Hallo liebe Festgäste;
hier mal "endlich" einen kurzen, knappen Bericht vom 2. Streich des Trios. Wie schon erwähnt: Anfang Oktober hatte ich bereits eine Vorstellung mit gleichem Programm, gleiche Location mit den bereits viel diskutierten (Licht-)Problemen. Nun war ich selbstmal auf die 2. Vorstellung gespannt. Unser Aufbau wie immer zeitgemäß und effekiv angesetzt. Waren frühzeitig fertig und es kamen wenigstens zwei der drei Künstler noch vor dem Publikumseinlass!! Der 3. im bunde (na wer wohl: Genau der dem das Licht beim 1. mal nicht passte) kam und wunderte sich: Ja ist denn schon Einlass?!. Klar, eine Stunde vor Show wie schon 1 Woche davor. Hierbei konnte ich dann aber noch die etwas abgeänderte Lichttechnik vernünftig anpassen bis das Publikum reinkam. Ich wählte nun zwar eine Grundbeleuchtung der gesamten Bühne (die aber nur mit 30-70%) wie es auch im Technical Rider stand. Hinzu kamen dann die 3 gewünschten / georderten / ersehnten Spots. Einer für den Mann am Flügel, die anderen zwei für jeweils einer der beiden Künstler auf Barhocker. Und auch ein kleines Backlight (Streiflicht an Bühnenhintergrund) passte noch hin. Das klappte auch prima und hat mir auch gezeigt dass es auch als Idee o.k. war aber es lag ja darin der Wurm dass im Technical Rider eben was anders bestellt war. Diese Ergänzungen nun nahm ich auf meine Kappe, es gab vor und nach der Show auch keine (negativen) Gespräche diesbezüglich. Ganz und gar erstaunt war ich als dann eine Künstlerin kam und meinte "das Licht möchte sie exakt so bei ihrer Show ende 2007 in dieser Location. Nagut, nichts leichter als das!!!
Zu meinen Vorrednern: Natürlich haben wir immer das übliche "Zusatzmaterial" in begrenzten Maßen dabei. Aber wenn Apfelmus gewünscht ist bringe ich ne´Kiste Äpfel mit zum Pressen. Wenn aber ein Kunde kurz vor knapp doch lieber Orangensaft haben möchte dann ist´s eben nicht damit getan einen halben Obstladen mitzuführen nur "für alle Fälle....."! Klar sollte (muss?) man in dem Veranstaltungsbereich schnell, flexibel und immer stets zu Diensten sein. Wir machen vieles unmögliche erst möglich mit unserer Arbeit. Aber leider gibt es da wirklich auch Ausnahmen im 1-2%-Bereich. Das ist mir in meiner knapp 15-jährigen Praxis noch nicht vorgekommen dass es solche dermaßen unterschiedliche Auffassungen von Künstlern bezüglich der Technik in einer Truppe gibt.
Anmerkung an ROTTI:
Ja ich erinnere mich noch an den "Fall" bzw. unsere Besprechungen/Mails.
In der tat war es damals für den Veranstalter und deren Budget schwierig wenn nicht unlösbar gewesen den Technical Rider zu erfüllen. Gerade bei der Show von Burger Queen trägt ja das optische und szenische Licht nicht unerheblich zum Erfolg bei. Nein, ich möchte nun nicht die künstlerischen Leistungen der Akteure in den sprichwörtlichen (Licht-)Schatten stellen.
Danke für Deine Worte und Meinung zu meinem aktuellen Fall.
Nette Grüße aus dem Rheingau
Stefan