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2x Computer an 1x M-Audio Profire 2626

  • Matthias78
  • 20. Februar 2013 um 09:10
  • Matthias78
    Verifiziert
    Beiträge
    2
    • 20. Februar 2013 um 09:10
    • #1

    Hallo zusammen.

    Ich habe folgendes Problem, vielleicht könnt ihr mir helfen:
    In einem Theater in dem ich arbeite laufen die Tonzuspieler vom PC (Ableton) via Firewire zu einem M-Audio Profire 2626 und von dort zum 01V96.
    Jetzt haben wir, für den Fall dass der Rechner während einer Vorstellung abstürzt, einen zweiten Rechner als Ersatz eingebaut. Wenn besagter Fall eintritt soll möglichst einfach das System gewechselt werden.

    Das Problem ist jetzt dass beide Rechner ihre Daten auf das gleiche Interface schicken sollen. Das Profire 2626 hat ja 2 Firewire-Anschlüsse die, soweit ich darüber informiert bin, parallel verschaltet sind. Mir wurde allerdings gesagt dass das Gerät Beschädigt werden kann wenn an jedem Anschluss jeweils ein anderes Gerät angeschlossen ist

    Welche Möglichkeiten gibt es 2 Computer gleichzeitig an das Interface anzuschliessen? Im laufenden Betrieb ist ein Umstecken des Firewire-Kabels ziemlich Zeitaufwendig da beide Computer eingebaut sind.
    Ich habe gesehen dass es Firewire-Umschaltboxen gibt? Taugen die was?
    Was könnt ihr mir empfehlen?

    LG Matthias

    Auf der Suche nach einer Akustikband?
    http://www.acousticfusion.de

  • mringhoff
    Profi
    Reaktionen
    6
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    5.262
    • 20. Februar 2013 um 16:56
    • #2

    und warum nicht den Spare-Laptop via Miniklinke und Linetrafo direkt ins 01V96?

    Aktuelle Gebrauchtgeräte: hier klicken

  • beat bauer
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    22
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    50
    • 20. Februar 2013 um 23:47
    • #3

    den zweiten PC könnte man natürlich auch optisch ins 2626 einbinden... Dann braucht man am 01V keine weiteren Kanäle

  • Matthias78
    Verifiziert
    Beiträge
    2
    • 21. Februar 2013 um 10:01
    • #4

    Danke schon mal für die Antworten.
    Das Problem ist dass der zweite Rechner auch über das 2626 laufen muss da Ableton vom 01V96 per MIDI gesteuert wird und darum auch die MIDI-Signale über das Interface gehen.
    Die Verbindung vom 2626 zum Pult läuft über ADAT, es soll auch alles mit den gleichen Pultkanälen passieren.

    LG Matthias

    Auf der Suche nach einer Akustikband?
    http://www.acousticfusion.de

  • robert müller
    Reaktionen
    1.257
    Beiträge
    2.250
    • 21. Februar 2013 um 11:07
    • #5

    Moin,
    das was ihr da vorhabt, wird so nicht funktionieren. Auch wenn Firewire ein Bus ist, heißt das noch lange nicht, daß Endgeräte es unterstützen, von mehreren Hosts gleichzeitig angesprochen zu werden.

    Du hast mehrere Möglichkeiten:

    a) Wenn der Hauptrechner ausfällt, mußt du umstecken. Das könnte man entsprechend erleichtern, wenn man das Ganze so aufbaut, daß man an die Firewire-Verbindung rankommt.
    Nachteile dabei:
    - Unterbrechung wegen Umstecken
    - Ableton auf 2. PC wird nicht synchron zum Ableton auf dem Haupt-PC sein, da ja nicht per MIDI mitgesteuert.
    - Überhaupt wirst du Ableton auf dem 2. PC erst nach dem Umstecken starten können - vorher war ja gar kein Audiodevice da. (Dieses Problem hättest du auch, wenn du das Interface an beide PCs angeschlossen hättest - selbst wenn das gehen würde, könntest du sicher nicht von beiden PCs aus das Interface gleichzeitig in Beschlag nehmen. Aber das ist nur ein theoretisches Problem, praktisch würde das schon eine Stufe vorher scheitern).
    Insgesamt also ne Unterbrechung der Vorstellung von mehreren Minuten, bis alles da ist, wos hinsoll.
    Vorteil: Keine weitere Investition notwendig.

