Es ist doch ganz einfach: Bei analogen Mischpulten gibt es quasi einen Standard in der Bedienbarkeit ... bei digitalen bisher (herstellerübergreifend !) nicht.
Solange jemand mit einem bestimmten (digitalen) System täglich bzw. regelmässig arbeitet, wird er es bedienen können und die vielen netten Features nach Studium des Manuals nutzen können.
Bei analogen Pulten klappt es dagegen (aufgrund des sich in vielen Jahren entwickelten Bedienstandards) auch ohne Einarbeitungszeit mit dem Pult eines anderen Herstellers (sofern es kein Exot ist) verhältnissmässig schnell.
Ein Profi, der mit digitalen Yamahas (bzw. einem bestimmten, ihm vertrautem Pult) allwöchendlich unterwegs ist oder damit arbeiten muß, wird nicht verstehen (wollen), wieso nicht alle auch so arbeiten.
Nur: Für die meisten Veranstaltungen (abgesehen von Musical- und Theaterproduktionen) benötigt man keine 20 AUX-Wege.
Die Qualität einer Veranstaltung steigt nicht mit der (ob benötigten oder - wohl häufiger - nicht benötigten) Anzahl von integrierten FX-Inserts, EQs und Bussen - obwohl: Das Einsparen eines vollgemüllten Sideracks klingt verlockend.
Und wer mit einer einzigen "all-inclusive"-Kiste aus dem Vollen schöpfen will (sei es wegen des tatsächlich vorhandenem Bedarfs an Gadgets ... oder aus Prestigegründen), soll sich doch einfach das aktuelleste Gerät seiner Begierde kaufen, was der Markt derzeit (!!!) hergibt ...
... und immer dran denken: die Technik wird auch an diesem Punkt nicht lange nicht stehenbleiben ... :wink: