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Erledigt: Prüfadapter für VDE 0701/0702 Prüfgerät

  • christian_thomas
  • 11. Mai 2009 um 21:26
  • christian_thomas
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    • 11. Mai 2009 um 21:26
    • #1

    Hallo Elektrofachkräfte und Kollegen,

    ich liebäugelte mit der Anschaffung eines Adapters zur Prüfung von Schutzleiter- und Isolationswiderstand von Geräten u. Verlängerungsleitungen für das vorhandene VDE 0701 / 0702 Prüfgerät.

    Als ich jedoch die Preise sah, wurde mir doch recht übel. Messwerkzeuge sind teuer - aber z.B. ein Adapter VL2 E von Gossen-Metrawatt soll 643.00 € kosten. Für ein paar CEE-Stecker, Kupplungen, und ein Plastikgehäuse mit ner Rolle Draht drin ist das viel Geld.

    Also dachte ich mir, das müsste auch preiswerter (nicht billiger!) gehen.

    Meine Überlegung sah man in einer hier eingefügten Skizze, bei der ich allerdings ein paar sicherheitstechnische Bedenken hatte. Diese Skizze habe ich daher wieder entfernt

    PS: An die Laien: Nicht nachbauen - das Teil kann man - wenn es mal fertig wird - ausschliesslich zum Prüfen von Verlängerungsleitungen mit den zusätzlich erforderlichen Prüfgeräten benutzen - da wird nichts lauter oder heller von!

    Edit: PS um Prüfgeräte ergänzt, lebensgefährliche Skizze entfernt.

    Signatur verloren! Der ehrliche Finder kann sie behalten.

    3 Mal editiert, zuletzt von christian_thomas (15. Mai 2009 um 07:29)

  • uncelsam
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    • 11. Mai 2009 um 22:13
    • #2

    Hmm, ich frage mich gerade wie Gossen das macht...

    Evtl. gibt es die entprechende Stecker mit Schalter.
    So dass die Spannung an den nicht verwendenten Steckern nicht anliegt...

    Vieleicht kann ja jemannd der das Orginal hat einen Blick reinwerfen...

  • christian_thomas
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    • 12. Mai 2009 um 07:24
    • #3
    Zitat von "uncelsam"

    Hmm, ich frage mich gerade wie Gossen das macht...
    Vieleicht kann ja jemannd der das Orginal hat einen Blick reinwerfen...

    Zitat von "Gossen Metrawatt Prüfadapter Bedienungsanleitung"


    Funktionsprüfung an Verlängerungsleitungen

    ➭ Stellen Sie das Prüfgerät auf Stellung Isolationsmessung.
    ➭ Stellen Sie den Schwenktaster in Stellung 2.
    ➭ Lesen Sie den Messwert ab.

    Die Anzeige kann sich von 0 Ohm bei Kurzschluss aller Adern bis z. B. unendlich (Überlauf der Anzeige) bei Unterbrechung einer Ader einstellen. Aufgrund der guten Isolation unbeschädigter Leitungen wurde ein Prüfwert von 7 MOhm mit einer Toleranz von 10% für dieses rationelle Prüfverfahren festgelegt.

    Alle Werte im Bereich von 6,3 bis 7,7 MOhm stehen daher für eine bestandene Prüfung.

    Im Fehlerfall ist der konkrete Fehler wie Aderkurzschluss, -unterbrechung, -verwechslung bzw. zu geringe Isolation zu bewerten. Mit dieser Prüfung werden:
    ➭ Wechselstromleitungen auf Kurzschluss und Durchgang und
    ➭ Drehstromleitungen sowie Caravanleitungen zusätzlich auf Adervertauschung L1/L2/L3 und N geprüft (Rechtsdrehfeld).


    Somit vermute ich mal, dass Gossen das ganze ohne Umstecken des Schukosteckers auf die 230 Volt Prüfsteckdose realisiert.
    Könnte es möglich sein, dass die statt des bei mir in der Skizze eingezeichneten Horns und der Kontrollampe einfach von L bzw N je einen Widerstand 14 MOhm bei den Wechselspannungsgerätesteckern und 4 mal 28 MOhm bei den Drehstromgerätesteckern über den Schalter auf den Schutzleiter des Prüfgerätes legen und somit die Anzeige des Isolationswiderstandes nach dem Prinzip der Parallelschaltung von Widerständen dazu benutzen?

    Also so?

    Jedenfalls interpretiere ich die Bedienungsanleitung dementsprechend, dass die Anzeige um 7 MOhm +- 10% für eine intakte Leitung sprechen soll.

