Profi
    Beiträge
    7.614
    • 27. Mai 2002 um 23:19
    • #19

    ...bin noch nie in die Verlegenheit bekommen meine Anlage mit "Fremdmaterial" zu ergänzen!

    Leihe zwar oft dabei, jedoch wird das immer komplett getrennt gehalten...
    Habe halt einmal in den sauren Apfel gebissen und mir 400m H07R 3G2.5 zugelegt und in kleine Stückchen gepackt!
    Von Connex gibts übrigens auch kleine "Linkboxen" (1x Powercon IN, 2x OUT), sind recht praktisch.
    Ich habe mir selber welche gebaut: 1x Powercon IN, 2x OUT + 1x Schuko OUT [jaja, ich weiß, ich habe dann max 4 A zu viel auf der Leitung], falls doch Schuko-Systeme dazu kommen (z.B. zusätzliche MAC's oder Scanner).

    Powercon ist einfach ne saubere Sache! Schaut Euch doch mal CEE-Con an (die blauen 3-pol). Die Dinger sind im Vergleich riiieesig! Baut doch mal an eurem Amprack einen CEE-Con-Stecker dran! Brauchste direkt mal mind 1 HE mehr im Panel! Ich habe 1HE- (kleine AMP-Racks) bzw 2HE- (große AMP-Racks) Panel's!

    PA-Peter
    ****
    http://www.rieckmedia.com

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