@ Adam:
das stimmt, die Ähnlichkeit mit dem K+H stellt sich zwanghaft ein, es gibt nicht so viele Möglichkeiten, einen LS zu bauen.
Ich würde 2" und 1" Neodym-Kalotten vorschlagen, da man Interferenzen beim FÜ mid-high damit verringern kann (beim O300 eindeutig hörbar), sowie näher an die Hörschwelle vertikaler Lokalisation im Mittelhochtonbereich (ca. 3° bis 5°, aufgrund HRTF) gelangt. Wenn der 8" Tieftöner bis ka = 1 betrieben werden soll (650Hz) reicht eine 2" Neodym-Kalotte pegelmäßig völlig für die Mitten. 3" wie beim K+H ist eigentlich überdimensioniert (im Wortsinne:)).
-----------------------------
Subjektive Anmerkung:
Ich möchte noch ergänzen, daß die von mir probierten Konuslautsprecher bei beidohrigem Hören mit bandbegrenztem Rosarauschen und Frequenzen oberhalb ka = 1 im Nahfeld irgendwie "phasig" klingen, Kalotten klingen meinen Hörvergleichen nach erst ab ~ ka = 2 "phasig". Woran das liegt, weiß ich allerdings nicht und Anspruch auf Richtigkeit kann und will ich keinesfalls erheben.
---------------------------------------------------
Man sollte berücksichtigen, daß der Lautsprecher gerade im Nahfeld ein korrektes Trommelfellsignalspektrum erzeugen muß. Auch von daher ist mein zweiter Vorschlag mit einem SEAS-Koaxialsystem gemeint (ist natürlich auch bezüglich Interferenzen und Directivity günstig), womit man sich aber auch Nachteile einhandelt.
Mit dem Seas-Koax gibt es bereits einen Zweiwege-Bauvorschlag von Intertechnik (Baßreflex-Gehäuse, closed wegen Klirr -> Intermod. nicht machbar), der neulich in irgendener Selbsbau-Postille vorgestellt wurde und sich wahrscheinlich ganz gut als Nahfelder eignet. Wenn es was "richtiges" werden soll, würde ich ihn aber unterhalb ca. 300Hz mit einem Baßlautsprecher in geschl. Gehäuse ergänzen, damit der Koax-Tiefmitteltöner aufgrund großer Hübe den vom Hochtöner in den Tiefmitteltöner abgestrahlten Schall nicht moduliert und man so die Vorteile des geschl. Gehäuses bei der Baßwiedergabe (-> besseres "Impuls"verhalten resp. group delay) nutzen kann.
Natürlich kann man das Anforderungsprofil für kleine Lautsprecher aufweichen, normative Anforderungen speziell an Nahfeldlautsprecher sind mir aber nicht bekannt.
Gruß
Andreas
@ Frank: Bitte messe die Aussagen am sachlichen Gehalt, nicht danach, was jemand vorgibt zu sein.
Daß nicht jeder Tonkutscher deswegen gleich ein begabter Lautsprecherentwickler ist, sieht man z.B. an "Wilson Audio"
*ggg*.