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Die Leiden eines PA-lers

  • pierre strubelt
  • 9. März 2008 um 15:46
  • Mechwerkandi
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    • 11. März 2008 um 09:21
    • #41
    Zitat von "DirkB"


    Und ich finde, das war auch nicht ganz verkehrt.

    Verkehrt? Vielleicht...
    Ganz sicher war das anders.

    Ich weiss auch nicht, ob das besser war. Oder schlechter. Eben anders...
    Die ganzen Abläufe haben sich radikal geändert.
    Wir haben 78/79 die ersten "Tanzveranstaltungen" in einem Gemeindesaal auf dem Dorf aufgezogen.

    Warum? Weil es sonst nichts gab...

    Equipment. "Orchesterelektronik" hiess das damals noch. War schweineteuer und nur auf absurd verschlungenen Wegen über Musikalienhändler zu beziehen. Also haben wir gebastelt.
    Conrad hatte damals den Ruf eines "Billig-Versenders" mit zweifelhafter Qualität.
    Völkner-Electronic in Braunschweig präsentierte Becker-Lautsprecher. "Knallhart aufgehängt, für schwerste Beanspruchung!"
    Der erste Prospekt von LSV Hamburg wurde auswendig gelernt.

    Mein Vater kam dann irgendwann mal mit zwei alten "Isophon" Boxen aus dem Abbruch eines Dorfkinos an. Hellblauer Bespannstoff mit so einem Messing-Keder rundum. Breitbänder mit Hufeisenmagnet und Papp-Hochtöner.
    Das war der Kracher schlechthin. Die Veranstaltung musste wegen Überfüllung geschlossen werden. Und dabei fand die nur alle vier Wochen statt... :wink:

    Heute ist jeden Tag, irgendwo, irgendwas.
    Der 1000 fache Aufwand an Technik. Für 10% an Gästen.

    Wozu?

  • morgen_meister
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    • 11. März 2008 um 09:28
    • #42
    Zitat von "Mechwerkandi"


    Wozu?

    weil jeder das schnelle Geld sieht.
    bei uns macht so ziemlich jeder Sportverein/Feuerwehr seine eigene Party, mindestens einmal im Jahr.
    Ist doch ... egal ob da jetzt 2000 oder nur 200 Leute kommen. Weil bei bei einigermaßen guter Kalkulation, Steuerfreiheit für Vereine und Dumpingpreise von Veranstaltungsfirmen (und wer weiß obs bei den Security Agenturen besser ist?!) verdienen sie immerhin noch mehr als wenn se gar keine Party machen.

    http://www.partysound-light.de

  • Mechwerkandi
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    • 11. März 2008 um 10:10
    • #43

    Ich weiss nicht, ob eine Veranstaltung unter rein kommerziellen Gesichtspunkten ein originäres Vereinsding ist.
    Wohl eher nicht.
    Es ist auch nicht Sinn eines Vereines, Geld zu verdienen.
    Übrigens sind Vereine nicht zwingend steuerfrei... :wink:

    Wenn das ein paar Euro in die Vereinskasse spült, dann sollen die das machen.
    Dafür kaufen sie dann ein paar neue Trikots.

  • heinzerl2000
    Verifiziert
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    733
    • 11. März 2008 um 11:07
    • #44

    Bei uns ists anders entstanden,
    wir sind nen Motorradclub, wo irgendwann mal ne Liveband gespielt hat. Das war vor 3 Jahren.
    Jetzt machen wirs einmal im Monat, weil es hier in der Gegend eben kein anderer so macht. Und weils einfach Spass macht.
    Kein Eintritt, kein Gewinn, kostendeckend und handgemachte Musik, kleine Gage, weil PA und Licht vorhanden und absolut familiäres Publikum.
    Nur unsere Bude platzt aus allen Nähten :grin:

    Nichts ist so schlecht, dass es nicht noch als abschreckendes Beispiel dienen kann!

  • hell&dunkel
    Moderator
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    12.398
    Marktplatz Einträge
    2
    • 11. März 2008 um 11:28
    • #45

    Eben, da war doch was. :wink:

    Zitat

    ... Steuerfreiheit für Vereine ...


