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  2. walter schrimpf

Beiträge von walter schrimpf

  • Schutz vor Nullleiterunterbrechungen?

    • walter schrimpf
    • 29. Juni 2007 um 10:13

    Sound-Klinik:
    Nein, nein und nochmals nein!
    Wie ich schon geschrieben habe, enthält dieses Gerät 3 Schutzeinrichtungen:
    - einen Überspannungsschutz für Spannungsspitzen, d.h. Spannungen, die grösser als ca. 1 kV sind werden abGELEITET. Das spielt sich im µs-Bereich ab, jeder Versuch, mechanisch abzuSCHALTEN wäre sinnlos, so schnell ist kein Schalter!
    - einen Netzfilter zur Unterdrückung von Störsignalen
    - einen Überlastschutz mit mechanischer Abschaltung - der spricht auf zu hohen Strom an, das hat wieder nichts mit Überspannung zu tun!

    Alles, was darüber hinaus geht, könnte unmöglich für den Preis, den so eine Leiste kostet, realisiert werden!

    Die Beschreibung ist allerdings schon sehr verwirrend, einem unbedarften Laien wird vorgegaukelt, dass das Ding gegen alles schützt...

    Peerless:
    Fast, aber noch nicht ganz!
    Denn dieses und ähnliche Überwachungsrelais haben meist eine maximale Messspannung von 300V. Ich habe bei mehren Herstellern solcher Überwachungsrelais angefragt, ob damit eine Überwachung und Abschaltung bis 400V, wie sie bei Nullleiterbruch vorkommen kann, zulässig ist. Die Antwort war in allen Fällen: NEIN!

    Die einzige mir bekannte Ausnahme ist das schon erwähnte Relais von Ziehl: http://www.ziehl.de/ziehl/deutsch/…elais/sw32v.pdf . Dieses kann 1-phasige Spannungen bis 480V überwachen. Die Versorgungsspannung ist 24-240V, lt. Auskunft eines Technikers von Ziehl ist ein Vorwiderstand im Versorgunskreis zulässig, so dass auch im Fehlerfall die zulässige Versorgungsspannung für das Relais nicht überschritten wird.

  • Schutz vor Nullleiterunterbrechungen?

    • walter schrimpf
    • 28. Juni 2007 um 16:09

    Sound-Klinik:
    Bei dem APC E25 handelt es sich ebenfalls um KEIN Schutzgerät gegen Nullleiterbruch! Es ist nur eine der üblichen Blitzschutz-Steckerleisten! Zusätzlich ist ein Netzfilter und eine Überlastabschaltung eingebaut. Mit keinem Wort wird in der Beschreibung der Nullleiter erwähnt!

    Du verwechselst doch nicht etwa Nullleiter und Schutzleiter?? :roll:

    fragt
    WS

  • Schutz vor Nullleiterunterbrechungen?

    • walter schrimpf
    • 28. Juni 2007 um 15:14

    Peerless:
    Leider schützen solche Geräte nicht vor Überspannungen durch Nullleiterunterbrechungen! Der erwähnte Dehn-Zwischenstecker ist ein Schutz gegen wesentlich höhere, dafür aber nur ganz kurzzeitige Überspannungen, wie sie z.B. bei Blitzschlag auftreten können. Hier nochmals zur Wiederholung und für alle zum mitschreiben: :D

    Es gibt 2 Arten von Überspannungen:
    - Kurze Dauer (µs), hohe Überspannung (kV-Bereich). Entsteht z.B. durch Blitzschlag. Schutz durch Ableitung.
    - Lange Dauer, relativ geringe Überspannung (260-400V). Entsteht z.B. durch Nullleiterbruch. Schutz durch Abschaltung.

    Nahezu alle am Markt erhältlichen Steckerleisten und Zwischenstecker schützen nur für den ersten Fall!

