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Steinway goes Hendrix

  • Telly
  • 12. Mai 2006 um 14:27
  • Telly
    Beiträge
    511
    • 12. Mai 2006 um 14:27
    • #1

    Ich habe einen recht ungewöhnichen Auftrag erhalten.

    Ein Jazztrio will einen Flügel bzw. ein Klavier mit Verzerrung und anderen Effekten bearbeiten. Den Effekt will der Pianist in Echtzeit beeinflussen können, sprich daran herumschrauben.

    Ich soll jetzt ein Konzept dafür erarbeiten.
    Im Studio wär das ja kein Problem, aber das Ganze soll live stattfinden. Da das Trio auch häufig in grösseren Locations auftritt, sollte die Lösung auch "PA-Tauglich" sein.

    Genau hier liegt auch das das Problem. Mit einer normalen Mikrofonierung werde ich wohl nicht genug Gain before Feedback erreichen.

    Ich habe mir bis jetzt zwei Lösungsansätze überlegt:

    1. Flügel für den unverzerrten Sound normal Mikrofonieren und für das Effektsignal Köperschallwandler in der Kiste anbringen.

    2. Grenzflächen unten am Deckel anbringen und die Klappe zu schliessen.

    Als Effektgerät habe ich an etwas in der Pod6-Klasse gedacht.

    Habt ihr andere Ideen oder Verbesserungsvorschläge? Hat jemand so etwas überhaupt schon einmal gemacht?!

  • montesuma
    Beiträge
    948
    • 12. Mai 2006 um 14:50
    • #2

    Wie wäre es mit einem Overdrive für Gitarren?

    Verzerrt herrlich und es gibt kein Feedback ...

  • Schrumpeln
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    908
    • 12. Mai 2006 um 15:18
    • #3

    Ja da kommt man um einen Körperschallwandler warscheinlich nicht herum.
    Aber was in kleinen Lokations schwer werden wird ist die unverstärkte Lautstärke eines Flügels, die man ja nicht einfach wegdrehen kann. Da muss man dann schon ganz schön aufdrehen um da drüber einen Verzerrten Klang zu legen.
    Ich würde da eher in richtung edlem E-Piano gehen, da hat man dann überhaupt keine Probleme mit dem Gain before Feedback. Und wenn es dann Verzerrt ist ist ja der 1000% Klang eines Flügels ja auch kein Argument mehr.

    montesuma: Wieso gibt es bei GitarrenOverdrive kein Feedback? Liegt das vielleicht an der Gitarre weil die mit magnetischen Tonabnehmern nicht so leicht zum Rückkoppeln neigt. Ein Overdrive sagt ja schon, dass der Gain erhöht wird und eine Eingangsstufe überfahren wird bis sie zerrt. Da ist aber dann auch schon wieder die gefahr für Druckgradienteschallwandler die reagieren nämlich auf die erzeugten Obertöne allergisch und fangen an zu quitschen.
    Ausserdem sag mal einem Gitarristen er hat keine rückkopplung mehr. der wird anfangen zu weinen und kein Wort mehr mit dir wechseln!

  • Telly
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    • 12. Mai 2006 um 17:45
    • #4

    Auf die Idee mit dem Digitalpiano bin ich auch als erstes gekommen. Es würde alle Probleme auf einen Schlag lösen. Das ist aber leider nicht möglich.

    Der Pianist will den Overdrive-Effekt nur ab und zu einsetzen. Ein grosser Teil des Sets wird mit normalem Flügelsound gespielt. Die Effekte werden nur als Stilmittel in den einzelnen Songs eingesetzt.

    Es handelt sich um einen wirklich hochklassigen Pianisten, der sich, gerade was die Klangformung und Spieltechnik anbelangt, nicht mit einem Digitalpiano anfreunden kann. Vor allem aber, weil er auch gerne mit "modifizierten" Instrument spielt, d.h. es werden z.B. Gegenstände auf die Saiten gelegt.

