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Abnahme einer Harfe

  • presonus
  • 24. September 2012 um 21:20
  • presonus
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    • 24. September 2012 um 21:20
    • #1

    Hallo zusammen,
    Frage an die Klassik-Freaks: ich muss eine Harfe abnehmen und habe dafür folgendes Material zur Verfügung:
    2x Condenser aus einem t.bone DC 4000 SET, SM-57, E935.
    Wer kann sachdienliche Hinweise geben?
    Macht es Sinn, für die tieferen Octaven das BD-Micro aus dem Set zu nehmen?
    Habe schon diverse Sachen im Inet durchforstet- bin aber noch nicht so recht schlau geworden.

    http://www.paforum.de/phpBB/viewtopic.php?f=24&t=79084&start=0

    Mir geht es speziell um die Aufstellung der Mics.
    Da ich budgetbedingt keine NT-5 oder Schöps zumieten kann, muss ich mit dem vorhandenen Material arbeiten :(
    Das Ganze wird sich in kleinem Rahmen mit 2x12/1 und 40pax abspielen in Verbindung mit einer Geige

    Ich danke euch schonmal im Vorfeld.

    Audio Zenit XP215 User :)

  • karel noon
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    • 24. September 2012 um 21:29
    • #2

    Also gestern hat für die quick&dirty chaosbühne das 57er von hinten in eines der Löcher gut funktioniert, ein zusätzliches condenser an den Saiten hätte aber gut getan.

    Somit hast du alles was du brauchst vor Ort :D

    Für alle weiteren Ideen sollte erstmal klar sein wie das Umfeld ist, wie wichtig die Harfe etc.

    Bei fast allen Saiteninstrumenten mit resonanzkörper kann man auch das AKG C411 zum "laut" machen nehmen, und das sollte auch günstig in der zumietung sein wenn benötigt.

    Privater Account mit meiner persönlichen Meinung.

    Sollte es ein Problem mit meiner Neutralität zu einem Thema geben mache ich das im Beitrag kenntlich. :thumbup:

    http://www.noon.ruhr

    Application Support Engineer - HK Audio

  • presonus
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    • 24. September 2012 um 22:15
    • #3

    Karel-danke das beruhigt mich einstweilen. Ich werde berichten :)

    Audio Zenit XP215 User :)

  • andy006
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    • 25. September 2012 um 08:15
    • #4

    ....... tue so wie Karel gesagt hat ....... wichtig wäre mir die Violine. Die - solltest Du versuchen bestmöglichst zu mikrofonieren denn die Wenigsten wissen wie tief eine Harfe klingen kann aber die meisten Zuhörer wissen wie eine Violine klingt......(wenns ganz hart ist dann nimm das 57er Überkopf :shock: :shock: aber es geht :lol: )
    Schnell duck und weg (vor Guma und Konsorten)!!! :wink:

    bitte berichte..... Grüße der Andy

    Wer Augen hat der höre ------- besser?

  • guma
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    • 25. September 2012 um 09:01
    • #5

    @ andy006

    Da Du ja die Empfehlungen von "Guma und Konsorten" zu kennen glaubst, kannst Du gerne den Part übernehmen und raten, was ich empfohlen hätte. :D

  • Jeremy
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    • 25. September 2012 um 09:16
    • #6

    Die Harfe ist von der Größe des Instruments wie auch vom Tonumfang her ja am ehesten mit einem Flügel zu vergleichen. Also stell Dir das ganze einfach als senkrecht stehenden Flügel vor und positioniere die beiden Condenser so, wie Du es auch bei einem Flügel gemacht hättest. Der Unterschied ist allerdings, dass die Harfe erheblich leiser ist, zur Strafe dafür kannst Du mit den Mikros nicht so nahe ran wie beim Flügel, weil ja auf beiden Saitenseiten Spielraum für die Hände bleiben muss.

    So betrachtet ist der Tipp mit dem 411 schon ganz sinnvoll. Da bekommst Du als erstes mal recht strammen und vor allem übersprechungsfreien Pegel, und die Feinheiten kannst Du dann mit den Kondensern aufbessern. Zum Vorschlag 57er ins Loch: Klar, da kommt auch was raus. Ich habe das ja auch an Flügeln so gesehen und leider auch gehört. Das ist halt sehr quick'n'dirty, im Zusammenspiel mit den Kondensern aber möglicherweise sogar brauchbar.

