Aber ein schwimmender Badegast, der langgestreckt auf der Oberfläche schwimmt hat fast 2m...
Sowas zulässig ?
-
-
Zitat
Ich hoffe, der Versuchsaufbau steht noch.
Nein, aber ich baus gleich nochmal auf und teste das.ZitatAber ein schwimmender Badegast, der langgestreckt auf der Oberfläche schwimmt hat fast 2m...
Dann wäre die Spannung aber auch nicht mehr so kritisch, weil sie dann nicht direkt über dem Herz abfällt. -
Ok, hab n neues Experiment gemacht:
Abstand Phase - Null: ca. 7 mm
Abstand Phase - Erde: ca. 160 mm
Abstand der Messpins: ca. 2 mmAlle Messungen mit Null im Wasser und Spannung zwischen Phase und Erde/Null immer 120V.
Spannung an den Messpins bei Verwendung einer punktförmigen Erde:
8V in unmittelbarer Nähe der Punktförmigen Phase,
1V in der Mitte zwischen Phase und Erde,
2.5V in unmittelbarer Nähe der Erde.Bei Verwendung einer fächigen Erde:
8V in unmittelbarer Nähe der Punktförmigen Phase,
1.1V in der Mitte zwischen Phase und Erde,
1.1V in unmittelbarer Nähe der Erde.Übertragen auf das 5m Becken, Typ steht in der Mitte und is 20cm breit Modell ergibt das bei flächiger Erde (was der Realität vermutlich am nächsten kommt) eine Spannung von ca. 7V die über dem Typ abfällt. (aber rechnet das lieber nochmal nach ;))
Das würde in der Regel wohl keinen umbringen, aber ganz wohl wäre mir dabei nicht, zumal der Spannungsgradient in der Nähe der Phase doch deutlich zunimmt und das Becken auch mal kleiner als 5m sein kann.
Ich hab den Aufbau noch stehen, wenn jemand also noch weitere Messideen hat

-
Das heisst jetzt aber auch: Gewitter, Leute nicht schnell genug raus aus'm Wasser, Rigg nicht oder schlecht geerdet, Blitzeinschlag in Rigg - das würde in Kombination wohl zu einem Problem führen...
-
Ja klar, und deshalb soll man sich bei nem Gewitter ja auch besser in Gebäude/Autos verziehen. Bei nem Blitzeinschlag wird das Rigg vermutlich auch nicht von grosser Relevanz sein, der Blitz könnte ja auch ohne Rigg im Wasser einschlagen.
-
Eigentlich ja. Aber jetzt lass das mal in ein ungeerdetes Rigg einschlagen (so einen Einschlag sollte man später erkennen können), und der Gutachter meint, geerdet hätte der Junge überlebt. Dann nennen Juristen das gleich fahrlässige Tötung.
(Am Rande: Mich würde mal interessieren, wie die Gefährungsanalyse aussieht und welche Maßnahmen daraus abgeleitet werden, wenn bei Dunkelheit in einem Schwimmbad Alkohol ausgeschenkt wird...)
-
Zitat von "ADMIN"
(Am Rande: Mich würde mal interessieren, wie die Gefährungsanalyse aussieht und welche Maßnahmen daraus abgeleitet werden, wenn bei Dunkelheit in einem Schwimmbad Alkohol ausgeschenkt wird...)Dann geh doch mal dorthin und frag mal! Anwort, sinngemäß:
"wir machen das schon seit 5 Jahren, da is noch nie was passiert"

-
Also ich kenne noch die schönen Bilder aus dem Gefahrenheft als ich das Schweißen erlernte....