    Das der "natürliche" Klang des Flügels noch zu hören ist, ist wohl zum Teil auch gewollt. Wie das stört oder nicht werden aber wohl erst unsere ersten Versuche zeigen.

    Zum Thema Effektgerät:
    Natürlich werden wir, zumindest für die Verzerrung, ein Gitarreneffektgerät verwenden. Welches genau, werden auch erst Versuche zeigen.

    Apropos elektromagnetische Tonabnehmer - Sind Klaviersaiten eigentlich magnetisierbar? Die sollten doch aus Stahl sein, oder?

  • oton
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    • 12. Mai 2006 um 19:17
    • #5

    ich würde auch C-ducer zum Abnehmen des Flügels nehmen, dann bestehht keine Feedbackgefahr und das etwas "plastikmässige" Signal der Pickups ist für Verzerrung wahrscheinlich eh das bessere Quellensignal ... dann noch ein Laptop mit Native Instruments "Guitar Rig" drauf und er kann seinem Spieltrieb freien Lauf lassen.

    oTon Music - Marcus Thiel - Hilsbrunnenstrasse 8 - 76530 Baden-Baden

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  • karel noon
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    • 13. Mai 2006 um 00:09
    • #6

    Hi,
    also ich würde auch zu schalwandlern wie cducer oder akg c411 raten, das kombiniert mit einem vox tonelab sollte dir gute ergebnisse bringen. der größte worteil, durch die zwei pedale kann der pianist selber viel machen.
    http://www.voxamps.co.uk/products/tonelab/tonelab_se.htm

    klanglich ist die kiste den line6 pods weit überlegen (meiner meinung nach), einfach "echter".

    eine weitere lösung wäre doch ein echter flügel mit einer sound implementation, da gibts ja auch einige, wäre aber eben für das touring nicht sehr praktisch, da er immer mitgenommen werden muß.

    um feedbacks zu vermeiden könnte es auch helfen das piano leicht zu delayen (wenige millisekunden) wenn es so trark bearbeitet wird sollte das auch nicht mehr viel ausmachen.

    Privater Account mit meiner persönlichen Meinung.

    Sollte es ein Problem mit meiner Neutralität zu einem Thema geben mache ich das im Beitrag kenntlich. :thumbup:

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  • Telly
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    • 13. Mai 2006 um 11:34
    • #7

    Erst ein mal vielen Dank für die Ratschläge.
    Ich kann mich immer mehr mit der Lösung "normale Mikrofonierung für clean und Körperschallwander für Verzerrt" anfreunden.

    Dieser C-ducer sieht wirklich interessant aus. Den werd ich mal testen.
    Mit dem C411 hab ich leider schon schlechte Erfahrungen gemacht. Die Verarbeitung dieser Dinger ist nicht wirklich berauschend.

    Welcher Effekt das Rennen machen wird, müssen wir wirklich erst noch testen. Es ging mir hier hauptsächlich um die Abnahme des Flügels.

    Die Korg "Vox" Tonelabs klingen für eine Digitalkiste wirklich gut. Leider ist, soweit ich weiss, die Midi-Implementierung eher bescheiden.
    Beim Pod lässt sich jeder Parameter einfach über CCs steuern, beim Korg/"Vox" sieht es so aus, als ob das nur über SysEx möglich wäre.
    Der Anschluss einer externen Faderbox gestaltet sich daher leider recht schwierig. Genau das haben wir aber vor. Wie gesagt - der Kerl will schrauben;)

  • oton
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    • 13. Mai 2006 um 19:13
    • #8
    Zitat von "Telly"

    Wie gesagt - der Kerl will schrauben;)

    Wie gesagt ... Laptop mit Guitar Rig ... :D ... und dann noch einen Controller dran.

    http://www.native-instruments.com/index.php?id=guitarrig2_de

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  • Telly
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    • 15. Mai 2006 um 15:01
    • #9

    Habe mir mal die Demo von Guitar Rig besorgt. Die Software rockt!
    Mal sehen, ob sich der Kollege mit einem Powerbook auf der Bühne anfreunden kann;)

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