So da bin ich gestern noch spontan an Karten gekommen und das sogar zu einem günstigen Kurs... Also auf in den Innenraum:
Ich hatte Glück und war früh da, sodass ich erst knapp 10 Meter vor der Bühne zum stehen kam und dazu auch noch fast genau mittig (die Deckenstreben sind symmetrisch :wink: ). Die Anlage über die Herr Clapton und seine Band spielte war von JBL und bestand aus 14er Halbmonden, davon 4 Stück, 2 nach vorne und jeweils 2 seitlich von der Bühne weg. Außerdem gabs natürlich noch 4 Fills für das nähere Publikum vor der Bühne, und Fills direkt über dem FOH (jeweils n 2er Türmchen). Die Bässe standen unter den Bananen und möglicherweise was unter der Bühne.
Gemixt wurde über ein Digico D5, als Outboard gabs nur wenig... 2 dbx 162SL und ein D-Two (der war aber aus als ich kam) dazu noch ein bischen dynamics, die ich nicht erkennen konnte, sah aber sehr nach Klark und BSS aus.
Zum Licht und Bühnenbau: Es gab quasi nur Koppwackler und ein paar Verfolger (von vorn und hinten), dazu eine Bühne von ca. 20m Breite hinter der eine Stoffkonstruktion mit Fenstern hing. In diesen Fenstern saßen die Beleuchter bzw. die Koppwackler. Zusätzlich gabs Kopfdreher über seitlich über der Bühne bis ins Publikum zur Ausleuchtung von vorne.
Der Stoffhintergrund war eingeschnitten, sodass sich ca 1m breite Lamellen ergeben, also ein löchriger Hintergrund, der aber dazu taugte mit einem Beamer das Signal für die zwei Videoleinwände auch hin und wieder mal auf den Hintergrund zu projezieren, auch wenn ziemlich undeutlich, aber netter Effekt.
Der Mix war okay, hat mich aber nicht vom Hocker gehauen. Obwohl ich bis auf vielleicht einen halben Meter in der Mitte stand hatte ich einen sehr rechtslastigen Mix. Die Lautstärke ging ok, hätte aber speziell im Bassbereich auch gerne etwas mehr vertragen können. Selbst als ich mich gebückt habe um etwas aufzuheben musste man den Bass mehr erahnen als das es deutlicher würde. Gleiches gilt für die Bass-Drum... Da war die Vorband (Robert Cray) schon besser bestückt.
Bei Clapton hat wohl die Gitarrenzunft weit im Vordergrund zu stehen... Wie gesagt es war grenzwertig und hätte vermutlich etwas satter klingen können. Das fällt auch auf, weil die Höhen ein bischen überbetont waren, ein Tacken weniger wäre auch gut gewesen...
Aber vielleicht hätte ich auch einfach ein Stück weiter hinten stehen müssen ![]()
Die Stückauswahl war altbekannt, der Meister kann ja aus der Hitkiste spielen... Erwähnenswert bleiben noch die beiden Gitarristen die Clapton mitgebracht hat: Derek Trucks, eigentlich groß geworden bei der Allman Brother Band. Der Junge hat die meisten bekannte Clapton Soli gespielt und dazu einen tollen eigenen Fingerpicking-Stil gemischt mit großartigem Bottleneck-Spiel.
Der dritte im Bunde ist Doyle Bramhall II der schon ein bischen rumgekommen ist und Andy Fearweather-Low seit 2004 ersetzt hat. Dieser spielt ne linkshändige Gitarre auf der die Seiten falsch rum aufgezogen sind...hat wohl mal auf ner Rechtshändergitarre gelernt der Gute ![]()
Vielleicht war ja noch jemand da und kann mal seine Erfahrungen hier posten?
Bis denne,
Björn