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Gleiches Lavalier für alle? oder besser verschiedene typen?

  • karel noon
  • 9. September 2008 um 12:01
  • karel noon
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    • 9. September 2008 um 12:01
    • #1

    Aus dem master EQ thread greife ich mal kurz eine frage auf die sichmir da gestellt hat, und zwar die der gleicheit bei verschiedenen lavaliers.

    natürlich hat man meistens die gleichen dabei, da man sagen wir mal das 4er EW sender rack dabei hat, und eben vier gleiche beltpacks und mikros (oder gerne auch mehr :wink: ).

    mal abgeshen davon, stelle ich mir die frage, ob bei gleichzeitig eingeschalteten mikros es eher sinvoll ist unterschiedliche typen zui haben, oder gleiche. bei nacheinander genutzten ist die antwort für mich zumindest klar, gleiche typen.

    vorteil gleiche typen: ich weiß nach dem ersten einstellen schon wie ich das andere EQen muß, und heutzutage mache ich das dann auch eben per copy paste.

    nachteil: ich muß bei mehreren geöffneten kanälen damit rechnen viel gbf zu verlieren, da alle im gleichen rahmen empfindlich sind.

    vorteil verschiedene typen (theorie, müßteich mal testen) : ich habe unterschiedliche klangcharackteristiken, die chance wenn ich mehrere aufziehe das es an einer bestimmten stelle empfindlich wird sinkt.

    oder sehe ich das gerade falsch?

    vielleicht hatja mal jemand ein paar ideen, oder sogar praktische erfahrungen dazu.

    Privater Account mit meiner persönlichen Meinung.

    Sollte es ein Problem mit meiner Neutralität zu einem Thema geben mache ich das im Beitrag kenntlich. :thumbup:

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  • mringhoff
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    • 9. September 2008 um 13:46
    • #2

    Um das beurteilen zu können, müsste man ja mal einen A-B-Vergleich starten:
    zuerst z.B. 6 gleiche Lavalliers und dann 6 verschiedene, ohne Einstellungen zu verändern.

    Bei gleichen Mikros hat man (theoretisch) die Chance, mit einer gemeinsamen (Master-)EQ-Einstellung die entsprechenden Feedbackfrequenzen herauszufiltern. Hat man zwei verschiedene Mikrosorten müsste man ja theortisch hier schon mehrere Frequenzen am Master-EQ ziehen, was dem Gesamtsound nicht gut täte.
    In diesem Fall würde ich eher auf den Kanal-EQ ausweichen, falls das ausreichend ist.

    Soweit aber zur Theorie. In der Praxis ist mir aufgefallen, daß selbst gleiche Mikrofone (Lavallier/Headsets) teilweise unterschiedlich klingen. (Ich rede hier schon von Markenmikros).
    Ich vermute mal, daß das einerseits von der Herstellungstoleranz her rührt, andererseits sicher auch vom entsprechenden Gebrauch/Pflege bzw. Alter.
    Und wie sich die Mikros vom Klang her unterscheiden, so verhalten sie sich teilweise auch im Feedbackverhalten.
    Insofern sind "gleiche" Mikros eher etwas für die Theorie.

    Ich hatte auch schon mal Jobs mit zwei verschiedenen Arten von Lavalliers. Die hatten natürlich einen etwas anderen Klang und andere Problemfrequenzen, aber wenn das mit dem Kanal-EQ eingestellt wurde, dann fiel das nicht mehr auf.
    Ich glaube, es hängt stark davon ab, welches Mikro man verwendet und wieviele, nicht davon, ob sie unterschiedlich oder gleich sind...

    Bei Sprachveranstaltungen, bei denen viele Lavalliers offen sind, pfeife ich einerseits die einzelnen Mikros als auch dann mal die Summe aller offenen Mikros zusammen (über den MasterEQ) ein. Da schaukelt sich manchmal eine ganz neue Resonanzfrequenz auf....
    Eine weitere gbf-Erhöhung läuft dann über den Techniker, der die Mikros mitregelt und diejenigen ein paar db runterzieht, die nicht gebraucht werden.

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  • yamaha4711
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    • 9. September 2008 um 23:18
    • #3

    Tacho!

    Es ist ein grober Denkfehler, wenn man meint gleiche Mikros haben gleiche EQ-Einstellungen. Das hängt doch auch bitte sehr von der Person ab, die da reden tut. Die eine Stimme ist basslastig, die andere nasal, die andere piepsig.

    Gerade bei Lavaliers hängt es auch sehr von der Positionierung des Mikros und der Kinematik des Redners ab. Ob er nun den Kopf extrem hin und herdreht oder geradeaus redet. Auch ob und wie er durch den Raum geht oder auf einem Fleck stehen bleibt (warum braucht's dann ein Lavalier???).

    Gleiche Mikros zu nehmen ist in jedem Fall der richtige Ansatz, denn dann weiß man wie man mit den Brüdern verfahren muß. Gemeinsamkeiten gibt es allemal, doch die Hauptsache daran ist, daß der Ch.EQ den bestmöglichen Klang (mit Auge auf gain before feedback) herausholt.
    Wenn das Stimmt dann kommt der SummenEQ, um Feedbacks zu dämpfen und am meisten gain before feedback herauszukitzeln. Am besten dann vollparametrische, um möglichst wenig am Klang zu verdrehen.

    Damit bekommt man in 99% der Fälle eine vernüftige und funktionierende Lösung hin, auch wenn sich mal mehr Figuren um des Kaisers Bart streiten.
    Ansonsten hilft ein gut justiertes Noisegate, welches den Pegel in den Sprachpausen zurücknimmt oder eben der schnelle Finger am Fader.