    Allerdings, wenn ich mir Deine Ursprungsfrage nochmal durchlese: 40 Personen? Nur Harfe und Geige? Warum scheidet die Unplugged-Lösung eigentlich aus? Beide Instrumente wären eigentllich dafür ausgelegt, das locker zu stemmen.

    Harvard'sches Gesetz für Tierversuche: "Unter sorgfältigst kontrollierten, dokumentierten und jederzeit reproduzierbaren Laborbedingungen verhalten sich Versuchstiere immer so, wie es ihnen gerade passt."

  • schallereignissortierer
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    • 25. September 2012 um 09:30
    • #7
    Zitat

    40 Personen? Nur Harfe und Geige? Warum scheidet die Unplugged-Lösung eigentlich aus? Beide Instrumente wären eigentllich dafür ausgelegt, das locker zu stemmen.


    Weil im Zweifelsfall die anwesende Soundpolizei in Gestalt von Harfenistinnen Freundinnen, Kulturvereinsvorsitzende und anderen Vereinsmitgliedern sich ganz sicher ist, dass die Harfe "gerade in diesem Saal" zu leise sein wird und dass es wesentlich einfacher ist, vorhandene Mikrofone auszuschalten, als stundenlang zu diskutieren, weshalb man -trotz der "aus der Erfahrung!" resultierenden Ratschläge- keine Mikrofone an die Harfe gestellt hat.

    Machen Sie das hauptberuflich oder verdient die Frau dazu?

  • Jeremy
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    • 25. September 2012 um 10:26
    • #8

    Das sind leider meistens auch genau die, die sich darüber aufregen, dass die Mikrofonständer den Blick auf das mit den modernsten Mitteln der ästhetisch-adaptiven Maßschneiderei (an Haut und Stoff) neugestaltete Dekolletè der Harfenistin behindern. Man kann`s nicht allen rechtmachen.

    Harvard'sches Gesetz für Tierversuche: "Unter sorgfältigst kontrollierten, dokumentierten und jederzeit reproduzierbaren Laborbedingungen verhalten sich Versuchstiere immer so, wie es ihnen gerade passt."

  • schallereignissortierer
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    • 25. September 2012 um 12:09
    • #9
    Zitat von "Jeremy"

    Das sind leider meistens auch genau die, die sich darüber aufregen, dass die Mikrofonständer den Blick auf das mit den modernsten Mitteln der ästhetisch-adaptiven Maßschneiderei (an Haut und Stoff) neugestaltete Dekolletè der Harfenistin behindern.

    Wie wahr und im Fernsehen würde man bei Carmen Nebel auch keine Mikrofone sehen und die Harfe wäre trotzdem zu hören ...

    Machen Sie das hauptberuflich oder verdient die Frau dazu?

  • oton
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    • 25. September 2012 um 12:27
    • #10

    um mich mal selber zu zitieren:

    Zitat

    ween es um Liveabnahme geht ... der "dicke" Teil der Harfe. der an der Schulter des Harfinisten anliegt, ist hohl und eigentlich immer durchbrochen, hier habe ich immer eine Kleinmembran (Schoeps o.ä.) genommen, es mit Schaumstoff umwickelt und in den Hohlraum geschoben. so das die Kapsel nach oben Richtung Spieler zeigt.
    Bracht ein wenig EQ, klingt aber viel besser als ein Pickup, und ist relativ rückkopplungsfest.

    Vor kurzem damit wieder einen kritischen Orchestermanager zu Lobeshymnen getrieben ... klingt gut, setzt sich gut durch und man sieht es quasi nicht .. sollte auch mit deinen T-Bones einigermaßen funktionieren.

    oTon Music - Marcus Thiel - Hilsbrunnenstrasse 8 - 76530 Baden-Baden

    http://www.popakademie.de
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    http://www.event-akademie.de

  • andy006
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    • 25. September 2012 um 13:27
    • #11
    Zitat von "guma"

    @ andy006

    Da Du ja die Empfehlungen von "Guma und Konsorten" zu kennen glaubst, kannst Du gerne den Part übernehmen und raten, was ich empfohlen hätte. :D

    das war doch Spaß :wink: und schnell weg hat doch erstmal geholfen

    Nun ich denke Du würdest folgend vorgehen:

    Harfe
    Beide Condenser für die Harfe einsetzen und jeweils Eins ausrichten auf die hohen Oktaven und auf die tiefen Oktaven (5, 6 oder was weiß ich wie tief die Harfe geht). Nicht auf die Instrumentensaiten sondern auf den Klangkörper richten und mit der Position spielen. Das CD56 in die Harfe einlegen oder einhängen.

