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Traversen erden

  • bossjan
  • 30. Mai 2008 um 09:48
  • bossjan
    Verifiziert
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    329
    • 30. Mai 2008 um 09:48
    • #1

    Hi Kollegen,

    ich brauche mal kurz eure Hilfe: Um ein Traversensystem bzw. Tower mit Truss über meine Stromversorgung mit zu erden, benötige ich für das Erdungskabel eine Rohrschelle. Leider finde ich immer noch diese Bandrohrschellen, die man nur einmal benutzen kann/darf. Gibt es Alternativen dazu? Falls ja, wo kann ich diese finden??? Danke

    Lieben Gruß
    Jan

    jrp-Veranstaltungstechnik :: Ton Licht Bühnen Service - Ihr Erfolg ist unser Erfolg!
    http://www.jrp-veranstaltungstechnik.de

  • djobi
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    1
    • 30. Mai 2008 um 10:59
    • #2

    ich habe desöfterne schon Halfcoupler am Ende des Kabels gesehen ...

    ob das zulässig ist könnte vll mal gerade andere beurteilen ;)

    Biete: Zeitrafferaufnahmen, z.B. vom Konzert oder Bühnenaufbau
    zur Miete: TW Audio Sys One B30/T24, M15, Global 4 Punkt Truss, Le Maitre Trockeneisnebel, A&H GLD80, QU-24, ew100 1G8, Nexo PS10 + PS15
    aktuelle Gebrauchtgeräte

  • tufkacaho
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    418
    • 30. Mai 2008 um 13:25
    • #3

    such doch bei google oder so mal nach "OBO Bettermann Erdungsschelle", die gibts sowohl in 44-49 mm rohrdurchmesser als auch in 50-51 und auch fast allen anderen grössen.

    mfg

  • martin.riesch
    Verifiziert
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    286
    • 31. Mai 2008 um 11:20
    • #4

    siehe hierzu in VPLT Standard SR.1.0 - Traversensysteme
    http://www.vplt.org/Recht_und_Regeln/VPLT_SR10.php

    "4.3 Montage von Traversensystemen
    ...
    Potenzialausgleich an TraversensystemenTraversensysteme, die im Fehlerfall gefährliche Berührungsspannungen annehmen können, sind in ei-nen gemeinsamen Potenzialausgleich einzubeziehen.
    Dies gilt für alle Elemente aus elektrisch leitendem Material, auf denen Geräte aufgestellt oder ange-bracht werden oder über die Leitungen und Kabel geführt werden, die bei Beschädigung Kontakt mitMetallteilen annehmen könnten.
    Der Anschluss und die Verbindung kann mittels Bandschellen, Rohrschellen, Schraubverbindungenoder mit einpoligen verriegelten Sondersteckverbindern hergestellt werden.
    Der gemeinsame Potenzialausgleich ist mit dem Schutzleiter des speisenden Netzes zu verbinden.(Siehe auch Abschnitt 4.6 BGI 810/SP 25.1/2).
    Als Richtwerte für angemessene Leiterquerschnitte gelten bei Leiterlängen von bis zu 50 Metern16 mm2Cu und bei Leiterlängen bis zu 100 Metern 25 mm2Cu.
    Bei Tower-Systemen aus Traversen kann der Potenzialausgleichs-Anschluss über einen herstellersei-tig vorgesehenen Potenzialausgleichs-Anschluss am Basement erfolgen.
    Da bei Tower-Systemen mitfahrbaren Elementen („Sleeve Block“) die im Sleeve Block eingesetzten Rollen oder Walzen isolieren-de Wirkung für die fahrbare Traverseneinheit haben, ist diese mit einem separaten Potenzialausgleichzu versehen."

    Unter den genannten Rohrschellen verstehe ich KEINE Halfcoupler oder Layher-Schellen - damit sind (die oben schon genannten) Rohrschellen aus dem Elektroinstallationsbereich gemeint.