    Dann wäre nur noch fraglich, wie man damit das korrekte Drehfeld bei den Drehstromleitungen erkennen soll?

    Dabei stört mich dann aber noch, dass man unter Umständen einen Kabelbruch beim Wackeln an der Leitung nicht so gut sieht wie z.B. durch das Flackern einer Lampe...?

    Zitat von "uncelsam"


    Evtl. gibt es die entprechende Stecker mit Schalter.
    So dass die Spannung an den nicht verwendenten Steckern nicht anliegt...

    Guter Ansatz, aber bei insgesamt 6 verschiedenen Gerätesteckern (Schuko, Kaltgeräte, Powercon (der ist berührsicher), CEE 16A 3pol, CEE 16A 5pol, CEE 32A 5pol, evtl CEE 63A 5pol, damit habe ich wohl das Meiste der in unserer Branche verwendeten Leitungen abgedeckt) denke ich ist das zu unsicher, wenn man mal nen Schalter vergisst.

    Wenn ich nun nach obenstehendem Beispiel für jeden Gerätestecker eigene Widerstände und einen mehrpoligen Schalter verbaue, dürfte das Problem des Berührungsschutzes doch auch gelöst sein?

    Edit: So ähnlich wie in vorstehender Skizze ist das Prinzip. Ich hab es etwas eleganter gelöst, stelle aber nun keine komplette Bastelanleitung hier rein. Andere sollen ruhig auch Raum für Kreativität bekommen.

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  • TomyN
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    • 16. Mai 2009 um 16:30
    • #4

    Hi,

    nun, bei der 702 wird das Signal für die Isomessung normalerweise nur Einseitig eingespeisst.
    Daher reicht es eigenlich, wenn du auf der Steckerseite nur die Erdung verwendest.

    Tomy

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  • christian_thomas
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    • 16. Mai 2009 um 17:32
    • #5
    Zitat von "TomyN"

    Hi,

    nun, bei der 702 wird das Signal für die Isomessung normalerweise nur Einseitig eingespeisst.
    Daher reicht es eigenlich, wenn du auf der Steckerseite nur die Erdung verwendest.

    Tomy

    Hallo Tomy,

    es wird aber auch der Schutzleiterwiderstand bei Verlängerungsleitungen gemessen - dafür ist die 2. Leitung PE vom Stecker > Prüfsonde notwendig.

    Und der ganze Kram mit Durchgangsprüfung Aussenleiter, N, und Verpolung der Aussenleiter im Stecker sowie Prüfung auf Aderbrüche wird dann in dem Beispiel gegen den PE-Kontakt geprüft, theoretisch kann ein PE einen guten Schutzleiterwiderstand anzeigen, trotzdem aber einen Aderbruch haben, der erst beim Wackeln an der Leitung auftritt.

    Da laut VDE betriebsmässig auf dem grüngelben Schutzleiter nur PE drauf sein darf, aber tatsächlich beim Prüfen nicht ist, verdrahte ich den intern im Prüfzusatz nicht in grüngelb, sondern in der im Zusatzbaustein für die Messleitungen verwendeten Farbe, und bin - sollte das Teil mal jemand anderes öffnen auf der sicheren Seite, denn der sieht nämlich keine grüngelbe Leitung, auf der bei bestimmungsgemässer Verwendung dann was anderes drauf ist als PE und verlässt sich nicht darauf, dass grüngelb auch PE ist. :D

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    Einmal editiert, zuletzt von christian_thomas (16. Mai 2009 um 17:43)

  • TomyN
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    • 16. Mai 2009 um 17:42
    • #6
    Zitat von "christian_thomas"

    Hallo Tomy,

    es wird aber auch der Schutzleiterwiderstand bei Verlängerungsleitungen gemessen - dafür ist die 2. Leitung PE vom Stecker > Prüfsonde notwendig.

    Ja, da hab ich auch nix anderes gesagt. Auch bei der Isomessung bleibt die Sonde normalerweise an der Erdung. Eine Durchgangsprüfung der Leiter (ausser PE) ist nicht Bestandteil der VDE0701, allerdings ist es natürlich schon nett, wenn das Gerät nicht nur sagt, dass das Kabel sicher ist, sonder auch das es funktioniert.

    Tomy

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  • christian_thomas
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    • 16. Mai 2009 um 17:46
    • #7
    Zitat von "TomyN"

    Ja, da hab ich auch nix anderes gesagt. Auch bei der Isomessung bleibt die Sonde normalerweise an der Erdung. Eine Durchgangsprüfung der Leiter (ausser PE) ist nicht Bestandteil der VDE0701, allerdings ist es natürlich schon nett, wenn das Gerät nicht nur sagt, dass das Kabel sicher ist, sonder auch das es funktioniert.

