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  2. tobias kammerer

Beiträge von tobias kammerer

  • neue Seeburg Acoustic LIne Bässe - wer hat getestet?

    • tobias kammerer
    • 19. März 2008 um 21:17

    Hallo,

    ich habe Erfahrungen: Der TSMini Sub DP ist im Großen und Ganzen wie der Vorgänger. Die DP Versionen klingen jedoch wirklich alle ausgesprochen gut, da das Controllermodul sehr lange und gewissenhaft entwickelt wurde. Die Audioqualität des Controllers ist schlichtweg spitze. Die TSMinisub DP ist jedoch nur mit Passivweichen bestückt, weshalb man hier wieder ein bißchen verliert. So klingt zum Schluß eine Minisub DP etwa so wie eine Minisub Plus, hat jedoch ein bißchen weniger Dampf.
    Der TSM Sub dagegen klingt echt sensationell. Hier wurde auch das Gehäuse und der Lautsprecher völlig neu abgestimmt. Der Subwoofer klingt richtig "groß", hat unfassbar viel Dampf für die Baugröße und ist wirklich bequem alleine zu tragen. Es gibt auch relativ interessante Controllersetups: Bi Amp mit Topteil, Nierenmodus mit zweitem Bass...

    Alle Controller sind sperrbar und extrem anwenderfreundlich. Defekte durch falsche Anwendungen oder Übersteuerung sind praktisch zu 100% ausgeschlossen.

    Viele Grüße und viel Spaß damit
    Tobias Kammerer

  • Große Hörner nicht mehr zeitgemäß?

    • tobias kammerer
    • 15. März 2008 um 15:24

    Hier kommt einfach mal eine Antwort, die sich auf die Ursprüngliche Frage bezieht: Wie man den heissen Diskussionen entnehmen kann, ist wie immer alles nicht so einfach.
    Daß große Hörner nicht mehr Zeitgemäß sind, hat wohl einfach darin seine Ursache, daß heute bereits Lautsprecher ohne großes Horn ordentliche Schalldrücke erzeugen können. Früher waren große Hörner alleine dafür bereits notwendig. Wenn man also nur eine Menge Krawall und kein extremes Richtverhalten benötigt, so kann man das heute sehr gut mit Direktstrahlern, Bassreflex... erledigen. Sobald man aber gezielt beschallen will (für hohe Reichweiten oder zur Ausblendung von akustischen Einflüssen, zur Verhinderung von Rückwärtsabstrahlung...), benötigt man nach wie vor Hörner oder gerichtet arbeitende Systeme (z.B. Linearrays).
    Viele Grüße
    Tobias Kammerer

  • Größter Hersteller von Lautsprechern international

    • tobias kammerer
    • 15. März 2008 um 14:52

    Meines Wissens nach ist es Wharfedale, jedoch zweifle ich an dem Aufhänger für diesen Thread (Brautfrage..???!!!!???)

    Viele Grüße
    Tobias Kammerer

  • Peavey System

    • tobias kammerer
    • 15. März 2008 um 14:50

    Hallo,

    cih kenne das System. Es klingt trotz des hohen Alters ganz brauchbar und hat dank der großen Hörner auch eine vernünftige Reichweite. Die Bässe sind aus heutiger Sicht sehr ineffizient. Deswegen: Wenn Dir die Schlepperei nichts ausmacht, sind 300,- Euro wirklich günstig, aber ein modernes System schafft das etwa zum halben Gewicht und Volumen.

