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Richtige Positionierung von Gabelliften für Traversensysteme

  • chw
  • 4. Februar 2009 um 19:04
  • chw
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    • 4. Februar 2009 um 19:04
    • #1

    Wie der Titel schon sagt: Wie werden diese am besten gestellt?

    Bisher habe ich sowohl in der Theorie als auch der Praxis zwei Möglichkeiten gesehen:

    1) Die Traverse im 90° Winkel über die Gabeln, die lifte stehen dabei Parallel in einer Reihe.
    2) die Gabeln "unter" die Traverse in Längsrichtung, so das die Lifte zueinander orientiert stehen.

    Befestigt wird die Traverse ja i.R. mit "Couplern" auf Rechteckprofil die über die Gabel geschoben werden.
    Der Auflagepunkt der Truss auf der Gabel würde sich somit bei beiden Methoden bestimmen lassen.

    Was ist denn nun besser bzw. stabiler?
    Nach meinem Empfinden ist Methode 1. anfälliger für "Schwingungen" beim hochkurbeln.


    (Ich glaube es gab hier vor Jahren schon mal eine Diskussion drüber - kann diese leider nicht mehr finden)

  • niggles
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    • 5. Februar 2009 um 22:26
    • #2
    Zitat von "chw"


    Was ist denn nun besser bzw. stabiler?
    Nach meinem Empfinden ist Methode 1. anfälliger für "Schwingungen" beim hochkurbeln.

    Mag sein. In der Praxis (da, wo teilweise Leute an den Kurbeln stehen, die Probleme haben die Anweisungen "hoch - stop -runter" sowie "langsam" korrekt zu interpretieren...) gehören Rigs bei denen Schwingungen auftreten können schon lange an Motoren.

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

  • chw
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    • 5. Februar 2009 um 22:59
    • #3
    Zitat von "niggles"


    Mag sein. In der Praxis (da, wo teilweise Leute an den Kurbeln stehen, die Probleme haben die Anweisungen "hoch - stop -runter" sowie "langsam" korrekt zu interpretieren...) gehören Rigs bei denen Schwingungen auftreten können schon lange an Motoren.

    Mit den Schwingungen meinte ich "neigen eher dazu", das heißt noch nicht das diese ein größeres
    Ausmaß annehmen was unter Umständen auch gefährlich werden könnte.

    Ich kann Dir auch versichern das die Last die dranhängt innerhalb bzw. deutlich unter dem Erlaubten und vom Hersteller zugelassenen ist,
    da achte ich peinlich genau drauf.
    Personen die zu blöd zum kurbeln gibt es - leider - darum ist das etwas was wir selber machen und nicht von irgendwelchen Aufbauhelfern
    machen lassen. Ich kann bis heute nicht verstehen was daran so schwer sein soll - besonders da es fast immer direkten Sichtkontakt zum
    anderen Lift gibt und zusätzlich noch einer vorne steht und Anweisungen gibt.

    Leider geht das fliegen an Punkten nun mal nicht überall.
    In den meisten (Mehrzweck-) hallen in denen ich Lifte gestellt habe gab es einfach keine Punkte um was zu hängen und ein kompletter Groundsupport ist in diesen Dimensionen nicht nur ökonomisch, sondern auch technisch überdimensioniert.

    Deshalb haben wir auch die etwas teureren Gabellifte angeschafft, aber mit meiner ursprünglichen Frage hat das eigentlich
    nichts zu tun.

  • fabio hermann
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    • 5. Februar 2009 um 23:16
    • #4

    Wenn die Leute nicht richtig kurbeln können hilft es oft auch wenn einer zählt, dann hat man ne Rhythmus an den man sich halten kann, wenn es dann noch n Einweiser gibt, kann eigendlich nicht mehr viel schief gehen, solang keine unnötigen Risiken (z.B. Überladen der Lifte) eingeht

    http://www.sound-light-bonn.net/

  • niggles
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    • 5. Februar 2009 um 23:25
    • #5
    Zitat von "chw"

    Wer legt denn das fest? Klamme Veranstalter behaupten natürlich immer, daß ein 8mx10m GS mit 6m Höhe für eine Bühne von 8x6m überdimensioniert sei - aber seit wann folgt bitte daraus, daß man eine solche Konstruktion voll beladen mit Stufen, Wacklern und "ein bißchen" Video (nur eine kleine LED-Wall...) auch einfach mit Liften hochkurbeln kann, die konstruktionsbedingt so gut wie keine Querkräfte aufnehmen können und sollen? Wie das ausgehen kann, hat ja erst letztens hier ein Kollege berichtet.
    Ich bleibe dabei: Spätestens ab 8x6m ist Schluß mit Genies - da müssen Tower, Sleeveblöcke und Motoren (oder notfalls Winden...) her.

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

  • chw
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    • 5. Februar 2009 um 23:38
    • #6

    Ich glaube das geht in die falsche Richtung.
    Alles richtig was geschrieben wurde - aber vielleicht habe ich mich am Anfang unklar ausgedrückt.

    Ich rede hier nicht von einem Groundsupport oder Trusstisch, sondern von einfachen 6-12m 4 Punkt Truss auf zwei Liften
    die auch nicht im Publikumsbereich stehen und abgesperrt sind. Da wäre ein GS einfach "zu viel".

