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Zeitgemäßer CD-Player mit SMPTE gesucht

  • freeze
  • 19. Oktober 2011 um 00:34
  • freeze
    Beiträge
    1.266
    • 19. Oktober 2011 um 00:34
    • #1

    Hallo Leute,

    ich bin (leider verzweifelt) auf der Suche nach einem zeitgemäßen CD-Player, der SMPTE annehmen und netterweise auch ausgeben kann. AES/EBU wäre cool, aber kein Muss.

    Hat irgendjemand eine Idee? Gibts sowas überhaupt?
    Alternativ: Gibts so eine Lösung mit Flash-Speichermedien? Oder ist spätestens da Eigenentwicklung angesagt?

    Merci!

  • niggles
    Profi
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    Beiträge
    4.312
    • 19. Oktober 2011 um 11:26
    • #2
    Zitat von "freeze"

    Hallo Leute,

    ich bin (leider verzweifelt) auf der Suche nach einem zeitgemäßen CD-Player, der SMPTE annehmen und netterweise auch ausgeben kann.


    Hab ich auch schon mal gesucht - gibts nicht. Wenns unbedingt optische Datenträger sein müssen kenn ich 2 Varianten: DVD-Player mit LTC-Ausgabe aus dem Centerkanal (Problem: professionelle DVD-Player mit XLR-Anschlüssen für alle 6 Kanäle gibt es nicht; ein Pioneer DVD-V8000 und ein Denon DN-A7100 kosten zusammen mehr als ein anständiger HDD-Zuspieler) oder die Billo-Lösung, oft gesehen bei Feuerwerkern: Mono-Ton auf einer Spur der CD, LTC auf der anderen.

    Alternative: Mac Mini, FW-Audiointerface mit 4 Ausgängen und/oder dediziertem MTC/LTC-Ausgang (machts deutlich einfacher, weil man den TC nicht extra anlegen muss) und QLab.

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

  • freeze
    Beiträge
    1.266
    • 19. Oktober 2011 um 15:32
    • #3

    Hi niggles, danke für die Antwort.

    Das Problem bei den Mehrspur-Ausgabe-Lösungen (wie auch mit der Mono-Spur + LTC CD-Lösung) liegt immernoch darin, dass diese zwar Timecode ausgeben, aber nicht annehmen können.

    Eine Alternative wäre wie gesagt vielleicht eine Art Player, der WAV-Dateien von SD-Karte oder USB-Stick abspielen kann - gibts sowas mit SMPTE?

    LG

  • Jens Droessler
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    Beiträge
    9.074
    • 20. Oktober 2011 um 22:20
    • #4

    Hmm, ein Signal zu syncen ist ja auch nicht ganz trivial, gerade wenns dann auch noch optisch vorliegt (CD, DVD etc.). eine "einfache" Möglichkeit ist Resampling. Problemos und recht günstig machbar, gibts ICs für, kann man sich selbst in den CD-Player basteln, das geht bei nahezu jedem mit Digitalausgang. Allerdings kann man dann keine Relation zwischen Ursprungstiming und neuem Timing herstellen. Die schwierige Methode wäre, wirklich das Ursprungssignal zu syncen, bei jedem Tick auf der SMPTE ein Frame auszugeben und sicherstellen, dass das Frame auch genau die Dauer bis zum nächsten Frame hat. Das wird nicht mit vertretbarem Aufand nachrüstbar sein. Bei optischen Laufwerken ohne Pufferung würde das Einflussnahme auf die Rotationsgeschwindigkeit bedeuten, bei gepufferten muss immer noch das Timing bis zum nächsten Frame "gerichtet" werden... Letzteres gilt auch für jede Art von Digitalmedien-Player mit Festspeicher oder Magnetspeicher (z.B. Festplatte). Und das dürfte auch erklären, warum professionelle Zuspieler teuer sind. Da steckt eben keine Consumer-Technik drin.

  • freeze
    Beiträge
    1.266
    • 20. Oktober 2011 um 23:20
    • #5

    Tach Jens, dass ein wirklich Timecode-fähiger CD-Player das Signal zwischenbuffern muss, um Sprunge erlauben zu können (und das ganze nicht mechanisch tun kann :D), hört sich soweit logisch an. Keine Ahnung, wie beispielsweise das "Anschieben" bei DJ-CD-Playern gelöst ist, vermutlich auch über den Buffer, nehme ich an?

    Ein CD-Player mit TC-Ausgang wäre schonmal ein Anfang.
    Ich hab mal ein wenig gegoogelt, aber nur einen Hersteller gefunden, der solch ähnliche ICs im Angebot hat. Die Dinger können aber nur LTC annehmen, generieren leider nicht...

    Du scheinst sowas ja zu kennen, hättest du mal einen Hinweis?

    Zur Not schau ich mir mal die Datenblätter von o.g. IC an und überlege, ob man einen CD-Player nicht wirklich mal auseinandernehmen müsste... Die einfachste Variante, dem TC zumindest einen Trigger abzuluchsen, wäre ja zumindest schonmal ein Anfang...

