Wie mir scheint, ist das ganze noch nicht wirklich angekommen?!
http://www.bleib-aufrecht.de/hintergrund/lock-it-kampagne.html
Wie mir scheint, ist das ganze noch nicht wirklich angekommen?!
http://www.bleib-aufrecht.de/hintergrund/lock-it-kampagne.html
man mag nich für einen Ketzer halten, aber die Kampagne ist imho solange für die Tonne,
wie seitens des Kunden und der ausschreibenden Agentur das Thema "sinnvolle Sicherungsmöglichkeiten"
konsequent ausgeklammert wird.
Solange niemand die Eier in der Hose hat beispielsweise Lifelines und Rollersafeties
für ein paar hundert Steine Zusatzkoste für den Endkunden
als verpflichtendes Teilnahmekriterium mit in die Ausschreibung zu nehmen,
wird das nur in wenigen Einzelfällen den Weg in die Köpfe finden.
(bei den derzeitigen Preiskämpfen spart man sich als Dienstleister natürlich gerne
den zusätzlichen Rigger und das [auch noch regelmäßig zu prüfende] Material,
wenn nicht explizit im LV aufgeführt)
Und wenn auf Messen immer öfters Beleuchtung und Rigging
von den Standbaufirmen selbst ausgeführt werden,
ist da in meinen Augen auch nicht wirklich Besserung in Sicht.
Leider wird dabei immer wieder übersehen dass primär nur der Name des Endkunden
durch die Presse und Mundpropaganda geht - siehe VW in Paris.
Da hat die Info binnen kurzer Zeit die Runde gemacht wo jemand aus der Decke gefallen ist,
noch längstens bevor klar war was wirklich passiert ist
wer das war, unter welchen Rahmenbedingungen sich der Unfall ereignete
und von welcher Company der Kollege letztlich beauftragt war.
Oft ist die mangelnde Sicherung ja auch keine Frage von persönlicher Dummheit,
sondern einem Mix aus unzureichender Praxistauiglichkeit und zeitlich
unrealistischer Anforderung/Planung/Rahmenbedingungen vor Ort.
Wenn eine sinnvoll verwendbare Lifeline da ist haken sich ja selbst die härtesten Knochen
und alten Hasen gerne ein, selbiges gilt für Rollersafeties,
wenn sie denn vorhahnden sind...
Zumindest ne temporäre Lifeline ( max 25m ) ist bei mir grundsätzlich beim "großen" Besteck mit dabei.
Die kommt dann an sinnvollen Stellen ( Front Truss zum einleuchten etc. ) eben schnell noch ans Rigg bevor das ganze unters Dach geht.
Ansonsten muss eben der Y herhalten, welcher GRUNDSÄTZLICH am Gurt hängt.
Und bei meinem Vollgurt überlege ich es mir schon aus zeitlichen Gründen mindestens zwei mal ob ich den während der Arbeit ausziehe.
Es kommt doch immer noch die persönliche Komponente mit ins Spiel, wenn auch von Seiten des Auftraggebers häufig der größere Teil abhängt.
Grundsätzlich aber ist mir mein Leben wichtiger, als der Zeitdruck von Kunde, Agentur oder sonstigen, auch wenn das dann eben der letzte Job für den/die jenige/n war.