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A&H GL2200 vs. Yamaha GA32

  • basti2003
  • 9. April 2008 um 19:05
  • basti2003
    Beiträge
    185
    • 9. April 2008 um 19:05
    • #1

    Hallo zusammen,

    es steht die Anschaffung eines neuen Pultes an. Preisrahmen (gebraucht) um die 1000 Euro.
    24 oder 32 Kanäle wären angemessen, Einsatz im Studio&Live.
    Ich möchte an dieser Stelle nicht die Datenblätter der beiden Pulte auseinander nehmen (Auxe ect.), mich interessieren viel mehr konkrete Erfahrungen mit den beiden Pulten.
    Wer hat schon auf beiden Pulten gemischt? Auf welchem lieber und warum? Klang? EQ?
    Gibt es besondere "Macken", die für eines der beiden Pulte charakteristisch sind und über die man sich vor dem Kauf im klaren sein sollte?

    Besten Dank,
    Basti

  • christopher hafer
    Profi
    Beiträge
    803
    • 9. April 2008 um 19:25
    • #2

    Wenn hier im Forum wirklich jemand ein GA32 einem GL2200 vorzieht dann kommt ein :shock:

    In Ernst: das GL2200 hat keine Macken. Das GA32 ist so ziemlich das unbeliebteste Pult aller Zeiten, und das tatsächlich zu recht.

    "Just because you believe something doesn't make it true."

  • basti2003
    Beiträge
    185
    • 9. April 2008 um 19:31
    • #3

    Ja, soweit war ich auch schon gekommen ;)
    Nur was sind konkrete Kritikpunkte?
    - zu wenig Headroom
    - komplexes Routing?
    - Verarbeitung?

  • Manuel S.
    Verifiziert
    Beiträge
    153
    • 9. April 2008 um 19:33
    • #4

    Hallo Basti,
    Habe selber ein A&H GL im Einsatz, mit dem Yamaha als "Gastmischer"
    auch schon öfter gearbeitet.

    Vorab:
    ich komme mit beiden Pulten klar und habe vom Sound im Gesamtmix
    auch keinen Unterschied festgestellt.
    Kann sein das ich bei einem der Pulte mehr am EQ drehen musste, hab aber den Sound den ich wollte bei beiden hinbekommen.

    Ich denke der Unterschied bei der Ausstattung bzgl. der AUX Wege
    bzw. der vorh. Subgruppen ist dir bekannt. Hier denke ich unterscheiden sich die Pulte auch am meisten.

    Lowcut und EQ ist denk ich bei beiden Pulten gleich oder recht ähnlich.
    Ob das Yamaha Phantompower und Phase überhaupt bzw. einzeln
    zum schalten hat pro Kanal weis ich jetzt nicht. Das GL hats. Auf den Phase Schalter
    würde ich vor allem fürs Studio Wert legen.

    Als Monitorpult ist das Yamaha besser geeignet als das GL weil es
    mehr Auxwege hat. Das könnte ggf. auch im Studio von Vorteil sein,
    wenn man gerne mit vielen Effekten arbeitet.

    Das GL hat für jeden Monokanal nen Direkt out, im Studio auch ein Plus.
    Beim GA weis ichs nicht.

    Ich hatte mit beiden Pulten nie technische Probleme !!! Verarbeitung OK!!!

    Das GL ist denke ich ein klein bischen übersichtlicher aufgebaut.
    Das Yamaha hat kleinere Potiknöpfe und diese sind von Kanal zu Kanal
    auch näher zusammen (wenn ich mich richtig erinnere).

    Das GL hat in jedem Kanal eine "Meterbridge" mit 4 LED´s.
    Ich glaub das Yamaha hat da nur 2 (Signal und Peak) bin mir aber nicht
    ganz sicher. Je mehr "Meterbridge" um so besser denk ich. Gilt für
    Live und für Studio.

    32 er GA hab ich schon für 1000 Euro gesehen. Ein GL wirst du dafür aber
    nur als 24 Kanal bekommen.

    Wenn du noch nähere Fragen zum GL hast antworte ich gerne (auch PN).
    Für fragen zum GA findet sich bestimmt noch ein GA User hier.

    Wenn ichs mir aussuchen kann (könnte) dann würd ich ein GL nehmen.
    Wenn dann ein GA dortsteht sterb ich deshalb auch nicht.

    lg.
    Manuel

  • christopher hafer
    Profi
    Beiträge
    803
    • 9. April 2008 um 19:35
    • #5
    Zitat

    - zu wenig Headroom
    - komplexes Routing?
    - Verarbeitung?


