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Wirkungsgradsteigerung eines Bass - Horns

  • djralf75
  • 17. Mai 2007 um 10:16
  • djralf75
    Gast
    • 17. Mai 2007 um 10:16
    • #1

    Hallo, ich habe zwar schon mal Beiträge wegen meiner Basshörner geschrieben, aber da ging es mehr um das richtige Aufstellen.
    Wenn man aber von vornherein den Wirkungsgrad eines Gehäuses optimieren könnte, kann man sich viel Leistung usw ersparen.
    Ich hab mir von http://www.speakerplans.com das 186 Horn Gehäuse nachgebaut, so wie es angegeben war. Es stand dabei, dass es nicht gerade das wirkungsvollste ist, aber man mit 1000 Watt immerhin auf über 140 dB kommt und man bei 1Watt immerhin ca. 103-104 dB erwarten könne.

    Bei mir jedoch kommen bei 1 Watt Leistung nicht mal die 97 dB an, die der Precision Devices Treiber von alleine schon mal hat. Dabei sollte doch ein Horn ein zugewinn von ca. 4-8 dB bringen. Je länger ein Horn ist, desto tiefer geht es runter, wobei bei mehreren Hörnern im Stack sich die unterste Grenzfrequenz sich ja nochmal halbiert.

    Nun meine Frage(n) :

    1. Wie wichtig ist der Beginn des Horns, die sogenannte Druckkammer? Sollte das Volumen hier nicht so klein, wie möglich sein? Ich habe u.a. bei der Soundklinik Gehäusevorschläge gesehen, wo an der kleinsten Stelle noch 4cm Höhe sind, und das wäre ja ein Riesenvolumen, denn ich hab an der kleinsten Stelle 0cm.
    2. Die Entfaltung des Horns muss die zB exponentiell verlaufen und welche Erfahrungen habt ihr da gemacht, wie man den physikalischen Druckanstieg durch langsamer werdende Luft optimieren kann.
    3. Wie kann die Mundfläche oder Öffnungsfläche eines Horns optimieren? Gibt es dazu bestimmte Vorschriften oder regeln, die man da einhalten sollte.
    4. Welche zusätzlichen oder allgemeinen Regeln sollte man noch beachten, wenn man solche Basshörner konstruiert bzw. baut und optimiert?
    Ich hab ja bei meinen Gehäusen z.B. Betonspanplatten anstatt das übliche Birkenholz verwendet. Das ist zwar schwerer, aber um einiges stabiler, was Schwingungen im Bassbereich angeht.
    5. Mit welcher Software könnte man solche Basshörner berechnen?

    Trotz der Betonspanplatten merkt man an der oberen Platte, an die der Lautsprecher zuerst trifft, einen gewaltigen Druck bei jedem Bassschlag.

    Wie schon erwähnt, habe ich das 186er Horn mit einem PD186 Treiber gewählt und mir 4 Stück davon gebaut. Gibt es zu diesem Gehäuse noch mehrere, die Erfahrngen gemacht haben und wie kann man diese Gehäusevorschläge der Seite http://www.speakerplans.com im Allgemeinen beurteilen?

    Gruß Ralf

  • ADMIN
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    1
    • 17. Mai 2007 um 10:33
    • #2
    Zitat von "djralf75"

    Es stand dabei, dass es nicht gerade das wirkungsvollste ist, aber man mit 1000 Watt immerhin auf über 140 dB kommt und man bei 1Watt immerhin ca. 103-104 dB erwarten könne.

    Es steht da was von 4 Hörnern und 4000 Watt.

