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Veranstaltungsabbruch - Wetter - Zuständigkeiten

  • Pfälzer
  • 6. Juni 2016 um 17:23
  • wora
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    • 12. Juni 2016 um 21:09
    • #21

    bei mir ist es schon sehr oft vorgekommen, dass mich eine band gebucht hat, um auf einer vom eigentlichen veranstalter (stadt) zur verfügung gestellten bühne die eigene beschallungs- und lichtanlage z.b. auf einer 10x8m oder 8x6m bühne aufzubauen.
    und es ist ebenfalls schon sehr oft vorgekommen, dass während der veranstaltung kein verantwortlicher der stadt vor ort war, sondern nur bei aufbaubeginn, um sachen wie strom und essens- und getränkebons zu klären. viellleicht schaut auch am abend mal jemand vorbei und fragt, ob noch alles in ordnung ist. aber nur wenn man glück hat.

    trotzdem haben wir immer auf der richtigen bühne gespielt - und bei aufziehenden gewittern auch schonmal eigenverantwortlich abgebrochen.

    einen bühnentechniker in standby habe ich in solchen situationen aber wirklich nur in den allerseltensten fällen gesehen. ebenfalls einen "kompetenten entscheider" einer stadt.
    und ganz ehrlich habe ich mich in solchen situationen lediglich um mein material gekümmert, damit da niemandem etwas passiert und auch das material möglichst unversehrt bleibt.

    und ja: es gibt auch ausnahmen, die perfekt organisiert sind!
    aber das sind eben die ausnahmen...

    vor zwei jahren habe ich es mal erlebt, dass eine entscheiderin der stadt da war - und trotz unwetterwarnung und bühne ohne dach(!!!) gefordert hat, dass wir trotzdem aufbauen sollen!
    das ergebnis waren dann geflutete musikinstrumente und mein kopfhörer... es hilft also nicht immer, wenn entscheider der stadt vor ort sind :lol:

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Leitwolfi
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    • 13. Juni 2016 um 17:12
    • #22
    Zitat von "wora"


    vor zwei jahren habe ich es mal erlebt, dass eine entscheiderin der stadt da war - und trotz unwetterwarnung und bühne ohne dach(!!!) gefordert hat, dass wir trotzdem aufbauen sollen!
    das ergebnis waren dann geflutete musikinstrumente und mein kopfhörer... es hilft also nicht immer, wenn entscheider der stadt vor ort sind :lol:

    Die Frage die ich mir hier stelle: Warum tut man das?
    Fordert den Entscheider doch mal auf sein ganzes Wohnzimmermobiliar, inkl Hifi Anlage, Beamer, Fernseher etc auf die Wiese vor seinem Haus zu stellen und erst wenn es zu regnen beginnt, darf er es wieder reintragen oder mit Planen schützen...

    http://www.lala-blinkblink.de !

  • wora
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    • 13. Juni 2016 um 23:51
    • #23

    die frage kann ich beantworten: die dame meinte, wenn wir jetzt wieder abbauen gehen auch die leute nach hause und das fest ist zu ende.
    das war offenbar tatsächlich eine schlimmere vorstellung, als wenn alle instrumente im eimer sind oder sogar personen zu schaden kommen.
    die versicherung stellte sich später übrigens auch noch zickig an. erst nach dem genug zeugen bestätigt hatten, dass die verantwortliche person gesagt hatte:" wir übernehmen die volle verantwortung" , wurden die reparaturkosten in voller höhe erstattet.
    das war alles in allem recht ärgerlich gelaufen.

    und das, obwohl der gesunde menschenverstand und alle wetterapps eindeutig erkannten: heute abend gibt es heftigste gewitter, die anrückende sturmfront ist min. 100km breit, da kommen wir 100%ig nicht drum herum. und genau so kam es dann ja auch.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Leitwolfi
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    • 14. Juni 2016 um 08:39
    • #24

    Was hättet ihr gemacht wenn man auf Tour ist, am nächsten Tag wieder ein Gig ansteht und man nicht zwischendurch mal schnell nach Hause fahren kann um neue Instrumente zu holen?