    Für den 2. Fall gibt es PA-taugliche Schutzgeräte für höhere Leistungsklassen, die für mich nicht in Frage kommen. Neben der schon erwähnten Steckerleiste von Amptec habe ich bisher nur ein einziges Überwachungsrelais gefunden, welches für den gewünschten Schutz in einer 1-phasigen Anlage verwendet werden kann: siehe http://www.ziehl.de/ziehl/deutsch/…elais/sw32v.pdf. (Zum Einbau ist aber Fachwissen notwendig, denn das Relais kann nicht ohne zusätzliche Massnahmen verwendet werden!)
    Alle anderen mir bekannten Spannungsüberwachungsrelais sind aus irgend einem Grund ungeeignet (Messbereiche, Zeitverhalten usw.)

    Sound-Klinik:
    Leider kann ich über das APC Surge Arrest E20 keine Informationen finden, hat das Ding neben der Ableitung auch wirklich eine Abschaltung drin? Aktuelle APC-Überspannungsschutzgeräte können das nämlich nicht!

    lg WS

  • Unterschiede Behringer UB und XENYX Serie?

    • walter schrimpf
    • 20. Juni 2007 um 10:44

    Hallo alle!

    Ich versuche gerade, die Unterschiede zwischen den älteren EURORACK UB-Mischpulten und der neuen XENYX-Serie herauszufinden. Abgesehen von dem beiliegenden (und nicht eingebauten!) USB-Interface scheinen die Unterschiede doch recht gering zu sein. Die technischen Daten jedenfalls sind abolut identisch.

    Vom Behringer Support habe ich folgendes Statement erhalten:

    Zitat

    Was ist gleich geblieben.....
    Von Aussen ist es sofort zu erkennen daß, ausser einer neuen Lackierung, am Gehäuse nichts geändert wurde. Aus diesem Grund ist die Grundform der Platine (Layout der Bedienelemente, Umriß, Lochmuster zur Befestigung) auch gleich geblieben. Seit 1999 werden alle BEHRINGER Produkte mit SMD Technik bestückt und wir beziehen die PCB Rohlinge weiterhin von den selben zertifizierten Lieferanten, was sicherlich zu einer bestimmten "kosmetischen" Beständigkeit führt.

    Und was nicht.....

    Die Mic-Vorstufe wird mit einer neuen PNP Transistor bestückt, was aber nicht zwangsmässig zu einer Veränderung der technischen Werten führen muß.
    Die Werte für bestimmte Bauteile in der Schaltung für die Mid-EQ sind ebenfalls geändert worden, was sich in einer deutlich hörbaren Unterschied in der Klangregelung auswirkt.

    Die Xenyx Serie benutzt auch einen neuen FX Modul (wo verbaut) - es basiert auf einem anderen DSP IC und es verfügt über überarbeiteten (verbesserten) Algorithmen.

    Aber vielleicht der bedeutendste Unterschied liegt darin, daß alle Xenyx Pulte den Vorgaben der RoHS Verordnung entsprechen (müssen....) - dH währende der Produktion der Xenyx Serie werden zB. keine bleihaltige Bauteile oder Verbrauchsmaterialien verwendet (war nicht so bei allen alten UB -Mixer).

    Wir hoffen, dass wir Ihnen mit unseren Informationen weiterhelfen konnten.

    Alles anzeigen


    Also nur andere Farbe, andere Herstellungsverfahren (wegen RoHS) und ein paar andere Bauteile im Vorverstärker und im EQ? Und für das FX-Modul habe ich auch bei den bisherigen Modellen kaum eine Verwendung finden können... Ich habe den Eindruck, dass die Werbung mit den "Britsh EQ" ein bissl übertreibt und die Unterschiede sicher nicht so bedeutend sind. Ob sich da die Mehrausgabe lohnt? Gibt es irgendwelche Erfahrungen?

    viele Grüsse
    WS

  • Schutz vor Nullleiterunterbrechungen?