    Genau dieses!

    Ach ja: Und es hat (glaube ich) keine DIR/outs.

    Es hat genau EINEN Vorteil (neben Auxwegen):
    Man kann es super-spottbillig schießen.
    Aber das trifft zur Zeit auf alle Analogpulte zu.

    "Just because you believe something doesn't make it true."

  • basti2003
    Beiträge
    185
    • 9. April 2008 um 19:45
    • #6
    Zitat von "Christopher Hafer"

    Genau dieses!

    Ach ja: Und es hat (glaube ich) keine DIR/outs.

    Es hat genau EINEN Vorteil (neben Auxwegen):
    Man kann es super-spottbillig schießen.
    Aber das trifft zur Zeit auf alle Analogpulte zu.

    Mit dem geringen Headroom kann ich leben (im Studio-Einsatz ohnehin eher unproblematisch), das Gegenargument "komplexes Routing" kann ich für meinen Einsatz auch relativieren, da ich hauptsächlich selbst am Pult stehen werde und sich sonst niemand damit rumschlagen muss. Die Verarbeitung wäre für mich daher auch eher zweitrangig, da es nicht per DryHire rausgehen wird und ich selbst auf meine Geräte aufpasse...

    Insofern sehe ich im Moment eher den Vorteil der vielen Aux-Wege als ausschlaggebend, wobei ich auch ein Freund von Meterbridges bin (wenn auch nur im Mini-Format)...

    Manuel Stiglmeier
    Vielen Dank! Vllt. komme ich darauf zurück.

    Mir geht es im wesentlichen darum, die klanglichen Unterschiede herauszubekommen, damit ich das in meiner Entscheidung nachher berücksichtigen und mit den Ausstattungsmerkmalen abgleichen kann.

    Wobei ich mal davon ausgehe, dass die beiden Pulte in einer ähnlichen liga spielen und sich da nicht soooo viel tut?

  • christopher hafer
    Profi
    Beiträge
    803
    • 9. April 2008 um 20:02
    • #7
    Zitat

    Wobei ich mal davon ausgehe, dass die beiden Pulte in einer ähnlichen liga spielen und sich da nicht soooo viel tut?

    Ich hasse den Liga-Begriff, aber das GL2200 spielt in der Regionalliga und das GA in der ... A-Jugend. :D

    Klangliche Unterschiede zu beschreiben ist sehr schwer, und mancher verläuft sich da in Phantasiebeschreibungen die zu nichts führen.
    Aber dadurch, dass der Headroom so niedrig ist wird das Pult zu Verzerrungen neigen, die als "Unsauber" wahrgenommen werden. Innerhalb seiner Headroom-Spezifikation wird das Pult so klingen fast jedes andere auch.
    Der zweite Unterschied betrifft den EQ. Das ist zweischneidig, denn erstmal tun die sich da auch wieder nicht viel. ABER: Durch den geringen Headroom werden Anhebungen schneller ein Problem als beim GL.

    Tu Dir den Gefallen: Erspar Dir das GA.
    Und wenn es doch sein muss: Zahl auf keinen Fall mehr als 600 EUR für ein voll intaktes Pult.
    Abgesehen davon: Was machst Du im Studio ohne Direct Outs?
    Nur Remixe?

    "Just because you believe something doesn't make it true."

  • Audiowerk
    Verifiziert
    Beiträge
    2.757
    • 9. April 2008 um 20:12
    • #8
    Zitat von "Basti2003"

    Wobei ich mal davon ausgehe, dass die beiden Pulte in einer ähnlichen liga spielen und sich da nicht soooo viel tut?


    *hihi* Da werden jetzt unsere Experten hier natürlich ganz laut "JA" schreien.

    Wenn du bereit bist, den nicht ganz übersteuerungsfesten Headroom in Kauf zu nehmen, also dir vor dem ersten Gig mal anguckst, wie weit man pegeln kann, damit der Masterbus am Ende nicht clippt (was sich beim GA wirklich böse anhört, das verzerrt nämlich nicht, sondern es kracht ganz gehörig), dann kann man da durchaus mit arbeiten. Das ist die gleiche Sache mit der GA-Diversity-Schaltung. Man muss das kennen, und dann kann man damit arbeiten. Die Massen an Ausspielwegen sind ein echtes Argument.

