Hallo,
wir machen solche Tests auch immer wieder mal, gerade, wenn uns ein Vertreter sein neuestes Produkt wieder als Gold verkaufen will. Eigentlich ist ja schon vieles gesagt, ich will aber noch hinzufügen, daß eben genau das gesamte Wärmekonzept heute sicher die größte Herausforderung ist, da die Schaltungen sich eben sehr ähneln. Aber bereits ein falsch dimensionierter Draht kann leider dafür sorgen, daß die Endstufe in Flammen aufgeht und gerade hier sehen wir immer wider, daß im Schnitt die üblichen Verdächtigen (Crown, Crest, QSC, Dynacord...) einfach einen Erfahrungsvorsprung haben).
Wenn ich die Hitzeabschaltung provoziere, machen komischerweise die genannten Kanditaten nahezu immer länger mit, als die Chinafraktion. Somit ist für mich als Verleiher eigentlich die Entscheidung klar, bei den etablierten Marken zu bleiben, die anderen müssen sich erst beweisen, bevor ich sie kaufe. Da kann ich zwar mal einen Trend verschlafen, aber es hat mir die letzten Jahre nicht geschadet. Viele meiner Endstufen mußten schon wirklich Grobes aushalten und laufen trotzdem seit Jahren oder Jahrzenten! Dabei wahren lustige Dinge dabei, wie:
- versehentlicher 1 Ohm Betrieb
- mal schnell eine Schleife von Ausgang 1 zu Ausgang 2 über alle vorhandenen Boxen gesteckt
- eine Endstufe erst dann geservicet, als der Staub nicht mehr angesaugt werden konnte, weil das Ding schon bis unter den Deckel voll war
- Schwimbadbetrieb mit Sturzbächen durch die Platinen...
Das sind für mich Kaufkriterien. Ob dann American Audio, Nova, T-Amp und Trallala auch guten Bass bringen, ist mir persönlich völlig wurscht.
Auch hier: je nach Geschäftsaufstellung muß das nicht der optimale Weg sein, hier muß jeder für sich entscheiden.
Viele Grüße
Tobias Kammerer