Haufenweise Tote im Bereich von 5 - 40V.... -
Hallo
Nichts gegen eure Versuche und an Zauberei grenzenden Berechnungen .Wenn ich so etwas sehe und lese wird mir als Elektromeister immer ganz schlecht .Alles nach dem Grundsatz" Wer viel misst misst Mist " und wer viel rechnet.........und sieht am Ende vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr.Ohne Michael D was böses zu wollen sollte er sich doch dringend trotz Student der Elektrotechnik in aller Ruhe mal Gedanken machen wie ein Schwimmbecken aufgebaut ist und wie hoch die Spannung ist die ein normal gewachsener Mensch(>20cm und nicht durch einen Panzer plattgedrückt ) im Wasser schwimmend überbrückt(Thema Schrittspannung ,Spannungstrichter,Ohmsches Gesetz incl Stromberechnung, usw vielleicht noch mal lernen).Ein Schwimmbecken ist doch keine isolierte Plastikwanne ohne Boden !!!
Zitat:"
Aber ein schwimmender Badegast, der langgestreckt auf der Oberfläche schwimmt hat fast 2m...Dann wäre die Spannung aber auch nicht mehr so kritisch, weil sie dann nicht direkt über dem Herz abfällt."
Ich hoffe nur das Michael D nicht noch auf die Idee kommt den Versuch an sich selbst auszutesten.(Vielleicht wäre er dann nur 20cm gross oder hätte einen neuen Weltrekord aufgestellt)
Das ganze ist und bleibt lebensgefährlich.
Nun meine Meinung zum aufgebauten Truss.Im Schwimmbad gilt DIN VDE 0100-702:
Zitat"Teil 702: Becken von Schwimmbädern und andere BeckenDie neu herausgegebene Norm - als Ersatz für DIN VDE 0100-702 (VDE 0100 Teil 702):1992-06 und DIN VDE 0100-738 (VDE 0100 Teil 738):1988-04 - gilt für das Errichten elektrischer Anlagen in festgelegten Bereichen der Becken von Schwimmbädern und anderer Becken. Wegen der möglichen Verringerung des Widerstandes des menschlichen Körpers und seiner Verbindung mit dem Erdpotential sind hier besondere Maßnahmen zum Schutz gegen den elektrischen Schlag anzuwenden.
Auf natürliche Gewässer, wie Kiesgruben, Küstenbereiche, Seen usw. ist die Norm nur dann anzuwenden, wenn bestimmte Stellen daran ausdrücklich als Schwimmbad ausgewiesen sind.
Neu ist, dass diese Norm jetzt auch auf andere Becken, wie Becken von Springbrunnen, Becken ohne Wasserfontäne sowie künstlich angelegte Gartenteiche anzuwenden ist. Solche Becken werden unterschieden in
* nicht begehbare Becken, die nicht dafür vorgesehen sind von Personen betreten zu werden und die ohne Hilfsmittel wie z. B. Leitern nicht von Personen erreicht werden können sowie
* begehbare Becken, die ohne Hilfsmittel von Personen betreten werden können. Für begehbare Becken gelten die gleichen Anforderungen wie für die Becken von Schwimmbädern.Einteilung der Bereiche
Schwimmbäder und Anlagen mit begehbaren Becken werden in drei Bereiche, in ähnlicher Weise wie in Bade- und Duschräumen nur mit anderen Abmessungen, eingeteilt.
Der Bereich 0 ist das Innere von Becken einschließlich ihrer eventuell vorhandenen Aussparungen und/oder das Volumen unter Fontänen oder Wasserfällen.
Der Bereich 1 wird begrenzt durch den Bereich 0, die senkrechte Fläche in 2,0 m Abstand von der Innenkante des Beckens und durch den Fußboden oder durch Flächen, von denen zu erwarten ist, dass sie von Personen betreten werden. Bei Sprungtürmen, Startblöcken, Rutschbahnen und ähnlichem ist der Bereich 1 durch die senkrechte Fläche in einem Umkreis von 1,5 m um die mögliche Standfläche begrenzt. Er endet grundsätzlich in einer Höhe von 2,5 m über dem Fußboden oder über Flächen, die von Personen betreten werden können.
