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Goya-Club zu

  • Mechwerkandi
  • 3. Mai 2006 um 14:10
  • Mechwerkandi
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    • 3. Mai 2006 um 14:10
    • #1

    Der Berliner "Tagesspiegel" schreibt heute, das der Insolvenzverwalter den zahlungsunfähigen Tanzpalast am Nollendorfplatz geschlossen hat.
    Am Montag wird das Insolvenzverfahren eröffnet.

    Als Ursachen wurden genannt:
    >> zu wenig Gäste
    >> kein Investor
    >> Nachbeserungen im Bereich Brandschutz (wer hat das geplant?)

    Zudem sollen von Anfang an 5 Mios. in der Finanzierung gefehlt haben,weswegen sich jetzt auch die Staatsanwaltschaft mit der Sache befasst.

    Das eigendliche Problem scheint aber mehr struktureller Art zu sein:
    Das Konzept zwischen Disco, Bar und Restaurant ist nicht aufgegangen.

  • oops
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    • 3. Mai 2006 um 17:09
    • #2

    zeit wurz ! :twisted:

    kann man nur hoffen, dass die beteiligten firmen ihr geld bekommen haben.

    ich erinnere mich da nur an die bka-zelt pleite, die mehr als unkoscher abgewickelt wurde.

  • Mechwerkandi
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    • 4. Mai 2006 um 13:45
    • #3
    Zitat von "oops"


    kann man nur hoffen, dass die beteiligten firmen ihr geld bekommen haben.

    Dein Wort in Gottes Ohr.
    Das ist Insolvenzrecht.

    Früher, als noch das alte Konkursrecht galt, haben zumindest einige etwas bekommen.

    Heute kriegen alle nichts.

    Ausser dem Insolvenzverwalter... :wink:

    Wer hat denn da eigendlich die Technik gestellt?
    War ja recht aufwändig...

  • Boerx
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    143
    • 8. Mai 2006 um 11:53
    • #4

    Ich hab im Spiegel gelesen, dass die Akkustik wohl auch saumäßig gewesen sein soll. Aufgrund der vielen Gibs-Stucks sei es wohl recht hallig.
    Das man sowas immer erst hinterher merkt? Da gibt man 10Mio € aus und holt nicht mal jemanden mit ins Boot der sich damit auskennt. Ich wunder mich immer wieder über so Aktionen. Z.B. Gemeinden die eine Mehrzweckhalle bauen und dann feststellen das gerade mal der Kirchenchor drin proben kann weil sonst der Boden kaputt geht.

  • Micromann
    Beiträge
    1.622
    • 8. Mai 2006 um 14:47
    • #5
    Zitat von "Boerx"

    Ich hab im Spiegel gelesen, dass die Akkustik wohl auch saumäßig gewesen sein soll. Aufgrund der vielen Gibs-Stucks sei es wohl recht hallig.
    Das man sowas immer erst hinterher merkt? Da gibt man 10Mio € aus und holt nicht mal jemanden mit ins Boot der sich damit auskennt. Ich wunder mich immer wieder über so Aktionen. Z.B. Gemeinden die eine Mehrzweckhalle bauen und dann feststellen das gerade mal der Kirchenchor drin proben kann weil sonst der Boden kaputt geht.

    das ist doofheit und wer so etwas macht bekommt in der regel von mir auch ziemlich klar gesagt dann geht halt der boden kaputt aber dei halle ist genutzt und wir verdienen vielliecht noch ein wenig geld dran und dann muss halt in 5 jahren oder so nen neuer fußboden rein bei dem man sich dann hoffentlich mehr gedanken macht


    Man kann nicht nicht kommunizieren :D

  • Mechwerkandi
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    • 8. Mai 2006 um 16:14
    • #6
    Zitat von "Boerx"


    Das man sowas immer erst hinterher merkt? Da gibt man 10Mio € aus und holt nicht mal jemanden mit ins Boot der sich damit auskennt.

    Na ja, da waren mit ziemlicher Sicherheit ein ganzer Haufe hochbezahlter Leute im Boot.
    Aber ob das um den Klangeindruck oder die beschriebenen Mängel im Brandschutz geht, ist in der Sache erst mal zweitrangig.

    Ich habe Anfang des Jahres eine Baustelle abgeschlossen, bei der total 2,7 Mio. € in eine Komplettsanierung gepulvert worden sind.

