Wie bei so vielen, landet hier heute eine Nachricht auf dem Schirm, wonach ein bekannter Elektronik-Grosshandel per sofort seine bis dato gültige Mindest-Bestellmenge (hier vorliegend: 50,-) aufgibt.
Diese Geschichte mit dem Mindest-Umsatz war ja früher mal durchaus gängig, als man noch Kunden-Konten quasi im Handbetrieb pflegen musste. Das brachte einigen Aufwand mit sich, und um den zu deckeln, brauchte es eben einen bestimmten Umsatz pro Auftrag.
Heute ist das mehrheitlich wohl nicht mehr so, eine Bestellung via Internet löst quasi automatisch die Kommissionierung aus, da hat der Mensch eigendlich nur noch eine Kontrollfunktion.
Interessant ist das Ganze vor dem Hintergrund des lokalen Einzelhandels:
Für die Deckung des täglichen Bedarf an üblichem Kleinkram (Kabel, Stecker, allg.: Verbrauchsmaterial und Handvorrat) hat bislang der Einzelhandel hergehalten. Das hat immer so ein bisschen genervt, weil die notwendige Anfahrt (hin und zurück hier etwa 1h) und die dort tlw. "apothekenhafte", tlw. auch einfach unbekannte Preisstellung eine realistische Wertstellung dieser Artikel unnötig erschwerte.
Das geht jetzt natürlich auch zu Lasten der Internet-Kartonschubbsen, deren Wertschöpfung sich jetzt quasi auf den Lieferanten verlagert.
Wie entwickelt sich das in den ländlichen Regionen?