Der Bereich 2 grenzt seitlich an den Bereich 1 und endet in 1,5 m Abstand bzw. in einer Höhe von 2,5 m über dem Fußboden oder über Flächen, die von Personen betreten werden können. Für Schwimmbäder mit kleinen Abmessungen bzw. für nicht begehbare Becken entfällt der Bereich 2.
Weitere Details zur Bereichseinteilung können den bildlichen Darstellungen der Norm entnommen werden.
Zusätzlicher Schutzpotentialausgleich
In den Bereichen 0, 1 und 2 müssen alle fremden leitfähigen Teile über Schutzpotentialausgleichsleiter verbunden werden. Die notwendige Verbindung mit dem Schutzleiter sollte vorzugsweise im Installationsverteiler oder an der Hauptpotentialausgleichsschiene erfolgen. Zu den fremden leitfähigen Teilen gehören beispielsweise metallene Rohrleitungen, Metallteile der Gebäude- und Beckenkonstruktion, Bewehrungen von Betonbecken und von nicht isolierenden Fußböden und ähnliches. Teile wie Ein- und Ausstiegsleitern, Handläufe, Abdeckungen von Überlaufrinnen, Fensterrahmen und Türzargen müssen nicht in den Potentialausgleich einbezogen werden, wenn sie kein Potential in die Bereiche einführen können.
Metallene Umhüllungen oder metallene Abdeckungen von Kabeln und Leitungen müssen jedoch in den Schutzpotentialausgleich einbezogen werden.
Schutz gegen elektrischen Schlag
In den Bereichen 0 und 1 von Schwimmbädern und begehbaren Becken ist grundsätzlich nur die Schutzmaßnahme SELV mit einer Nennspannung 12 V Wechsel- oder < 30 V Gleichspannung zulässig. Die SELV-Stromquelle muss außerhalb der Bereiche 0, 1 und 2 errichtet werden.
Ausnahmen bestehen für Betriebsmittel, die nur dann im Inneren der Becken betrieben werden, wenn sich keine Personen darin befinden. Für diese sind folgende Schutzmaßnahmen zulässig:
* Abschaltung durch Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCD) mit I N < 30 mA,
* Schutztrennung mit Versorgung eines einzigen Verbrauchsmittels und
* SELV mit maximal 50 V Wechsel- oder 120 V Gleichspannung.Die Stromquellen für Schutztrennung und SELV sind außerhalb der Bereiche 0, 1 und 2 anzuordnen. Eine Montage im Bereich 2 ist zulässig, wenn der Versorgungsstromkreis durch eine Fehlerstrom-Schutzeinrichtung (RCD) mit einem I N < 30 mA geschützt ist.
Für den Bereich 2 von Schwimmbädern und anderen begehbaren Becken gelten die gleichen Schutzmaßnahmen, die vorstehend als Ausnahme für die Bereiche 0 und 1 beschrieben sindÄhnliches gilt für die Bereiche 0 und 1 von nicht begehbaren Becken.
Schalt- und Steuergeräte, Steckdosen
In den Bereichen 0 und 1 dürfen keine Schalt- und Steuergeräte und Steckdosen errichtet werden. Ausnahmen bestehen nur für solche Schalt- und Steuergeräte, die herstellerseitig in dort zugelassene Verbrauchsmittel eingebaut sind.
Im Bereich 2 sind Schalter und Steckdosen zulässig, wenn sie in Stromkreisen mit den dort anwendbaren Schutzmaßnahmen betrieben werden.
In Schwimmbäder mit kleinem Umgebungsbereich (kein Bereich 2 auf Grund der geringen Abmessungen) ist die Errichtung von Schaltern und Steckdosen im Bereich 1 möglich, wenn diese mehr als 1,25 m vom Beckenrand entfernt montiert und über eine der folgenden Schutzmaßnahmen betrieben werden:
* Abschaltung durch Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen mit einem I N < 30 mA,
* SELV mit einer Nennspannung < 25 V Wechsel- oder < 60 V Gleichspannung oder
* Schutztrennung zur Versorgung eines einzigen Verbrauchsmittels.Bei SELV und Schutztrennung muss die Stromquelle außerhalb der Bereiche 0 und 1 angeordnet sein.