    Der Potentialausgleich von Traversensystemen wird nicht über die mobile Unterverteilung angeschlossen, sondern direkt an die PE-Schiene der Haus-Unterverteilung.
    Ja, ich weiß aus der Praxis, dass nicht an jeder Unterverteilung/Versatz eine externe PE-Schiene vorhanden ist - das ist ein echter Mangel, den man leider immer wieder antrifft. Aus diesem Grund gibt es "praxistaugliche Alternativen", auf die ich nicht weiter eingehen will, da sie so nicht vorgesehen sind.

    Zu erwähnen ist noch dieses System von G&B:
    http://www.gb-mediensysteme.de/eventtechnik/news_details.php?haupt=eventtechnik&news_bereich=news&detail=detail&id=1019&sprache=d

    Gruß,
    Matrin

  • tufkacaho
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    418
    • 31. Mai 2008 um 14:17
    • #5

    sehr informativer beitrag, danke :)

    aber seien wir ehrlich: wenn jeder erstmal anfängt, sein rigg überhaupt zu erden (mit dafür vorgesehenem material und nicht über die lifeline des riggers :D ), wäre schon viel gewonnen. das system von g+b ist sehr interessant, bloss denke ich erst ab einer gewissen produktions/rigggrösse erschwinglich.

    gruß

  • mringhoff
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    • 31. Mai 2008 um 14:44
    • #6
    Zitat von "bossjan"

    Leider finde ich immer noch diese Bandrohrschellen, die man nur einmal benutzen kann/darf. Gibt es Alternativen dazu? Falls ja, wo kann ich diese finden???

    google mal nach Erdungsrohrschelle
    da gibts die ein oder anderen Anbieter.
    Fürs Truss (50mm) nach 2"-Schellen suchen...

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  • Markus Verza
    Verifiziert
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    • 1. Juni 2008 um 13:09
    • #7

    zur Info, das G+B System (ist im Grundsatz ein Connex System) verwendet normale Dougty Half Coupler. Da spricht auch nichts gegen.

  • bossjan
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    329
    • 1. Juni 2008 um 15:40
    • #8

    Hi Kollegen,

    vielen Dank für die Info's. Habe mir mal die Erdungsrohrschellen bestellt - irgendwie kam ich nicht auf den Namen - naja, die Hitze... :D

    Lieben Gruß
    Jan

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  • chris neumann
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    • 2. Juni 2008 um 09:40
    • #9

    Wichtig ist lediglich das eine Verbindung zwischen Truss und Erder besteht welche den elektrischen, mechanischen und thermischen Beanspruchen gerecht wird. Ein Half Coupler tut dies und kann somit verwendet werden. Erdungsrohrschellen ebenfalls. In bestimmten bereichen, z.b. wenn die Schellen ausserhalb der reicheite des Publikums sitzen, würde auch nichts gegen eine stinknormale Rohrschelle sprechen.

    Kann mir mal endlich jemand einen Elektriker schicken?! Sonst muss ich heute abend wieder die Kerze nehmen.

    (Orginalauszug aus einem Schreiben einer Mieterin an Ihre Wohnungsbaugesellschaft)

  • mringhoff
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    • 2. Juni 2008 um 09:46
    • #10
    Zitat von "Markus Verza"

    zur Info, das G+B System (ist im Grundsatz ein Connex System) verwendet normale Dougty Half Coupler. Da spricht auch nichts gegen.

    Grundsätzlich nicht, aber eine einfache Erdungsrohrschelle kostet nur ein Bruchteil eines Halfcouplers und hat zudem eine ausreichend dimensionierte Klemme für das Kabel. Meist braucht man nicht mal eine Aderendhülse dafür.
    Bei einem Halfcoupler muss man erst mal einen 10mm/12mm Kabelschuh ans Kabel crimpen.
    Und selbst dann kann ich mich gewiss mit 20% der Messe-Hauselektriker etc. rumärgern, weil die das vielleicht in ihrem Hausrecht anders sehen...

