Moin,
TomyN's SatLive stellt mit der SmoothFFT ein Verfahren zur frequenzabhaengigen Fensterung gemessener Impulsantworten zur Verfuegung. Damit soll der Einfluss frueher Reflektionen auf die "Faerbung" des Klangbildes erfasst werden ohne die gesamte Hallfahne fuer jede Frequenz mit auswerten zu muessen. Naehere Informationen finden sich in der SatLive Hilfe.
Als Systeme kommen direktstrahlende Mitteltontreiber und Hochtonhoerner zum Einsatz. Die Richtcharakteristik wird sich demnach mit steigender Frequenz von Kugel zu Niere hin zu Superniere veraendern. Wenn ich im definierten Beschallungbereich, welcher sich innerhalb des Richtwirkungsbereiches der Pa befindet, mehrere Messungen durchfuehre und diese mittele, stellt sich (zumindest in allen Faellen die ich kuerzlich gemessen habe) ein Hoehenabfall dar. Das System ist unter quasi-anechoischen Bedingungen abgestimmt worden; der abgestrahlte Direktschallfrequenzgang also hinreichend linear.
Wenn ich die gemittelte Hauptkurve invertiere und auf den Controller uebertrage, "klingt" das System "scharf", also deutlich ueberartikuliert im oberen Frequenzbereich. Welcher Algorithmus kommt zur Anwendung, wenn die 9 einzelnen FFT-Ergebnisse zu einer gewichteten Kurve zusammengefuegt werden?
Betrachte ich nur die Reflektion an einer einzelnen, idealen Grenzflaeche, ergibt sich folgende Situation: durch die zunehmende Veraenderung der Richtcharakteristik wird mit steigender Frequenz die Reflektion weniger Energie enthalten. Wie erfolgt die Wichtung der beiden benachbarten SmoothFFT-Segmente? Der Schalldruck der ersten Wellenfront ist fuer beide Frequenzpunkte identisch (linearer Amplitudenfrequenzgang des Systems). Der untere Frequenzpunkt strahlt kugelfoermig, der obere supernierenfoermig. Damit wird die Reflektion des oberen Frequenzpunktes viel weniger Energie enthalten als die des unteren...
Ich bin etwas ratlos...