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Proberaum wand und Türe schalldichter machen

  • Mario Klink
  • 24. September 2014 um 23:31
  • Mario Klink
    Beiträge
    279
    • 24. September 2014 um 23:31
    • #1

    Hallo,
    Ich habe seit kurzem einen proberaum in einer Baracke mit mehreren Proberäumen,
    Die akustik im Raum ist eigentlich recht gut (Wände und Decke sind bereits bedämpft mit noppenschaumstoff und anderen festen schaumstoffplatten, denke mal das ist basotect. Dicken so zwischen 2-5cm)

    Der Raum ist in einer einstöckigen Baracke, über uns ist also nur Dach, unter uns ein unbenutzter Kellerraum, zwei Wände sind aussenwände, die anderen zwei Grenzen an den nachbarproberaum und zum Gang, diese zwei Wände sind relativ dünn (circa 5cm, denke mal nur rigips) und eben die dämmung. Nun wollte ich diese Wände und die Tür etwas schalldichter bekommen, weil man die anderen Bands doch recht laut hört, und die uns wohl ebenso.
    Meine Frage jetzt, wie mach ich das am besten?

    Ich hatte mir schon überlegt eine zweite Tür einzubauen, und die Wände eventuell mit dicken styroporplatten zu verkleiden.
    Oder wäre es sinnvoller die Wände mit rigipsplatten zu verstärken?

    BUNKER SOUNDWORKS
    Entwicklung-Design-Produktion

  • waldschrad99
    Verifiziert
    Beiträge
    2.401
    • 25. September 2014 um 00:40
    • #2

    Tach,
    Rigips ? Das ist doch'n Halb-Witz - oder?
    Da hört man ja quasi die akustischen Gitarren vom über-übernächsten Raum erst Recht Saxophon oder gar afrikanische Trommeln.
    Von E-Gitarren/Bass ganz zu schweigen.

    Betrachte nicht nur Euren ProbeRaum, sondern auch die Schalldämmungs/SchallDämpfungs-Maßnahmen die "Nebenzimmer".
    Rigips-Karton stellen für tiefrequente Schallwellen (inklusive Kickbässe und untere Mitten) kaum Hinternisse dar.
    (das weißte ja selber)
    Kalksandstein-Mauer hochziehen bis unter die Decke und eine anständige Dachkonstruktion mit Feuchtigkeits/Dampfbremse und guter Isolierung + zusätzliche Holzdecke (die dann auch noch akustisch gedämpft wird), das wäre das Minimum, falls Ihr laute Proben macht, oder Eure "ZellenGenossen" nebenan.
    Oder den Keller sanieren/renovieren, Abluftanlage, Fußbodenheizung einbauen lassen, Wände bedämpfen, Solarplatten aufs Dach, Schutzschalter in die Leitung, Batterie-Böcke und Steuerungs-Kasten für die autharke Netzunabhängige Stromversorgung (zwecks Fußboden-Heizung, ...).

    Die Sache mit E-Drum, Kopfhörerverstärker, InEar, E-Piano, ... ist nicht jedermanns Sache.
    Gemeinsame Festlegung der Proberaum-Tage/Zeiten ist andernorts gängige Praxis, egal aus welchen Steinen die Gebäude errichtet wurden.

  • Mario Klink
    Beiträge
    279
    • 25. September 2014 um 16:09
    • #3

    Die Überlegung war ja nur die wand dadurch dicker zu machen, danach die alte dämmung natürlich wieder drauf.
    Es geht hier auch nicht um absolut schalldicht, sondern um eine Verbesserung der jetzigen Situation. Wäre es dann eventuell besser die Wände mit mdf platten zu verstärken? Oder vielleicht die platten auf Abstand zu setzten und dazwischen noch dämm Material? (Steinwolle oder so)

    Der Rest deines Vorschlages klingt ja theoretisch ganz gut, praktisch aber sind wir da zur Miete und sind keine Millionäre, so eine komplettsanierung scheidet also definitiv aus!

    BUNKER SOUNDWORKS
    Entwicklung-Design-Produktion

  • waldschrad99
    Verifiziert
    Beiträge
    2.401
    • 25. September 2014 um 18:12
    • #4

    Akustisches Beispiel:
    Ich war vor einigen Jahren als Abbau-Helfer bei einer "koste-es-was-es-wolle--wir setzen-das-von-der-Steuer-ab" - Veranstaltung dabei.

    Da wurden eine laaanggestreckten Halle in ca. 10 einzelne Räume je ca 15m x 11m unterteilt.
    Dazu wurden gefühlte 20 km 4-Punkt-Traversen (3 Trucks mit Anhänger voll) in das Gebäude gedengelt, vollständig mit Messeteppich ausgelegt, und gefühlte 120 Km Kabel aller Art an die Truss geklettet.
    Das üppige Sitzmobilar und die jetweils Dutzende Gäste pro Raum - erwähne ich (als vergleichsweise unbedeutenden Beitrag zur Schalldämmung) nur am Rande.
    Jeder der ca. 10 nebeneinander befindlichen Räume war rundherum mit Truss bestückt, und wurde mit sehr schweren dicken Spezial-Matten und obendrüber jeweils Werbe-Banner und extradickes Mollton unters Dach akustisch gegeneinander isoliert.
    Das heist, es hingen zwischen den Räumen ZWEI von den ca. 30 cm dicken Spezialmatten bis zum Boden an jeweils ihren eigenen Traversen.
    :arrow: Dazusagen muss man, daß dies keine ProbeRäume waren, sondern ca. 10 einzelne Präsentations-Räume mit jeweils eigenen kleinen Mikrofon-Anlagen für Sprachbeschallung, und das Ergebnis anforderungsgemäß sehr gut war.
    Somit für Eure Anwendung (laute Band-Proben) genau das Richtige.