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  • timotimo
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    2.252
    • 2. Juni 2008 um 10:55
    • #11
    Zitat von "mringhoff"

    Grundsätzlich nicht, aber eine einfache Erdungsrohrschelle kostet nur ein Bruchteil eines Halfcouplers und hat zudem eine ausreichend dimensionierte Klemme für das Kabel. Meist braucht man nicht mal eine Aderendhülse dafür.
    Bei einem Halfcoupler muss man erst mal einen 10mm/12mm Kabelschuh ans Kabel crimpen.
    Und selbst dann kann ich mich gewiss mit 20% der Messe-Hauselektriker etc. rumärgern, weil die das vielleicht in ihrem Hausrecht anders sehen...

    Das System von g+b ist ein modifizierter Half Coupler, der einen speziellen Steckanschluss hat, ebenso die Erdungsleitungen. Nix mit Kabelschuh....

    Egal welches System, die korekte Funktionsweise (gerade im Hinblick auf Übergangswiderstände) muss gegenenfalls durch Messung festgestellt werden.

  • mringhoff
    Profi
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    5.262
    • 2. Juni 2008 um 11:09
    • #12

    nun, ich kenne die G+B-Coupler nicht....

    Zitat von "Markus Verza"

    ... das G+B System verwendet normale Dougty Half Coupler..

    Zitat von "timotimo"

    [ Das System von g+b ist ein modifizierter Half Coupler, der einen speziellen Steckanschluss hat, ebenso die Erdungsleitungen. Nix mit Kabelschuh....


    also auch einen, den man erstmal neu kaufen müsste, vor allem incl. dem Stecker/Kabelsystem....

    Bleibt zu überlegen, wie oft und in welcher Anzahl man solche Erdungen braucht und wieviel schneller man mit den Couplern im Vergleich zu den günstigeren Rohrschellen arbeiten kann.

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  • timotimo
    Profi
    Beiträge
    2.252
    • 2. Juni 2008 um 19:10
    • #13

    Brauchen tut man sie ja oft. Sie haben sich selbst Half Coupler modifiziert, mit einem seitlichen Steckanschluss in einer Bohrung, "ähnlich" Powerlock. Die Kabel entsprechend auch damit ausgerüstet und somit ist es ganz schnell zu verkabeln. Sinnvoll, aber sicher nicht günstig. Und nur in Einzelproduktion herzustellen.

  • david kess
    Verifiziert
    Beiträge
    86
    • 3. Juni 2008 um 01:43
    • #14

    hallo kollegen,
    mal noch eine frage: eigentlich müsste mein rigg doch sobald
    ich Licht in welcher form auch immer in das rigg hänge geerdet sein?!,
    oder liege ich hier komplett falsch??? (und das keine falsche verdächtigungen
    aufkommen, ich erde mein rigg 8) )

    was nicht passt - wird passend gemacht!!! ;)

  • bossjan
    Verifiziert
    Beiträge
    329
    • 8. Juni 2008 um 09:37
    • #15

    Hallo David,

    so sehe ich es auch! :D Die Truss muss bei stromführenden Teilen geerdet sein (so jedenfalls mein Kenntnisstand).

    Und mein Problem bezog sich darauf, ob es da gewisse Vorschriften an den Halterungen gibt. Ich habe jetzt eine Erdungsrohrschelle genommen, die an die Truss passt und die auch das Erdungskabel sicher hält... Damit dürfte ich mich einigermaßen im rechtlichen Bereich aufhalten.

    Lieben Gruß
    Jan

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  • jan willmann
    Beiträge
    58
    • 8. Juni 2008 um 13:15
    • #16

    David: Du meinst, wenn ich dich richtig Verstehe, dass dieTruss automatisch durch die Metallverbindungen vom Gerät zur Truss geerdet ist?

