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Praktikables Abhören am Mischerplatz

  • Mix4Munich
  • 18. März 2007 um 14:16
  • Mix4Munich
    Beiträge
    788
    • 18. März 2007 um 14:16
    • #1

    Hallo Forum,

    ich habe gestern einen Gig für eine R'n'R-Band gesmischt. Mit der Truppe werde ich noch einige Jobs mischen. Leider sitze ich dort fast nie im Publikum, sonder meistens neben der Bühne. Dementsprechend höre ich kaum, was abgeht. Da die Band aber kaum gemischt werden muss (klingen auch so spitze und haben die nahezu perfekte Pegelkontrolle), habe ich das nie als besonders nachteilig empfunden. Gestern allerdings hat eine DI-Box den Geist aufgegeben, und der Bass hat drei Songs lang gezerrt, bis ich das mitbekommen und gelöst habe. Darf nicht passieren!

    Jetzt habe ich eine Idee, vielleicht kann mir hier jemand sagen, ob die praktikabel ist: An der Aktivweiche habe ich noch Fullrange-Ausgänge L/R frei. Ich besitze kleine aktive Studiomonitore. Diese will ich an die o.a. Ausgänge anschliessen und nach dem Soundcheck der PA im Saal (mit viel Hin- und Herlaufen) anschliessend die Aktivmonitore zum Mischen benutzen. Natürlich habe ich dort einen etwas anderen Klangeindruck, aber es geht mir eher um die Ausgewogenheit des Mixes und um die Kontrolle, ob irgendwas zerrt. Den Fehler gestern hätte ich so viel schneller lösen können. Was ich natürlich nicht kann, ist, Probleme an der Haupt-PA erkennen. Aber da es sich dabei um EV- und Dynacord-Equipment handelt, halte ich Probleme dort für unwahrscheinlich.

    Also: Ist das einen Test wert?

    Viele Grüße
    Jo

    Mix4Munich
    Johannes Komarek
    http://www.mix4munich.de

  • christian jentschke
    Beiträge
    78
    • 18. März 2007 um 15:42
    • #2

    Hallo Jo,

    das ist auf jeden Fall der richtige Ansatz, um das beschriebene Problem in den Griff zu kriegen. Ich habe hin und wieder auch Industriejobs, wo der FoH aus optischen Gründen eher suboptimal platziert werden muss. Ich schließe mir dann meine Abhöre je nach Pult am liebsten so an, dass ich sowohl in den Saalmix als auch in die PFL-Schiene reinhören kann. Auf diese Weise ist man meiner Meinung nach am flexibelsten.
    Davon abgesehen würde ich Dir allerdings auch raten, je nach Möglichkeit hin und wieder eine kleine Runde durch den Saal zu drehen, um auf Nummer sicher zu gehen.

    Gruß, Christian

  • wora
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    • 18. März 2007 um 16:30
    • #3

    hi.

    ich mische seit jahren eine band, die recht oft auf firmenfeiern spielt.
    da hier in der regel nicht auf einen mischerplatz rücksicht genommen wird, kam es schon öfter vor, das der einzig übriggebliebene platz fürs pult neben der bühne war.
    ich mische in solchen fällen über meinen kopfhörer.

    da höre ich mir im soundcheck alles von vorne an und entscheide, wie die mixverhältnisse im kopfhörer sein müssen. zu beginn des gigs muss ich dann noch öfter vor die bühne laufen, um das neu anzugleichen.
    irgendwann hab ich mich dann darauf eingestellt und mische den rest des gigs über den hörer. ab und zu nochmal vorlaufen... fertig. ums nach vorne laufen kommt man eh nicht herum, ob mit oder ohne kopfhörer.

    ein optimales ergebnis kann man von dort aus natürlich nicht erzielen, das ist klar. bisher hat sich aber interessanterweise noch NIE jemand über den "seitengesteuerten" sound beschwert... allerdings kam auch selten mal ein besonderes lob. es ist eben ein kompromiss.


    und auch wenn das mischpult mal zu sehr im hallraum steht, oder an orten wo ich die frontlautsprecher nicht richtig höre, mische ich über meinen hörer.