    Das stimmt so nicht. Nur der "ideelle Bereich" ist steuerbegünstigt.
    Und dann auch nur, wenn der Verein gemeinnützig ist.
    Der wirtschaftlich Bereich wird besteuert wie ein Gewerbebetrieb.

    Vereinszweck bei einem Fußballverein ist z.B. u.A. der Spielbetrieb.

    Nicht Vereinszweck sind z.B. Stände bei Stadtfesten oder Alkoholvernichtungspartys mit Deejott oder Band in der Turnhalle.
    Das Interessante dabei: Die Übergänge sind fließend.
    Merke: Steuerecht bei im Verein kann komplizierter sein als bei einem kleinen Gewerbebetrieb.
    Vor allem über die Trennung ideeller Bereich / wirtschaftlicher Bereich stolpern viele Kassierer und Vorstände.
    Es gibt einige Vereine, die dadurch ihre Gemeinnützigkeit verloren haben.

    Zum eigentlichen Thema:

    Zitat

    Wenn Du anfragst, kommen sie gerannt. Alle.
    ...


    Andimund tut Wahrheit kund... die kann weh tun.

    Armin


    Edith fand noch mehr Fehler

    Hier befindet sich i.d.R. die Signatur

    2 Mal editiert, zuletzt von hell&dunkel (15. März 2008 um 12:07)

  • morgen_meister
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    1.235
    • 11. März 2008 um 11:42
    • #46
    Zitat von "hell&dunkel"


    Das Interessante dabei: Die Übergänge sind fleißend.

    und das ist der Punkt (falls es fließend heißt).
    und ich hab mich da mal mit einem Vorstand von nem Fußballverein unterhalten. War ganz lustig.
    Er meinte zu mir: "Wir hätten kein Problem damit, wenn du für den Job keine Rechnung schreibst. Führen eh keine Steuer ab, könne sie also auch nicht absetzen. Dann würden wir uns da Paar € sparen!"

    Rechnung gabs natürlich trotzdem mit ausgewiesener Steuer.

    http://www.partysound-light.de

  • Mahoni
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    • 11. März 2008 um 13:01
    • #47

    Ich habe dazu eine leicht zweigeteilte Auffassung. Sicherlich gab es früher deutlich weniger, die sich mit dem Neubegriff Party-PA beschäftigt haben und der Aufwand war auch meistens in einer anderen Liga zu sehen.

    Allerdings ist es doch auch schön, dass man heute jede Party zu einem angemessenen Preis beschallen und beleuchten kann und eben nicht immer auf den großen (teuren) Veranstaltungstechniker angewiesen ist. Das Problem bei der Geschichte ist halt nur, einen guten Partymacher zu finden, der für bezahlbares Geld arbeitet. Wenn man allerdings ein bißchen im Forum liest, merkt man, dass es davon schon eine ganze Menge geben muss... Meine Erfahrung geht sogar so weit, dass eher die Alteingesessenen Radio und Fernsehfuzzis, die früher mal zwei einfache Tops hinstellen konnten, immer noch auf dem Stand stehen geblieben sind und sich diejenigen, welche es aufgrund ihrer Interessen betreiben deutlich weiter entwickeln (auch wenn ein Großteil mal mit Conrad & co angefangen hat).

    Auch große Firmen haben mal klein angefangen...

    Gruß

    Stefan

    p.s.: Vielleicht hat ja jemand meine wirren Worte sortieren und verstehen können...

  • Mechwerkandi
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    • 11. März 2008 um 13:49
    • #48
    Zitat von "Mahoni"


    Auch große Firmen haben mal klein angefangen...

    Viele, ja.
    Das bestreitet auch niemand.

    Aber die Grösse einer Firma sagt nichts über die Qualität aus, ich bin mir sicher, das viele eher kleine Betriebe wesentlich kundenorientierter arbeiten als Grossfirmen.
    In diesem Zusammenhang fällt dann das beliebte Wort von:
    "Viel hilft viel" :wink:

    Aber das führt zu weit weg...
    Kuck Dich mal um, und versuche herauszukriegen, welche Firma in Deinem Dunstkreis z.B. über ausreichend 100V Mat verfügt, um eine weitläufigere Sportveranstaltung vernünftig zu bestücken.

