nun gut, aber was bringt mir ein praxis-nahes messverfahren, wenn die simmu-progs die parameter nicht akzeptieren...
man kann doch nicht mit inkonsistenten parametern rechnen, oder sehe ich da was falsch?
Korrektheit von TSP
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Moin,
die schönen Simus, ganz umsonst... Nein , so ist das nun auch wieder nicht. Als Anhaltspunkt taugen die ganz gut, zumal die Abweichungen der Parameter bei guten Chassis eher gering sind zwischen den Methoden. Bei ganz miesen ist das so wie in SRAMS Beschreibung, sobald Großsignal kommt wird alles total nichtlinear, aber so ein Chassis hat sicher nie einen Klippeltester gesehen, und taugt sowieso nicht zu Beschallungszwecken.
Gerade bei BRs staune ich immer wieder über die Simulationen. Klanglich wirkt sich die Lage der Tuningfrequenz weit mehr aus als der resultierende Amplitudenfrequenzgang. Auch die Portfläche/Form hat starken Einfluß auf der Klang, nicht nur untenrum, sondern auch der Klang des Klirrs. Programme wie WinISD berücksichtigen das garnicht, und auch die beliebten Messungen werden in der Regel bei praxisuntauglichen Pegeln durchgeführt. So betrachtet sind viele Forenbeiträge wertlos.
Sehr sinnvoll finde ich zum Beispiel die Meßschriebe unter Vollast, wie sie BMS veröffentlicht, gleich mit Klirrmessung dabei. Abgesehen davon, daß ich mir auch hier mehrere Varianten wünschte, kann man so zumindest die Optimalbedingungen, für die ein Chassis entwickelt wurde ableiten. So ja auch bei meinen CB18, die der "Herstellerapplikation", bzw. dem Meßaufbau entsprechen, und tatsächlich tun was der Herstellerschrieb verspricht.
Ich denke hier liegt die Zukunft auch im Selbstbau. So schade das auch um hitzige Forendebatten ist, es werden sicher mehr Chassisbauer auf die Idee kommen Chassis auf einen Bauvorschlag hin zu designen, um im Bassbereich bis hin zur Lastgrenze sicher betreibbare und gutklingende Ergebnisse sicherzustellen.
Zumindest im Bassbereich...
Gruß
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Nabend!
kann man es irgendwie vorhersagen, inwiefern die geometrie der ports einfluss auf den klang hat?
nehmen wir mal an, ein br-sub mit 4 symmetrisch an den frontecken angeordneten ports soll entwickelt werden.
auf grund der beeinflußenden geometrie der ports muss der prototyp also auch mit der beabsichtigten portgeometrie entwickelt werden.
die veränderung der längen der 4 ports kann man ja noch realisieren, aber dazu die geometrie zu variieren dürfte wohl den aufwand sprengen...
kann man das nicht analytisch lösen, oder durch empirisch ermittelte beziehungen? -
Jede Schallführung, ob Horn, BR Port oder sonstwas, hat einen Einfluss auf das Klangbild durch Reflektionen, Interferenzen etc.
Ausgehend einer messtechnisch korrekten Abstimmung bleibt immer offen:
>> Kann man diese Einflüsse wahrnehmen? Wie?
>> Kann man sie sogar hören?
>> Wie stellt sich die Situation pegelabhängig dar?Die Gewichtung dieser Faktoren bleibt zwangsweise subjektiv, da die Hörgewohnheiten unbekannt sind, bzw, nicht nachvollzogen werden können.
Insofern kannst Du ausgehend der o.g. Betrachtung nur eine Lösung finden, die Dir selber zusagt.
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Zitat von "Mechwerkandi"
Jede Schallführung, ob Horn, BR Port oder sonstwas, hat einen Einfluss auf das Klangbild durch Reflektionen, Interferenzen etc.
Allein die Tatsache, das solche Einflüsse da sind, sollte wachrütteln. Und die Schallwandfläche/geometrie auch nicht vergessen :wink:
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Ok, ich spanne den Begriff "Schallführung" noch weiter und beziehe auch etwas wie Reflektionen an Gehäusekanten oder aufstellungsbedingte Eigenarten mit ein, denn auch ein Fussboden oder eine Wand kann ja so etwas wie eine Schallführung darstellen.
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Moin,
Zitat von "Mechwerkandi"Ok, ich spanne den Begriff "Schallführung" noch weiter und beziehe auch etwas wie Reflektionen an Gehäusekanten oder aufstellungsbedingte Eigenarten mit ein, denn auch ein Fussboden oder eine Wand kann ja so etwas wie eine Schallführung darstellen.
das macht das Lautsprecherentwickeln so spannend, und Erfahrungsberichte noch subjektiver...
Ich persönlich achte vor allem auf brauchbare Impulswidergabe, denn die lässt sich nicht "zurückbiegen". Da fallen "für mich" BRs wegen des in vielen meiner Posts beschriebenen unmusikalischen Verhaltens schon aus. Der CB18 ändert zwar seine Sensivity und seinen Amplitudenfrequenzgang mit dem Aufstellungsort, der musikalische Charakter bleibt jedoch erhalten. Zu meiner großen Überraschung fallen die Bass- Interferrenzmuster bei OAs und auch in Hallen weit weniger ins Gewicht, als mit BRs. Der Anfang eines Tons ist wichtig... Ich habe im "anderen Forum" meine Erlebnisse mit einem "Das Böse" in einem mir wohl bekannten Club beschrieben. Gegenüber den vorher installierten 18"BR- Blubbs sauberer Bass und weit weniger Raumprobleme, bei identischem Aufstellort.
Zitat von "Mechwerkandi">> Kann man diese Einflüsse wahrnehmen? Wie?
>> Kann man sie sogar hören?
>> Wie stellt sich die Situation pegelabhängig dar?Die Gewichtung dieser Faktoren bleibt zwangsweise subjektiv, da die Hörgewohnheiten unbekannt sind, bzw, nicht nachvollzogen werden können
So siehts aus, und jeder trifft Entscheidungen. Meine Entscheidung ist CB18 in der Kleinbeschallung bis 1000 Pax Gala, oder 200 Pax "etwas gröber". Und darüber "Das Böse", oder ein ÖRPZ-mod, der nächstes Jahr geplant ist. Dazu ein superleichtes Vertical-Array...
Zitat von "20Hertz"BL ist über den Hub deutlich nichtlinear, siehe bei Klippel.
Klippel hat in seinen Unterlagen eher "gewöhnliche" Consumerchassis, ganz so dramatisch sieht das bei modernen PA-Chassis nicht aus. gut wer den Oberdöner zu 12mm Auslenkung treibt...
Zitat von "Waschhausernst"nehmen wir mal an, ein br-sub mit 4 symmetrisch an den frontecken angeordneten ports soll entwickelt werden.
Symmetrie kann ein Nachteil sein, und einen deutlichen "Footprint" erzeugen, identische Verhältnisse an allen 4 Ports, Identische Filterung des höherfrequenten Klirrs, der durch die Ports schallt, zuweilen mit langen Ausklingzeiten... Fast egal wie Du das anstellst, irgendwie werden sich die Ports bemerkbar machen... Und was gefällt bleibt Geschmacksache... BRs machen billig laut
Gruß
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