    Ich habe dabei (und nicht zum ersten Mal...) die Erfahrung gemacht, das solche Probleme weniger durch mangelnde Planung, sonder mehr durch Schwierigkeiten in der Umsetzung der Planung, will sagen an der Schnittstelle zwischen Planern und dem ausführendem Gewerk entstehen.

    So wurden hier z.B. seitens der ausführenden Elektrofirma berechtigte Bedenken hinsichtlich der noch vorhandenen Alt-Installation geäussert, die aber unter Hinweis auf die Planung/Ausschreibung zunächst vom Tisch gewischt wurden.

  • tufkadib
    Beiträge
    2.687
    • 8. Mai 2006 um 16:46
    • #7

    Kommt drauf an. Vielfach ist es auch mangelndes Interesse.

    Vor ca. 10-12 Jahren war bei uns in der Gegend mal ein Vortrag über Akustik, Elektroakustik und Anforderungen an Räume zur Musikaufführung, vorrangig gedacht für Architekten (die ihre Hände immer in Unschuld waschen, wenn irgendein Veranstaltungssaal wie ein Badezimmer geplant ist und auch so klingt).
    Jetzt ratet mal, Wieviele dann dort waren. Richtig: kein Einziger.

    Ein Gebäude heutzutage kann gar nicht genug Glasflächen und irgendwelche reflektierenden Flächen aus nacktem Beton haben, dazu noch irgendeine zu nichts passende Stahltreppe. Auf diese Art und Weise hat man bei uns zwei Marktplätze optisch ruiniert, aber das ist eine andere Geschichte...

    Akustik und Notbeleuchtung sind tw. eine Art 5. Rad am Wagen. Daß man darüber auch nachdenken muß, fällt so Manchem scheinbar erst 3 Tage vor der Eröffnung ein.


    MfG

    DirkB

  • franz45
    Beiträge
    72
    • 10. Mai 2006 um 17:44
    • #8

    Aus dem Tagesspiegel Online:
    Berlin - Das "Goya" am Nollendorfplatz war erst am 1. Dezember mit großem Pomp eröffnet worden. Rund 2700 Aktionäre brachten 7,5 Millionen Euro für den noblen Umbau des ehemaligen Metropol-Theaters nach Plänen des Architekten Hans Kollhoff auf. Am 3. März hatte der Club Insolvenz angemeldet.

    Mit der endgültigen Schließung des Clubs, der zuletzt mit Schnupperabenden bei freiem Eintritt gelockt hatte, wird der Westen Berlins wieder um eine Szene-Attraktion ärmer. Im vergangenen Herbst war die Amüsier-AG mit bundesweiten Anzeigen- und Pressekampagnen mit keinem geringeren Anspruch angetreten, als das Berliner Nachtleben zu revolutionieren. Auf den fulminanten Start folgte dann allerdings eine rasante Talfahrt - mit endgültigem Absturz.

    Schicker, gediegener und stilvoller sollte das Ausgehen in Berlin werden, hatte der Ideengeber und alleinige Vorstand Peter Glückstein vor der Eröffnung des «Goya» angekündigt. Ein Club für ein Publikum, das sich zu alt für Techno und zu jung für Tanztees fühlte. Die Idee überzeugte auch Prominente: Aktien zeichneten unter anderem Künstler wie der Maler Markus Lüpertz, Schauspieler wie Dominic Raacke, Hertha-Trainer Falko Götz oder Ex-Schwimmerin Franziska van Almsick.

    Gescheitert ist das «Goya» nach Ansicht von Experten wohl an den hohen Umbau-Kosten von rund elf Millionen Euro - weit mehr, als der Aktienverkauf eingebracht hatte. Als nicht tragfähig erwies sich aber auch Glücksteins ehrgeiziger Businessplan, der bereits für das Jahr 2006 zehn Millionen Euro Umsatz vorsah - ein Ziel, das Kritiker von Beginn an für unerreichbar hielten. Knapp drei Monate nach seinem Start meldete das «Goya» mit fünf Millionen Euro Schulden Insolvenz an, Glückstein wurde entmachtet. Der Betrieb ging jedoch erst einmal weiter. Nun hat es sich in Schöneberg erst einmal ausgetanzt. (tso/dpa)


    mfg franz45

  • oops
    Profi
    Beiträge
    868
    • 10. Mai 2006 um 22:21
    • #9

    :D !
    da kommt so ein dahergelaufener societypenner & denkt im (faulen) apfel berlin tolle discorevolutionen anzetteln zu können...:roll:

    ich hab sehr viele "veranstalter", besonders aus freiburg & stuttgart, heulend ausm fenster springen seh`n...

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