    Ganz abgesehen davon: Wer misst, misst Mist... :wink:

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • djralf75
    Gast
    • 17. Mai 2007 um 13:16
    • #3

    Hier sind einige pics, wie wir diese Hörner gebaut haben.

    http://www.djralf.net/hornbau.htm

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
    Beiträge
    7.900
    • 17. Mai 2007 um 16:30
    • #4
    Zitat von "djralf75"

    1.Wie wichtig ist der Beginn des Horns, die sogenannte Druckkammer? Sollte das Volumen hier nicht so klein, wie möglich sein? Ich habe u.a. bei der Soundklinik Gehäusevorschläge gesehen, wo an der kleinsten Stelle noch 4cm Höhe sind, und das wäre ja ein Riesenvolumen, denn ich hab an der kleinsten Stelle 0cm.


    Die Druckkammer führt bei richtiger Auslegung zu einer Schnelletransformation und ermöglicht eine bessere Anpassung des Treibers an den Trichter.
    Grundsätzlich muß dabei das Produkt aus Wechseldruck und Schallschnelle maximiert werden ... der Treiber verrichtet dann mehr Arbeit (und es "flattert" dann nicht nur die Membran).

    Zitat von "djralf75"

    2.Die Entfaltung des Horns muss die zB exponentiell verlaufen und welche Erfahrungen habt ihr da gemacht, wie man den physikalischen Druckanstieg durch langsamer werdende Luft optimieren kann.


    Bei Basshörnern werden häufig hyperbolische Trichter verwendet ... diese wächsen im Querschnitt zunächst langsam und legen dann im weiteren Verlauf stärker zu.


    Zitat von "djralf75"

    3. Wie kann die Mundfläche oder Öffnungsfläche eines Horns optimieren? Gibt es dazu bestimmte Vorschriften oder regeln, die man da einhalten sollte.


    Je tiefer die niedrigste Frequenz ist, desto größer sollte die Mundfläche sein. Es gibt einige Faustformeln, die sich aber mehr auf runde Mundflächen beziehen und sich noch einigermaßen auf quadratische Mundflächen übertragen lassen.

    Zitat von "djralf75"

    4. Welche zusätzlichen oder allgemeinen Regeln sollte man noch beachten, wenn man solche Basshörner konstruiert bzw. baut und optimiert?


    Da Basshörner in der Praxis häufig nicht eine optimale Mundfläche haben, spielen u.a. Trichterresonanzen eine nicht zu vernachlässigende Rolle bei der erzielbaren Performance. Man kann diese Dinge ignorieren (d.h. alles idealisieren) ... oder diese gezielt ausnutzen.

  • djralf75
    Gast
    • 17. Mai 2007 um 17:56
    • #5
    Zitat von "Sound-Klinik"

    Was würden Sie zum Gehäusevorschlag bei dem 186er Horn sagen, wenn Sie den Plan anschauen? Entspricht diese Druckkammer auch Ihren Vorstellungen? Könnte man da etwas verändern mit dem Volumen, dass man eine Steigerung erhält?

    Den Trichter hab ich etwas anders gebaut. Ich hab die Breite und damit die Fläche minimal verändert. Die Bilder habe ich auch schon online gestellt.
    Ich habe die originale Innenbreite von 60cm um ca. 5mm unterschritten im Trichter, aber da die beiden Platten ca. 2,5cm breit sind zusammen, hab ich im untersten Bereich des Gehäuses, sprich nach dem Trichter und auch im Lautsprechergehäuse eine Gesamtinnenbreite von 62cm.
    Aber normalerweis dürfte die Erweiterung im untersten Bereich bis zum Trichter hoffentlich nicht die Welt ausmachen. Auch nicht die minimale Veränderung in der Druckkammer und im Trichter, die ich ja um 5mm verkürzt hatte.

  • N-Dee
    Beiträge
    932
    • 17. Mai 2007 um 18:11
    • #6

    Wie wurde denn gemessen?