    Viele Grüße
    Tobias Kammerer

  • Kohärent abstrahlendes Bassarray

    • tobias kammerer
    • 1. März 2008 um 15:15

    Hallo,

    also die Spiegelung des Basses am Boden bewirkt ja generell eine Schalldruckverdoppelung, da die Bässe nur einen Halbkugelraum, anstatt einen Kugelraum bespielen. Sie bespielen mit gleicher Energie einfach das halbe Volumen. Das hat aber mit der Linie erstmal nichts weiter zu tun. So nun zur Frage von Wora. In der Vertikalen hast Du vollkommen Recht. Hier hat das Gehäuse keinen "nennenswerten" Einfluß, jedoch aber in der Horizontalen. Da die Welle jetzt nur noch in eine von bisher 2 Dimensionen ausweichen kann (Vorher links/rechts und oben/unten, jetzt nur noch oben/unten) wird wieder die Richtwirkung erhöht. Es entsteht die Zylinderwelle, wie man Sie vom Linearray her vertikal kennt. Man darf sich nicht vorstellen, daß jedes Luftmolekül noch das letzte Schlupfloch sucht um auszuweichen. Hier geht es um statistische Verteilungen. Die Luftdruckschwankungen die sich gerade "zufällig" vertikal ausbreiten wollen, können das tun wie sie wollen, die, die sich gerade horizontal ausbreiten wollen, können es nun garnicht mehr, und alle Zwischenwerte gibt es auch. Somit halbiert sich idealisiert genau das Abstandsgesetz des Bassarrays gegenüber dem einzelnen Bass. natürlich hat jedes Bassarray eine Außenkante (die letzte Box am Eck), weshalb die Richtwirkung nie zu 100% zustandekommt, es geht aber bei großen Arrays nah in diese Richtung). Weiterhin wird der Schall übrigens schon bei Hindernissen mit halber Wellenlänge effizient gerichtet. Also bereits ab 2 Bassboxen aufeinander kann sich da schon was ergeben (je nach Frequenz und Größe der Bassbox).
    Viele Grüße
    Tobias Kammerer

  • Kohärent abstrahlendes Bassarray

    • tobias kammerer
    • 29. Februar 2008 um 22:06

    Hallo wieder mal alle,

    weiter oben wurde schon einmal erwähnt:

    Den Einfluss benachbarter Lautsprechergehäuse (oder anderer Hindernisse) kann das Programm allerdings nicht berücksichtigen. Da die Subs hier aber nicht direkt nebeneinander stehen, ist eine gegenseitige Beeinflussung aber gering. (Volker Holtmeyer).

    Ich habe auch schon mal viel früher in diesem Thread erklärt, daß durch das bündige Aneinanderstellen von Subwoofern eine Schallwand entsteht. Diese wird (wie Volker richtig vermutet) vom Programm nicht simuliert. Aber genau diese Schallwand bewirkt, daß nach hinten eben nicht eine Mega Basskeule entsteht. Die Richtwirkung jedes einzelnen Basses wird also erhöht. Übrigens wirken die Schallwandfunktionen auch bei auseinandergezogenen Bässen. Der Abstand bestimmt dann die obere Grenzfrequenz, für die die Schallwand noch gilt. Dies entspricht übrigens zufällig genau der Linearrytheorie, die ja im Großen und Ganzen in diesem Forum als Fakt akzeptiert wird. Also leider zeigt Volkers Simulation garnicht die Realität, sie zeigt nur den Teil, wie sich Schallquellen addieren, nicht jedoch, wie sich die Hindernisse auswirken. Trotzdem finde ich es sehr schön, daß hier auch immer wieder Grafiken gezeigt werden, die einem zumindest einen Teil des Themas näher bringen.

    Auch klauston hat ja selbst bemerkt, daß er nicht übermäßig viel Bass auf der Bühne hatte. Das war unter anderem wegen seiner Schallwand der Fall. Also stimmt hier durchaus Theorie und Praxis überein (wie meißtens in der Thermodynamik).

    Viele Grüße
    Tobias Kammerer

  • Wer kennt sich mit den Solton Produkt-Namen aus?

    • tobias kammerer
    • 29. Februar 2008 um 15:23

    Hallo,

    also: Die Firma Craaft Audio ist weiterhin in Pocking/Niederbayern tätig. Das war früher (allerdings in einer anderen Firmierung) Markeninhaber der Namen Solton und Craaft. Diese Firma wurde irgendwann geschlossen und als heutige Craaft Audio mit nahezu gleichem Mitarbeiterstamm wieder geöffnet. Der ursprüngliche Namensgeber für Solton und Craaft war jedoch ein Herr Sperl. Dieser betreibt heute die Firma Solimpex und verkauft auch weiterhin Musikequipment. Die beiden Firmen lieferten sich nun einen Rechtsstreit um die Namensrechte. Um dem Dilemma aus dem Weg zu gehen, entschied sich die Firma Craaft Audio neue Markennamen zu etablieren (z.B. Craig Willis und Nova). Die Firma Sperl bietet inzwischen wieder Solton Produkte an. Ich weiß nicht, ob das alles genau stimmt, was ich sage. Insbesondere der Ausgang des Rechtsstreites und die Richtigkeit der genannten Namen kann ich nicht versichern. Deshalb übernehme ich keinerlei Haftung für die hier getroffenen Aussagen. Sie spiegeln lediglich meinen Wissensstand wieder und haben keinerlei Verbindlichkeit. Beide Firmen haben aus meiner Sicht übrigens sinnvolle Produkte sowohl für Musiker als auch für Audioprofis, was ja in vielen Threads kräftig diskutiert wird.