    Bei unsern Aufbauten (wie 1) schwingt nichts, die Lifte sind auch nicht überladen, stehen stabil und sind exakt nach
    Anweisung des Herstellers aufgebaut. Um weiteren Fragen vorzubeugen: Hersteller ist VMB und sie haben eine aktuelle und gültige Prüfung "nach BGV C1".

    Mich wundert nur das z.B. Fantek in den Handbüchern ihrer Gabellifte die Vorgehensweise (2) - also zueinander ausgerichtet - empfiehlt,
    jedoch nicht vorschreibt. VMB schreibt gar nichts zu dem Thema - nur das die Lifte gleichhoch gekurbelt werden müssen und was geschieht wenn
    das nicht der Fall ist.

    Somit habe ich nun schon mehrere Theorien und auch Praktische Aufbauten gesehen und wollte eigentlich nur über
    über die pro / contra Argumente diskutieren was denn nun wann besser sei.

  • andreas grossmann
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    • 6. Februar 2009 um 00:45
    • #7
    Zitat

    Wenn die Leute nicht richtig kurbeln können hilft es oft auch wenn einer zählt...

    Ich kann aus Erfahrung berichten, dass das in 99% der Fälle nicht klappt!

  • Scanco1
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    • 6. Februar 2009 um 09:54
    • #8

    Um auf die eigentliche Frage zurückzukommen:
    Ich arbeit mit der Variante 1
    Hierbei habe ich die möglichkeit, die Lifteabstände
    zueinander zu verändern ( Raumabhängig )

    Ton macht nur mit Licht Spass

  • niggles
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    • 6. Februar 2009 um 20:17
    • #9
    Zitat von "chw"

    I
    Ich rede hier nicht von einem Groundsupport oder Trusstisch, sondern von einfachen 6-12m 4 Punkt Truss auf zwei Liften
    die auch nicht im Publikumsbereich stehen und abgesperrt sind. Da wäre ein GS einfach "zu viel".


    Ach so, sag das doch gleich...

    Eindeutiges Votum für die klassische Variante 1. Erstens ist die Lastverteilung viel günstiger (Genies haben bekanntlich vorn viel längere Beine...; bei einem "Längsaufbau" wirkt das Gewicht der Truss nicht mehr dem Umkippen nach hinten entgegen) und zweitens hat man hier noch die Möglichkeit der Durchbiegung durch versetzen der Angriffspunkte nach innen zu begegnen. Sicher oft nur ein optischer Unterschied, aber langfristig auch weniger belastend für die Traverse und die Verbinder.

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

  • SimonFB
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    • 7. Februar 2009 um 11:10
    • #10
    Zitat von "niggles"

    Erstens ist die Lastverteilung viel günstiger (Genies haben bekanntlich vorn viel längere Beine...; bei einem "Längsaufbau" wirkt das Gewicht der Truss nicht mehr dem Umkippen nach hinten entgegen)

    Wieso ist das so? Das Gewicht liegt doch trotzdem auf den Gabeln (und ein Teil der Last ist sogar noch weiter nach vorne orientiert als bei Variante 1).
    Ich will gar nicht den Sachverhalt anzweifeln, aber ich würde mich über eine Erklärung freuen :)

    Am Anfang war das Licht

  • niggles
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    • 7. Februar 2009 um 12:29
    • #11
    Zitat von "SimonFB"

    Wieso ist das so? Das Gewicht liegt doch trotzdem auf den Gabeln (und ein Teil der Last ist sogar noch weiter nach vorne orientiert als bei Variante 1).
    Ich will gar nicht den Sachverhalt anzweifeln, aber ich würde mich über eine Erklärung freuen :)


    Schau dir das Ganze einmal von der Seite an: Wenn die Genies hinter der Traverse stehen bringt das Gewicht derselben ja ein Biegemoment in den Genie, das über die vorderen Füße in den Boden abgeleitet wird. Diese "Vorspannung" muß ich also zuerst überwinden, wenn ich das Konstrukt nach hinten umwerfen will; und dann haben die Genies hinten ja auch noch Füße...
    Stehen die Genies seitlich wollen sie sich unter Last quasi "nach innen" neigen; In seitlicher Richtung (also von der Bühne aus nach vorn bzw. und vor allem nach hinten) sind sie momentfrei und werden nur von den Spindelfüßen am Umkippen gehindert. Das hat jetzt überhaupt nichts mit statischen Berechnungen zu tun; die Praxis zeigt mir und Anderen aber, daß die Aufstellung nach Variante 1 deutlich weniger zum Kippeln und Aufschaukeln im Betrieb neigt, vor allem wenn viele Movinglights drinhängen und auch noch ein Backdrop dran ist. Variante 2 wird gelegentlich trotzdem gebaut - z.B. wenn einfach kein Platz hinter der Bühne ist bzw. die Genies auf einer festen Bühne stehen und die Backtruss so nahe wie möglich an die hintere Bühnenwand muss.

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

  • SimonFB
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    • 9. Februar 2009 um 11:30
    • #12

    Ok, war mein Denkfehler. Ich hab "nach hinten" auf die Genies bezogen, und nicht auf "Richtung Bühne". Die Kippsicherheit der Genies über die hinteren Beine ändert sich ja nicht, das die Seitenstabilität (Achse Bühne/Publikum) dann geringer ist, ist logisch.

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