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Korrektheit von TSP

  • Waschhausernst
  • 26. September 2006 um 15:15
  • Waschhausernst
    Beiträge
    850
    • 26. September 2006 um 15:15
    • #1

    Hallo,

    ich habe gerade (da noch semesterferien :) ) ein paar grundlagen zum dynamischen lautsprecher durchgearbeitet (elektrisches, mechanisches, akustisches ersatzschaltbild, zugehörige transformationen, gehäuseprinzipien mit deren transformierten kerngrößen, etc) und habe nun beim proberechnen bemerkt, dass sich einige parameter widersprechen.
    eingegeben in verschiedene simu-progs bestätigen das ergebnis.
    was kann man also von den tsp halten? welche werte sind mit größerer sicherheit exakt (ich denke mal die elektrischen!?)

    womöglich gibt es ja auch verschiedene messarten (randbedingungen), die zu solchen unstimmigkeiten führen - bei meinem konkreten beispiel (ein b&c chassis) wurden die tsp nach einem "high level 20hz sine wave precondition test" gemessen. bei meiner rück-rechnung bekam ich eine ca 30 gramm schwerere Mms heraus - WinISD bestätig das.
    was ist nun davon zu halten? bei 155 gramm angegebener masser verschlechtert sich wiederum die errechnete nachgiebigkeit enorm.

    hoffe, mir kann jemand weisheit schenken :)

  • F.A.Bi.A.N.
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    5.286
    • 26. September 2006 um 15:22
    • #2
    Zitat von "Waschhausernst"

    "high level 20hz sine wave precondition test"


    möglich, dass ich vergesslich bin.... aber erläutere doch mal bitte dieses verfahren!

  • Waschhausernst
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    850
    • 26. September 2006 um 15:26
    • #3

    das war ein zitat, daher hab ich das auch nicht übersetzt. was das nun genau heißt, weiß nur der autor :)

  • F.A.Bi.A.N.
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    5.286
    • 26. September 2006 um 15:32
    • #4
    Zitat von "Waschhausernst"

    das war ein zitat, daher hab ich das auch nicht übersetzt. was das nun genau heißt, weiß nur der autor :)


    beschreibe doch trotzdem bitte, was du wie genau gemessen hast.

  • sr
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    10
    • 26. September 2006 um 15:32
    • #5
    Zitat von "F.A.Bi.A.N."


    möglich, dass ich vergesslich bin.... aber erläutere doch mal bitte dieses verfahren!

    Einwobbeln der Chassis damit die gemessenen Parameter mit den Langzeitparametern übereinstimmen. (Speaker haben im Auslieferungszustand leicht andere Eigenschaften.)

  • tufkajck
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    3.334
    • 26. September 2006 um 15:33
    • #6

    Ich nehme an, dass der Treiber mit 20 Hz eingeschwungen wurde VOR der Messung. Ein Verfahren, dass ja so unbekannt nicht ist.

  • F.A.Bi.A.N.
    Verifiziert
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    5.286
    • 26. September 2006 um 15:43
    • #7
    Zitat von "Waschhausernst"

    wurden die tsp nach einem "high level 20hz sine wave precondition test" gemessen.


    achso, da hab ich gepennt. "nach" im sinne einer zeitangabe, ich habe das als messmethode aufgefasst.... das vorherige "weichklopfen" sollte sein, ist klar.
    trotzdem bleibt die frage, wie ernst genau gemessen hat (volumen oder masse-methode...) und was genau - würdest du die ergebnisse mal hochladen?

  • Waschhausernst
    Beiträge
    850
    • 26. September 2006 um 15:50
    • #8

    sorry, ich hab mich da auch etwas unklar ausgedrückt :oops:
    es handelt sich hier um die herstellerangaben, ich habe nicht selbst gemessen.

    edit: bei nochmaligem durchlesen meines ersten beitrages, hätte ich natürlich sagen müssen, dass ich mit korrektheit von tsp jene, die allgemeinen vom hersteller kommen, meine.