    Übrig bleibt für die Violine das SM57. Das Micstativ hinter/seitlich dem Spieler aufgestellt und das 57 Richtung F-Löcher ausgerichtet. (Abstand wird so 70cm sein) Dem Virtuosen verklickern schön in Richtung Mic spielen. Von weitem sieht das 57 wie ein Condenser aus :lol: und vielleicht ist das auch ein Bratsche und dann ist es eh nicht schlimm :lol: :lol: :lol: :lol:

    Und Guma was würdest Du besser machen
    mit freundlichen Grüßen
    der Andy

    Wer Augen hat der höre ------- besser?

  • billbo
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    • 25. September 2012 um 13:38
    • #12
    Zitat

    ... hier habe ich immer eine Kleinmembran (Schoeps o.ä.) genommen, es mit Schaumstoff umwickelt und in den Hohlraum geschoben.

    Schreib "Schoeps oder SM57 o.ä." - dann passt es.
    Und 'relativ rückkopplungsfest' bedeutet in diesem Zusammenhang: es koppelt, ziemlich unabhängig vom verwendeten Mikro und ganz ähnlich wie beim geschlossenen Flügel, genau dann, wenn der Korpus eben (mit)koppelt. Denn der resoniert als erstes, und nicht die 'reine' Schleife Mikro - Luft - Verstärker - Lautsprecher - Mikro.
    Das ewige Missverständnis in so vielen Fällen, bei denen es um 'very close miking' geht. :roll:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • presonus
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    • 25. September 2012 um 19:25
    • #13

    WOW Jungs,
    danke für die rege Anteilnahme. Ich befürchte allerdings, dass für Soundcheck und rumprobieren die Zeit fehlen wird, da die Künstler wieder 3 Minuten vor der Angst kommen werden.

    Audio Zenit XP215 User :)

  • oton
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    • 26. September 2012 um 00:19
    • #14
    Zitat

    Schreib "Schoeps oder SM57 o.ä." - dann passt es.
    Und 'relativ rückkopplungsfest' bedeutet in diesem Zusammenhang: es koppelt, ziemlich unabhängig vom verwendeten Mikro und ganz ähnlich wie beim geschlossenen Flügel, genau dann, wenn der Korpus eben (mit)koppelt. Denn der resoniert als erstes, und nicht die 'reine' Schleife Mikro - Luft - Verstärker - Lautsprecher - Mikro.
    Das ewige Missverständnis in so vielen Fällen, bei denen es um 'very close miking' geht.

    das mag sein, allerdings hatte ich dieser Konstellation noch nie irgendwelche Feeedbackprobleme, egal mit welchem Mikro ... wobei das Schoeps dann doch um einiges besser klingt, jedenfalls wenn es um "Naturharfe" geht.

    Witzigerweise kenne ich nämlich den Vergleich .. als wie die Mikrofonierung "erfunden" haben ging es nämlich auch um Harfe mit fetter Verzerrung & Phaser .. dafür war das SM57 auf jeden Fall klanglich die erste Wahl ... :D ... bei normalem Einsatz dann aber doch klar das Schoeps. Deswegen hatten wir damals einfach beide implantiert.

    Es hilft hier übrigens ungemein, eine gutaussehendes eloquentes Mitglied der Toncrew dabeizuhaben der die Harfenspielerin ablenkt, während jemand anderes versucht die Mikros samt Schaumstoff in den Hohlkörper zu würgen ... und hinterher jemanden der sie schnell wieder entfernt, bevor die Harfe im Case ist ... :wink: :wink: :wink:

    oTon Music - Marcus Thiel - Hilsbrunnenstrasse 8 - 76530 Baden-Baden

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  • dechnikusch
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    • 26. September 2012 um 01:03
    • #15

    @ oton :
    irische harfenspielerinnen sind bei der anbringung von obskuren schallaufnahmegeräten
    an ihrem heiligen instrument da nicht so zimperlich... :D

    stecker - drucker - schrauber - horcher - schieber - ...

  • presonus
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    • 29. September 2012 um 00:57
    • #16

    Soo Freunde:
    Job ist gelaufen. Geworden ist es, die Harfe mit den 2 Condensern jeweils auf Treble und Bass zu richten mit ca 20cm Abstand. Auf den Korpus. Die avisierte Geige mutierte zur Querflöte. Anyway- die Harfe kam recht gut und die Querflöte war so laut, dass eine Abnahme Quatsch gewesen wäre. In diesem Sinne:
    ICH DANKE EUCH !

    Audio Zenit XP215 User :)

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