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Polyurea Beschichtung im raum Berlin

  • ohr2phone
  • 20. Februar 2009 um 00:12
  • ohr2phone
    Beiträge
    31
    • 20. Februar 2009 um 00:12
    • #1

    Hi,
    bin auf der Suche nach einem Lackierer im Berliner Raum, der Lautsprechergehäuse mit Polyurea beschichten kann.
    Kennt ihr einen betrieb oder privat person??
    Sind eigentlich Farbkombinationen mit Polyurea möglich?

  • AlphaC
    Reaktionen
    104
    Beiträge
    1.095
    • 20. Februar 2009 um 07:10
    • #2

    Das Verfahren ist sehr viel aufwändiger als nur "lackieren" - die dazu benötigte Beschichtungsmaschinerie nicht gerade billig. Daher verfügen derzeit noch sehr wenige Firmen in Deutschland über eine derartige Beschichtungstechnik...

    Was die Farbwahl angeht dürfte es auch eher schwieriger sein, weil man das "Zeug" nicht so einfach farblich abmischen kann, wie einen konventionellen Lack auf Wasserbasis... Hier müsste gleich eine ganze Ladung im gewünschten Farbton vom Pulver-Lieferanten bezogen werden (gegen entsprechend Aufpreis). Schwarz ist also eher angesagt....

  • mEon
    Beiträge
    1.520
    • 13. März 2009 um 11:29
    • #3

    Ich hab mal eine Vorserie bei KCN in Stuttgart Ostfildern PU Beschichten lassen, dort lässt auch d&b beschichten.
    Der Wunderlack (bzw. die Wunderbeschichtung) ist es wie nachträglich leider festgestellt werden musste nicht :(
    Preis ohne Zauberschein idR zwischen 50 und 70 Euro pro qm bei Farbe Schwarz. In Dtlnd. jedoch als mit die beste
    Adresse für PU-Beschichtungen bekannt.

    Einen stabileren Lack habe ich daraufhin selbst "entwickelt" nach viel chemisch relevanter Grundlagenbildung.

    Ergebnis: Zugfestigkeit: 50-55 N/mm², Dehnung: 3-5 %, Biegefestigkeit: 70-80 N/mm², E-Modul (Biegeversuch): 3000 N/mm².
    UV- und Wasserresistent. Allerdings werde ich erst noch spezielle Auftragungsmehoden für variable Strukturen ausarbeiten, bevor
    Serienprodukte (die momentan unlackiert stehen) damit in Kontakt kommmen dürfen.

    mEon

  • ImmerLauter
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    735
    • 13. März 2009 um 18:09
    • #4

    ich weiß, dass einige Anwender diese Beschichtung nicht mehr haben möchten. Das sind Leute die damit schon ein paar Jahre länger arbeiten. Zuerst schreien alle danach und rufen hurra. Tecnare war die erste Firma die Polyurea Beschichtung hatte, noch lange bevor andere darauf kamen. Die meisten Tecnare Anwender schimpfen jetzt nach ein paar Jahren darauf:
    - es schabt und schrapt irgendwann auch ab und lässt sich dann mit nicht mehr ausbessern. Normaler Strukturlack blättert auch nach Anschleifen des Untergrundes wieder ab. Komplettes Abschleifen ist so gut wie unmöglich, da die meist rauhe Oberfläche von Polyurea Sandpapier sofort stumpf werden lässt. Also einmal hin, immer hin, lässt sich nicht ausbesser.
    - die Oberfläche lässt sich schlecht sauber machen. Durch eine "scharfe" rauhe, kleine Strukur bleiben Fasern von Tüchern hängen. Also erst abwischen und dann hinterher die Fasern absaugen.
    - ich hab mal einen Tech gesehen, dem ist im Sommer mit T-Shirt beim stacken eine Box abgerutscht und konnte noch abgefangen werden. Sein Haut am Unterarm wurde dabei sauber vom Polyurea Coating abgeschmirgelt. Er sagte das brenne wie verrückt. Nicht ganz zu vernachlässigen.
    - Das Coating ist etwas flexibel, man sieht keine Risse im Holz der Box, weil das Polyurea nicht spaltet. Eine fallen gelassene Box, kann also Resonanzen durch lose Wände haben, wo man keine vermuten würde.

    Mein Fazit, am Anfang nicht schlecht. Eventuell für große Companys die die Systeme nicht lange haben und ständig alle paar Jahre tauschen. Wenn die Boxen aber älter sind, ist die Oberfläche nicht wieder auszubessern. komplett neu auftragen ist wohl auch schwierig, da es dicker als Lack ist und dann die Beschläge, Stapelmulden etc. nicht mehr passen. Dann doch lieber beim normalen Strukturlack bleiben.

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