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Feedbackunterdrückung

  • Harry_
  • 30. Januar 2003 um 13:25
  • Harry_
    Beiträge
    114
    • 30. Januar 2003 um 13:25
    • #1

    Moin Jungs!

    Hab gerade folgendes gelesen
    "...Rückkopplung im Livebetrieb7 mal gelesen Ein abgefahrener aber
    funktionierender Trick für die Feedbackunterdrückung im Monitor:

    Du brauchst einen Y-Adapter, mit dem du das am Pult ankommende
    Mic-Signal auf zwei Kanäle aufsplitten kannst. Ein Kanal geht auf die
    P.A. wie gewohnt und den anderen Kanal nimmst du nur für den Monitor.
    Das Signal auf diesem Kanal drehst du in der Phase (PhaseInvert taste
    oder Phasendreher im Adapter). Das Signal kommt nun phasengedreht aus
    dem Monitor und kann sich nicht mehr so gut mit dem Direktsignal addieren!..."

    Das bringt doch nicht wirklich viel oder?

  • alter ego
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    1.933
    • 30. Januar 2003 um 14:00
    • #2

    Also das mit dem Phasendreher kann manchmal was bringen, manchmal aber auch das Gegenteil bewirken, je nach Abstand und Frequenz des Feedbacks. Aber mit addition zum Orginalsignal hat das nichts zu tun.
    das ganze auf zwei Kanäle splitten bringt aber richtig viel, da man das ganze dann getrennt EQen kann.

    laut statt hell!

  • ADMIN
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    • 30. Januar 2003 um 18:57
    • #3

    Da müssen wir zwei Sachen auseinanderhalten:

    1.) getrennte Klangreglung für Front und Monitor. Das kann sehr viel bringen, insbesondere pfeift's nicht plötzlich, wenn ich während des Gigs den Frontsound verändern möchte.

    2.) Phasendreher zwischen Front und Monitor:

    a) bringt ohnehin nur was bei tiefen Frequenzen, bei hohen strahlt die PA vernachlässigbar viel nach hinten ab.

    b) wenn durch einen Phasendreher weniger am Mic ankommt, kommt auch weniger am Ohr an, ich muss also lauter machen, damit der Musiker sich hört

    c) Phasendreher erzeugen meist völlig wilde Interferenz-Frequenzgänge, damit schadet man mehr als man nutzt.

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • MIKE
    Profi
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    1.694
    • 31. Januar 2003 um 10:43
    • #4

    Um Feedbacks u vermeiden gibt es einen guten Trick:

    Keine Musiker auf die Bühne !!!!

    Wennd as nicht geht, dann steil Flankige Filter alla dbxo.ä.

    Ein guter Zeit und Phasengleich Abstrahlender Monitor ist auch immer gut.

    Was auch gut funzt ist wenn man ein Dealy von ca. 10 ms auf die Wedges legt.

    Das Gehirn kann das noch nicht richtig wahrnehmen. und im sprachbereich hilft das echt.

    Anfragen bitte an MIKERAUCHFLEISCH@gmx.de

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
    Beiträge
    7.900
    • 2. März 2003 um 13:41
    • #5

    Sofern man es nicht mit einer chaotischen Amateurband zu tun hat (Mikro 15 cm vom Maul entfernt und "ich kann mich nicht hören ...") sind neutrale Monis das Beste, was man sich antun kann.

    Leider hat sich das - z.B. bei vielen Tanzbands - noch nicht herumgesprochen.
    Oft wird alle paar Jahre zwar für die Front (wieder mal, weil ein neuer "Test" gelesen wurde ...) "etwas amtliches" gekauft - im Monitorbereich wird alter Schrot recycled und auf den Mann am Mischer geschimpft.

    Außerdem: zu laute Monis verschlechtern das Klangbild vorn, weil durch Übersprechen auf die oft reichlich vorhandenen (offenen) Mikros alles "vermatscht" wird.
    Glaubt mir jemand nicht ? Man mache mal einen Test: Anlage richtig gut einstellen - Band spielt - und dann mal mit und ohne Monis VON VORN hören (ist echt total interessant ...).

    Weitere (sinnvolle) Maßnahmen: Bassdrum und tief gestimmte Toms möglichst immer gaten (noch besser: alle Toms). Der E-Bass knallt dann nicht mehr in die Schlagzeugmikros und wird trockener - und: unbenutzte Mikros (besonders von stimmlich schwachen Sängerinnen) ausschalten.

    Über dieses Thema könnte man einen Roman schreiben - aber da ihn keiner lesen würde, lasse ich das mal.

    Viele Grüsse sendet

  • Gochec
    Beiträge
    19
    • 2. März 2003 um 22:45
    • #6

    Ja, ja es ist schon eine feine Sache, wenn man eine Band mischen darf, die komplett mit In Ear spielt.
    Ansonsten: Ein bischen Tuning tut nicht nur älteren Monitoren gut. Meines Erachtens feht es oft am Dämmmaterial in den Monis. Wenn man da etwas nachhilft, klingt es gleich besser und die feedbackanfälligkeit geht auch zurück, vor allem in den unteren Mitten. Also mal nachschauen und mit etwas Noppenschaumstoff und Dämmwolle nachhelfen.
    Extra (gesplittete) Kanäle für den Moni-sound sind immer gut (wenn kein extra Pult vorhanden), der Phasendreher bringt aber nur bei tiefen Frequenzen etwas, wie weiter oben schon geschrieben. Hat bei mir schon des öfteren den BassDrum und Floortom Sound gerettet - wenns von vorne koppelt.
    Und was immer wieder hilft: Den Jungs auf der Bühne mal sagen, wie ein vernünftiges Bühnendesign ausschaut; das bringt oft mehr als alle Feedback- Kill- Versuche mit dem EQ und sonstigem Elektronikzeugs.
    Wenn man da z.B. die Git-Boxen wo anders hinstellt, hört plötzlich jeder was davon und der Ganze Krach muß nicht noch extra über alle möglichen Monis der anderen Kollegen.
    Mit Feedbackfreien Grüßen
    Gerd

  • tonzwerg
    Profi
    Beiträge
    1.068
    • 2. März 2003 um 23:48
    • #7

    Das mit den Phasendrehern kann schon was bringen, und zwar wenn man viele Gesangsmikros oder Anstecker oder Rednerpultmikros auf der Bühne hat. Dann einfach abwechselnd Phase drehen, dann vermeidet man zumindest das Aufschwingen im Baßbereich.

    The ships hung in the sky in much the same way that bricks don't.
    -- Douglas Adams

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