Ich möchte auch ein paar Praxis-bezogene Gedanken anmerken.
Das Problem mit einem LS9 ist nicht mehr, irgendeinen Kanal mit dem richtigen EQ, Monitor, Dynamics und Effekten hinzukriegen, sondern zu wissen, welches Setup ich wie am schnellsten hinkriege. Ich habe auch schon ein paar Szenen von verschiedene Bands drin, wo ich dann aber nicht mehr weiß, ob ich da dieses oder jenes Mikro am Start hatte, ob da drei oder vier Monitore konfiguriert waren etc. . Dann kommt die Frage: Szene nehmen oder alles neu?
Wenn ich dann noch irgendwo hin komme, wo erst geklärt werden muss, was technisch überhaupt geht. Ich habe 6 Monitorwege vorgesehen, aber die haben eine andere Reihenfolge als ich es geplant habe, dann geht das Theater los: Patch ich um, oder werden die Monitore umgesteckt und lauter solche Sachen. Und immer schwebt das Damolkles-Schwert über einem: bloß jetzt keinen Fehler machen!
Hier ist man ganz schnell an einer Grenze, wo eben die Analog-Fraktion nicht lange diskutieren muss, sondern routiniert loslegt und wahrscheinlich schneller und sicherer am Ziel ist als mit einem LS9 (und da geht es nicht drum, ob ein Menu-Punkt durch einmal oder zweimal Anwählen zu finden ist).
Mein Wunsch wäre ein "Config-Wizard", der mir die Changes erst mal entgegennimmt, übersichtlich darstellt und dann am Schluss die neue Config übernimmt. Überhaupt sollte mann Szenen viel ausführlicher dokumentieren können, damit man später weiß, was man da gemacht hat.