    100 V? Druckkammerlautsprecher? Keine phetten Boxen? Das ist doch völlig uncool... :grin:

    Hier in Hamburg kommt jedes Jahr zum Moto-Revival im Stadtpark eine Firma aus Nordenham, 150 km weg.
    Das machen die sicher, weil sie gerne so weit fahren...

  • tufkadib
    Beiträge
    2.687
    • 11. März 2008 um 16:22
    • #49

    Hallo Andi,

    Zitat von "Mechwerkandi"


    Ich weiss auch nicht, ob das besser war. Oder schlechter. Eben anders...
    ...
    Equipment. "Orchesterelektronik" hiess das damals noch. War schweineteuer und nur auf absurd verschlungenen Wegen über Musikalienhändler zu beziehen. Also haben wir gebastelt.

    auch wenn es damals z.T. nervend gewesen sein mag: ihr habt euch mit der ganzen Technik in einem Maße beschäftigt, die bei weitem über das heutige Auspacken-Anstecken-Forumfragen-Retournieren hinausgeht.
    Dabei bleibt was hängen: Kenntnisse über das wie und warum sowie ein Gefühl dafür, was eine Anlage kann.
    Den Weg über das Basteln habe ich auch hinter mir und möchte es nicht missen.

    MfG

    DirkB

  • Mechwerkandi
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    Beiträge
    7.712
    • 11. März 2008 um 18:50
    • #50
    Zitat von "DirkB"


    ihr habt euch mit der ganzen Technik in einem Maße beschäftigt, die bei weitem über das heutige Auspacken-Anstecken-Forumfragen-Retournieren hinausgeht.

    Das kommt dem Ganzen sicherlich recht nahe.
    Wenn irgendwas nicht so tat, wie es sollte, konnte man nicht mal jemanden fragen.
    Da war keiner. Und das Internet war noch nicht erfunden. :wink:
    Also wurden Bücher gelesen. Und versucht zu begreifen.
    Heute gibt es nicht mal mehr Bücher.
    Die Eltern waren völlig verständnislos. Hauptsache, man kam ihnen nicht zu nahe mit der "Urwaldmusik".

    Manchmal kriegten wir von einem Kioskbesitzer alte Sonderhefte von Fachzeitschriften wie "Audio". Das war schon was...
    In Bremerhaven gab es so einen kleinen Laden für "Radiobastler", den Namen hab' ich lange vergessen. Der hat auch mal einen Tip gegeben, wenn es wieder irgendwo hakte.

  • Mix4Munich
    Beiträge
    788
    • 11. März 2008 um 21:46
    • #51
    Zitat von "Pierre Strubelt"

    Hallo,

    muss mir einfach mal ein wenig Luft machen ... Klar, 60 Euro war schon geschenkt. Aber dann nur 50 zu zahlen ist ne Frechheit. ...

    Es ist keine zwei Jahre her, da habe ich nahezu alles für Freundschaftspreise gemacht. Dabei habe ich folgendes gelernt: Je billiger Du bist, desto weniger wirst Du respektiert. Denselben Job für das vierfache Geld gemacht, und alles guckt dich an wie Jesus persönlich. Aber immer schön billig, damit bist Du "einer von ihnen", und damit schwindet der Respekt. Du musst Dir blöde Sprüche anhören, warum Du nicht noch dieses oder jenes Equipment zusätzlich dabei hast, und ob's nicht noch was billiger geht - nee, danke. Ich habe auch keine Kunden mehr aus dieser Zeit. Heute gehe ich für reelles Geld raus, mit Kunden, die einen gewissen Anspruch haben und dafür auch zu zahlen bereit sind, oder ich bleibe eben zuhause bei meiner Frau und meinen Gitarren. Hat auch was für sich.

    Viele Grüße
    Jo

    Mix4Munich
    Johannes Komarek
    http://www.mix4munich.de

  • Eliminator
    Beiträge
    3.105
    • 11. März 2008 um 21:51
    • #52

    Bei mir war es der Nachbar, der mich mit Elektroniksucht angefixt hat. Ein Landwirt, der sich nebenbei Elektronik, insbesondere das Reparieren von Fernsehern beigebracht hat. Darin ist er ein Gott. Sogar die Radio-Fernsehtechniker hier aus der Umgebung schicken die Leute dort hin, wenn sie selbst nicht mehr weiter wissen. Was der Mann in die Tonne haut, ist auch nicht mehr zu reparieren.