    bei mischpultpositionen, die sehr stark aussermittig sind und bei denen man nur eine seite der PA hören kann, mache ich rigoros einen kompletten mono-mix. ich hatte es nämlich schon, das das hart gepannte keyboard wegen eines routingfehlers auf der gegenüberliegenden seite nicht hörbar war und ich das erst am ende des gigs mitgeteilt bekam (es gab keine sinnvolle möglichkeit während des gigs auf die andere seite zu gelangen). seither mach ich das dann mono und höre dabei immer auch alle kanäle.
    wenn auf der anderen seite die PA ausfällt bemerke ich das natürlich auch nicht... aber der arbeitsplatz ist halt keineswegs optimal und dann kann man daran halt nix ändern.

    meines erachtens gibt es mehrere vorteile beim mix über kopfhörer:
    - man hat ihn sowieso immer dabei
    - man spart sich die schlepperei von zusätzlichen boxen
    - da sich die akustische situation sowieso grundlegend von der hörposition vor der bühne unterscheidet, blendet man diese besser ganz aus.
    - man kann sich seine eigene lautstärke einstellen

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Volker Holtmeyer
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    13
    • 19. März 2007 um 20:36
    • #4

    Ich sehe aber einen entscheidenden Nachteil vom Mix über Kopfhörer: Instrumente, die von der Bühne runter schon recht laut sind, wirst Du über Kopfhörer zu laut schieben.

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • wora
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    • 19. März 2007 um 22:47
    • #5
    Zitat von "Volker Holtmeyer"

    Ich sehe aber einen entscheidenden Nachteil vom Mix über Kopfhörer: Instrumente, die von der Bühne runter schon recht laut sind, wirst Du über Kopfhörer zu laut schieben.


    nee...

    dafür (oder besser dagegen) läuft man ja vor die PA, um das ergebnis zu überprüfen.
    und das problem ist ja das selbe wie beim mix über abhörboxen, wenn man nen beschissenen mischplatz hat kommt man eben zu keinem optimalen ergebnis...

    da fällt mir grad was ein...
    ich hatte ein einziges mal arge probleme:
    das pult stand hinter der bühne und da war ne d&b C7 PA am start.
    ich bin fast verrückt geworden, im kopfhörer waren die gitarren im hintergrund und über die PA waren sie immer zu weit vorne (ja, ich hab den direktschall der amps mit eingerechnet).
    auf jeden falls war´s ein langer kampf und ich war da sehr unglücklich.
    ich nehme mittlerweile an, das es an den oberwellen der tops lag, das der sound so enorm verschieden war...
    aber wie erwähnt, das war nur das eine mal.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • sven
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    • 19. März 2007 um 23:31
    • #6

    tja ich hab da wohl die Fragestelleung falsch verstanden und ganz auf die Pa bezogen, aber das war ja gar nicht gefragt, also :
    lösch-lösch-lösch
    PS: Danke für das freundliche ?

    Einmal editiert, zuletzt von sven (21. März 2007 um 17:36)

  • wora
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    • 19. März 2007 um 23:38
    • #7

    :?:

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Mix4Munich
    Beiträge
    788
    • 19. März 2007 um 23:45
    • #8
    Zitat von "Volker Holtmeyer"

    Ich sehe aber einen entscheidenden Nachteil vom Mix über Kopfhörer: Instrumente, die von der Bühne runter schon recht laut sind, wirst Du über Kopfhörer zu laut schieben.


    Danke für den Hinweis (wie auch für alle anderen). Bei der betreffenden Band habe ich das Glück, dass die wirklich SEHR leise spielen. Der Drummer hat mir mal erzählt, dass sie das wochenlang geübt haben, leise zu spielen und es trotzden grooven zu lassen wie Hölle. Insofern ist das Mischen der Jungs schon recht leicht - auch bei Solos muss ich nicht groß die Lautstärkeverhältnisse neu einpegeln, nur winziger Mittenboost beim Soloinstrument, und gut is'. Eigentlich paradiesische Zustände. Es ist halt nur die Positionierung des Mischerplatzes, der dort meist recht ungünstig liegt.

    Viele Grüße
    Jo

    Mix4Munich
    Johannes Komarek
    http://www.mix4munich.de

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