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AKG C519M - Bug oder Feature?

  • Zacki
  • 16. Juni 2011 um 23:46
  • Zacki
    Verifiziert
    Beiträge
    41
    • 16. Juni 2011 um 23:46
    • #1

    Mir fällt schon längere Zeit auf, dass unsere drei C519M hörbar verzerren, wenn die Posaunisten mal Vollgas geben. Die Mikros sind an Behringer ADA8000 Preamps angeschlossen. Um herauszufinden, obs am Preamp oder Mic liegt, habe ich zwei Mikros gleichzeitig an ein Instrument geklemmt, ein Mikro an den ADA angeschlossen, das andere an ein 01V96. Den Grund für die Verzerrungen sieht man auf dem Oszi Screenshot.

    Gelb: 01V96, blau: ADA8000

    Bevor jetzt die Lästerei über die Behringer Wandler losgeht, duzende Messungen (auch eigene) und Blindtests haben die gute Qualität mehrfach belegt. Das soll also hier nicht zum Thema werden!

    Ich habe dann diesen Teil der ADA Eingangsbeschaltung (Gyraf...) direkt an das Mikro angeschlossen.

    Es kommt zum gleichen Effekt. Werden die 1k3 Widerstände verkleinert, wird auch die Spannung bei niedrigerem Pegel gekappt (und umgekehrt).

    Alle drei Mikros zeigen das gleiche Verhalten. Sind sie nun defekt, obwohl am 01V96 alles OK ist? Aufnahmen über das 01V96 sind verzerrungsfrei.

    Ich habe noch neun Shure beta98H/C. Da beobachte ich ähnliches Verhalten, wenn auch lange nicht so ausgeprägt.

  • paranoize
    Reaktionen
    315
    Beiträge
    569
    • 17. Juni 2011 um 00:10
    • #2

    Warum sollten die Mikrophone (+ alle 9 Shures) defekt sein, zumal sie am Yamaha den Fehler nicht zeigen?

    Nachdem der Effekt aber offenbar bei allen verdächtigen Mikrophonen an dem gleichen Preamp/Wandler auftritt, würd ich den mal als Grund vermuten, so rein ferndiagnostisch. Scheint als würde der den entsprechenden Maximalpegel einfach nicht liefern...

    Dass die Verzerrungen beim c519 deutlicher hörbar sind als beim beta98 könnte an dessen höherer Empfindlichkeit liegen. Die Datenblätter meinen 5mV/Pa beim AKG und 1,6mV/Pa beim Shure

    lieben Gruß
    Armin

  • dechnikusch
    Profi
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    1
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    726
    • 17. Juni 2011 um 00:17
    • #3

    hast du´s schon mal mit dazwischengestecktem abschwächer ( pad ) probiert ?
    - 10 db sollte reichen

    stecker - drucker - schrauber - horcher - schieber - ...

  • Zacki
    Verifiziert
    Beiträge
    41
    • 19. Juni 2011 um 13:21
    • #4
    Zitat von "paranoize"

    Warum sollten die Mikrophone (+ alle 9 Shures) defekt sein, zumal sie am Yamaha den Fehler nicht zeigen?


    Genau das denke ich auch. Ich habe das Service Manual vom 01V96. Der Preamp ist ganz anders aufgebaut.

    Zitat von "paranoize"

    Nachdem der Effekt aber offenbar bei allen verdächtigen Mikrophonen an dem gleichen Preamp/Wandler auftritt, würd ich den mal als Grund vermuten, so rein ferndiagnostisch. Scheint als würde der den entsprechenden Maximalpegel einfach nicht liefern...


    Die ADAs haben eine Eingangsimpedanz von ca. 2kOhm. Ohne Last, also nur mit 48V Versorgung über die zwei 6k8 Widerstände liefern die AKGs sauberen Pegel von ca. 1,5V Spitze. Ich habs noch nicht probiert, bin aber überzeugt, mit einem Widerstand von 2kOhm an Pin2 und 3 wird die Amplitude wieder gekappt. 2k Impedanz ist nichts ungewöhnliches, ich fände es aber bedenklich, wenn die AKG Elektronik für diese "Last" zu schwach auf der Brust ist!

    Ich werde mich direkt an AKG wenden. Diese Service-Adresse hab ich gerade gefunden. Kann jemand noch einen AKG Servicekontakt empfehlen oder kennt die Adresse?
    Service Pro-Produkte:
    Audio Pro Heilbronn Elektroakustik GmbH
    Pfaffenstraße 25
    74078 Heilbronn
    Tel +49 (0)7131 2636-498
    Fax +49 (0)7131 2636-490
    E-Mail service@akg-pro.de

    Zitat von "dechnikusch"

    hast du´s schon mal mit dazwischengestecktem abschwächer ( pad ) probiert ? - 10 db sollte reichen


    Das war mein erster Gedanke. Mein -20dB selbstbau PAD mit zwei 680Ohm Reihen und 150 Shunt Widerstand führt zum gleichen Ergebnis.

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