    Das war früher bei meinen ersten Gehversuchen meine Anlaufstelle, wenn mal was nicht geklappt hat. Meine erste "Anlage" bestand aus einem Keyboard und einem Verstärker aus einem Busch-Elektronikbaukasten. Eine kleine 4W-Box dran und das Dingen lief. Von meiner ersten selbstverdienten Kohle gabs dann eine richtige Hifi-Anlage, die heute nach 16 Jahren immer noch ihren Dienst tut.

    Die erste PA gabs von unserem Musikverein, dort kannte sich sonst niemand so recht damit aus, also hab ich die Betreuung übernommen. Als Gegenleistung habe ich das Zeug (ein Dynacord Eminent 100 mit Bandhall und 2 riesige 15/3 Boxen) auch schonmal privat verwendet. Dort allerdings auch schon für weitaus mehr als 50 Mark.

    Meine erste Lichtanlage wurde mittels Relaiskarte von einem Amiga 500 gesteuert.

    Die Kiddys heute habens viel einfacher. Rein ins Internet, schnell was ausgesucht, paar Hunnis überwiesen und schon bringt der Postmann das Land der Träume. Und wehe, es ist irgendwann mal ein Kabel lose, dann heulen sie im Forum herum. :)

    Gruß,

    Klaus

    FOH = Holz vor der Hütte!

  • zeck(e)
    Beiträge
    1.287
    • 11. März 2008 um 22:37
    • #53

    Hab jetzt zwar nicht den ganzen Fred gelesen, aber hab an Weihnachten an nen Kumpel eine PA verkauft und er macht jetzt die ganzen kleinen Sachen wie Geburtstage usw. Das ist so richtig enspannend mal auf einen GB zu gehen gute Mucke zu ham und selber nichts machen zu brauchen. (weil Geld bekommt man von denen sowieso nicht, warum auch sind ja meist Freunde)

    Pisa 05 ich war dabei...

  • Mahoni
    Beiträge
    219
    • 11. März 2008 um 22:38
    • #54

    @M4M:

    Das kann ich so in vollem Umfang bestätigen!

    Gruß

    Stefan

  • p@
    Beiträge
    1.112
    • 11. März 2008 um 23:33
    • #55
    Zitat von "Eliminator"

    (ein Dynacord Eminent 100 mit Bandhall und 2 riesige 15/3 Boxen)

    Das waren noch schöne Zeiten ... hab letztes Jahr mal mit ner Emi gearbeitet...schöne alte Technik und läuft, läuft,... :D

  • Mechwerkandi
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    1
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    7.712
    • 12. März 2008 um 08:38
    • #56
    Zitat von "Mix4Munich"


    Es ist keine zwei Jahre her, da habe ich nahezu alles für Freundschaftspreise gemacht.

    Rufst Du angemessene Preise auf, reduziert sich Dein Freundeskreis schlagartig um 80%. :wink:

  • Eliminator
    Beiträge
    3.105
    • 12. März 2008 um 20:23
    • #57
    Zitat von "p@"

    Das waren noch schöne Zeiten ... hab letztes Jahr mal mit ner Emi gearbeitet...schöne alte Technik und läuft, läuft,... :D

    Was ich damals auch noch manchmal zur Verfügung hatte war ein Roland Powermixer (dieser schwarze mit den Holzseitenteilen). Wobei der Dynacord subjektiv mehr "Druck" hatte.:-)

    FOH = Holz vor der Hütte!

  • Mahoni
    Beiträge
    219
    • 12. März 2008 um 21:12
    • #58

    Von Jan Wayne:
    Because the night
    she's like the wind
    take my breath away
    total eclipse of my heart
    more than a feeling
    dein ist mein ganzes herz

    Gruß

    Stefan

  • pierre strubelt
    Beiträge
    1.357
    • 12. März 2008 um 21:16
    • #59

    ????

    Dresden ROCKT! Washroom, Showboxx!

  • Mahoni
    Beiträge
    219
    • 12. März 2008 um 21:28
    • #60

    Hmpf, falsches Thema...

    Gruß

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