... Nexo Empfiehlt Amps mit 26db Voltagegain. Nun haben viele gänge Amps eine wesentlich höhere Empfindlichkeit. Hat jemand irgendwelche negativen Erfahrungen mit Amps gemacht die eine hohe Eingangsempfindlichkeit besitzen ? Verhält sich die die Schutzschaltung der Senseleitung ggf. anders ? Rein technisch sollte diese doch nur anliegenden Widerstand und Spannung messen und jeweils darauf reagieren ?
passender Voltagegain am Amp für Nexo Anwendungen
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Hi Peer
In erster Line hat der Voltagegain 26 db den Vorteil, daß weniger Grundrauschen zu hören ist, der Nachteil
ist weniger Headroom im Controller.Beim Analogcontroller kann man auf der Rückseite durch die +6 /0 / -6 Switch das ganze wieder so anpassen,
daß z. B bei Verwendung von gemischten Sets ( mit 26 u 32 db Gains die Pegel wieder in etwa gleich sind ).
Standart für den Switch bei 26 db ist 0 bei 32 db entsprechend -6.
Auf die Protections wird das keinen Einfluss haben, da der Controller ja über die Rückleitungen mitmisst und
entsprechend steuert.Beim Digitalcontroller ist das wieder anders, da du hier die Werte für Voltagegain extra eingeben musst.
Die Rückleitung ermittelt meiner Ansicht nach nur, ob der voreingestellte Wert mit dem tatsächlichen übereinstimmt,
tut er das nicht ( bei Abweichungen ab 1 db drüber oder drunter, fängt der Controller an zu meckern und
fordert quasi eine Nachjustierung der Voltagegain offsets. ( Auch ein runterdrehen des Amps löst diese Warnmeldung aus ).
Ich würde hierraus schließen, daß die Senseleitungen bei Analog und Digitalcontroller nicht die gleichen Funktionen steuern, denn dem Analogcontroller ist es egal ob ich den Amp etwas runterdrehe, die Protections gehen relational zum steigenden Inputpegel einfach etwas später an.
Beim Digitalcontroller ( wenn die eingestellten Werte von den tatsächlichen abweichen ) kann ich über die Veränderung
des Voltagegains u.U. die Lautsprecher auch beschädigen. ( Bsp eingestellter Wert 26db, Amp hat aber 32 db ) oder
zu früh limitieren ( einestellter Wert 32 tatsächlicher Verstärkungsfaktor 26 ).
Unterm Strich dürfte hier der Digital Controller alles über den Lautsprecher wissen, sense dient in erster Linie zum korekten Einstellen der offsets.Grüße
Stefan
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Wenn beim Digitalcontroller die Senseleitungen abbleiben, begrenzt der Controller trotz korrekter Amp-Gain-Einstellung konservativer. Die Senseleitung hat also grundlegend die gleiche Funktion wie beim Analogcontroller. Nur muss der Digitalcontroller aus Latenzgründen (der Senseeingang muss erst digitalisiert und verarbeitet werden, bevor reagiert werden kann. Bei einer Analogschaltung ist das zeitlich quasi-latenzfrei.) eine Gefahr schon abschätzen können, bevor sie tatsächlich das Gerät verlässt. Daher ist die Einstellung und Einhaltung des Amp-Gains wichtig.
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Hallo Jens
Das ist klar, wenn die Senseleitungen beim NX 24xx fehlen, greifen die Protections früher, da eine Kontrolle
über Rückleitung unmöglich. (Fail safe Modus ). Den gibt es auch analog
Da man aber dem Controller ja alles sagt (Voltage Gain und Peak Power), weiss
er ausser der Impedanz ja alles.
Ich habe folgendes probiert, Ampgain 3 db zurück, bei Analog verschiebt sich die Protection drei db
nach oben, beim digitalen blinkt die Warnlampe, die Protection löst aber bei gleichem Eingangspegel aus wie
vorher, d.h. er controlliert das Signal zu früh. Daher meine Vermutung, daß der digitale beim Sensing
nicht unbedingt direkt über die Rückleitung controlliert, wie beim Analogen, sondern alle Parameter abhängig von
den eingestellten Werten und den Pegeln intern ableitet. Wäre es anders, wäre die Angabe des Voltaggain eigentlich
so überflüssig, wie beim Analogen Controller.Grüße
Stefan
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Hallo,
Jens hat schon den Grund dafür geschrieben!
Der digitale braucht aber ein paar ms bis er auf den Sense Eingang reagieren kann, damit in dieser Zeit nichts passiert muss der Controller das Signal schon bevor es eigentlich am Lautsprecher anliegt limitieren.
Vermutung: (da ich die Software des Nexos nicht kenne)
Den genauen Wert des Eingriffs berechnet der Kontroller, anhand eines Vergleichs.
Der Controller weiß ja, wieviel Latzenz er hat (angenommen 10ms), somit kann das Signal dass vor 10ms am Eingang war mit dem was gerade am Senseeingang anliegt vergleichen, und ins Verhältnis mit dem was Aktuell am Eingang anliegt setzten, sollte sich jetzt über das Verhältnis ein Ergebnis ergeben, dass einen Eingriff erfordert wird dieser dann durchgeführt.
Damit der Controller richtig arbeiten kann braucht er allerdings den Voltagegain, sonst weiß er ja nicht wieviel er begrenzen muss.Einfach gesagt: Der Controller muss wegen der Latenz schon eingreifen, bevor das Signal eigentlich am Lautsprecher anliegt.
Hoffe das war jetzt halbwegs Verständlich.