Q1/Q7
-
-
????????????? :shock:
wetbf
-
Ich hab keine Ahnung was da gefragt wird, aber beim Haas geben sich Laufzeiten und auch Lautstärken die Hand in der Formel

Oder was auch immer gefragt wurde :oops:
-
Tja, das ist so:
1. Die stimmende Laufzeit an sich gibts nicht !
2. Die Laufzeit für die Übertragung eines Schallereignisses über zwei ortsunterschiedliche Quellen/Lautsprecher kann immer nur für eine bestimmte Zuhörerposition stimmen.
3. Die Laufzeitdifferenz als Erzeuger unerwünschter Interferenzen ist immer dort am bedeutsamsten, wo die Lautstärke verschiedener Lautsprecherquellen für die Zuhörerposition gleich ist.
Daraus kann man zwei Prinzipien ableiten, wie man dezentrale "Mehrweg"-Lautsprechersysteme" aufbauen kann ( oder auch wie man in diesem Fall ein nearfill zum Hauptsystem korrigieren muß. )
Entweder man sorgt dafür, daß in allen Zuhörerpositionen die Lautstärken der Systeme sehr unterschiedlich sind: Das geht schon, wenn man daran denkt, daß die Zonen gleicher Lautsärke in "Nichtzuhörerpositionen" liegen müssen ( z.B. in der Luft, im Absorber u.s.w. )
Für die "innerneardownfillposition" ist das immer ein ziemlicher Kompromiss. Je leiser man das fill ohne Delay macht, um so kleiner wird zwar die Zone gleicher Lautstärke im Publikum, gleichzeitig wird aber auch das infill als solches immer sinnloser.Oder man sorgt dafür, daß in allen Zuhörerpositionen, in denen die Lautstärken der Systeme gleich sind, die Laufzeiten gut korrelieren:
Dazu muß man sinnvollerweise die Achse oder Zone gleicher Lautstärke entweder simulieren oder determinieren oder durch Näherung mit der Meßmikrofonposition messen. Für diese Position stellt man nun das Delay ein, am einfachsten mit einer Impulsmessung in einem geeigneten Messystem. Für ein "innerneardownfill" kann man man als Gedankenspiel oder "Meßspiel" die Laustärke des fills mal leiser und leiser machen. Dabei wandert die Achse gleicher Lautstärke immer weiter Richtung Hauptabstrahlachse des fills , sodaß man für dieses Lautstärkefenster die geometrische Strahlungsachse des fills als Bezug nehmen kann. Ein leiseres infill macht bei RnR sicher keinen Sinn, da ja der Bühnenlärm/Sidefill schon sicher lauter ist.Dämmerts jetzt, was passiert, wenn man die Lautstärke nachträglich, also nach der Laufzeitkorrektur erneut ändert ?
-
Ich nehme mal an, die Frage bezieht sich auf diesen Beitrag:
Zitat von "guma"Alles anzeigenErst mal ein entschiedenes: WOW, was da an nicht einmal zwei Tagen so an Q-Expertenmeinungen zusammen kommt, sogar aus Ecken, in denen der Schall noch 3,3 ms pro meter braucht
@ Eppi
Die Bass-Frage ist ja schon ziemlich abgearbeitet, daher habe ich noch mal über deine TOP - Konfiguration nachgedacht.
Da das Budget ja begrenzt und das zu erwartende Auditorium wohl kleiner ist, als die dafür zur Verfügung stehende Fläche folgender breit strahlender "Kompaktvorschlag":1. Betrachte die 4 Q1 pro Seite als einigermaßen gerichtetes 75°-Hauptsystem.
2. Q7 ist definitiv nicht als downfill zum Darunterhängen gedacht und würde dann auch nicht deinen horizontalen Abstrahlwinkel vergrößern. Auch nicht so geschickt ist die öfter gesehene Anordnung " einfach unten als nearfill auf die Bässe stellen", da diese logischerweise nur für ein winziges Auditoriumssegment überhaupt korrekt zum Hauptsystem delaybar ist.
3. Statt dessen kann man die zwei Q7 in solch einer Konfiguration wie folgt als inneres und äußeres "neardownfill" einsetzen.
4.Für die folgende Anordnung wäre es sehr günstig, für jede der 4 Q7 eine eigene Amphälfte zu haben.
5. Besorg dir 4 x Rohrklammer mit TV-Zapfenaufnahme, 1m TV-Distanzstange, TV-Zapfen für den Q7/10 Schwenkbügel in der korrekten Klasse mit Safetys und 4 x den vertikalen Schwenkbügel.
6. Häng Dein Hauptsystem an den vorderen Gurt der entsprechend belastbaren Vierpunkttruss.
7. Häng die 4 Q7 jeweils unmittelbar links und rechts des Hauptsystems hochkant im Schwenkbügel mit Distanzstange etwas "abgehängt" an den hinteren Gurt der Truss.
8. Wähle Winkel und Neigung so, dass der "overlap" mit dem Hauptsystem im "-6dB Bereich der beiden Systeme liegt.
9. Die Referenzachse für die Laufzeitkorrektur liegt in der jeweiligen "Achse gleicher Lautstärke" zwischen Hauptsystem und den Q7 die logischerweise, da 4 x Q1 on axis deutlich lauter als 1 x Q7 sind, nur wenige Grad von der Hauptachse der leiseren Q7-en jeweils zum Hauptsystem hin liegt. Dort würde man die Q7 nun ein wenig "zu früh" erwarten. Da sie aber am hinteren Gurt hängt kann es sein, dass man nur eine sehr kleine oder mit sehr viel Glück sogar keine Laufzeitkorrektur braucht.
10. Bitte nie vergessen: zuerst die Gainkorrektur und dann die Laufzeitkorrektur und dann nichts mehr !!!! ( Macht man später die "neardown-Q7" leiser, stimmt die Laufzeit nicht mehr !!!!! )
@ SevenIn kleineren Q-Sub Anordnungen machen wir es so:
Indoor und auf kleinen innerstädtischen Plätzen öfter CSA, um Reflektion an der Bühnenrückwand zu verhindern und damit ein zweites, um einige ungünstige Meter verschobenes "Basskammfilter" erzeugendes Signal zu verhindern.
In mittleren Zelten auf dem freien Feld ( also für Bass wie im Freien ) 4 x Q-sub ohne CSA pro Seite, da wir oft nur eine 12"/1,5" als Sidefill stellen und daher noch den "Frontbass" auf der Bühne brauchen und weil wir ( sehr subjektiv ) das nach unten etwas runder fanden.
-