    Gegen diesen hierfür betriebenen Aufwand kann so ne schnöde Gipskarton-Platte + fachhandelsüblicher Noppen/Pyramiden-Schaumstoff (da kenne ich nur 3 Materialstärken) nicht im Geringsten mithalten.

    Extrem-Beispiel: Nee, so sah es NICHT aus:

    Pflichtangabe für das Quellenverzeichnis Foto: http://www.delamar.de/allgemein/der-…der-welt-14374/

    2 weitere Foto-Impressionen:
    http://www.itwissen.info/bilder/reflexi…of-adelaide.png
    http://www.itwissen.info/bilder/schallt…u-foto-emcc.png
    Quellenverzeichnis: http://www.itwissen.info/definition/lex…ic-chamber.html

    Betreff Steinwolle/Glaswolle: Achtung! Gesundheits-Gefährdung (auch längerfristig) beim Arbeiten damit.

  • Mario Klink
    Beiträge
    279
    • 25. September 2014 um 21:07
    • #5

    Durchaus interessant anzuschauen, aber hilft mir leider wenig weiter, weil das bei uns keine "koste was es wolle" sache wird.
    Das Ziel ist auch nicht dass wir garnichtsmehr von den anderen Räumen hören, sondern nur eine Verbesserung zu jetzigen Situation schaffen, wo man leider zuviel hört...

    Das größte Problem ist meiner Meinung nach bisher die Tür (zurzeit nur eine einfache dünne holz tür mit etwas basotect drauf)
    Ich wollte Vorschläge für eine Verbesserung, die nicht den Neubau des Hauses noch drei Lkw Ladungen von Material beinhalten.

    BUNKER SOUNDWORKS
    Entwicklung-Design-Produktion

  • zegi
    Verifiziert
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    7.233
    Marktplatz Einträge
    2
    • 25. September 2014 um 21:25
    • #6

    Erstmal wichtig - denkt an die Feuersicherheit eurer akustischen Verbesserung. Bei den Video-Links gibt's einen Beitrag, wo man sieht, wie so eine Isolation innert Sekunden in Flammen aufgeht (und dort gabs sehr viele Todesopfer).

    Viele gute Gedanken hat Waldschrad schon angeschnitten. Eine gute Isolation macht die Schwingungen "kaputt". Das kann man gut erreichen, indem man Materialien mit verschiedenen Schwingungseigenschaften mischt.

    Die Übertragung von Körperschall muss so gut wie möglich unterbunden werden. Ein Teppich hilft schon. Moosgummi unter dem Monitor kann auch was bringen. Dann sollten möglichst wenige Körper (Bretter, Rohre, etc.) durchgehend sein.

    Der Ton macht die Musik.

  • waldschrad99
    Verifiziert
    Beiträge
    2.401
    • 25. September 2014 um 21:28
    • #7

    Wie ich sehe, hast Du durchaus verstanden, daß die Vorgaben durch entsprechenden Materialeinsatz durchaus realisierbar sind.
    Das Teure, Arbeitsaufwendige und Sperrige an der Sache waren ja die vielen Traversen, daher 3 LKWs mit Anhänger.
    Die mit TrussSchelle mit Ringöse an Ketten aufgehängten schweren Spezialmatten füllten insgesammt 5 große Roll-Container für diese 10 Räume.

    ... dann rechne mein BEISPIEL von den beschriebenen *10 perfekt isolierten Räumen auf Steuerzahlerkosten* runter auf Euren ProbeRaum runter, ändere die Isoliermaterial-Auswahl (im Vergleich zu meinem Beispiel), verstärke den Tür-Rahmen, mach ne dickere Tür rein, polster das Dingens beidseitig und mach ne Lichtschranke drann.
    Tür offen = Endstufen aus.

  • Mario Klink
    Beiträge
    279
    • 25. September 2014 um 21:40
    • #8

    Also, Türe werd ich jetzt auf jeden Fall eine dickere einbauen, oder eventuell wie an andren räumen hier einfach eine zweite noch aussen dran.

    Was ich noch sagen muss, was tieffrequente Töne angeht haben wir hier komischerweise gar nicht so das Problem hier, es sind eher die e- Gitarren und Gesang was deutlich hörbar von den nachbarräumen kommt.

    Eben wegen der verschiedenen schwingungseigenschaften war meine Idee, die zwei innen Wände mit rigips- oder Holzlatten aufzudoppeln und den Zwischenraum mit dämmwolle, schaumstoff oder ähnlichem zu füllen....

    BUNKER SOUNDWORKS
    Entwicklung-Design-Produktion

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