    Dann: Da man ja alle Eventualitäten berücksichtigen sollte, mal ein Gegenbeispiel. Man nehme einen einfachen Linsenscheinwerfer, Farbe schwarz, inklusive Befestigungsbügel. Das heisst, der Bügel ist nicht sicher leitend mit dem C-Haken oder Coupler verbunden. Der nächste Schwachpunkt ist der Übergang vom Coupler (oder C-Haken) zum Truss. Beides evtl oxidiert, bei der Alutruss siehst du es nicht einmal. Jetzt zieht die Stagehand das Zuleitungskabel durch die Truss und reisst (unbemerkt) äußeren und inneren Kabelmantel am Übergang von zwei Traversenstücken auf.... :twisted: Schon ist es nicht mehr schön...

    Viele Grüße, Jan

    http://www.sympuls-aachen.de

  • heinzerl2000
    Verifiziert
    Beiträge
    733
    • 8. Juni 2008 um 16:06
    • #17

    Guter Hinweis, Eloxierte Oberflächen leiten nicht!
    d.h. es muss am erdungsanschluss die Eloxschicht entfernt werden.

    Nichts ist so schlecht, dass es nicht noch als abschreckendes Beispiel dienen kann!

  • Audiowerk
    Verifiziert
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    2.757
    • 8. Juni 2008 um 20:06
    • #18
    Zitat von "Jan Willmann"

    Jetzt zieht die Stagehand das Zuleitungskabel durch die Truss und reisst (unbemerkt) äußeren und inneren Kabelmantel am Übergang von zwei Traversenstücken auf


    Möglicherweise ist diese Stelle auch oxidiert, und es ist Essig mit dem Erdschluss :D :D

    Aber es gibt andere Möglichkeiten, um ungeliebte und / faule Hands zu entsorgen :lol:

  • Eric
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    1.017
    Marktplatz Einträge
    1
    • 13. Juni 2008 um 00:22
    • #19
    Zitat von "David Keß"

    hallo kollegen,
    mal noch eine frage: eigentlich müsste mein rigg doch sobald
    ich Licht in welcher form auch immer in das rigg hänge geerdet sein?!,
    oder liege ich hier komplett falsch??? (und das keine falsche verdächtigungen
    aufkommen, ich erde mein rigg 8) )

    Hallo!

    Jedes leitfähiges Teil sowie Körper von elektrischen Betriebsmittel muss
    ein Potetialausgleich haben.

    Traverse= Leitfähiger Körper / Gegenstand

    Hier nochmal die genaue Erklärung und Detinition...

    http://de.wikipedia.org/wiki/Potentialausgleich

    Achtet mal bei sämtlichen Gebäuden auf Metallkonstrukte... irgendwo ist der Potentialausgleich angebracht, egal ob da jetzt eine Lampe dran hängt oder nicht. Sehr schön zu sehen aufm Bahnsteig bei der Überdachung. Im Theater: Potentialbrücken bei beweglichen Teilen wie z.B. verfahrbarem Portal und Beleuchterbrücken...

    Wenn man darauf achtet finden sich viele Bespiele im Alltag, Augen auf ;)

    Ich hoffe ich konnte helfen.
    [/url]

  • heinzerl2000
    Verifiziert
    Beiträge
    733
    • 13. Juni 2008 um 12:37
    • #20

    @ eric.
    Jawoll, selbst 1 m metallische Kabelbühne über dem Zählerschrank muss geerdet sein.
    In Altenheimen sogar die Türzargen.
    Nur als ich neulich in Hannover die Wasserleitung erden sollte, auf der "PE" stand, habe ich mich doch mit dem Mitarbeiter von enercity angelegt, weil "PE" in diesem Fall für Plastik stand. :D
    Als ich in dann fragte, ob ich auch die Türklinke erden solle, ist er dann beleidigt abgezogen.
    Seitdem muss ich immer mit unterdrückter Rufnummer bei den Stadtwerken anrufen. :twisted:

    Nichts ist so schlecht, dass es nicht noch als abschreckendes Beispiel dienen kann!

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