    Viele Grüße
    Tobias Kammerer

  • HK Audio mal ehrlich!

    • tobias kammerer
    • 29. Januar 2008 um 10:39
    Zitat von "Jack"

    Danke für die Unterweisung Tobias. Auch dein gönnerhafter Ton, one den wir es hier schwer hätten. Aber die Basstreiber im Actor sind einfach das letzte, man kann sie wohl mit nem EQ behandeln, nur halten sie nicht. Und das weder im alten noch im neuen Actor. Ob ich den Lautsprecher nun kenne oder nicht und ob ein "Selbstbauer" hier was beurteilen sollte oder nicht.

    Hallo,

    ich habe schon einige Actor DX verkauft, an absolute Nullchecker und auch an kriminelle DJ-s. Bis jetzt ist keine defekt. Ein gutes Controlling kann definitiv einen schlechten Lautsprecher so schützen, daß er hält. Ich wollte garnicht gönnerhaft wirken, wenn es so rüber kam, tut es mir Leid. Übrigens sei hier noch erwähnt, daß ich selbst keine einzige Schraube von HK Audio benutze. Das hat aber nichts mit dem Thema zu tun, warum das Zeug verbreitet ist.

    Viele Grüße
    Tobias Kammerer

  • [Wert] Yamaha PS15 M

    • tobias kammerer
    • 28. Januar 2008 um 19:47
    Zitat von "druid314"

    Naja, das halte ich für absolut übertrieben:

    Die Boxen kosteten damals (1999) neu gerade 550 EURO.

    Diese waren aus Pressspan gebaut, hatten einen EMINENCE-Custom-Speaker drin mit Mini-Magnet, einen 3/4"-Horntreiber und eine Endstufe mit 180 Watt RMS. Klanglich sind sie wirklich o.k., wobei die Bässe für die Grösse nett sind, dafür hat die Box ein ziemliches Mittenloch und der Maximalpegel ist auch nicht gerade berauschend. Leider stirbt auch sehr oft die Soffite (der HT blieb all die Jahre ganz).

    Ich würde dafür maximal 250 Euro zahlen, da mittlerweile vergleichbares deutlich besser und günstiger ist (z.B. dB BASIC 400, RCF ART 312A, etc.)


    Da hab ich dann eine völlig andere Box gemeint. Die, die ich meinte kostete im Jahr 200? ca 1290,- Euro. Und die war wirklich gut. Das Dumme ist, daß ich nicht sicher jeden der Buchstaben des Modelles noch sicher zusagen könnte.

    Viele Grüße
    Tobias Kammerer

  • Wer hat den Kauf einer d&b Q Serie bereut ?

    • tobias kammerer
    • 26. Januar 2008 um 20:12

    Hallo Leute,

    gerade in eurer Bandgröße finde ich auch das JBL VRX eine sehr praktische Lösung. Und hier kann man mit 3-4 Tops pro Seite dann auch das Bierzelt spielen. Das System wurde auch schon sehr kontrovers diskutiert. Ich finde die Lösung aber sehr praktisch (Baugröße, Aufbauaufwand, Reichweite, Flexibilität). Für richtige Monsterevents ist das nix, aber das scheint Ihr ja nie zu spielen. Würde ich auf jeden Fall testen.

    Viele Grüße
    Tobias Kammerer

  • HK Audio mal ehrlich!