  • ukw
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    1.566
    • 26. September 2006 um 18:37
    • #9

    Butter bei die Fische: Welches B&C Chassis :?:

    ... for a few dB's more . . .

    Merkel's Kommentar zu Finanzminister Schäuble und den 100.000,- DM

  • Hörnli
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    1.880
    • 26. September 2006 um 18:55
    • #10

    Moin,

    Waschhausernst meint wohl, daß sich die Herstellerangaben in sich widersprechen, also nicht alle Parameterangaben zusammen korrekt sein können.

    Gruß

    Lebe wohl, Michael Ebners Universum

  • Waschhausernst
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    850
    • 26. September 2006 um 19:38
    • #11

    exakt hörnli!

    es handelt sich um den 18 pzb 46.

    ich wollte diese unstimmigkeit eigentlich zum anlass nutzen, um mal zu fragen, ob man denn allen hersteller angaben (bzgl tsp) einfach so glauben schenken darf.

    Einmal editiert, zuletzt von Waschhausernst (26. September 2006 um 22:30)

  • Hörnli
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    1.880
    • 26. September 2006 um 20:14
    • #12

    Moin,

    jein... vor allem bleibt häufig unbeachtet, daß TS- Parameter im hier angestrebten PA- also Großsignalbereich ohnehin wenig Aussagekraft haben. Zusammen mit verschleierten, oder gar erlogenen Hubangaben bleibt nur der Versuch beim Boxenbau. Leider machen sich Forenmitglieder nie die Mühe wenigstens den real nutzbaren Hub zu erforschen und zu berichten, so bleibts bei BlaBla...

    Der x-max Hubtest ist recht einfach: das Chassis in ein geschlossenes Volumen bauen, oder BR- Löcher verschließen, dann sauberen Sinus deutlich unterhalb der Einbaureso drauf, Pegel erhöhen bis Klirr wahrnehmbar wird. Dann abschalten um die Spule nicht zu verbrennen. Der Übergang von reinem Sinus zum Klirr spielt sich innerhalb eines Millimeters ab.... Mit hellem Licht und einem weißen Lacktröpfchen lässt sich dann der Hub gut mit einem Lineal vergleichen und recht genau ablesen.

    Der 18N850 macht 26mm, der Beta10 macht 5 mm Peak to Peak, wie war nochmal die Katalogangabe? Was macht der 18XB700? :D

    Dann lohnt sich der DC-Offset test mit Sinus bei 2-facher Einbaureso, EVX180A... das war vor Klippel...

    Gruß

    Lebe wohl, Michael Ebners Universum

  • ukw
    Verifiziert
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    6
    Beiträge
    1.566
    • 26. September 2006 um 20:50
    • #13

    Eine Hilfe ist dieses nützliche Programm: TSP check

    ... for a few dB's more . . .

    Merkel's Kommentar zu Finanzminister Schäuble und den 100.000,- DM

  • Waschhausernst
    Beiträge
    850
    • 26. September 2006 um 22:35
    • #14

    kannst du auf das lacktröpfchen noch mal etwas näher eingehen?
    kann mir das "messverfahren" noch nicht so ganz vorstellen.

    nun gut, auf welchen wert kann man denn nun bezug nehmen, wenn wir mal Mms, Cms und die freiluftreso betrachten, du ja über einen bekannten formalen zusammenhang verknüpft sind?
    ich nehme mal an, dass hier die reso als sicherer wert steht?

  • Hörnli
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    • 27. September 2006 um 11:26
    • #15

    Moin,

    das weiße Lacktröpfchen erhöht die Sichtbarkeit der Umkehrstelle der Membranschwingung. Man schaut von der Seite auf die Membran, hält das Lineal in 90° zur Schallwand, so gibts bei Lineal und Membranbewegung den selben Sichtwinkelfehler. Wenn man den Punkt auf die gegenüberliegende Konusschräge macht kann man bei großen Chassis des Lineal auch in die Sichtlinie davorhalten...