    LG

  • Jens Droessler
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    9.074
    • 21. Oktober 2011 um 03:54
    • #6

    Ja, das "Anschieben" und natürlich auch Scratchen bei den größeren Modellen läuft natürlich über einen Pufferspeicher, welcher wo er schonmal da ist auch gegen Vibrationen und Erschütterungen verwendet wird. Auch das Decoding von komprimierten/datenreduzierten Formaten (Ich erwähne das, weil es auch verlustlos reduzierte Formate gibt) funktioniert nur mit einem Mindestmaß an Speicher. Um nochmal darauf einzugehen: Ein vorhandenes Signal zu syncen ist nicht trivial. Der Zeitcode kommt ja nicht nahtlos kontinuierlich, sondern quasi als "Ticks". Solange Tick auf Tick kommt, soll ja eben kein Sprung passieren, und das Signal soll ja in der Zeit zwischen den Ticks genau diesen Bereich füllen, nicht mehr, weil der Rest ja nach dem nächsten Tick abgeschnitten werden müsste, weil ja dann schon die neuen Daten passend zum Timecode abgespielt werden müssen, und nicht weniger, weil es sonst bruchstückhaft Stille gäbe. Da muss also Inteligenz vorhanden sein, damit es eben rund läuft. Nun muss man aber auch verlangen können, dass das Gerät eben doch Sprünge macht, nämlich wenn man willentlich an eine andere Stelle in der Show springt und der Timecode mal eben z.B. fünf Minuten überspringt. Auch das muss verarbeitet werden können. Zum Ersten puffert kein CD-Spieler so weit voraus (natürlich ist es kaum ein Problem mit Festspeichern, wenn es ein unkomprimiertes Signal ist, aber schon eine Festplatte sorgt da für einige Millisekunden Stille, weil auch da die Köpfe erstmal neu positioniert werden müssen, dann muss die richtige Stelle mit den Daten erst am Kopf vorbeikommen usw. Zudem muss die Hardware dann erstmal verstehen, was da gerade passiert ist, dass eben jetzt keine Daten eingepasst werden müssen bis zum nächsten Tick des Timecodes und dass der ganze Puffer verworfen werden muss. Das ist technisch zwar nahezu problemlos lösbar, aber daher kommt eben der Preis für solche Geräte und auch der Anwender muss wissen, was er machen kann und was er sein lassen muss (weswegen Medientechniker ja auch gut bezahlt werden :D ). Ich schreibe das, um aufzuzeigen, dass eine Eigenentwicklung in dem Bereich nicht mal eben schnell gemacht ist und da doch schon Know How vorhanden sein muss.

    Wenn es hier nur darum geht, einen CD-Player in ein Digitalsetup zu bekommen, wo er ja zwangsläufig irgendwie zumindest den Wordclock vom Pult bekommen muss, dann reicht es, einen der zahlreichen Sample Rate Conversion-ICs reinzubasteln zwischen Platine und Digitalausgang und noch eine Buchse für Wordclock reinzupfriemlen. Dann wird zwar keine Sample Rate gewandelt, aber der Takt angepasst. Dabei kommt es natürlich trotzdem zu einer Konvertierung des Signals, die mit minimalen Verlusten behaftet ist (geringer als durch eine DA-AD-Wandlung). Alles andere, z.B. dass der Player per SMPTE einen Timecode 5m 10s bekommt und dann auch dort gleich loslegt mit abspielen, das geht über das hinaus, was man "mal eben" bauen kann.

  • freeze
    Beiträge
    1.266
    • 22. Oktober 2011 um 00:25
    • #7

    Das eine Eigenentwicklung grundsätzlich nicht ganz so trivial ist ist mir soweit bewusst, aber trotzdem danke für deine Ausführungen.
    Die Idee war übrigens, bei größeren Multimedia-Installationen kein zusätzliches Tonsignal legen zu müssen, sondern die bereits bestehende Timecode-Leitung mitzubenutzen. Die Idee mit dem CD-Player wäre daher ideal gewesen, zehn Mal eine CD brennen und ab dafür. ;) Außerdem hätte man das dann auch andersrum als Timecode-Master benutzen können.

    Ich befürchte, dass ich mich - soweit ich keine passende Lösung finde - tatsächlich daran machen werde, etwas eigenes in die Röhre zu schieben. Dann aber eher auf SD-Karten Basis (/Flashspeicher) mit einem Mikrocontroller. Warum kein CD-Player? Die Variante mit SD-Karte habe ich soweit schon erfolgreich aufgebaut hier, da einen Timecode-Ausgang draufzusetzen ist ja relativ einfach, um es richtig zu machen und damit das ganze SMPTE auch versteht müsste ich mich dann mal an die Spezifikationen ranlesen. Ist ja jetzt auch keine Raketentechnik :wink:

    Interessehalber möchte ich aber noch mal folgendes Szenario am Leben erhalten:
    Ein CD-Player mit analogem Ausgang (Chinch, XLR, whatever; sodass keine WC notwendig ist) und Timecode-Ausgang.

    Ist das nicht das Szenario, wo man mit einem IC (welchem?) TC nachrrüsten könnte?
    Fragt sich nur wie? Im Grunde müsste das IC direkt die ausgelesenen Daten aus dem Lese-Controller abgreifen um die (absoluten) Positionsdaten von der aktuellen Stelle zu bekommen und daraus TC zu generieren (bzw mit dem Generierten abzugleichen, 74 Frames...).
    Anders wüsste ich grad nicht, wie das funktionieren soll?
    Vllt bei CD Playern mit digitalem Out und WC den ersten Impuls als Trigger nehmen und dann über die WC mitzählen? :D

    LG

  • teemee
    Verifiziert
    Beiträge
    43
    • 14. November 2011 um 08:57
    • #8

    Tach,

    Hast du dir schonmal den RSF MultiDAP angeschaut ?


    http://www.rsf-int.com/prodap/produit.php?lan=en&produit=010

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