Ähnliches gilt für Leuchten, die im Bereich 1 von Bädern mit kleinem Umgebungsbereich montiert werden. Ansonsten müssen Leuchten in den Bereichen 0 und 1 der DIN EN 60598-2-18 (VDE 0711 Teil 218) entsprechen, d. h. sie müssen mindestens in der Schutzart IP 54, wenn sie mit dem Wasser in Verbindung stehen mindestens in der Schutzart IP X8 ausgeführt sein und dürfen mit Spannungen bis maximal 12 V betrieben werden."
Auf den im Bild gezeigten Truss angewendet bedeutet das ganze :Der Truss ist zulässig wenn er in den zusätzlichen Schutzpotentialausgleich eingebunden ist und die Höhe von 2,5 m über Flächen, die von Personen betreten werden können eingehalten wird.Fehlerstrom-Schutzeinrichtung (RCD) mit einem I N < 30 mA ist Pflicht.
Der ganze Aufbau ist aber mit Vorsicht zu betrachten da der Abstand Wasseroberfläche zum eingebauten Boden und zu Par und Beamer nicht genau zu sehen ist. Das vom Beamer nach unten verlaufende Kabel lässt schlimmeres vermuten.Es sieht fast so aus als wäre dort auch der Djplatz oder ähnliches untergebracht .( Was leuchtet der vereinsamte Par da an).
Meine Ansicht zu dem ganzen ist das der Aufbau so nicht zulässig und verboten ist.mfg franz45
Ps:Bitte nicht nocheinmal solche haarsträubenden Berechnungen und nobelpreisverdächtige Selbstmordversuche hier einstellen.
-
-
Lieber franz,
hättest du den ganzen Thread gelesen und/oder verstanden, wäre dir aufgefallen, dass es genau meine Absicht war darauf hinzuweisen, dass so eine Konstruktion eben nicht ungefährlich ist, wie von einigen hier zunächst behauptet. Aus diesem Grund habe ich auch dieses Experiment durchgeführt welches meine Auffassung bestätigt, denn ich denke dass so ein Experiment welches im Grunde jeder nachmachen kann doch mehr Eindruck hinterlässt als ein Haufen Vorschriften. Ich habe unter anderem z.B. darauf hingewiesen, dass die gleiche Spannung zwischen Brust und Rücken deutlich gefährlicher ist als zwischen Hand und Fuss. Nur weil wir das mal sachlich und ohne Panikmache diskutiert haben ist es nicht gleich falsch!
Zwei wichtige Ergebniss hat das Experiment gebracht die so nicht direkt erwartet wurden:
1. Eine direkt neben der Phase im Wasser befindliche Null hat kaum einfluss auf den Spannungsverlauf zum geerdeten Beckenrand in der der Phase gegenüberliegenden Richtung.
2. Durch die Punktförmige Elektrode der Phase im Wasser steigt in ihrer Nähe der Spannungsgradient (das bedeutet die Spannung, die pro Strecke im Wasser abfällt) stark an, da hier der selbe Strom durch eine immer kleinere Wasserfläche muss.
Falls du das nicht verstehst franz: Das heisst in der Nähe einer punktförmigen Phase im Wasser ist's gefährlicher als am Beckenrand oder in der Mitte.ZitatOhne Michael D was böses zu wollen sollte er sich doch dringend trotz Student der Elektrotechnik in aller Ruhe mal Gedanken machen wie ein Schwimmbecken aufgebaut ist und wie hoch die Spannung ist die ein normal gewachsener Mensch(>20cm und nicht durch einen Panzer plattgedrückt ) im Wasser schwimmend überbrückt(Thema Schrittspannung ,Spannungstrichter,Ohmsches Gesetz incl Stromberechnung, usw vielleicht noch mal lernen).Ein Schwimmbecken ist doch keine isolierte Plastikwanne ohne Boden !!!