    There are only 10 types of people in the world: Those who understand binary, and those who don't

  • djralf75
    Gast
    • 17. Mai 2007 um 18:26
    • #7

    Ich habe nun noch ein Bild zur Verdeutlichung dazugemacht wegen dem Verlauf im kompletten Gehäuse .

    http://www.djralf.net/hornbau.htm

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
    Beiträge
    7.900
    • 17. Mai 2007 um 19:09
    • #8
    Zitat von "djralf75"


    ... bei dem 186er Horn sagen, wenn Sie den Plan anschauen? Entspricht diese Druckkammer auch Ihren Vorstellungen? Könnte man da etwas verändern mit dem Volumen, dass man eine Steigerung erhält?


    Das Rückkammervolumen sollte natürlich auch zum jeweils verwendetem Treiber passen ... die Druckkammer in der Zeichnung ist eine "Sparversion" ähnlich wie beim SK-Bastelhorn und führt mit wachsendem Volumen zu einer sinkenden oberen Grenzfrequenz. Hohe Kompressionsfaktoren können bei weniger potenten Chassis zu Problemen führen - dto. bei zu "weichen" Membranen.

    Generell sollte man nicht einfach ein Basshorn bauen, ohne sich vorher überlegt zu haben, welchen F-Bereich man abdecken will.
    Sofern man mit großen Tops arbeitet, liegen die Prioritäten ggf. etwas anders als bei Systemen, die eine hohe nutzbare obere Grenzfrequenz ermöglichen sollen. Die realisierbare Bandbreite eines Basshorns ist in der Praxis nicht beliebig groß ... auch (zu viele oder extreme) Faltungen im Trichterverlauf können Auswirkungen zeigen.

    Zitat von "djralf75"

    Den Trichter hab ich etwas anders gebaut. Ich hab die Breite und damit die Fläche minimal verändert. Die Bilder habe ich auch schon online gestellt.
    Ich habe die originale Innenbreite von 60cm um ca. 5mm unterschritten im Trichter, aber da die beiden Platten ca. 2,5cm breit sind zusammen, hab ich im untersten Bereich des Gehäuses, sprich nach dem Trichter und auch im Lautsprechergehäuse eine Gesamtinnenbreite von 62cm.


    Einige Zentimeter mehr oder weniger sollten hier keinen Weltuntergang heraufbeschwören.

  • djralf75
    Gast
    • 17. Mai 2007 um 20:30
    • #9
    Zitat von "Sound-Klinik"

    Was wäre denn deiner Meinung nach keine Sparversion? Würde diese dann noch mehr Druck bringen? Ich hab ja zB auch schon gesehen, dass nur der halbe lautsprecher geöffnet war in Bassboxen oder erst ab der Hälfte des Treibers das Horn (die Druckkammer begann).


    Ich wollte eigentlich nur einen richtig guten und starken Bass, besonders für größere und tiefere Räume oder Zelte bzw im Freien. Da ich Musik mit CD´s mache, möchte ich von ca 40 - 130 Hz haben. Ab dieser Frequenz sollen gut Topteile den Rest übernehmen, wobei ich im Moment noch mit den 802er Bose spiele (in kleineren Räumen)

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
    Beiträge
    7.900
    • 17. Mai 2007 um 21:21
    • #10
    Zitat von "djralf75"


    Was wäre denn deiner Meinung nach keine Sparversion?


    Das "Sparversion" bezieht sich mehr auf Platzeinsparung. Schulmässige Druckkammern führen bei schneckenförmigen Trichtern häufig zu einer platzverschwendenden Bauweise ... bei W-förmigen Hörnern läßt sich sowas (da symmetrisch) einfacher bewerkstelligen.

    Zitat von "djralf75"

    Ich wollte eigentlich nur einen richtig guten und starken Bass, besonders für größere und tiefere Räume oder Zelte bzw im Freien. Da ich Musik mit CD´s mache, möchte ich von ca 40 - 130 Hz haben.


    40 Hz erfordert bei "richtigen" Hörnern schon gewisse Mindestabmessungen (d.h. Mundflächen). Die von dir gebaute Kiste ist EIN möglicher praktikabler Kompromiss, bei dem wenig Platz verschwendet wird.

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