    • walter schrimpf
    • 19. Juni 2007 um 09:23

    @sydon+djobi:
    Ein Beispiel aus der Praxis, nicht unbedingt nachahmenswert, aber so läuft's halt oft bei "no budget"-Festln: Irgendwo ist ein grosser 3-phasiger Anschluss. Daran hängt ein Verteiler, der erst einmal die grossen Verbraucher bedient, wie Pommes und Grillhendln. Und hinter der 17. Kabelrolle sitz dann ich und soll ein bissl Hintergrundmusik machen. Ich selbst brauche nur 1 Phase, aber wenn im oder vor dem Verteiler eine Nullleiterunterbrechung auftritt, dann kann durch ungleichmässige Lastverteilung auch am 1-phasigen Anschluss bis zu 400 V anliegen. Das wurde hier im Forum schon ausführliche diskutiert und es passiert wirklich so, ich habe das alles schon selbst live erlebt!

    DirkB
    Ich habe sicher nicht alles gelesen, aber viel! Und mir ist auch Deine Trafolösung bekannt, die sich auch so vereinfachen liesse, dass nur 2 Aussenleiter eines 3-phasigen Anschlusses genutzt und auf 230 V heruntertransformiert werden.
    2 Gründe sprechen für mich dagegen: Nicht immer steht ein 3-phasiger Anschluss zur Verfügung und ein Trafo für 3 kW wiegt lt. diversen Katalogen ca. 23 kg. Beides ein ko-Kriterium für mich!

    eventproduction austria
    Varistoren werden i.A. zur Ableitung von kurzen und hohen Überspannungen verwendet, z.B. beim Blitzschutz. Da bleiben dann noch vielleicht 600-1000 V übrig, die in die Geräte reinfahren. Das müssen die kurzzeitig aushalten. Ist alles in diversen Vorschriften geregelt.
    Bei Nulleiterunterbrechungen ist die Überspannung viel geringer, hier ist der Bereich von ca. 250-260V bis 400 V abzudecken. Alle mir bekannten Schutzgeräte für Nulleiterunterbrechungen funktionieren nicht mit Ableitung (= Kurzschluss) sondern sie schalten ab! Ob sich ein Varistor auch für diese Art der Überspannung einsetzen liesse kann ich ohne nähere Untersuchung nicht sagen, ich habe aber grosse Bedenken(geeignete Kennlinie, Verlustleistung im Fehlerfall, Alterung usw.)!
    Das wäre ausserdem wieder eine Bastellösung - ein fertiges und erprobtes Gerät wäre mir schon lieber!

    meint
    WS

  • Schutz vor Nullleiterunterbrechungen?

    • walter schrimpf
    • 18. Juni 2007 um 18:54

    Hallo alle!

    Über Nulleiterunterbrechungen (oder neutechnisch: Neutralleiterunterbrechungen) und Sternpunktverschiebungen ist ja hier schon viel diskutiert worden - was, wie und warum es passiert ist klar, nur wie kann man sich sinnvoll dagegen schützen? Schutzgeräte für die VA-Technik mit 3 Phasen und für hohe Leistungen kenne ich, aber für kleinste Anwendungen (1 Phase, 2-3 kW) habe ich kaum etwas gefunden. (Steckdosenleitsten mit Überspannungsschutz sind üblicherweise für kurze und hohe Überspannungen ausgelegt und bringen bei Nulleiterunterbrechung gar nichts!)

    Die einzigen mir bekannten Möglichkeiten sind:
    - VCheck von Amptec: Das ist eine Steckdosenleiste mit Schukosteckern, mit Digitalvoltmeter und Überspannungsschutz, jedoch ohne Blitzschutz. Die Funktion ist ähnlich wie bei den grösseren Geräten: bei schon vorhandener Überspannung schlaltet die Leiste gar nicht ein, bei plötzlich auftretender Überspannung schaltet die Leiste ab.
    - Einbau eines Überspannungsrelais (für Hutschienenmontage) in einen kleinen Vollgummiverteiler. Das setzt aber Fachwissen voraus...

    Kennt irgend jemand andere Möglichkeiten, wie man Geräte bis insgesamt ca. 3 kW sinnvoll vor Überspannung schützen kann?

    fragt
    WS

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