    Zu den oben erwähnten Dingen: Lowcut ist schaltbar, Phantomspeisung ist in Vierergruppen rückseitig schaltbar, Phasendreher pro Kanal ist da, Pad ist da. Es gibt keine Direct Outs, aber jeder Kanal und die ersten vier Auxwege sind insertierbar (wobei die ersten vier Auxwege ja per Knopfdruck zu Monosubgruppen werden, einzeln schaltbar). Die Potis sind nur durchgesteckt und nicht zentralverschraubt, was in der Preisklasse aber auch kaum möglich ist. Meterbridge pro Kanal fehlt, und das ist neben der Headroomsache das einzige, was ein bisschen nervt. Aber man hat dafür im Center zehn plus zwei große Ledketten, die auf jedem Bus deutlich zeigen, was gerade passiert.

    Zwei ganz klare Vetos muss ich aber in Bezug auf Audioqualität und Verarbeitung einlegen. Da gibt es wirklich nichts zu bemängeln. Das Gerät ist ordentlich gebaut und auch stabil, und die Audiowerte sind vollkommen in Ordnung.

    Ich kenne beide Pulte auch schon recht lange. Auf die genannten wesentlichen Unterschiede wurde bereits hingewiesen, stellenweise habe ich noch ergänzt. Du musst gewiss die Argumente mit einbeziehen, die du im letzten Post genannt hast. Wer keinen Rider zu erfüllen hat, selbst an der Konsole steht und um die etwas zurückhaltende Pegelung weiß, der kann mit dem GA zweifelsohne ein ansprechendes Klangbild mischen, genau wie das mit dem GL auch ginge. Ich habe selbst ein GA, und es war keine allzu große Herausforderung, sich an den Tisch zu gewöhnen. Man hat ein gutmütiges Arbeitstier vor sich. Man kriegt mit dem Ding ziemlich viel Pult für ziemlich wenig Geld, ohne dass Behringer, Phonic, Omnitronic oder sonstwas draufsteht.

    Die Diskussion ist v. a. hier beeinflusst von viel Diva-Geziere. Es gibt klare Kritikpunkte, die Fakt sind, und es gibt Ausstattungsmerkmale, die das Ding nicht hat, weil sie zu teuer sind. Und entweder legt man da Wert drauf oder eben nicht. Ganz viel für ganz wenig Geld gibt es leider nicht. Dieses Pult ist ein klarer Kompromiss, und in vielen Fällen auch ein guter, finde ich. Die Suchfunktion hilft dir da auch noch etwas weiter, wes gibt mehr Threads, die noch mehr Informationen dazu enthalten. Entscheide am Ende selbst!

  • Campfire
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    3
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    1.356
    • 9. April 2008 um 21:14
    • #9

    ich stand nur einmal davor als Bandmischer auf nem Festival, habe im Hinterkopf dass man entweder Gruppen oder auxe nutzen kann jeweils, das relativiert die vielen auxe in der "Monitor vom FOH"-konfiguration doch ein bischen, da ich ein paar subgruppen immer ganz gerne habe um Kompressoren zu insertieren......

    http://www.facebook.com/peter.trinkle

  • dechnikusch
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    726
    • 9. April 2008 um 21:56
    • #10

    was beim ga recht gut gelöst ist, ist das netzteil
    die +- 15 v versorgung ist mit je 3 separaten reglern für modul links - mitte - modul rechts sehr grosszügig ausgefallen.

    dh. ein kaputter ic legt u.u. nicht das ganze pult lahm

    leg dir zum ga eine sehr gute externe beleuchtung zu, fast alle schalter haben keine led dabei und die stellung der schalter ist schlecht zu sehen.

    aber sonst bin ich mit der kiste bei low-budget baustellen immer durchgekommen
    und auch am gl ( alle serien ) habe ich viel geschraubt, des passt schon.

    und für die ewigen nörgler:
    zum floh-suchen bitte links entlang, jeder nur einen floh...

    stecker - drucker - schrauber - horcher - schieber - ...