Nach dieser Aussage muss ich vermuten, dass die Abneigung und Falschinterpretation meiner obigen Aussagen vor allem aus einer Abneigung gegenüber Studenten/Ingenieure? kommt. Sollte das nicht so sein, dann hast du anscheinend praktisch gar keine der obigen Postings gelesen oder verstanden.
ZitatAber ein schwimmender Badegast, der langgestreckt auf der Oberfläche schwimmt hat fast 2m...
Dann wäre die Spannung aber auch nicht mehr so kritisch, weil sie dann nicht direkt über dem Herz abfällt."
Ich hoffe nur das Michael D nicht noch auf die Idee kommt den Versuch an sich selbst auszutesten.(Vielleicht wäre er dann nur 20cm gross oder hätte einen neuen Weltrekord aufgestellt)
Spätestens hier muss man sich fragen, wer von uns Ohm und Kirchhoff nochmal widerholen sollte...
Wenn wir wie hier über den Strom durchs Herz reden bildet der Körper mit dem Wasser zwischen Beckenrand und Phase in der Beckenmitte eine Reihenschaltung von Widerständen. Wenn er genau gleich leitend wäre wie Wasser, wäre es egal wie er sich im Wasser befindet, über dem Herz würde immer die selbe Spannung abfallen. Laut dem Link von mir oben ist er besser leitend, damit fällt im Prinzip etwas weniger Spannung über dem Herzen ab, da an einem kleineren Widerstand in einer Serienschaltung auch eine kleinere Spannung abfällt. Was noch zu klären wäre ist, wie sich die Spannung die von der Seite aus anliegt bemerkbar macht.ZitatPs:Bitte nicht nocheinmal solche haarsträubenden Berechnungen und nobelpreisverdächtige Selbstmordversuche hier einstellen.
Wenn du noch kurz erklären könntest, was daran genau haarsträubend und selbstmörderisch ist? Trenntrafo sagt dir schon was? Und dass ich das nicht aufm Markplatz gemacht habe erkennt man ja wohl auch...
-
Michael
wie erwähnt hast Du noch ein Potential (Beckenrand, Boden = Erde,PE).
Zusammen mit Null und Phase irgendwo im Wasser, stellt sich hier ein schwer zu definierender Zustand ein, der durch deinen Versuchsaufbau nicht wirklich erfaßt wird.
Darüberhinaus: Hat jemand schon mal gemessen welche Spannung direkt an einem Herz anliegen muß, damit es "ausser Takt gerät"? :roll:
Der Vergleich (er ist zwar noch nicht direkt gefallen) mit einer Schutzkleinspannung kann hier fatal sein, da die Definition mit großer Wahrscheinlichkeit in eine andere Richtung zielt und einige Sachen unter den Tisch fallen läßt. -
Zitat von "audienceblinder"
Michael
wie erwähnt hast Du noch ein Potential (Beckenrand, Boden = Erde,PE).
Zusammen mit Null und Phase irgendwo im Wasser, stellt sich hier ein schwer zu definierender Zustand ein, der durch deinen Versuchsaufbau nicht wirklich erfaßt wird.Die Konstellation im Experiment ist der ungünstigste Fall, der ja schon reichlich unwahrscheinlich ist.
Damit uns hier keiner falsch versteht:
1.) Das ist, wie ein paar mal ausgeführt, nicht erlaubt.
2.) Aus verschiedenen Gründen ist das auch gefährlich (jemand langt mit nassen Händen an die Geräte, Blitzeinschlag in's Rigg, usw.)
3.) Lediglich der hier durchgespielte Fall "Gerät fällt in's Wasser, und zwar in einem gewissen Abstand zu badenden Gästen" halte ich nach wie vor für reichlich ungefährlich.
