Liebe Gemeinde
Viele hier kennen das; Man soll für eine Party Material liefern und weiss, dass der DJ/die DJs null Ahnung haben. In meinem Fall war es eine Fasnachtsparty einer Schule, an der die Schüler selber auflegen sollten. Erfahrung hatte bis zu diesem Tag keiner mit DJ-Technik und Mischpulten.
Von früheren Events wusste ich, dass viele Anfänger Mühe haben mit den vielen Reglern (3-Band EQ, Gain, Crossfader-Zuweisung, PFL, etc.) am Mischpult und diese eher zum Misserfolg der Party beitragen. Die "krasse" Sorte glaubt dann immer, sie müsste am 3Band-EQ den Bass voll reinschrauben, weils dann "fetter" klingt. Andere wiederum bringen es fertig, den Crossfader so einzuschalten, dass nix mehr läuft, etc..
Ich zerbrach mir den Kopf, wie ich das Schadlos über die Bühne bringen sollte, denn auch schnelles Eingreifen vor Ort kann zu langsam sein. Die Mischpulte, die ich bisher hatte, waren halt "normale" DJ-Mixer mit allem, was dazu gehört. Da bin ich auf den Numark C2 gestossen. Das Pult ist für mich ein wirklich geniales Werkzeug für die genannte Situation. Es ist auf das nötigste reduziert. Es hat pro Kanal einen Gain (der ja wirklich nötig ist!), man kann den Eingangspegel pro Kanal anzeigen lassen, es hat eine Master-Out-Anzeige und XLR-Ausgänge. Der Crossfader lässt sich deaktivieren und die Phono-Ausgänge lassen sich auf der Rückseite zu Line-Eingängen umschalten (kleiner Wink an Pioneer --> das ist äusserst praktisch!!!).
Falls es angebracht wäre, kann man am Master-EQ den Sound feintunen - ABER - den EQ kann man an der Rückseite deaktivieren, was extrem gut ist!
Ein Nachteil des Geräts ist, dass sich der Master-Fader nicht gross von den Kanal-Fadern unterscheidet (blöd für Anfänger). Eine LED-Anzeige pro Kanal wäre natürlich auch toll. Auch die CUE-Mix-Funktion ist für Anfänger eher verwirrend als förderlich.
Fazit: Das Gerät ist toll für DJs, die nicht gross Erfahrung mit dem Equipment haben und für Verleiher, die gerne wenig Ärger mit DJs haben und sich trotzdem über XLR-Abgänge am Mixer freuen. Dank dem Gain, 2Mic-Eingängen, Monitorausgang und dem übersichtlichen Aufbau kann das Pult zur Not auch von einem Profi benutzt werden (Für DJs, die mit PC-Tools auflegen ist der 3-Band-EQ evtl. eh überflüssig). Preis/Leistung ist gut.
Nice to know: Aus der "C"-Serie gibt es noch das C1 (ganz einfache Version, ohne Gain), das C3 (zusätzlich mit 3-Band-EQ), das C3 USB (wie C3 mit USB-Anschluss), das C3FX (wie C3 mit Effektsektion).
Rückseite (mit XLR-Anschlüssen)
Rückseite (links der EQ-Schalter, rechts die Phono/Line Umschalter)
Anmerkung zum Schluss: Ich poste das bewusst im PA-Forum, denn ich denke, dass sich gerade die Profis über einige Eigenschaften des Gerätes freuen (im Umgang mit den Anfängern).