    Tomy

    Genau das will ich ja haben, denn was nützt mir ein guter Schutzleiter, wenn der Rest Mist ist? Ich will ja nicht prüfen, um geile Protokolle abzuheften, sondern mein Material in gebrauchsfähigem Zustand erhalten.

    Ganz davon ab - alle VDE-Vorschriften und BGVen sagen ja nur etwas über den Mindeststandard aus; noch umfangreicheres Prüfen ist ja deswegen nicht verkehrt oder gar verboten.

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    Einmal editiert, zuletzt von christian_thomas (16. Mai 2009 um 17:50)

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    • 16. Mai 2009 um 17:50
    • #8

    Ja das ist klar. Die Frage ist halt, ob es Sinn macht die beiden Aufgaben in einem Gerät zu bündeln. Zum anderen erfolgt die Messung der Isolationsspannung imho mit Gleichspannung, oder? Da würde mir dann spontan 1N4007 einfallen...

    Tomy

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  • christian_thomas
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    • 16. Mai 2009 um 18:07
    • #9
    Zitat von "TomyN"

    Ja das ist klar. Die Frage ist halt, ob es Sinn macht die beiden Aufgaben in einem Gerät zu bündeln. Zum anderen erfolgt die Messung der Isolationsspannung imho mit Gleichspannung, oder? Da würde mir dann spontan 1N4007 einfallen...

    Tomy

    Korrekt.

    500 Volt aus dem Prüfgerät auf Schalter, dann vom Schalter Widerstand mit ein paar Kiloohm gefolgt von 1n4007, dann die LED, dann die Kupplungsdose.

    Auf der anderen Seite erst den Einbaustecker, dann den Widerstand, dann die 1N4007, dann die LED auf den Schalter zurück zum PE-Anschluss des Prüfgerätes. So hab ichs gebaut und es funzt ganz brauchbar.

    Die Widerstände sind so dimensioniert, dass die LEDs bei versehentlichem Anschluss an das Netz nicht durchbrennen können.

    Da die Iso-Messung Werte im MegOhm-Bereich vorschreibt, machen die insgesamt geschätzt etwa 50 KOhm der LED-Vorwiderstände den Kohl nicht fett...

    Ach so, Drehschalter mit 5 Stufen ergibt Schaltstellung:

    1= Isolationswiderstand
    2= Durchgangsprüfung alle Aussenleiter und N an, um beim Wackeln Aderbruch zu erkennen
    3= nur L1
    4= nur L2
    5= nur L3

    Schaltstellung 3 bis 5 zeigt also korrekte Verdrahtung der Drehstromleitung.

    Mal sehen - bin noch im Experimentierstadium, da aufgrund des geringen Stromes, den die 500 Volt Isoprüfung liefert, die LEDs nicht so leuchten wie ich das haben möchte und ich muss mal lowCurrent LEDs verwenden, ob die besser leuchten?

    Vielleicht schmeiss ich ja mal das Schaltbild online?

    PS: Ich suche noch nen Schuko-Einbaustecker, den bietet jemand im Netz für über 120 Euro/Stück an. Wer also weiss, wo man so etwas beziehen kann oder wenn jemand so was rumfliegen hat, wäre ich für nen Hinweis/ein Angebot dankbar.

    Edit: Langsam wird das hier was für das Selbstbau-Forum ;) ?

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    • 16. Mai 2009 um 18:18
    • #10

    Hi,

    ja, low current LEDs sind ganz gut. Hast du schon mal gecheckt, ob die Schalter für 500V DC geeignet sind?

    Ich würde ein Stückchen Kabel mit dem Schukostecker dran nehmen. Damit tut man sich bei Steckdosenleisten etc. deutlich leichter.

    Tomy

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    • 16. Mai 2009 um 18:52
    • #11
    Zitat von "TomyN"

    Hi,

    ja, low current LEDs sind ganz gut. Hast du schon mal gecheckt, ob die Schalter für 500V DC geeignet sind?

    Ich würde ein Stückchen Kabel mit dem Schukostecker dran nehmen. Damit tut man sich bei Steckdosenleisten etc. deutlich leichter.

    Tomy

    Ich hab nen Schalter aus der Bastelkiste genommen, in Kunststoffausführung mit Kunststoffachse - die sind zwar nur bis 150 V AC 130mA zugelassen - aber mit 1KV geprüft. den 2poligen mit 6 Stellungen kann man auf 5 Stellungen eingrenzen. Ich wüsste derzeit keinen anderen Schalter dafür ausser Kraus & Naimer, und die kosten wieder ein Vermögen.

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