    Ein Fitzelchen helles Klebeband/Post-It... ich hab nen Lackstift und der weiße Punkt darf bei mir draufbleiben

    Gruß

    Lebe wohl, Michael Ebners Universum

  • Hörnli
    Beiträge
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    • 29. September 2006 um 02:45
    • #16

    Moin,

    Das liegt an der Fortentwicklung der Messverfahren, klassisch gemessene und somit in sich konsistente TS-Parameter gelten nur für Kleinstsignal und auch da gibts 2 Verfahren, die nicht den identischen Parametersatz ergeben.Heute wird mit Klippeltester gearbeitet:
    http://www.klippel.de/background/default.asp
    viel lesenswerter Stoff... so kommt es zu inkonsistenten TS-Parametern. Sind eben sinnvoll gemessen...

    ich habs ausprobiert, die Installation ist sehr simpel:
    TSP check
    Nettes Spielzeug...

    Aber wie schon erwähnt Heute ist Klippel..., und ich mache in Zukunft den Zuckertest mit allen Chassis, dann weiß ich das reale BL.

    Das Phänomen TS- Inkonsistenz war mir garnicht so klar, danke für Euren Anstoß zur Nachforschung. Letztendes entscheidet heute die erfolgreiche Arbeit des Entwicklers mit dem Klippeltester über die tatsächliche Großsignaltauglichkeit eines Chassis. Die vielen unterschiedlich beliebten Chassis erklären sich aus den Großsignal- Praxiserfahrungen, Thiele und Small waren und sind hier wenig hilfreich...

    Gruß

    Lebe wohl, Michael Ebners Universum

  • 20Hertz
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    947
    • 29. September 2006 um 07:37
    • #17
    Zitat von "Hörnli"

    ...dann weiß ich das reale BL.


    BL ist über den Hub deutlich nichtlinear, siehe bei Klippel. Bei den üblichen TSP-Messungen wird quasi das "max. BL" gemessen, weil die Spule schön mittig im Lufspalt sitzt und somit die maximale Kraft erfährt. Lenkt man die Schwingspule mal ein paar Millimeter aus (z.B. mittels DC) und misst dann nochmal, wird's spannend ... :D


    Grüße
    Matthias

  • Hörnli
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    1.880
    • 29. September 2006 um 11:45
    • #18

    Moin,

    @20Hz: :D schon klar. Mit dem Zuckertest (denke ich) findet man auch das heraus. Vielleicht lautet meine Angabe zum BL in Zukunft: Chassis X hebt bei einem Ampere X kg Zucker über X mm und X kg Zucker max in der Mittellage... :wink:

    Gruß

    Lebe wohl, Michael Ebners Universum

  • Mechwerkandi
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    7.712
    • 29. September 2006 um 15:02
    • #19

    Man möge mich korrigieren, aber rein technisch betrachtet ist die Federrate der Membranaufhängung zwingend progressiv.

    Das muss zu Abweichungen im Grossignalbetrieb führen.

  • SRAM
    Profi
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    5.548
    • 29. September 2006 um 18:30
    • #20

    Im Sinne von "irgendwann kommt der Anschlag" muß das so sein.

    Aber es gibt eben Chassis, wo die Progression schon beim ersten Millimeter einsetzt und dann langsam ansteigt (die meisten mit gewellter Sicke und relativ geringem spiderdurchmesser) und Chassis, die fast über den gesamten Hub linear bleiben um dann sehr steil ansteigend in den Endanschlag zu hauen (Rundsicke und spider großen Durchmessers).

    Beides hat Vor- und Nachteile und für beides gibt es spezielle Anwendungen.

    Gruß SRAM

    I watched a snail crawl along the edge of a straight razor. That's my
    dream. That's my nightmare. Crawling, slithering, along the edge of a
    straight razor, and surviving.

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