-
Hallo
Ich wollte Michael D bestimmt nicht auf die Füsse treten aber sein Versuch ist im Bezug zu einem Fehler im Schwimbecken mit Rand und Boden einfach falsch.Wie auf dem Bild von korschi zusehen ist das Wasser nicht besonders hoch.Sein geposteter Link und wahrscheinlich auch seine Versuchsidee haben nur Bezug zu einem Potentialunterschied in einer gefüllten mehr oder weniger isolierenden Badewanne zwischen Mensch , Abfluss bzw Föhn .Das sind total andere elektrische Bedingungen als in einem Schwimmbad.Zitat Michael D:"denn ich denke dass so ein Experiment welches im Grunde jeder nachmachen kann doch mehr Eindruck hinterlässt als ein Haufen Vorschriften "
Das kann und sollte auch nicht jeder nachmachen.
Der hier durchgespielte Fall halte ich nach wie vor für gefährlich wobei eher die 2 Djs gefährlicher leben sollten sie inklusive Equipment plus Kabeltrommel und Mehrfachsteckdose ins Wasser abtauchen
Das Geschreie geht erst dann los wenn dann doch mal ein Unfall passiert.Zum Glück sind die RCDs nicht so oft defekt.mfg franz45
-
Zitat
Michael
wie erwähnt hast Du noch ein Potential (Beckenrand, Boden = Erde,PE).
Zusammen mit Null und Phase irgendwo im Wasser, stellt sich hier ein schwer zu definierender Zustand ein, der durch deinen Versuchsaufbau nicht wirklich erfaßt wird.Das war auch nicht das Ziel des Versuch. Vielmehr wollte ich testen wie sich der Spannungsgradient genau verhält und hab das auch mit unterschiedlichen Elektroden getestet. Beispielsweise steigt er bei einer Platte als Erdelektrode (anstatt Punkt) kaum in deren Nähe an was plausibel ist und auch in einem grossen Becken nicht anders sein wird. Als Ergebniss kann man festhalten, dass das ganze dem elektrischen Feld ähnelt was sich bei entsprechender Elektrodenkonfiguration einstellt. Man muss im Wasser allerdings auch den fliessenden Strom berücksichtigen der z.B. besonders in der Nähe von Punktelektroden grosse Spannungen_pro_Strecke erzeugt.
Natürlich sieht das Spannungsverhalten in einem echten Swimmbecken anders aus als in dem Versuch, aber man kann aus den Versuchsergebnissen Rückschlüsse darauf ziehen, wie es dort aussieht und genau das war der Sinn und Zweck der Aktion. Auch ein Test in einem echten Schwimmbecken wäre nicht aussagekräftiger, weil jedes Becken eine andere Geometrie und Isolierung hat.
Was ändert sich, wenn das Schwimmbecken rundherum und auf dem Boden ideal leitend geerdet wäre? Wir hätten rundherum und auf dem Boden (im weiteren zum Rand gezählt) eine Flächenelektrode. Aus dem Experiement wissen wir nun, dass an einem solchen flächigen Rand kein so grosser Spannungsgradient entsteht als bei einer punktförmigen Erdung. Weiter wissen wir, dass bei diesem flächigen Rand der Gradient im Wasser aber etwas höher ist (weil der hohe Spannungsabfall in der Nähe der punktförmigen Erdung fehlt). Weiter wissen wir aus dem Experiment, dass in der Nähe der Phase ein höherer Spannungsgradient herrscht, wenn in direkter Nähe noch eine Null vorhanden ist. Und das halte ich für ein interessantes Ergebniss denn das bedeutet, dass es in der Nähe der Phase im Wasser gefährlicher ist wenn eine Nullleiter in direkter Nähe vorhanden ist als wenn dieser fehlt. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass es in etwas weiterer Entfernung von der Phase sicherer ist, wenn der Nullleiter mit im Wasser hängt. Denn der Gesamtspannungsabfall zwischen Phase und Beckenrand ist immer 230V, wenn also der Spannungsgradient in der Nähe der Phase (oder siehe oben in der Nähe einer punktförmigen Erdung) grösser wird bleibt nicht mehr soviel Spannung für den Bereich dazwischen übrig.