  • Audiowerk
    Verifiziert
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    • 9. April 2008 um 22:13
    • #11
    Zitat von "Campfire"

    dass man entweder Gruppen oder auxe nutzen kann jeweils


    Das stimmt natürlich. Für jede Gruppe geht ein Auxweg flöten. Nutzt man also vier Gruppen, bleiben sechs Auxwege, die paarweise pre-post-schaltbar sind. Das sind dann wohl A9 und A10 für die Effektsektion und A5-A8 für vier Monitorwege. Und diese Standardkonfiguration deckt sich mal wieder mit dem Zielgruppensegment, für das der Tisch gebaut ist. ;)

    Der Nachfolger heißt übrigens Yamaha IM8-32. Das hat Phantom pro Kanal, Overeasy-Kompressor pro Kanal, acht Auxlines, 8 Subs, Monobus, Stereobus, vier Mutegruppen und absolut herkömmliches Routing mit vielen kleinen Knöpfchen am Fader. Und Dreier-LED-Ketten pro Zug. Konnte leider noch nirgends herausfinden, was das Ding kostet.

    Mal gucken, was dann darüber Böses verzapft wird :)

  • basti2003
    Beiträge
    185
    • 9. April 2008 um 22:21
    • #12
    Zitat von "starstage"


    Das stimmt natürlich. Für jede Gruppe geht ein Auxweg flöten. Nutzt man also vier Gruppen, bleiben sechs Auxwege, die paarweise pre-post-schaltbar sind. Das sind dann wohl A9 und A10 für die Effektsektion und A5-A8 für vier Monitorwege. Und diese Standardkonfiguration deckt sich mal wieder mit dem Zielgruppensegment, für das der Tisch gebaut ist. ;)

    Der Nachfolger heißt übrigens Yamaha IM8-32. Das hat Phantom pro Kanal, Overeasy-Kompressor pro Kanal, acht Auxlines, 8 Subs, Monobus, Stereobus, vier Mutegruppen und absolut herkömmliches Routing mit vielen kleinen Knöpfchen am Fader. Und Dreier-LED-Ketten pro Zug. Konnte leider noch nirgends herausfinden, was das Ding kostet.

    Mal gucken, was dann darüber Böses verzapft wird :)

    Google spuckt ein Preisangebot von ca. 4600 Euro inkl Mwst aus... Wäre zumindest eine Größenordnung.

    Und zu dem Thema "Gruppe statt Aux-Weg"... Klar, bei 4 Mono-Gruppen ist man auch bei 6 Aux-Wegen, wie beim GL2200. Aber insgesamt ist man trotzdem flexibler... in dem Preis-Bereich muss man dann halt im Zweifel mal auf die Kompression einer Gruppe verzichten, wenn man Live eine gewisse Anzahl an Monitor/FX-Wegen benötigt.
    Von einer Optimallösung ist man bei einem solchen Tisch ohnehin immer weit entfernt, aber darum geht es ja auch nicht. Das ist eine Lösung im Low-Budget-Bereich mit Kompromissen... Im Gegensatz zum GL habe ich aber hier die Möglichkeit, meinetwegen eine Gruppe für die Vocals mit Komprimierung zu nutzen, und treotzdem die Band/FXe mit 8 Aux-Wegen zu bedienen...

  • bwaack
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    9
    Beiträge
    250
    • 10. April 2008 um 00:05
    • #13

    und nicht vergessen: Die Subgruppen des GA sind nicht wirklich nutzbar, weil bei ihnen das Panning via PANPOT nicht funktioniert. Die Multifunkionalilität ist leider in dieser Fehlkonstruktion steckengeblieben.

  • basti2003
    Beiträge
    185
    • 10. April 2008 um 00:13
    • #14
    Zitat von "bwaack"

    und nicht vergessen: Die Subgruppen des GA sind nicht wirklich nutzbar, weil bei ihnen das Panning via PANPOT nicht funktioniert. Die Multifunkionalilität ist leider in dieser Fehlkonstruktion steckengeblieben.


    Oha, das ist ein guter Hinweis, das war mir jetzt neu.... Danke!

  • Audiowerk
    Verifiziert
    Beiträge
    2.757
    • 10. April 2008 um 22:12
    • #15

    Ja, das sind halt Monosubgruppen. Hat ein Group-Aux-Flip-Modul zwangsläufig an sich. Entweder Monoausspielweg oder Monosubgruppe. Panning geht damit nicht mehr, völlig richtig.

  • basti2003
    Beiträge
    185
    • 10. April 2008 um 23:30
    • #16

    Wobei mir ein Kollege erklärte, dass man mit einem kleinen Workaround schon L/R Pannen kann.
    Man kann die Gruppenzuordnung auch (statt über die Schalter bei den ersten Aux-Wegen) über die Potis machen... man bestimmt so das Verhältnis, wieviel Signal auf Gruppe 1 bzw. 2 gehen soll.....
    Ist nur ein etwas gewöhnungsbedürftiges panning...

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