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  4. Selbstbau und Reparatur Lautsprecher und Boxen

Lautsprecher-Phänomen

  • F.A.Bi.A.N.
  • 4. Januar 2011 um 20:39
  • F.A.Bi.A.N.
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    • 4. Januar 2011 um 20:39
    • #1

    Hallo zusammen,

    ich habe folgendes Problem mit einem (etwas älteren) Lautsprecher.

    1.) Ausgangszustand, das Chassis liegt ohne Verkabelung auf dem Tisch. Man kann die Schwingeinheit frei bewegen, nichts kratzt oder schleift. Nur bei sehr starker asymmetrischer Belastung kann man die Spule an den Luftspalt drücken, so dass es kratzt.
    2.) Läuft das Chassis am Verstärker, kratzt es deutlich hörbar.
    3.) Das Chassis liegt wieder auf dem Tisch, jedoch mit kurzgeschlossenen Anschlüssen. Das Ergebnis entspricht 2.), es kratzt deutlich hörbar beim Bewegen der Schwingeinheit.

    Ich verstehe es nicht. Wer kann aufklären und helfen?


    Danke!
    Gruß,
    Fabian

  • DJheini
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    • 4. Januar 2011 um 21:03
    • #2

    Magnet einseitig entmagnetisiert, dadurch zieht er schief?

    MfG Heini

    (Lasst euch von dem DJ nicht verwirren. ;))

  • matthias falke
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    • 4. Januar 2011 um 21:07
    • #3

    Und wenn Du den Schluss an den Anschlüssen beseitigst schleift die Schwingspule wieder weniger?

  • DJheini
    Moderator
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    • 4. Januar 2011 um 21:21
    • #4
    Zitat von "matthias falke"

    Und wenn Du den Schluss an den Anschlüssen beseitigst schleift die Schwingspule wieder weniger?


    Siehe Punkt 1.)

    MfG Heini

    (Lasst euch von dem DJ nicht verwirren. ;))

  • matthias falke
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    • 4. Januar 2011 um 21:26
    • #5

    Deshalb meine Frage ob der Fehler reproduzierbar, vielleicht ist das bloß eine Zufall weil die Schwingspule lose.

  • F.A.Bi.A.N.
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    • 4. Januar 2011 um 21:53
    • #6
    Zitat von "DJheini"


    Siehe Punkt 1.)

    genau - der fehler ist reproduzierbar.

  • Volker Holtmeyer
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    • 5. Januar 2011 um 00:12
    • #7

    Die Lage des Chassis ist aber stets die selbe und du drückst immer in die selbe Richtung?

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • F.A.Bi.A.N.
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    • 5. Januar 2011 um 00:36
    • #8
    Zitat von "Volker Holtmeyer"

    Die Lage des Chassis ist aber stets die selbe und du drückst immer in die selbe Richtung?

    hi volker,

    ich habe alle lagen (membran nach oben oder unten, im rechten winkel, irgendwelche zwischenpositionen) ausprobiert. dabei waren keine unterschiede feststellbar.
    beim herausdrücken der membran kratzt es ebenfalls. es macht ebenso kein merklichen unterschied, wenn man die membran nicht gleichmäßig sondern stark asymmetrisch reindrückt.

  • Mechwerkandi
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    • 5. Januar 2011 um 08:23
    • #9
    Zitat von "matthias falke"


    vielleicht ist das bloß eine Zufall weil die Schwingspule lose.


    Darauf hätte ich jetzt auch getippt.
    Da hat sich ein Teil der Wicklung gelöst.

    Wird dann manuell die Membrane bewegt, ist Ruhe, sobald es aber zu einem Kraftfluss zwischen Magnet und Spule kommt (Programm oder eben kurzgeschlossen), verkantet sich der lose Teil der Wicklung und kratzt im Luftspalt.