Mit dieser Analyse ist das Becken sicher noch nicht vollständig beschrieben aber schon deutlich besser als ein "schwer zu definierender Zustand".
Wie man dieses Wissen jetzt anwendet um die Gefährlichkeit zu beschreiben ist der nächste Schritt. In diesem Thread haben wir als Gefahr nur die Spannung betrachtet die über dem Herzen abfällt, für andere Gefahrenpunkte müsste man das nochmal extra untersuchen aber auch dort wird es ähnlich sein. Der prozentuale Spannungsabfall über dem Herz ist logischerweise grösser, wenn man die Spannung zwischen Brust und Rücken anlegt als wenn man die selbe Spannung zwischen Hand und Füssen anlegt. Dementsprechend darf bei gleicher Gefährdung über einem ausgestreckt im Wasser schwimmenden Körper von Hand bis Fuss betrachtet auch mehr Spannung abfallen als über einem stehenden zwischen Brust und Rücken.
Daher finde ich z.B. dieses Zitat absolut fehl am Platz, es zeigt vielmehr dass es einfach nur darum geht das ganze lächerlich zu machen:ZitatZitat:"
Aber ein schwimmender Badegast, der langgestreckt auf der Oberfläche schwimmt hat fast 2m...Dann wäre die Spannung aber auch nicht mehr so kritisch, weil sie dann nicht direkt über dem Herz abfällt."
Ich hoffe nur das Michael D nicht noch auf die Idee kommt den Versuch an sich selbst auszutesten.(Vielleicht wäre er dann nur 20cm gross oder hätte einen neuen Weltrekord aufgestellt)
Die Spannung die über dem Körper abfällt ist also von der Beckengeometrie abhängig und steigt zusätzlich in der Nähe von punktförmigen Elektroden an. Wo es hier also gefährlich wird und wo noch nicht müsste man jedesmal neu errechnen.
Und damit's jetzt nich wieder zu Missverständnissen kommt: Ich bin der Meinung (und die stützt sich auf die Ergebnisse im Experiment) dass ein solcher Aufbau in einem Schwimmbecken gefährlich ist, weil man zum einen nicht verhindern kann, dass jemand in direkter Nähe eine Geräts steht welches ins Wasser fällt und zum anderen das ganze auch bei grösserer Entfernung bei kleinen Becken gefährlich ist. Ich stimme aber auch mit dem Admin darin überein, dass bei genügend grossem, flächig geerdetem Becken in grösserem Abstand vom Gerät im Wasser die ganze Sache reichlich ungefährlich wäre.ZitatZitat Michael D:"denn ich denke dass so ein Experiment welches im Grunde jeder nachmachen kann doch mehr Eindruck hinterlässt als ein Haufen Vorschriften"
Das kann und sollte auch nicht jeder nachmachen.
Du weisst wie ich das gemeint habe. Nur füge ich nicht immer seitenweise Belehrungen an, weil die meiner Meinung nach eh kaum was bringen. Wenn jemand der Überzeugung ist er kann es wird er es auch trotz Belehrungen tun.
Bevor jetzt alle wieder schreien: "Ja aber hier steht und da steht, und alles was du oben schreibst ist quatsch usw..." würde ich euch bitten erstmal selbst zu überlegen und alles nachzuvollziehen und dann sachlich sagen, was warum falsch ist. Ich finde in diesem Forum wird viel zu oft gesagt "Das ist Verboten, Punkt!" anstatt das ganze mal zu begründen und aufzuzeigen wo genau die Gefahren liegen und warum es sie gibt. Das hätte meiner Meinung nach eine weit bessere Überzeugungskraft als stupides Abschreiben von Vorschriften. Ausserdem würde auf diese Weise Wissen und Erfahrung vermittelt die eine viel besser Einschätzung von Lagen ermöglicht welche mal nicht 100%ig mit der Vorschrift übereinstimmen. Ich erinnere nur an den Thread über den Anschluss von Movinglight an Dimmer...
-