    • tobias kammerer
    • 26. Januar 2008 um 19:53

    Hallo alle,

    das ist ja eine lustige Diskussion. Ich habe nahezu jedes System von HK schon gehört oder darauf gearbeitet. Und ich finde auch, da gibt es Gutes und Schlechtes. Auch die MI Range hat Ihre Berechtigung. Die Actor DX klingt übrigens VIEL BESSER als die alte Actor. Hier würde ich nicht falsche Schlüsse ziehen, blos weil ich den Lautsprecher kenne. Generell bin ich auch der Meinung, daß der Bereich "Boxenbau" bei den MI Produkten Preis-Leistungs-technisch nicht passt, aber: Nahezu jedes aktive Teil klingt dank extremster DSP-Bearbeitung dann doch gut und ist sehr anwenderfreundlich zu handeln. Dem normalen Musiker hilft das oft mehr, als eine Box die wegen den Lautsprechern vielleicht gut klingen könnte.. wenn man einen 31-Band EQ bedienen kann, wenn man leisen Sound korrigiert und später am Abend bei voller Drönung wieder alles anders einstellen kann. Hier setzt die Philosophie von HK an und mich überzeugt das sehr. Ich habe schon Bands selbst angeghört, die von wirklich amtlichen Systemen auf das Contourarray umgestiegen sind und nun tatsächlich den besseren Sound haben. Das lag definitiv nicht am tollen Material, sondern and der zugänglicheren Grundeinstellung und vieler automatischer Regelpozesse (die eine echter Toning natürlich hasst!).
    Viele Grüße
    Tobias Kammerer

  • [Wert] Yamaha PS15 M

    • tobias kammerer
    • 26. Januar 2008 um 19:42

    Hallo,

    die Box ist an sich super gut. Die kann heute noch mit einigen Brocken jenseits der 1000,- Euro Grenze mithalten. Da denke ich, daß 500 bis 600 Euro nicht zuviel wären. Probleme kenne ich keine.
    Viele Grüße
    Tobias Kammerer

  • Harmonic Design SPA Fullrange

    • tobias kammerer
    • 24. Januar 2008 um 19:41

    Hallo,

    ich kenne zwar genau dieses Teil nicht, aber alles, was ich mir in letzter Zeit von HD angeschaut habe, war hervorragend (zu völlig verblüffendem Preis). Der Entwickler nimmt den Phasengang seiner Systeme extrem genau, weshalb man mit top Klangeigenschaften rechnen kann. Eine Demotermin über einen HD Händler ist sicher auch möglich, denn auch hier ist HD für alles offen. Der Hersteller ist halt nicht so bekannt. Für eigene Benutzung ist das sicher eine gute Box. Wie gesagt, andere Systeme von HD können wirklich mit der absoluten Oberliga mithalten.
    Viele Grüße
    Tobias Kammerer

  • Kohärent abstrahlendes Bassarray

    • tobias kammerer
    • 24. Januar 2008 um 13:25
    Zitat von "sebastian"

    @ Tobias

    Hätten für den Erkenntnisgewinn nicht auch 4 mal gereicht? :wink:

    Hallo,

    Coole Bemerkung! Es hätte wohl gereicht!
    Nur um noch schnell zu erklöären, warum ich schon so oft vergleichen konnte: Der Vergleich ergibt sich, weil ich oft in gleichen Veranstaltungszentren je nach Tag unterschiedlich aufbauen muß und somit ich alles mal so und mal so hören kann. Unter dem Strich fahre ich dann zu 95% mit dem Monocluster besser (uudiotechnisch). Die Probleme, daß es eben manchmal nicht geht habe ich natürlich genauso!

    Übrigens hier mal Lob an alle: Bis jetzt ist die Diskussion nicht entgleist, jeder argumentiert und fragt hier voll vernünftig. So ist das für alle eine Bereicherung (auch für mich!). Da schreibt man gern.

    Viele Grüße wieder
    Tobias

  • Kohärent abstrahlendes Bassarray

    • tobias kammerer
    • 24. Januar 2008 um 12:19
    Zitat von "Tamaris-PA / MTS

    Räumlich verschieben/Curven bringt den selben Effekt wie Delayen.

    #

    Vorsicht! Das stimmt nicht. Ein Delay erzielt für die Laufzeiten eine Verschiebung, die aus jeder Richtung betrachtet gleich ist, während echtes Schieben eine Achse hat. Das wird dann sehr wichtig, wenn der Zuhörer nicht auf Achse der Abstrahlung steht. In der Praxis ist das Verhalten von Delays in den Seitlichen Schallfeldern garnicht einschätzbar. Das heißt in der Praxis: Das Delay ist der allerletzte Notanker, der für einzelne Boxen benutzt werden sollte. Das Verhalten des Delays bewirkt nur genau auf der 90 Grad Achse das, was man eigentlich wollte.
    Viele Grüße
    Tobias Kammerer

  • kleinbauendes Gesangsmikro an den Drums?

    • tobias kammerer
    • 24. Januar 2008 um 09:38

    Man gewöhnt sich halt an sein Instrument (Mikro)... :wink:

  • Kohärent abstrahlendes Bassarray

    • tobias kammerer
    • 24. Januar 2008 um 09:36

    Hallo wieder alle (schlafen ist manchmal auch nicht schlecht) :D

    Zitat von "sebastian"

    Qualitativ abgeschätzt würde ich mich auf dem ersten Viertel der Bühne (Tiefe) nicht wohl fühlen (--> "sehr rot"). Sind da beim Abmischen einer Band nicht Probleme zu erwarten, die man bei L/R nicht hätte?

    Hier sei eine Erklärung gegeben:

    Die Grafik ist deswegen roter, da die Berechnungen des Programmes von gleichen Pegeln der einzelnen Boxen in allen Aufbauten ausgehen. Man sieht aber auch sehr schön, wie der Basspegel gesamt vor der Bühne (und eigentlich überall) steigt. Natürlich ist es bei mehr Bass auch auf der Bühne lauter. In der Praxis wird man aber alleine wegen der Aufstellung (den Vergleich habe ich auch wirklich bestimmt schon 100 mal gehabt) die Bässe drastisch abregeln, wodurch das Rot wieder Orange wird. Dieses Orange ist dann gleichmäßig auf der Bühne und somit vorhersehbarer. (Kein plötzliches Bassfeedback wegen Bewegung der Vocal Mikrofone).
    Weiterhin berücksichtigt die Simulation (sehe ich zumindest nicht, da kann man sich aber täuschen) die von mir oben erwähnte Steigerung des Richtverhaltens nicht. Wie gesagt, durch die Vergrößerung der undurchdringbaren Schallwand hat jeder einzelne Lautsprecher (auch wenn die anderen abgeschalten sind) für sich bereits eine deutlich höhere Richtwirkung). Hier sind auch was das betrifft bessere Ergebnisse mit zusammengeschobenen Bässen erreichbar, da hier eben die Schallwand geschlossen ist.
    Zur Schallwand nochmals als Erklärung: Wird ein Lautsprecher z.B. in die Wand eines sehr großen Gebäudes direkt eingesägt und Rückseitig mit einer idealen geschlossenen Box (=ohne Resonanz, also aus Beton mit Innendämpfung durch sagen wir mal 3 Meter dicken Schaumstoff) umbaut, so wird man auf der Vorderseite der Wand Bass haben, aber auf der Rückseite keinen! Sobald man die Wand abbaut und die Box übrig lässt, beugt sich der Schall um die Box und erzeugt einen Rückschall. Der Rückschall wird auch bei realen Bassboxen praktisch nur wegen der Beugung und nicht etwa durch das Gehäuse ausgegeben. Selbst in Resonanzbereichen (Bassreflex) ist vom Schallaustritt her erst mal eine große Richtwirkung gegeben.

    Übrigens kleiner Nachteil des reinen Monoclusters: Bei großen Strecken zwischen Bass Monocluster und seitlicher PA, ist wegen der Pegeldifferenz direkt vor den HiMid Boxen hörbar zu wenig Bass da. Hier kann schon mit einem gängigen guten Subwoofer in der Regel Abhilfe geschaffen werden (Alle Bässe in die Mitte, bis auf je einen links und rechts). Auch diese äußeren Bässe werden dann sinnvoller Weise nach außen gedreht, selbst wenn das Schallfeld an der Bühnenausenkannte endet. (Im Simulationsprogramm würde sich einfach die Schallverteilung etwas nach Außen zur Einzelbassbox hinoptimieren).

    Zitat von "sebastian"

    Hat sich bei Euch schon mal ein Gast über die Senken aufgeregt (bei L/R)?

    (Bitte nicht böse sein, ein paar Sticheleien seien erlaubt):
    Hat sich ein Gast schonmal über zuviel 3 kHz beschwert? Nein? Warum benutzt Du dann einen Equalizer? Der Gast sagt einfach, diese Band war sch... (obwohl er vielleicht nur blöd außen am Eck sitzen mußte). Der versierte Gast (5%) schiebt die Schuld eventuell auf den Sound. 0,5% kennt dann am Ende gar die Ursache, hält aber die Klappe, weil er keinen Toning. nerven will, er ist nämlich selbst einer.

    Und: Mein Geldbeutel hat sich schon oft über zuviel Personal oder Truckingkosten beschwert. Wenn ich durch geschicktes Aufstellen mir die Hälfte der Bässe sparen kann (Das ist nicht übertrieben!), dann lohnt es sich aus meiner Sicht genau darüber nachzudenken.

    Viele Grüße
    Tobias Kammerer

  • Auslegung und Abstrahlung von Nearfill/Center

    • tobias kammerer
    • 24. Januar 2008 um 01:06

    Hallo Klaus,

    das mit dem Center Fill bezog ich nur auf ("Wann fliegt man ein Centercluster"). Diese Frage wurde konkret gestellt. Ansonsten stimmen ja Deine Gedanken mit meinen überein. Die Geschichte, ob man das von der Seite oder von Vorne macht ist halt Geschmackssache, da beides ja seine Vor- und Nachteile hat. Ich denke mit meinem und Deinem Beitrag ist da nun viel geklärt.
    Viele Grüße
    Tobias Kammerer

  • Kohärent abstrahlendes Bassarray

    • tobias kammerer
    • 24. Januar 2008 um 01:00

    Hallo klauston,

    also es ist wirklich so, daß ich seit etwa 15 Jahren meine Anlagen immer so aufbaue, wenn es der Platz erlaubt. Ich schiebe Sie ganz zusammen, ohne Lücken, somit gibt es praktisch keine Koppelungsprobleme unerwünschter Art. Das Auseinanderziehen an sich macht ja erst die Probleme groß. (theoretisch, wie praktisch). Wenn alle Bässe an der Rückenkannte aneinander bleiben, ergibt sich immer eine saubere Wellenfront (siehe Simulation). Da kein Bass schwer zu erreichen ist, dreh ich dann alle Subs mal schnell nach Gehör zurecht. Das kostet mit hin und her laufen wirklich nur 15 Minuten. Insgesamt spart man sogar wegen der Kopplung extrem viel Material, weshalb sowieso oft garnicht so wahnsinnig viel rumsteht. Wer natürlich 30 Subs sinnvoll aneinander bringen will hat schon eine echte Aufgabe vor sich. Die ganzen theoretische Grundlagen dazu sind mir übrigens bestens vertraut, man muß die glaube ich hier aber auch garnicht wieder runterbeten. Da gibt es genug Abhandlungen über Linearrays. Also gerne mal ausprobieren, es ist wirklich nicht schwer.

    Viele Grüße
    Tobias Kammerer

  • kleinbauendes Gesangsmikro an den Drums?

    • tobias kammerer
    • 24. Januar 2008 um 00:48

    Hallo,

    Die AKG Headset (C555 und C520) sind erheblich Rückkopplungsunempfindlicher als viele Konkurrenten. Das kommt vom größeren Kopf. Der sorgt auch für weniger POP Geräusche. Aber: Der Sound wird erst schön, wenn man sich drastisch an den EQ greifen traut. Aber der EQ hat ja nicht nur zur Zierde +- 15dB Regelbereich, also was solls. Trotzdem nehme ich sie wegen den oben beschriebenen Vorteilen sehr gerne her. Der Witz: das c555 kostet nur 89,- Euro oder so, ist also auch noch eine Sparlösung.

    ABER: Insgesamt führt denke ich nichts zu einem wirklich tollen Ergebnis, da die Situation wirklich nicht lösbar ist. Ein Formel 1 Fahrer will ja auch nicht mit einem S-Klasse Cabrio auf die Piste, weil das schicker aussieht...

    Laute Störquellen und kleine Mikrokapseln sind natürliche Feinde. Generell gilt: Je größer der Mikrokopf, desto kleiner Dein Problem. Vielleicht solltest Du das mal so der Dame erklären, bevor Ihr euch an Miniaturmikros totprobiert.

    Viele Grüße
    Tobias Kammerer

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