    Grüßle,
    michael

    Laut heisst nicht immer gleich gut und toll und wer schreit ist meist im Unrecht.

  • karel noon
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    • 9. September 2008 um 23:59
    • #4

    auf noisegates verzichte ich bei konferenzen bis sagen wir mal 6 mikros total, da vertraue ich meinen fingern :D

    der klang der stimme ist absolut zweitrangig, verständlichkeit durch einigermaßen brauchbaren pegel ist das erste.

    so ein AB vergleich wäre wirklich mal interessant. aber wer hat schon die zeit dazu?

    dann lieber erstmal noch ein paar theoretische überlegungen dazu, wer hat noch zeit und lust?

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  • yamaha4711
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    • 10. September 2008 um 03:18
    • #5

    Naja... Pegel recht und schön aber was hilft es, wenn der Referent dir das Teil um die Ohren haut bzw. der Veranstalter dir sagt, dass das nach Blech klingt. Außerdem ermüdet das Gehör schneller bzw. die Motivation/Konzentration der Zuhörer nimmt stark ab. Es ist anstrengender/unangehmer zuzuhören, wenn der Klang nicht sauber und "warm" ist. Denkt mal an eine hohe piepsige Stimme... grauenhaft.

    Da stell ich doch lieber gleich im Vorfeld 2-3 Böxleins mehr hin und reduzier damit den stationären Pegel mit dem Effekt einer effektiveren Schallverteilung.

    A-B Vergleich... was bringt das? Eigentlich nur relevant, wenn man vor einer Kaufentscheidung steht oder unbediengt wissen will welches nun besser performt.
    Wenn ich mich für ein Lavalier entscheide, dann nehm ich das WEIL es klingt und funktioniert. Ist genauso wie bei einem normalen Mikro.... man hat seine Favouriten und weiß wie man sie einzusetzen hat. Experimente während eines Jobs lass ich lieber andere machen.

    Grüßle,
    michael

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  • mringhoff
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    • 10. September 2008 um 10:54
    • #6

    Ein Fan vom Gate auf Konferenzen bin ich auch nicht, dazu sind die Sprecher einfach zu verschieden.
    Einmal gehts nicht auf, weil der Sprecher zu leise bzw. zu weit weg ist oder es ist grad so im Übergangsbereich. Manchmal verschluckt es den ersten Buchstaben (das "Meine Damen und Herren..." wird zu "eine Damen und Herren...")

    Und manchmal macht das Mikro auf wenns nicht soll, weil einer lautstark sein Wasserglas absetzt oder hustet etc.

    Ein Gate kann auch gefährlich sein und zwar wenn die Summe aller Mikros bereits ohne Gate ein Feedback erzeugen würde. Da schlummert eine kleine Bombe.
    Im Laufe der Veranstaltung zieht man den/die Fader immer weiter hoch, viele Mikros sind brav gegatet, aber mit dem Fader auf 100%. Es passiert nichts, weil ja immer nur 1-2 Mikros offen sind. Aber dann kommt ein unerwatetes lautes Geräusch (irgendwas fällt um oder eine Türe knallt zu etc.) und dann öffnen alle Mikros gleichzeitig und dann steht das Feedback mit voller Wucht im Raum...

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  • nojunk
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    • 10. September 2008 um 12:08
    • #7
    Zitat von "yamaha4711"

    Da stell ich doch lieber gleich im Vorfeld 2-3 Böxleins mehr hin und reduzier damit den stationären Pegel mit dem Effekt einer effektiveren Schallverteilung.


    diesen lösungsansatz führe ich schon die letzten 15 jahre durch! ist vielleicht etwas aufwendige, aber effektiver. ebenso die "gleichheit" der lavs.
    des weiteren gehen bei mir alle lavs auf eine subgruppe, in der ich einen compressor und einen eq (para oder graph) habe, mit der ich die "grundeinstellung" herstelle. personen-/stimmbezogen wird dann notfalls in den einzelnen kanälen nachgeregelt.
    selbiges (sub, comp + eq) auch für handheld micros natürlich auf andere subgruppe! :D:D:D
    dieses "procedere" hatte sich auch letzte woche wieder einmal auf einer tagung als "unschlagbar" bewiesen...

    No, it's not too loud. You're just too old!
    winners have parties - and loosers have meetings
    Technik haben viele - WIR können sie auch bedienen :)

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  • karel noon
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    • 10. September 2008 um 12:38
    • #8

    jaja, das mit den mehr boxen etc. weiß ich ja auch, aber manchmal ist der raum eben nicht geeignet, der veranstallter will nicht mehr boxen etc.

    natürlich finde ich eine gut klingende stimme auch besser, und wenn ich nicht im grenzbereich bin ist das auch kein thema, aber diesen grenzbereich gibt es eben, da kommt es dann nur noch auf sprachverständlichkeit an.

    und erst in diesem grenzbereich würde die überlegung der verschiedenen mic typen auch eine rolle spielen.

    aber wie schon anfangs erwähnt: selbst die unterschiede innerhalb einer serie können schon auseichen.

    wie gesagt, ist alles nur ein theoretisches gedankenspiel, über frequenzen, der interaktion von mehreren mikros untereinander, und der daraus möglichen schlußfolgerungen.

    die konferenz heute mache ich schon noch wie bisher, und anfangs angedeutet, aus praktischen gründen mit gleichen lavaliers, und so viele boxen wie möglich :D

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