Hallo,
ich hatte ja hier den Schaltplan zum TA1050 vorgestellt. Im weiteren Thread haben wir dann festgestellt, dass es wohl Versionen des TA1050 gibt, bei denen die Endtransistoren isoliert oder eben nicht isoliert am Kühlkörper befestigt sind. Meine sind nicht isoliert und dadrurch das ganze Chassis auf Massepotential. Der GroundLift-Schalter schaltet nur die Masse von den XLR-Buchsen ab, die Masse zum Chassis (also Gehäuse) bleibt ständig bestehen. Ich befürchte nun, dass bei Rackeinbau wieder Brummgefahr besteht, wird wohl auch (ausser man befestigt isoliert im Rack) doch es lauert noch eine viel gefährlichere Falle:
1. ich nehme den Amp und stecke den an eine Last (Lastwiderstand oder Lautsprecher) um Messungen durchzuführen
2. ich stecke einen Wechselspannungsmesser (TrueRMS-Multimeter) parallel dazu
3. auch parallel dazu kommt ein Oszieingang um eventuelle Verzerrungen schnell zu erkennen
4. an den Eingang stecke ich einen NF-Generator
5. Power on und beide Regler vom Amp auf Mittelstellung
Soweit also eine ganz normale Anschlussart, doch nun kommts...
6. ich drehe den NF-Generator langsam auf, passiert nur sehr wenig
7. also noch mehr aufdrehen, kaum was passiert. Hä? Der Generator bringt schon über 5V Signal....
8. die Lüfter vom Amp gehen auf volle Drehzahl. Hä? Wat nu?
9. ich greife den Amp um hinten zu kontrollieren und ....
10. ich lass das Ding fast fallen, Finger am Gehäuseboden verbrannt. Power-Off! :shock:
Was war passiert? Das war die hässliche Variante vom "Effekt des Schukosteckers" (OK, gibt noch eine, die kostet das Leben....)
Warum?
Weil der blöde Oszi per Schuko in der Dose steckt und der Amp natürlich auch. Das Problem ist nur, die Masse vom Oszi liegt an dessen Gehäuse und die des Amp natürlich auch. Blöd nur, das bei meinem TA1050 die Masse auch am Gehäuse liegt und durch die komische Schaltung quasi der Lautsprecherausgang durch beide Schukosteckermassen überbrückt wurde. Murphy hat wieder zugeschlagen!
Ok, den Oszi also in meinen Trenntrfo gesteckt und nächster Versuch. Geht immer noch nicht.... Grimmpf
Wat nu?
Tja, die Inschenjöre haben doch tatsächlich beim Trenntrafo Schuko von der Netzseite durchgezogen auf die Verbraucherseite. Völliger Blödsinn! Wo bleibt dabei bitte eine Trennung?
Also fix einen Schalter in den Trenntrafo geprömpelt um Schuko am Ausgang fallweise abzuschalten.
Ahhhh, so geht das! :grin: :grin: :grin:
Der TA1050 hat das übrigens überlebt. Ich habe bei Power-Off nochmal nachgemessen. Durch die Schukoüberbrückung hatte ich gut 10-20 Minuten den Ausgang (beide gleichzeitig!) mit rund 0,2 Ohm quasi kurzgeschlossen.... Das musste ja glühen, die Schutzschaltung hat aber gewirkt (auch eine Erkenntnis :grin: )
Fazit: Erst Gehrirn und dann den Strom einschalten ![]()
Old-Papa