  • F.A.Bi.A.N.
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    • 5. Januar 2011 um 18:05
    • #10

    das erscheint plausibel.
    der gedanke, das chassis aufzuschneiden, muss aber noch ein wenig bei mir "reifen"... :(
    dann poste ich aber das ergebnis hier.

  • SRAM
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    • 5. Januar 2011 um 22:07
    • #11
    Zitat

    Da hat sich ein Teil der Wicklung gelöst.

    Das wirds mit hoher Wahrscheinlichlkeit sein. Meist ein paar Windungen an den Enden.

    Gruß SRAM

    I watched a snail crawl along the edge of a straight razor. That's my
    dream. That's my nightmare. Crawling, slithering, along the edge of a
    straight razor, and surviving.

  • Holger
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    • 5. Januar 2011 um 22:16
    • #12

    Klingt wie Schwingspulenproblem...
    ...oder aber brüchige Anschlußlitzen.
    Ich würde mal den Widerstand bei Bewegung der Membran aufzeichnen.
    Wenn der kurzzeitig abfällt, dann sind das wahrscheinlich Berührungen
    einer Spule die den Spalt berührt.
    Wenn kurzzeitiger Anstieg, dann eventuell brüchige Litzen.

  • dechnikusch
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    • 5. Januar 2011 um 22:53
    • #13

    ich würde weiters von den spulenanschlüssen aufs chassis messen mit manuellen membranhub

    stecker - drucker - schrauber - horcher - schieber - ...

  • billbo
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    • 5. Januar 2011 um 23:23
    • #14

    Mein leicht ketzerischer Geheimtipp: ein simpler Wako irgendwo in der Zuführung oder Schwingspule. Das ‚Kratzen’ sind Aussetzer bei mechanischer Belastung des beweglichen Teils der Konstruktion. Die sich bei offenen Enden (und nur dann) natürlich nicht bemerkbar machen.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • andy006
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    • 5. Januar 2011 um 23:39
    • #15

    So ein Prob hat ich auch mal. Der Kandidatat wurde auffällig und immer wieder geprüft und schließlich wieder eingesetzt. Auf dieser letzten VA des Treibers kratzte das Teil wieder bei einer Ansage. Nur das beherzte Gegenfiltern und L/R paning ersparte Peinlichkeit und seit dieser Zeit gilt - auffällige Treiber in den Hausmüll(sorry Gewerbetonne) und den späteren Ärger entsorgt man gleich dazu.

    Grüße der Andy

    Wer Augen hat der höre ------- besser?

  • F.A.Bi.A.N.
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    • 5. Januar 2011 um 23:58
    • #16
    Zitat von "Holger"

    Klingt wie Schwingspulenproblem...
    ...oder aber brüchige Anschlußlitzen.
    Ich würde mal den Widerstand bei Bewegung der Membran aufzeichnen.
    Wenn der kurzzeitig abfällt, dann sind das wahrscheinlich Berührungen
    einer Spule die den Spalt berührt.
    Wenn kurzzeitiger Anstieg, dann eventuell brüchige Litzen.

    danke für den tipp. an der einen schwingspulenlitze konnte ich tatsächlich eine minimale wackelempfindlichkeit feststellen. die lötstelle auf der membraninnenseite, die nicht mehr so gut aussah, habe ich erneuert. das kratzen bei kurzschluss der klemmen ist jetzt weg, zumindest meine ich das. ich schaue mir das morgen nochmal in ruhe an.

    Zitat von "dechnikusch"

    ich würde weiters von den spulenanschlüssen aufs chassis messen mit manuellen membranhub


    da war (vor dem löten) leider nichts feststellbar gewesen.

    Zitat von "billbo"

    Mein leicht ketzerischer Geheimtipp: ein simpler Wako irgendwo in der Zuführung oder Schwingspule. Das ‚Kratzen’ sind Aussetzer bei mechanischer Belastung des beweglichen Teils der Konstruktion. Die sich bei offenen Enden (und nur dann) natürlich nicht bemerkbar machen.

    auch hier: danke für den tipp. wenn es wirklich "nur" diese stelle war, dann seit ihr 1a-ferndiagnostiker - morgen sage ich mehr dazu.

    Zitat von "andy006"

    auffällige Treiber in den Hausmüll(sorry Gewerbetonne) und den späteren Ärger entsorgt man gleich dazu.


    es ist ein relativ schwer zu beschaffendes chassis, es wäre etwas schade drum. die gründe sind da rein sentimental.

  • F.A.Bi.A.N.
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    • 6. Januar 2011 um 20:47
    • #17

    hi,

    kurzer statusbericht:
    ich habe die anschlusslitzen auf der membraninnenseite nachgelötet. die lötstellen sahen dort zwar nicht mehr supertoll aus, für defekt hätte ich sie aber (rein optisch) nicht gehalten). aber zumindest ist es nachvollziehbar, dass diese punkte mit der zeit leiden, da sie ja schließlich "bewegt" werden.
    nach dem erneuern der lötstellen ist das kratzen weg, der impedanzverlauf stimmt wieder und die nichtlinearen verzerrungen (bei messung mit einem sinus-sweep) sind um gute 20db gesunken.
    abschließend habe ich die lötstelle mit einem großen klecks sekundenkleber versehen, um den bereich um die lötstelle mechanisch etwas zu entlasten, sprich die ersten paar millimeter der anschlusslitze sind nun bewegungsunfähig.

    operation geglückt, lebenserwartung des patienten verlängert.
    danke für die vielen tipps!

  • Holger
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    589
    • 7. Januar 2011 um 13:17
    • #18

    Na ist doch schön.
    Falls Dir an der längeren Funktion des Treibers was liegt,
    würde ich aber die Litzen gleich komplett tauschen.
    An der Stelle wo die Litze nach deiner Operation wieder beweglich
    ist, wird es wahrscheinlich nicht lange dauern, bis das Phänomen
    wieder da ist.
    Das blöde daran ist noch, das die Brüche nicht alle an einer Stelle sind
    sondern meist auf einige Milimeter verteilt.
    Deswegen ist auch der Stromfluß nicht einfach Unterbrochen und die
    Litze ab, sondern sie schaut äußerlich eigentlich noch Intakt aus,
    obwohl eigentlich nur mehr ein paar drähtchen der Litze wirklcih noch
    leitend sind.
    Das Metall ist einfach schon ermüdet und hat seine besten Zeiten
    hinter sich.
    Ist ähnlich wie bei einem Federbruch beim Auto. Das Material ist
    lange geschmeidig, bis es durch die dauernde Bewegung zum Bruch durch Ermüdung
    kommt.

  • matthias falke
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    1.844
    • 7. Januar 2011 um 14:05
    • #19
    Zitat von "Holger"

    Falls Dir an der längeren Funktion des Treibers was liegt,
    würde ich aber die Litzen gleich komplett tauschen.
    An der Stelle wo die Litze nach deiner Operation wieder beweglich
    ist, wird es wahrscheinlich nicht lange dauern, bis das Phänomen
    wieder da ist.


    Die Erfahrung habe ich auch gemacht, das sieht dann aus wie weggebrannt. Wenn man die Litzen nicht wechselt passiert das immer wieder.
    PS. Es gibt eine speziellen Namen für die Litzen, darunter konnte man die Teile bestellen. Ich überlege schon eine ganze Weile wie die Dingen heißen.Vielleicht kann jemand helfen.

  • F.A.Bi.A.N.
    Verifiziert
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    130
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    5.286
    • 7. Januar 2011 um 16:46
    • #20

    ich würde sagen, "entlötlitze" hat eine sehr ähnliche struktur. ob sie aber so gut leitet (reinheit des materials), weiß ich nicht. #
    wenn das chassis in naher zukunft wieder den geist aufgibt, werde ich die litzen auf jeden fall tauschen.

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