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Wordclock-Signal über Multicore

  • Christian Engel
  • 29. Mai 2010 um 02:57
  • Christian Engel
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    • 29. Mai 2010 um 02:57
    • #1

    Hallo,

    ich möchte ein Pult und Siderack teilweise digital verbinden. Muss dazu u.A. ein Wordclock-Signal ins Rack bringen und könnte eine ohnehin existente Multicore-Verbindung Pult <-> Siderack nutzen. Weitere Signale, die über das Core gehen sind analoge NF-Signale mit Mic (!) und Line-Pegel, komplett symmetrisch. Sind Probleme zu erwarten, wenn ein Wordclock-Signal über dasselbe Core geht? Kabelmaterial ist ein 5m langes Sommercable Quantum, was an sich ja digitaltauglich ist. Möchte separate Wordclock-Leitung vermeiden, da mir die BNC-Geschichte für Live Rock'n'Roll zu anfällig ist...

    Beste Grüße, Chris

    Wenn's nicht rockt isses für'n Arsch...

  • thephantom
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    • 29. Mai 2010 um 14:52
    • #2

    Sollte gehen, das sicherste bzw. professionellste ist es aber sicher nicht.
    Der Widerstand des Kabels ist wichtig: Für Wordclock wäre 75 Ohm perfekt. Hast du nicht die Möglichkeit die Synchronisation der externen Geräte mit über das audiotragende Kabel zu erledigen? Was hast du denn genau für Geräte für diese Aktion angedacht?

  • Online
    niggles
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    • 29. Mai 2010 um 19:40
    • #3
    Zitat von &quot;cen-music&quot;

    Hallo,

    ich möchte ein Pult und Siderack teilweise digital verbinden. Muss dazu u.A. ein Wordclock-Signal ins Rack bringen und könnte eine ohnehin existente Multicore-Verbindung Pult <-> Siderack nutzen. Sind Probleme zu erwarten, wenn ein Wordclock-Signal über dasselbe Core geht? Kabelmaterial ist ein 5m langes Sommercable Quantum, was an sich ja digitaltauglich ist.


    digitaltauglich bedeutet in diesem Fall Wellenwiderstand 110 Ohm, symmetrisch, für AES/EBU Audio. Blöderweise arbeitet Wordclock nach einer völlig anderen Spezifikation: Wellenwiderstand 75 Ohm, unsymmetrisch (vergleichbar mit Composite Video).
    Bei 5m Länge sollte das eigentlich noch kein Problem darstellen. Besser aber als Backup eine BNC-Leitung mitnehmen...
    Eine wirklich saubere Lösung ist die Umsetzung des WC-Signales auf 110 Ohm symmetrisch und am anderen Ende rückwärts. Bei Neutrik gibts die passenden Trafos dazu:
    http://www.neutrik.com/fl/en/audio/20…roductlist.aspx

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

  • Christian Engel
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    • 31. Mai 2010 um 13:09
    • #4

    Hallo,

    ok, da habe ich des Nächtens nicht ganz zu Ende gedacht :) Es werden dann zwei der vorgeschlagenen Trafos zum Einsatz kommen. Besten Dank für den Tip! Effektiv spart das zwar nur eine BNC-Leitung, ist aber denke ich deutlich robuster, wenn Wordclock über eine Harting-Verbindung läuft.
    Sync über derzeit ADAT fällt leider aus. Ich gehe da lieber auf Nummer sicher :) Für das später geplante Umrüsten auf AES/EBU stellt sich die Frage nach separater Wordclock-Leitung dann ja nicht mehr...

    Beste Grüße, Chris

    Wenn's nicht rockt isses für'n Arsch...

  • Christian Engel
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    • 16. Juni 2010 um 12:14
    • #5

    Ich möchte hier nochmal nachhaken... Mein Neutrik-Händler gab mir den Tipp, dass ein Wordclock-Signal wohl stärkeren Pegel liefern würde als AES/EBU. Da die Trafos für AES/EBU auf Coax (ich habe es genau andersrum vor) gedacht sind, könnten diese übersteuern. Hat jemand Praxiserfahrung dazu?

    Beste Grüße, Chris

    Wenn's nicht rockt isses für'n Arsch...

  • bwaack
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    • 16. Juni 2010 um 18:51
    • #6

    AES/EBU liegt bei XLR-Stecker zwischen 3 und 10Volt. Wordclock liegt bei 5 Volt, insofern besteht kein Problem.

    Wenn Du den Trafo richtigrum verwendest (also das Coax-Ende an den Coax Anschluss, und den XLR-Anschluss an das XLR-Ende) sind keine Probleme zu erwarten, solange es sich tatsächlich um einen rein passiven Trafo handelt.

    Grüße
    B.

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    • 16. Juni 2010 um 22:26
    • #7
    Zitat von &quot;bwaack&quot;

    AES/EBU liegt bei XLR-Stecker zwischen 3 und 10Volt. Wordclock liegt bei 5 Volt, insofern besteht kein Problem.


    Der Trafo ist aber andersherum angeschlossen, insofern ist der Einwand berechtigt. Allerdings beträgt der Leerlaufpegel von Wordclock etwa 4 Vpp, mit Transformator mit 75 Ohm Impedanz (Leistungsanpassung) demnach noch 2 Vpp. Das ist zwar immer noch das doppelte des S/PDIF-Pegels von 1Vpp für den die Trafos optimiert wurden, bei mir hats aber trotzdem funktioniert. Ehrlicherweise muß ich aber zugeben daß ich mir das Signal nicht mit dem Oszi angesehen habe. Muß ich bei Gelegenheit mal machen :idea:

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

  • bwaack
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    • 18. Juni 2010 um 04:36
    • #8

    Was heißt andersrum?
    schließ ihn doch einfach richtigrum an. Viel wichtiger ist, dass das asymmetrische Wordclocksignal durch den Trafo symmetriert wird. Im Datenblatt bei Neutrik kann man lesen, dass er für 5 Volt Nominal-Pegel ausgelegt ist. Er ist also wie geschaffen für die Wordclock.

    Eine Kombination aus NADITBNC-M und NADITBNC-F ist für diese Anwendung das Richtige.

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    niggles
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    • 23. Juni 2010 um 23:28
    • #9

    Wo hast du denn das Datenblatt her? Bei Neutrik finde ich nur ein paar recht dürre Angaben, aus denen weder das Wicklungsverhältnis noch die tatsächliche Sättigungsgrenze des Transformators hervorgehen.
    Theoretisch müßte der NADITBNC-M ein 1:5 Trafo sein, um aus einem S/PDIF-Signal mit 1Vpp ein normgerechtes AES3-Signal mit 5Vpp zu erzeugen. Dann wäre eben die Frage interessant auf welche Windung sich die 5 V beziehen. Wenn es die S/PDIF-Seite ist ist eh alles gut. :idea:
    Ist es aber die AES3-Seite hätte der Neutrik-Verkäufer den richtigen Riecher gehabt - dann würde der Trafo irgendwo oberhalb von 1Vpp coax-seitig recht bald in die Sättigung gehen. Was sich dann aber beim NADITBNC-F wiederum mit der AES3-Spezifikation beißen würde, die ja bis zu 10Vpp erlaubt... :?:

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

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