    b) Backup-Rechner per Miniklinke auf Spare-Kanal am Pult anstecken. Kleines USB-MIDI-Interface für den Zweitrechner besorgen, über das Ableton gesteuert werden kann. Eine MIDI-Splitbox besorgen, die das MIDI-Signal vom Pult auf beide Rechner verteilt.
    Vorteile:
    - Überschaubare HW-Investition (ich würde mal sagen, die beiden Teile bekommst du unter 100EUR)
    - Beide Abletons laufen synchron
    - Show kann (fast) nahtlos weitergehen, es muß nur der Spare-Kanal aufgezogen werden
    Nachteile:
    - Evtl. nutzt ihr ja Surround- oder sonstige Mehrkanalausspielungen, um z. B. Gassen oder Gänge zu bespielen. Das fällt dann beim Backup-Kanal weg. Ist dann wie analoger Notbetrieb im Kino, wenn die Digitaltonspur ausfällt.
    - Zusätzlicher Stereo-Kanal am Pult benötigt - wenn das schon voll belegt ist, isses natürlich Essig. Falls mit den Kanälen im Pult noch irgendwelche Routing-Automatisierungen betrieben werden, wirds natürlich beliebig kompliziert. Ggf. kann man aber den Backupkanal in der Szenenprogrammierung berücksichtigen und z. B. den On/Off des Kanals safen, und bei Bedarf entsafen.

    c) Variante (b), aber mit zweiten Profire-Interface für den 2. Rechner. Falls noch ein ADAT-Input für das zweite Interface am Pult frei ist, kann man dann einfach das Eingangsrouting im Pult ändern (Backup-Routing am besten in der Library ablegen und dann aufrufen. Ggf. auf UDK legen, falls das bei dem Pult geht).
    Das hätte den Vorteil, daß die Show ebenso nahtlos weitergehen kann wie bei (b), aber die Mehrkanalfähigkeit erhalten bleibt und in der Szenenprogrammierung nix Besonderes berücksichtigt werden müßte. Nachteil: Es ist recht teuer. Evtl. ist noch ne ADAT-Karte für das Pult zu beschaffen, die auch nochmal ein paar Hunderter kostet.
    Aufpassen beim Clocking! Beide Interfaces sollten synchron zur Pult-Clock laufen.

    d) Variante (c) mit externem ADAT-Router (z. B. Friendchip Digimax 16/32 mit optischen Modulen). Über diesen werden die beiden ADAT-Interfaces zum Pult geführt. Fällt der Haupt-PC aus, wird das Routing am ADAT-Router auf das Backup-Routing umgestellt und statt des Haupt-Interface das Backup-Interface weitergeleitet.
    Es gibt sicher auch Router mit Auto-Failover, aber das weiß ich nicht genau, und weiß auch nicht, ob der Digimax sowas kann.
    Vorteil: Rundum-Sorglos Lösung, Backup ist auf Knopfdruck am Start. Bei Auto-Failover ggf. sogar so schnell, daß wirklich niemand was merkt.
    Nachteile:
    - Teuerste Lösung, das wird auf jeden Fall mittelgroß vierstellig
    - Der Digimax ist wieder ein SPOF. Wenn der ausfällt, ist Umstecken angesagt.
    - Auto-Failover kann wieder zu anderen Problemen führen (da gibts in der IT-Branche zu solchen Problemen ganze Bücher zu...)

    Wie man sieht: Redundanz - wenns richtig gemacht werden soll - ist teuer. Hier ist eine Kosten-/Nutzen-Abwägung zu treffen:
    - Wie wahrscheinlich ist der Ausfall des Haupt-PCs?
    - Wie schlimm sind die Auswirkungen eines solchen Ausfalls bei Szenario a/b/c/d?
    - Wie viel bin ich bereit, auszugeben, um die Folgen abzumildern bzw. zu verhindern, daß das Publikum was merkt?
    - Wie groß ist die Ausfallwahrscheinlichkeit anderer Teile in der Signalkette (Pult, Controlling, Amps, Mikrofone...)?
    - Ist das Ausfallrisiko des Haupt-PCs irgendwie zu verringern (Austausch von Soft- oder Hardware)?
    - Ist Letzteres nicht möglicherweise die zielführendere Möglichkeit?

    Das ist jetzt vielleicht ein bißchen desillusionierend, aber es ist wirklich so: Redundanz ist schnell geschaffen. Teuer wirds dann bei der Einbindung der Spare Geräte. Je komfortabler, desto teurer.

    Gruß,
    Robert

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