    Ich persönlich sehe es nicht ein, für "Fremde" mein Material fahrlässig zu gefährden, bzw auch noch den geordneten Ablauf der darauf folgenden Veranstaltungen zu riskieren.
    Musiker sind da tendenziell ein bisschen anders gelagert, die geben für eine gute Show auch ihr letztes Instrument.... :)

    http://www.lala-blinkblink.de !

  • Jeremy
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    • 14. Juni 2016 um 09:14
    • #25
    Zitat von "Leitwolfi"

    Musiker sind da tendenziell ein bisschen anders gelagert, die geben für eine gute Show auch ihr letztes Instrument.... :)

    Für Musikanten mit Blechinstrumenten mag das ja zutreffen. Bei Musikern mit Instrumenten aus Holz verursacht ja manchmal schon der dem Regen vorausgehende Luftdruckabfall einen akuten Blutdruckanstieg.

    Und wenn es mir darum geht, mein Instrumentarium vor dem Regen in Sicherheit zu bringen, dann warte ich auch nicht auf die Ansage irgendeines Klemmbrettschnösels, dann wird abgebaut und weggeräumt. Und zwar nach einem Plan, den es vorher schon gibt. Das ist auch ein beliebtes Thema bei Freiluft-Theaterveranstaltungen, wenn Band/Kapelle/Orchester nicht aus dem geschützten Innenraum übertragen, sondern evtl. sogar szenisch eingesetzt werden. Da kann einsetzender Regen so manchen feuchten Traum des Regisseurs zerstören ...

    Harvard'sches Gesetz für Tierversuche: "Unter sorgfältigst kontrollierten, dokumentierten und jederzeit reproduzierbaren Laborbedingungen verhalten sich Versuchstiere immer so, wie es ihnen gerade passt."

  • simonstpauli
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    • 14. Juni 2016 um 09:53
    • #26
    Zitat von "Jeremy"

    Für Musikanten mit Blechinstrumenten mag das ja zutreffen. Bei Musikern mit Instrumenten aus Holz verursacht ja manchmal schon der dem Regen vorausgehende Luftdruckabfall einen akuten Blutdruckanstieg.

    Und wenn es mir darum geht, mein Instrumentarium vor dem Regen in Sicherheit zu bringen, dann warte ich auch nicht auf die Ansage irgendeines Klemmbrettschnösels, dann wird abgebaut und weggeräumt. Und zwar nach einem Plan, den es vorher schon gibt. Das ist auch ein beliebtes Thema bei Freiluft-Theaterveranstaltungen, wenn Band/Kapelle/Orchester nicht aus dem geschützten Innenraum übertragen, sondern evtl. sogar szenisch eingesetzt werden. Da kann einsetzender Regen so manchen feuchten Traum des Regisseurs zerstören ...


    Ich hab im letzten Jahr bei einer Freiluft-Festspiel-Veranstaltung gearbeitet, da gab es Regentage. Bei kurzfristigem Regen wurde unterbrochen, Requisiten weggeräumt. Die Instumente der Musiker waren überdacht. Regenponchos für die Gäste lagen an regengefährdeten Tagen auf den Sitzen. Hätte es an einem Tag so stark geregnet, daß die Veranstaltung ausfallen muß, wären die Karten der Gäste auf einen anderen Tag umgebucht worden und, falls die Kapazität nicht reicht, ein Ausweichtag (Regentag, hier der jeweilige Sonntag) angesetzt worden. Der Veranstaltungsleiter war bei Regengefahr ständig mit dem Wetterdienst in Verbindung. Unter dem Strich haben wir ein Mal eine halbe Stunde wegen Regen unterbrochen und ein Mal wegen eines Einsatzes der Sanitäter.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

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